385. Auktion
24.–29. März 2025 · 7.–8. April 2025 in Wiesbaden
1861, Farbproben ½ - 4 Schilling, je kpl. In schwarz und rot. Rote ½ Schilling Bug, sonst einwandfrei
1861, ½ Schilling auf blau, senkrechtes Paar und Einzelstück, alle voll- bis überrandig mit sauber aufgesetzten Strichstempeln sowie nebengesetztem Ortsstempel "BERGEDORF 9 12" (1866) auf kleiner Briefhülle nach Harburg mit rückseitigen Durchgangsstempeln des preußischen- und Stadtpostamtes von Hamburg; winzig abgeschwächte Patina, kleiner Teil der Rückseite durch Öffnung fehlend. Die Einzelmarke im späteren Verlauf hinzugefügt, ob diese ursprünglich zum Brief gehörte, lässt sich nicht beweisen, jedoch passen die Felder des Umdruckblocks “6+8” sowie “12” in die logische Reihenfolge. Eine insgesamt ganz außerordentliche seltene Mehrfachfrankatur dieser Marke, von der schon lose gestempelt wenige registriert sind, sign. Grobe und Fotoattestkopie Jakubek BPP (1993; als komplett originäre Frankatur)
1867, ½ S. schwarz auf hellblau, farbfrisch, ausgabetypisch unten leicht tangiert, sauber mit kreuzweise aufgesetztem Strichstempel auf Briefkuvert mit nebengesetztem Halbkreisstempel “BERGEDORF 6 6 IV T” nach Hamburg mit Ankunftsstempel. Oben geringe Knitterspuren, kleiner Teil des Briefes oben ergänzt und Teil der Adresse überschrieben, insgesamt ein attraktiver und seltener Brief aus der bekannten Sally-Beer-Deßau"-Korrespondenz, u.a. sign. Müller-Mark sowie Pfenninger und Fotoattest Mozek BPP (2025)
1867, ½ Schilling schwarz auf dunkelblau, farbfrisch und allseits voll- bis breitrandig geschnitten, sauber und zart mit kreuzweise aufgesetztem Strichstempel, oben links unauffällig repariert, eine insgesamt schönes Exemplar dieser echt gestempelt sehr seltenen Marke, sign. Bühler sowie Fotoattest Dr. Mozek BPP (2024)
1867, 1 Schilling schwarz auf weiß, farbfrisch, voll- bis sehr breitrandig geschnitten, unten mit kleinem Teil der Nachbarmarke, sauber mit kreuzweise aufgesetztem Strichstempel auf Briefstück, ebengesetzt Halkreisstempel “BERGDORF 29 6”, unauffälliger senkrechter Knitter und winzige Tintenspur, sonst tadellos, ein schönes und in diesem Schnitt seltenes Briefstück, sign. Decker und Hermann sowie Fotoattest Dr. Mozek BPP (2025)
1867, 1 S. schwarz auf weiß, farbfrisch, allseits überrandig geschnitten, sauber mit Strichstempel auf Briefkuvert nach Hamburg mit Ankunftsstempel, die Marke war gelöst, leichte Klebstoffspuren, das Kuvert übliche Spuren, ein dekorativer Brief aus der bekannten Lindenberg-Korrespondenz, u.a. sign. Thier sowie Fotoattest Dr. Mozek BPP (2025)
1866 (ca.), “Aus Vierlanden”, Ovalstempel und Halbkreisstempel “BERGEDORF 2 8 III T”, sauber aufgesetzt, auf Briefhülle an das Amt in Bergedorf. Der Stempel war gegen 1866 nur für kurze Zeit in Gebrauch, der Umschlag senkrecht etwas stärker bügig und die rechte untere Ecke mit diagonaler Knitterspur, nichtsdestotrotz ein seltener und attraktiver Beleg aus bekannter Korrespondenz, sign. Dr. Mozek BPP mit Fotoattest (2004)
Referenz: Abgebildet in “Bergedorfer Postgeschichte”, Karl Knauer, S. 257
“Bergedorf”, Karl Heinz Hornhues, S. 60
Provenienz: “Arthur Salm Bremen-Bergedorf” Teil I (Huys-Berlingin, 1993)
Prof. Dr. Karl-Heinz Hornhues (132. Rauhut & Kruschel-Auktion, 2011)
1867, “KW: L. P.” (Kirchwerder-Landpost), blauer Landpost-Achteck-Rahmenstempel zusammen mit blauem EKr. “KIRCHWERDER 19/1”, sehr sauber abgeschlagen auf kleinem Couvert nach Bredstedt, rückseitig Durchgangstempel von Bergedorf, Bahnpoststempel “ BUERGSTEDT TOENNING 20/1” sowie Ankunftsstempel “BREDSTEDT 21 1 67/12-1”, Briefklappe mit Fehlstelle und der Umschlag leicht altersfleckig. Laut Knauer-Handbuch (S. 260) sind ihm selbst nur ca. vier markenlose Briefe des blauen Landpost-Stempels bekannt, ProFi hat keinen weiteren Brief registriert. Ein sehr seltener Brief des Kirchwerder Landpostamtes in guter Erhaltung.
Referenz: “Bergedorf”, Karl-Heinz Hornhues, S. 59
Provenienz: “Arthur Salm Bremen-Bergedorf” Teil II (Huys-Berlingin, 1993)
1867, “KIRCHWERDER 22/5”, blauer EKr., sehr sauber auf Damencouvert nach Hamburg, rückseitig Ankunftsstempel des Stadtpostamtes, aus bekannter Korrespondenz, ein seltener Brief
Provenienz: “Arthur Salm Bremen-Bergedorf” Teil II (Huys-Berlingin, 1993)
1854, abgeänderter Postschein der mecklenburgischen Post, durch den Postmeister Paalzow das Wort “Großherzogl. Meckl.” durchgestrichen und in “Lübeck-Hbg” geändert, datiert “5. Jan 1854”, laut Literatur das wohl späteste bekannte Datum, sehr selten, Fotoattest Dr. Mozek BPP (2004)
