382. Auktion
18. – 23. September 2023 in Wiesbaden
- Deutsche Reichspost – Brustschildezeit – Die Sammlung Michael Rehme (Teil I) (10) Apply Deutsche Reichspost – Brustschildezeit – Die Sammlung Michael Rehme (Teil I) filter
- Deutschland 1849–2000 – Die Sammlung Erik B. Nagel (Teil II) (1) Apply Deutschland 1849–2000 – Die Sammlung Erik B. Nagel (Teil II) filter
- Franco- und Hufeisenstempel – Die Sammlung Karl-Heinz Willin (8) Apply Franco- und Hufeisenstempel – Die Sammlung Karl-Heinz Willin filter
- Ozean-Telegramm-Briefe – Die Sammlung Otto Kjærgaard (3) Apply Ozean-Telegramm-Briefe – Die Sammlung Otto Kjærgaard filter
1912, USA George Washington 2 Cent und Benjamin Franklin 10 Cent mit stummem Stempel "NEW YORK N.J." auf R-Vordruckbrief "Ozean-Brief" mit rückseitigem Absenderstempel "Kaiser Wilhelm der Große" nach San Francisco mit Ankunftsstempel vom 30.9.12. Der Umschlag mit senkrechter Faltung und links mit einem verschlossenem Aktenloch, sonst in guter Gesamterhaltung
1926, USA George Washington 2 Cents und Eilmarke 10 Cents je mit Dublex-Stempel "NEW YORK JUN 15.1926" auf Vordruckbrief "OCEAN-LETTER" mit rückseitigem Schiffs-L1 "Albert Ballin" und farbiger Debeg-Vignette "Funk-Telegramme" nach New York mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit Beförderungsspuren im Rand
1932, Sudan Luftpost 4 ½ Piaster mit Stempel "PORT SUDAH 10.OCT.32" auf Luftpost-Vordruckbrief "RADIO OZEAN BRIEF" via "ATBARA SUDAN AIR MAIL" und Brindisi nach Hamburg. Der Umschlag mit Beförderungs- und leichten Alterungsspuren, sonst in guter Gesamterhaltung. Bisher ist kein weiterer Ozean-Brief aus dem Sudan registriert
"BERLIN P.E.8 15.7.67" zweimal recht klar in Rotviolett auf Briefkuvert mit Leitvermerk "via Hamburg oder Bremen" über das Stadtpostamt "HAMBURG ST.P. 16.7.67" mit gestrichenem Rötelvermerk "6 ½" (Silbergroschen) und neuem Blaustift-Vermerk "f 4 ½" (Silbergroschen) und rotem EKr. "HAMBURG PACKET JUL 20 PAID 3" in die USA. Der Umschlag mit kleinen Randspuren und rückseitig etwas fleckig, sonst in guter Gesamterhaltung, ein nicht häufiger Brief in die USA zur Preußen-Zeit
"BERLIN C1 F. d 17.3.78" bzw."BERLIN C 1. F.d 6.5.78" je klar in rot auf zwei Briefkuverts mit rückseitigem Absender-Veemerk von der "SMS Ariadne" und Rötelvermerk "10" (Pfennig) nach Chemnitz mit Ausgabestempel. Die Umschläge mit leichten Randspuren, sonst in guter Gesamterhaltung. Zwei seltene Marine-Schiffpostbelege auf dem Weg nach Nicaragua bzw. von der Rückfahrt (vermutlich von Panama aus). Die sogenannte Eisenstuck-Affäre von 1876 bis 1878 in Nicaragua veranlaßte die deutsche Führung zum Eingreifen. Im März 1878 trafen die Kriegsschiffe Ariadne, Elisabeth und Leipzig an dem kleinen Pazifikhafen Corinto ein und machten erste Landerkundigungen. Durch amerikanische Interventionen wurden 31.März.1878 alle Forderungen durch Regierung von Nicaragua erfüllt und es kam zu keinen Kampfhandlungen. Von diesem militärischem Konflickt sind keine weiteren Belege bekannt
"BREMEN F. N2 30.3.68" recht klar in Violett auf Briefkuvert mit Leitvermerk "Per Steamer via Southampton" und Rötelvermerk "10 ¼" (Groschen) und Handstempel "FRANCO." nach Mexiko mit Handstempel "2" (Real) für das Inlandsporto. Der Umschlag im Rand mit Beförderungsspuren, sonst in guter Gesamterhaltung. Nicht häufiger Übersee-Brief mit Destination Mexiko
"BREMEN F. N2 30.10.69" recht klar in Rot auf Briefkuvert mit Leitvermerk "Per Steamer via Southampton" und Rötelvermerk "14 ¼" (Groschen) und Handstempel "P.P." via London nach Mexiko mit Handstempel "4" (Real) für das Inlandsporto. Der Umschlag im Rand mit Beförderungsspuren, sonst in guter Gesamterhaltung. Interessanter Übersee-Brief mit Destination Mexiko
"HAMBURG F. N1 27.8.68" klar in Rot auf komplettem Faltbrief mit Rötelvermerk "16" (Groschen) und Leitvermerk "p. Overlandmail via Marseiles" sowie rotem L1 "PD" und französischem Transitstempel via Lyon nach Karachi mit rückseitigem blauem Ovalstempel "SEA POST OFFICE 5.9.68" und rotem Ankunftsstempel "KURRACHEE 24.SE.68", der Umschlag mit stärkeren Alterungsspuren. Trotz der Einschränkungen ein interessanter Übersee-Brief ins heutige Pakistan - eine äußerst seltene Destination
"HAMBURG F. N1 29.4.72" klar in Rot auf komplettem Faltbrief mit Leitvermerk "via Southampton per West India Steamer" und Rötelvermerk "11 ¼" (Groschen) und Handstempel "P.P." via London nach Mexiko mit Handstempel "2" (Real) für das Inlandsporto. Der Faltbrief innen mit stärker angebrochenen Faltung und kleine Randfehler, sonst optisch sehr ansprechender Überseebrief mit Destination Mexiko
"HAMBURG F. N5 22.11." recht klar in Rot auf komplettem Faltbrief mit Leitvermerk "via Bordeaux" und Rötelvermerk "8" (Groschen) sowie rotem L1 "PP" und französischem Transitstempel via Bordeaux nach Buenos Aires. Der Faltbrief unten mit kleinen Randfehlern und Alterungsspuren, sonst in guter Gesamterhaltung, ein nicht häufiger Übersee-Brief mit Destination Argentinien
"HANNOVER F. N2 21.2.67" klar in Rot auf Briefkuvert mit Leitvermerk "via Bordeaux" und Rötelvermerk "10" (Silbergroschen) nach Rio de Janeiro mit Ankunftsstempel vom 18.1.1868. Der Umschlag mit komplettem Inhalt hat leichte Alterungsspuren, sonst in guter Erhaltung. Sehr seltene Verwendung auf Übersee-Brief nach Brasilien
Krone/Adler Antwort-Ganzsachenkarte 10 Pfennig mit Stempel "LIKAUE KAUAI MAR.231895"und viel Text via San Francsico und New York nach Ohrdruf mit Ankunftsstempel, kleine Haftstelle und kleine Eckbüge, sonst in guter Gesamterhaltung
Innendienst-Marke 10 Groschen gelblichgrau in Mischfrankatur mit Norddeutscher Postbezirk Innendienstmarke 30 Groschen grauultramarin im 5er-Block je mit handschriftlicher Entwertung "Camp 27/11.74" und großer Schild ½ Groschen orange im waagerechten Paar mit Rahmenstempel "CAMP AM RHEIN REG. BEZ. WIESBADEN 27.11.74" rückseitig auf kompletter Paketkarte für ein Paket mit 7 ½ Kilogramm via Bremen nach Washington DC. Zwei der 30 Groschen-Marken haben kleine Einschränkungen, sonst in guter Gesamterhaltung, dekorative und seltene Mischfrankatur, Fotoattest Krug BPP (2010)
Provenienz: Württemberger Fund (341. Heinrich Köhler-Auktion, 2010)
1 Groschen rötlichkarmin und drei Einzelmarken 5 Groschen ockerbraun (zwei Werte im Format L15) mit Hufeisenstempel "HAMBURG ** 17.SEPTBR.74" (Spalink 17-9) auf komplettem Faltbrief der 2. Gewichtsstufe mit Leitvermerk "pr. Steamer via Bordeaux" nach Rio de Janeiro mit Ankunftsstempel. Zwei 5 Groschen-Marken mit kleinen Zahnfehlern, sonst in guter Gesamterhaltung. Bisher sind nur zwei Briefe der 2. Gewichtsstufe via Frankreich nach Brasilien bekannt, eine große Brustschild-Seltenheit, Fotoattest Krug BPP (2010)
1 Groschen karmin mit Plattenfehler "Punkt über E in GROSCHEN" (Feld 71) im senkrechten Paar mit Normalmarke und Einzelwert je mit Rahmenstempel "PERLEBERG 10.11." auf Briefkuvert mit Leitvermerk "via Triest" und Weiterfranco-Vermerk "wf 2" nach Jerusalem mit Ankunftsstempel der österreichischen Post. Der Brief mit Alterungsspuren, die Marken sind in einwandfreier Erhaltung. Portogerechte 3 Groschen-Frankatur mit 1 Groschen für Brief im Wechselverkehr mit Österreich und 2 Groschen an Österreich (Weiterfranco-Rötel "wf 2") für die Weiterbeförderung über Triest nach Jerusalem. Bisher sind nur wenige Briefe aus dieser Zeit nach Jerusalem bekannt - eine Brustschild-Seltenheit mit Fotoattest Krug BPP (1999)
1874, 2 ½ auf 2 ½ Groschen braunorange in Mischfrankatur mit Ausgabe 1875 20 Pfennige blau je mit klarem EKr. "BAD EMS 29.6.(75)" als tarifgerechte Frankatur auf Briefkuvert mit Leitvermerk "via Anvers" mit handschriftlichem rotem Tax-Vermerk "40" (Centimes) für das belgische Weiterfranco via Antwerpen nach Buenos Aires mit Ankunftsstempel. Die Route über Belgien war zu diesem Tarif vom 1.12.1872 bis 30.6.1875 möglich. Der Umschlag mit Beförderungsspuren und Patina, sonst in guter Gesamterhaltung. Eine nicht häufige Mischfrankatur mit Destination Argentinien
Provenienz: Silvain Wyler (356. Heinrich Köhler-Auktion, 2013)
1874, 2 ½ auf 2 ½ Groschen braunorange mit Doppelprägung (1. Prägung um ca. 1 mm nach links versetzt), mit klarem EKr. "CASSEL 13.2." auf Briefkuvert nach New York mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit rückseitigen Öffnungsfehlern und kleinem Einriss oben (hinterlegt), die Marke ist farbfrisch und in einwandfreier Erhaltung. Auf Brief sind bisher nur wenige Doppelprägungen dieser Marke bekannt, eine große Seltenheit, signiert Hennies BPP mit Fotoattest (1975) und Fotoattest Krug BPP (2014)
Provenienz: Sammlung J.J. Volny (Privatverkauf)
"BERLIN H.P.A. F. N2 21.11.73" in Rot klar auf Paketbegleit-Briefkuvert für eine Kiste mit Leitvermerk "via Bremen" mit Röteltaxe "18/130 = 148" (Groschen) für die bar bezahlte Gebühr (9x 2 Groschen bis Bremen + 130 Groschen für den weiteren Transport) und Blaustift-Weiterfranco-Vermerk "Wf 130" für das Weiterfranco ab Bremen nach Hunterspoint in Bundesstaat New York in guter Gesamterhaltung. Sehr schöner Brief aus dem sogenannten "Württenberger Fund"
"HAMBURG F N1 1.6.72" in Rot klar auf komplettem Faltbrief der 2. Gewichtsstufe mit Leitvermerk "via Southampton p. West India Steamer" und Rötelvermerk "23 ½" (Groschen) für die bar bezahlte Gebühr bis zum Landungshafen (2x 11 ¾ Groschen) und "1/10" (1 Shilling und 10 Pence) für das britische Weiterfranco via London nach Tabasco, Mexiko mit schwarzem Tax-Stempel "3" (Reales) für den mexikanischen Portoanteil. Der Faltbrief mit typischen senkrechten Faltungen, sonst in guter Gesamterhaltung, interessante und seltener Brief der 2. Gewichtsstufe mit guter Destination Mexiko
"HAMBURG F. N1 3.8.72" in Rot klar auf Briefkuvert mit Leitvermerk "Pr. Vapor via Hamburg" als "Schiffsbrief" direkt mit Privatschiff nach Santos, Brasilien in guter Gesamterhaltung. Rötelvermerk „f4“ (Groschen) für das bar bezahlte Schiffsbrief-Porto nach dem bis 30.6.1875 gültigen Tarif und Rötelvermerk „480“ (Reis) für das brasilianische Porto vom Landungshafen zum Empfänger, das dieser zu bezahlen hatte. Die direkte Versendung von Briefpost per Schiffsbrief nach Brasilien ist sehr selten
"HAMBURG F. N1 30.4.75 in Rotschwarz (oxidiert) klar auf Faltbrief mit Leitvermerk "via Southampton por vapor" und rotem Handstempel "P.P." sowie Röteltaxe "118" (Pfennig) für die bar bezahlte Gebühr bis zum Landungshafen via London mit rotem Vermerk "11" (Pence) für das britische Weiterfranco nach Tabasco, Mexiko mit schwarzem Tax-Stempel "-25 cs." (Centavos) für das mexikanische Porto (vom Empfänger eingezogen). Der Faltbrief mit Alterungsspuren bzw. Mängel in der Faltung und kleiner Fehlstelle links oben, sonst in guter Gesamterhaltung. Sehr seltener Brief aus der nur sechsmonatigen Gebührenperiode vom 1.1.1875 bis 30.6.1875
"HAMBURG F. N6. 4.11.73" in Rotschwarz (oxidiert) auf Faltbriefhülle mit Leitvermerk "via St. Nazaire" und rotem Handstempel "PP" sowie Röteltaxe "8" (Groschen) für die bar bezahlte Gebühr bis zum Landungshafen und französischen Transitstempel nach Bogota, Kolumbien mit Röteltaxe "10 cs" (Centavos) für das kolumbianische Porto ab Landungshafen bis zum Empfänger, der diese Gebühr bezahlen musste. Die Briefhülle mit etwas stärkeren Alterungsspuren, sonst in guter Gesamterhaltung, seltene Destination Kolumbien
Provenienz: "186. Steltzer-Auktion (1996)
