385. Auktion
24.–29. März 2025 · 7.–8. April 2025 in Wiesbaden
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Seiten
1 Gr. karmin im waagerechten Paar und Einzelmarke je mit EKr. “ALTONA 12.10.73” als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe nach Varde, Dänemark mit Ankunftsstempel. Die rechte Marke mit kurzen Zähnen durch Randklebung und der Umschlag mit Randfehlern, sonst in guter Erhaltung, Fotobefund Krug BPP (2014)
1 Groschen karmin im waagerechten Dreierstreifen mit klarem DKr. "BONN 5.12.72" auf Briefkuvert nach Stockholm mit Ankunftsstempel. Der Umschlag oben links neben der Frankatur mit Einriss und kleine Randspuren, der Dreierstreifen in einwandfreier Erhaltung, bessere 3 Groschen-Frankatur ins Ausland im Tarif für Briefe bis 15 g bis zum 30.9.1873
Provenienz: Franceska und Leon Rapkin (315. Köhler-Auktion, 2002)
1 Groschen karmin mit Rahmenstempel "NEUGERSDORF IN SACHSEN 1.1.75" auf Briefkuvert nach Dresden mit Ausgabestempel in einwandfreier Erhaltung, schöner Brief mit Währungs-Ersttagsstempel
1 Gr. karmin, drei Einzelmarken je mit DKr. “ELBERFELD 30.5.73” als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf kpl. Faltbrief via St. Petersburg nach Fredrikshamm, Finnland. Die farbfrischen Marken sind gut geprägt, gut gezähnt und in einwandfreier Erhaltung, Fotobefund Krug BPP (2024)
1 Groschen karmin mit EKr. "CREFELD 18.11.74" auf Vordruck-Faltbrief "MEMORANDUM" der Firma "B.L.WOLFF - Haag in Holland" nach Fürth mit Ankunftsstempel in guter Gesamterhaltung. Dekorativer, sogenannter "Forwarded"-Brief aus den Niederlanden, zur Portoersparnis mit Aufgabe im Deutschen Reich
1 Groschen karmin mit klarem Hufeisenstempel "GRIMMEN 11.JAN.75" (Spalink 15) auf Faltbriefhülle bis 15 g nach Jasenitz mit Ausgabestempel in einwandfreier Erhaltung
1 Groschen karmin und waagerechtes Paar 5 Groschen ockerbraun je mit Rahmenstempel "SLAWENTZITZ 27.2.(74)" auf R-Briefkuvert der 3. Gewichtsstufe an den Fürstlich Hohenlohischen Hofrath Karl Gustav Friedrich von Bühler (ab 1877 Mitglied im Deutschen Reichstag) in St. Petersburg mit Ankunftsstempel. Die linke 5 Groschen-Marke und der Umschlag mit Einriss und die 1 Groschen-Marke etwas eckrund rechts unten, sonst in guter Gesamterhaltung. Trotz der Einschränkungen eine seltene 11 Groschen-Frankatur nach Russland
1 Gr. karmin in Mischfrankatur mit zwei Einzelwerten Ausgabe 1874 2½ auf 2½ Gr. braunorange je mit klarem DKr. “SCHOENBECK 3.4.75” als tarifgerechte Frankatur auf kpl. Faltbrief der 2. Gewichtsstufe via St. Petersburg nach Helsingfors und Nachsendung nach Ulleaborg. Die farbfrischen Marken sind gut geprägt, die 1 Gr.-Marke ist links unten eckrund und die rechte Marke hat einen kleinen Eckbug, ansonsten sind die Marke gut gezähnt und in einwandfreier Erhaltung. Eine nicht häufige Aufbrauchsverwendung als 60 Pfennig-Frankatur mit Destination Finnland, Fotoattest Krug BPP (2024)
1 Groschen karmin mit Prägefehler I "diagonal ausgefallene Prägung im unteren Teil des Adlers links" (Feld 142), sauber mit Bahnpost-L3 "BRESLAU 10/1 II T ODERBERG" auf Briefkuvert mit handschriftlichem Aufgabevermerk "Oppeln" im Wechselverkehr mit Österreich-Ungarn nach Pest. Der Umschlag mit stärkeren Falt- und Beförderungsspuren im Rand und die Marke mit zwei stärkeren Zahnbügen, sonst in guter Gesamterhaltung, Fotoattest Sommer BPP (1991)
2 Groschen grauultramarin, zwei Einzelwerte je mit dänischem Dreiring "1" vom Hafenpostamt Kopenhagen auf Vordruckbrief "Lion M. Cohn & Co, Stettin" der 2. Gewichtsstufe mit Leitvermerk "p. Titania" nach Kopenhagen mit Ankunftsstempel "KOPENHAVN 2.11". Frankierte Post mit direkter Aufgabe auf Schiffen ohne Bordpostamt wurden bei der Anlandung in Kopenhagen mit dem Ringstempel entwertet. Der Umschlag mit Öffnungsfehlern oben und mehreren Faltspuren, sonst in guter Gesamterhaltung. Gesamterhaltung. Dänemark-Briefe der zweiten Gewichtsstufe sind sehr selten, mit dieser auf Brustschildbelegen ohnehin seltenen Entwertung bislang einzig registrierter Beleg
Provenienz: J.J. Volny (93. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2005)
2 Groschen grauultramarin mit EKr. "HAGENOW 10.6.74" auf Retour-Recepisse für ein eingeschriebenes Paket nach Grabow mit Ausgabestempel. Das Formular mit üblichen Faltspuren außerhalb der Frankatur und Alterungsspuren, die Marke mit leichter Patina, sonst in guter Gesamterhaltung, recht seltene Verwendung
2 Groschen blau mit EKr. "BERLIN P.EXP. III 21.2.74" auf unterfrankiertem Briefkuvert mit handschriftlichem Vermerk "Bfks" (Briefkasten), die Stempel "Insufficiently prepaid" und "MORE TO PAY" sowie Nachgebühr-Taxe "4" (Pence) in schwarzer Tinte nach Oxford mit Ankunftsstempel. Der Brief wurde als unfrankiert behandelt und vom 6 Pence Porto für den unzureichend frankierten Brief wurden 2 Groschen mit 2 Pence angerechnet (Rötelvermerk "2"), die restlichen 4 Pence wurden vom Empfänger eingezogen. Interessanter Brief in guter Gesamterhaltung
2 Groschen grauultramarin, zwei Einzelmarken in Mischfrankatur mit Ausgabe 1875 50 Pfennige grau je mit Rahmenstempel "HARBURG IN HANNOVER 7.8.75" auf kompletter Paketkarte für ein 9 Kilo-Fass nach Braunschweig mit Blaustiftvermerk „Packet voraus“. Die Marken sind farbfrisch, üblich gezähnt (untere 2 Groschen-Marke Randklebung) und bis auf kleine Knitter bei der
50 Pfennige-Marke in guter Erhaltung, das Formular mit einigen Beförderungsspuren. Eine sehr späte Aufbrauchsverwendung der 2 Groschen-Marken als 20 Pfennige-Marken im 2. Halbjahr 1875 und äußerst seltene, tarifgerechte Währungsmischfrankatur mit Höchstwert der Pfennige-Ausgabe 1875, Fotoattest-Kopie Hennies (1985)
Referenz: Manfred Wiegand "Die Mischfrankaturen zwischen Freimarken der Ausgaben BRUSTSCHILD und PFENNIGE 1875", Seite 218 (Göttingen 2022)
1872, 2 Gr. grauultramarin, farbfrisch, mit Hofpostamtstempel “BERLIN H.P.A 11/8 74” (KBHW-Nr. 50b), sehr gute Erhaltung, seltener Stempel, Fotoattest Krug BPP (2005)
1872, 2½ Groschen rotbraun, farbfrisch, sehr gut geprägt und zentriert, ausgabetypische Zähnung, ungebraucht mit nahezu vollständigem Originalgummi, kleine gummifreie Stelle sowie winzige Haftpunkte, sonst tadellos; ein schönes Exemplar dieser ungebraucht seltenen und schwierigen Marke, unsigniert mit Fotoattest Brugger BPP (2011)
2 ½ Groschen hellrötlichbraun, farbfrisch mit klarem DKr. “(PLE)SCHEN 27.10.72” in tadelloser Erhaltung. Die Marken zu 2 ½ wurden zum 1.11.1872 eingeführt, es gibt vorzeitige Verwendungen aus Oktober 1872, hier das bisher früheste bekannte Datum auf dieser Marke, eine sehr seltene Vorwendung, Fotoattest Krug BPP (1997)
1872, 2½ Gr. mittelrotbraun, farbfrisch, sauber mit Hufeisenstempel “EBERFELD 15 MAI 73” (Spalink-Nr. 12-5), einwandfrei, doppelt signiert Hennies BPP sowie Fototattest Spalink BPP (1984)
5 Groschen ockerbraun mit Hufeisenstempel "MÜHLHAUSEN i. ELS. ++ 6.JAN.73" auf R-Briefkuvert mit Versuchs-R-Zettel "weite rote Schlingen" (Eckfehler) mit handschriftlicher Nummer sowie violettem "Recomandirt"- und rotem "Recommandé"-Stempel nach Géradmer, Frankreich mit Ankunftsstempel. Die Marke mit kleinem Randriss und der Umschlag mit kleinen Alterungsspuren und rückseitig wurden die Lacksiegel entfernt, sonst in guter Gesamterhaltung. Dekorative und seltene Frankatur, in Kombination mit der R-Zettel-Variante und den R-Stempeln sind nur wenige Belege bekannt, Fotoattest Brugger BPP (2008)
Provenienz: 59. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 1996
Großer Schild 5 Gr. ockerbraun, farbfrisch und gut geprägt, zusammen mit 1875 10 Pfge. rot mit Dkr. “KIEL 29 5 75” auf Express-Brief nach Achterwehr, leichte horizontale Druckspur, 5 Gr. ein kurzer Zahn, sonst in guter Erhaltung. Eine schöne, dekorative und in dieser Form, die 5 Gr. als Bestellgebühr, ganz ungewöhnliche Währungsmischfrankatur
5 Gr. 'Elbinger Postfälschung', farbfrisch und üblich gezähnt, mit sauber aufgesetztem DKr. "ELBING 20 5 75". Unauffällige waagerechte quer Büge, sonst einwandfrei (nur im UV-Licht erkennbare Reinigungsspuren). Ein attraktives Stück dieser sehr seltenen Marke. Fotoattest Jäschke-L. BPP (2024)
5 Gr. ockerbraun, breitrandig ungezähnt mit unten sichtbarem Zähnungsansatz, farbfrisch und gut geprägt, sauber mit EKr. “GRÜNHOF i. POM 14 7” entwertet, tadellos. Dies ist das erste bisher bekannt gewordene, ungezähnte Exemplar aller Brustschildausgaben, welches deutlich erkennbare Abdrücke des Zähnungskamms bis hin zu sichtbaren Teilen der Zähnungslöcher aufweist. Durch das vorliegende Exemplar lässt sich damit erstmalig nachweisen, dass die ungezähnten Brustschilde nicht aus komplett ungezähnten Bogen stammen müssen, sondern aus solchen, bei denen die Zähnung nur teilweise ausgefallen war, wobei die betroffenen Marken dann zwangsläufig gerissen oder geschnitten werden mussten. In dieser Form eines der Schlüsselstücke zur Brustschild-Philatelie, ausführliches Fotoattest Sommer BPP (2001)
1 Kreuzer gelblichgrün, 7 Kreuzer grauultramarin und 9 Kreuzer rötlichbraun je mit glasklarem EKr. "WALDSHUT 23 10 74" als tarifgerechte Frankatur auf rückseitig nicht ganz komplettem Nachnahme-Streifband für die Einziehung von 1 Gulden 38 Kreuzer für ein Zeitungsinserat mit großem Teil der Insertions-Rechnung und einem der frühesten bekannten violetten Auslagen-Zettel im Kreuzer-Gebiet nach Unterhallau mit Ankunftsstempel. Der deutsche Portoanteil von 10 Kreuzer (Beförderungsgebühr bis 10 Meilen 7 Kr. + 3 Kr. Prokuragebühr Minimalsatz) und der Schweizerische Portanteil von 7 Kreuzer (Gewichtsporto bis 1 kg nach dem 1. Progressionssatz) sind mit Rötel auf dem Streifband notiert. Alle drei Marken sind farbfrisch und bis auf leichte Druckspuren im Übergang Streifband/Rechnung in einwandfreier Erhaltung. Die außergewöhnlich dekorative Dreifarben-Frankatur auf einer Nachnahme-Sendung ins Ausland ist eine große Brustschild-Seltenheit, ausführliches Fotoattest Brugger BPP (2000) Provenienz: 353. Heinrich Köhler-Auktion (2013)
1 Kreuzer gelblichgrün in Mischfrankatur mit Ausgabe 1874 9 auf 9 Kreuzer braunorange mit Rahmenstempel "SCHOENAU IM WIESENTHAL 14.8.74" als tarifgerechte Frankatur auf innen nicht ganz kompletten Nachnahme-Faltbrief "Bedingter Zahlungsbefehl" mit 14 Kreuzer Nachnahme und "Auslagen"-Stempel nach Freiburg mit Ankunftsstempel. 10 Kreuzer Porto + 14 Kreuzer = 24 Kreuzer wurden vom Empfänger eingezogen mit entsprechender Blaustifttaxe "pro 24" gute Gesamterhaltung, eine dekorative Frankatur-Kombination
Provenienz: J.J.Volny (95. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2006)
1872, 1 Kr. grün im Viererblock, farbfrisch, postfrisch und gut zentriert, in einwandfreier Erhaltung, Fotoattest Sommer BPP (1993)
1872, 1 Kr. dunkelolivgrün, farbfrisch, gut geprägt und gut zentriet, sauber mit R3 “WESTHOFEN IM GROSSH. HESSEN 74 5-6 N”, sehr gute Erhaltung, Fotoattest Brugger BPP (2005)
1 Kreuzer dunkelolivgrün im waagerechten Dreierstreifen je mit klarem EKr. "FRANKFURT A.M. N2 25.12.72" auf kleinformatigem Briefkuvert nach Berlin mit Ausgabestempel. Der Umschlag mit Alterungs- und Faltspuren im Rand und radierte Blaustiftspuren sowie rechte Marke rechts mit geschürftem Zahn, sonst in guter Gesamterhaltung. Dreierstreifen dieser Farbe sind die größten auf Brief registrierten Einheiten und selten, Fotoattest Sommer BPP (1990)
1872, 2 Kreuzer orange, farbfrisch, sehr gut geprägt und gut gezähnt, postfrisch, in tadelloser Erhaltung. Ein sehr schönes Exemplar dieser in dieser Qualität sehr seltenen Marke, unsigniert mit Fotoattest Krug BPP (2024)
2 Kreuzer orange, farbfrisch, sehr gut und erhaben geprägt mit glasklarem EKr. “VILLINGEN 18.9.74” auf Briefstück in tadelloser Erhaltung, eines der schönsten Exemplare dieser seltenen Marke, Fotoattest Sommer BPP (1988)
Provenienz: Sammlung Paffen (31. Jennes & Klüttermann-Auktion, 2004)
1872, 2 Kr. orange, farbfrisch, gut geprägt und gezähnt, sauber zentrisch mit Taxis-EKr. “ULRICHSTEIN 10 8 5-6 N” auf Briefstück, linker unterer Eckzahn leicht verkürzt, sonst tadellos, Attest Hennies BPP (1979)
1872, 2 Kr. orange, farbfrisch, gut gezähnt und geprägt, sauber mit zentrisch übergehendem EKr. “BUTZBACH 23 6 74” auf Briefstück, tadellos, selten, sign. Bühler BPP und Fotoattest Krug BPP (2024)
2 Kreuzer orange mit sehr klarem EKr. "RADOLFZELL 8.5.74" auf Faltbriefhülle in den eigenen Landzustellbereich nach Möggingen mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung. Eine der schönsten Einzelfrankaturen dieser Marke auf Brief, Fotoatteste Brettl (1987) und Brugger BPP (2006)
Provenienz: Rolf Rohlfs (31. Joachim Erhardt-Auktion, 1993)
J.J. Volny (97. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2006)
Klaus Bartl (146. Dr. Derichs-Auktion , 2016)
3 Kreuzer karmin, zwei Einzelmarken je mit EKr. "FRANKFURT A.M. N3 22.7.74" auf R-Ortsbrief-Kuvert mit Ankunftsstempel. Die linke Marke mit kleinem Bogenrand oben und fehlendem 1. Zähnungsloch oben und unten (FZLou1) gut gezähnt, die rechte Marke durch Randklebung mit Zahnfehlern, sonst in guter Gesamterhaltung. Seltenes 6 Kreuzer-Porto im bis 31.12.1874 gültigen Sondertarif für eingeschriebene Ortsbriefe von Frankfurt, bisher sind nur ganz wenige Briefe in dieser Art bekannt
3 Kreuzer karmin mit klarem EKr. "MAINZ 25.6.74" auf Drucksachen-Faltbrief nach Amsterdam mit Ankunftsstempel. Die farbfrische Marke ist gut geprägt, üblich gezähnt und in einwandfreier Erhaltung, die Faltdrucksache hat Alterungsspuren. Seltene Drucksache aus dem Kreuzer-Bezirk in die Niederlande mit tarifgerechter Frankatur, hier aus der bekannten Deichmann & vom Rath-Korrespondenz
3 Kreuzer karmin mit EKr. "LOERRACH 28.6.74" auf Briefkuvert nach Bruchsal weitergeleitet nach Spöck Amt Carlsruhe und retourniert nach Lörrach. Rückseitig roter L1 „Unbestellbar“ und Vermerk „Aufgeber nach Handschrift nicht zu ermitteln“, zur Ermittlung des Absenders amtlich eröffnet, mit blauer Verschlussoblate der „KAIS. OBER-POSTDIRECTION CONSTANZ“ (durch Brieföffnung geteilt) verschlossen und vorderseitig in violetter Tinte mit Absendernamen versehen. Der Umschlag mit Beförderungsspuren und Patina, sonst in guter Gesamterhaltung, amtlich geöffnete Retourbriefe aus dem Kreuzergebiet sind selten
3 Kreuzer karmin im senkrechten Paar mit EKr. "FREIBURG IN BADEN 8.9.73" auf komplettem Nachnahme-Faltbrief über 14 Kreuzer aus Sölden im Landzustellbereich von Freiburg nach Freiburg mit handschriftlich geändertem Nachnahmebetrag „pro 20 x“ (Kreuzer) in Blau. Diese 20 Kreuzer = 14 Kreuzer Nachnahme als Ausstellgebühr + 6 Kreuzer Sonderporto im Großherzogtum Baden für Nachnahmebriefe in den oder aus dem eigenen Landzustellbereich einer Postanstalt (3 Kreuzer Briefporto und 3 Kreuzer Procuragebühr zum Minimalsatz) wurden vom Empfänger eingezogen. Innen erste Verwendung ... nach Sölden (nach dem ab 1.5.1873 im Großherzogtum Baden gültigen Tarif nun um 1 Kreuzer überfrankiert). Das senkrechte Paar in einwandfreier Erhaltung, die Einzelmarke mit Plattenfehler eckrund. Interessante Doppelverwendung aus dem und in den eigenen Landzustellbereich einer Postanstalt, Nachnahme-Sendungen zählen dabei zu den seltensten Versendungsformen innerhalb des eigenen Zustellbereichs einer Postanstalt, nur wenige Belege bekannt
3 Kreuzer karmin mit Doppelprägung (1. Prägung erfolgte um ca. 1 mm nach links unten), postfrisch mit kleinen Gummibügen/Schlieren, einwandfrei, selten, unsigniert mit Fotoattest Sommer BPP (1992)
