385. Auktion
24.–29. März 2025 · 7.–8. April 2025 in Wiesbaden
1916, Karte 10 Pfennig mit weiter verwendetem Stempel “ROGASEN 26.2.19” und violettem Zensur-Stempel “CENZUROWANE” nach Berlin, kleiner Fleck und kleine Randspuren rechts, sonst in guter Erhaltung. Eine nicht häufige Karte aus dem polnischen Aufstandsgebiet in der Provinz Posen
¼ Groschen grauviolett und ½ Groschen zinnober je mit klarem DKr. "BARMEN 15.4.72" auf Drucksachen-Faltbrief bis 50 g ohne Inhalt nach London. London. Die Marken sind farbfrisch und in einwandfreier Erhaltung, die Faltdrucksache ist gut erhalten mit leichter Patina, dekorative Auslandsverwendung mit nicht so häufiger Destination für Drucksachen
1872, kleiner Schild 2 Gr. grauultramarin, mit Rahmenstempel “MULHAUSEN - ELSASS BAHNHOF 26 - 72” in Doppelfrankatur mit Frankreich 1871 Cérès 25 C. blau (senkrechter Bug) mit braun-rotem Punktrautenstempel “BELP” auf Briefhülle nach Rouen mit rückseitigem Ankunftsstempel, Beförderungsspuren und andere kleine Mängel, sehr seltene Doppelfrankatur-Kombination mit braun-rotem Stempel, signiert sowie Fotoattest Scheller (2025)
1 Groschen karminrosa, zwei Einzelmarken je mit EKr. "OSTWINE 21.4.73" auf Briefkuvert mit rotem Handstempel "P.D" via Brüssel an den "Schiffs-Capt. Herrn Th. Schuhmacher Norddeutsche Brigg Else/Adr. Herrn Schiffsmakler Telghügs" in Antwerpen mit Ankunftsstempel in guter Gesamterhaltung. Ein seltener Brief an einen Kapitän der Handelsmarine über einen Schiffsmakler, Fotoattest Brugger BPP (2008)
1 Groschen karmin im waagerechten Dreierstreifen mit klarem DKr. "BONN 5.12.72" auf Briefkuvert nach Stockholm mit Ankunftsstempel. Der Umschlag oben links neben der Frankatur mit Einriss und kleine Randspuren, der Dreierstreifen in einwandfreier Erhaltung, bessere 3 Groschen-Frankatur ins Ausland im Tarif für Briefe bis 15 g bis zum 30.9.1873
Provenienz: Franceska und Leon Rapkin (315. Köhler-Auktion, 2002)
1 Groschen karmin und waagerechtes Paar 5 Groschen ockerbraun je mit Rahmenstempel "SLAWENTZITZ 27.2.(74)" auf R-Briefkuvert der 3. Gewichtsstufe an den Fürstlich Hohenlohischen Hofrath Karl Gustav Friedrich von Bühler (ab 1877 Mitglied im Deutschen Reichstag) in St. Petersburg mit Ankunftsstempel. Die linke 5 Groschen-Marke und der Umschlag mit Einriss und die 1 Groschen-Marke etwas eckrund rechts unten, sonst in guter Gesamterhaltung. Trotz der Einschränkungen eine seltene 11 Groschen-Frankatur nach Russland
2 Groschen blau mit EKr. "BERLIN P.EXP. III 21.2.74" auf unterfrankiertem Briefkuvert mit handschriftlichem Vermerk "Bfks" (Briefkasten), die Stempel "Insufficiently prepaid" und "MORE TO PAY" sowie Nachgebühr-Taxe "4" (Pence) in schwarzer Tinte nach Oxford mit Ankunftsstempel. Der Brief wurde als unfrankiert behandelt und vom 6 Pence Porto für den unzureichend frankierten Brief wurden 2 Groschen mit 2 Pence angerechnet (Rötelvermerk "2"), die restlichen 4 Pence wurden vom Empfänger eingezogen. Interessanter Brief in guter Gesamterhaltung
5 Groschen ockerbraun mit Hufeisenstempel "MÜHLHAUSEN i. ELS. ++ 6.JAN.73" auf R-Briefkuvert mit Versuchs-R-Zettel "weite rote Schlingen" (Eckfehler) mit handschriftlicher Nummer sowie violettem "Recomandirt"- und rotem "Recommandé"-Stempel nach Géradmer, Frankreich mit Ankunftsstempel. Die Marke mit kleinem Randriss und der Umschlag mit kleinen Alterungsspuren und rückseitig wurden die Lacksiegel entfernt, sonst in guter Gesamterhaltung. Dekorative und seltene Frankatur, in Kombination mit der R-Zettel-Variante und den R-Stempeln sind nur wenige Belege bekannt, Fotoattest Brugger BPP (2008)
Provenienz: 59. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 1996
3 Kreuzer karmin mit klarem EKr. "MAINZ 25.6.74" auf Drucksachen-Faltbrief nach Amsterdam mit Ankunftsstempel. Die farbfrische Marke ist gut geprägt, üblich gezähnt und in einwandfreier Erhaltung, die Faltdrucksache hat Alterungsspuren. Seltene Drucksache aus dem Kreuzer-Bezirk in die Niederlande mit tarifgerechter Frankatur, hier aus der bekannten Deichmann & vom Rath-Korrespondenz
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit Zufrankatur Ganzsachenausschnitt ½ Groschen je mit klarem DKr. "MYLAU 12.8.73" nach Aathal, Schweiz. Der Ganzsachenausschnitt vom Absender eng am Wertstempel geschnitten und mit Leim befestigt, sonst in guter Gesamterhaltung. In dieser Form seltene wertstufengleiche Zufrankatur und außergewöhnliche Verwendung mit der Destination Schweiz, Fotoattest Sommer BPP (1992)
1872, Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern im Format A, mit Bahnpost-Streckenstempel "COELN 12.8. III FRANKFURT" und handschriftlicher Aufgabevermerk "Godesberg" als unterfrankierter Brief nach Basel mit Ankunftsstempel. Für einen unfrankierten Brief wurden 4 Groschen (= 50 Rappen) von der Schweizer Post berechnet, davon wurden 12 Rappen (Vermerk 12 cts) angerechnet, aufgerundet sind es 40 Rappen Nachporto, mit Rötelvermerk "40" notiert und vom Empfänger eingezogen. Der deutsche Anteil betrug 30 Rappen, mit Blaustift auf der Vorderseite notiert, interessanter Nachporto-Beleg mit Aufgabe bei der Bahnpost
Ganzsachenkarte 2 Kreuzer mit EKr. "STOCKACH 21.5.74" und Zufrankatur 1 Kreuzer grün mit EKr. "STOCKACH 22.5.74" nach Emishofen, Schweiz mit Ankunftsstempel. Die Ganzsachenkarte wurde zuerst ohne Zufrankatur verschickt und mit dem Vermerk "noch 1 xr" (Kreuzer) an den Absender zurückgegeben. Dann mit der Nachfrankatur 1 Kreuzer einen Tag später wieder aufgegeben und befördert. Interessante Verwendung in guter Gesamterhaltung
Ganzsachen-Umschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern ohne Überdruck im Format A mit wertstufengleicher Zufrankatur Ausgabe 1875 10 Pfennige karmin je mit DKr. "HERRNHUT 24.12.75" als Brief der 1. Gewichtsstufe nach Basel, Schweiz mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit leichten Gebrauchsspuren (Braunpunkt), die farbfrische und gut gezähnte 10 Pfennige-Marke mit zwei kleinen Randkerben, sonst in guter Gesamterhaltung. Eine tarifgerechte und sehr späte Währungsmischfrankatur Brustschild/Pfennige aus der UPU-Zeit, mit Brustschilden nur sechs Monate ab dem 1.7.1875 möglich als sehr seltene 2 Groschen (20 Pfennig)-Frankatur, signiert Pröschold BPP und Fotobefund Hennies BPP (1981) sowie ausführliches Fotoattest Brugger BPP (2014)
Provenienz: 5. Erhardt & Feuser-Auktion (1981)
355. Heinrich Köhler-Auktion, 2013
"AACHEN F. N1 26.2.72" recht klar in Violett auf komplettem Faltbrief bis 15 g mit rotem Handstempel "P.D." und Rötel-Taxe "6" (Groschen) für die bar bezahlte Briefgebühr nach dem nur noch bis 31.5.1872 gültigen Tarif nach Zaragoza, Spanien mit Ankunftsstempel. Der Faltbrief hat leichte Altersspuren, sonst in guter Gesamterhaltung
1944, DP Luxemburg Aufdruck-Ausgabe 1940 4 Pfennig, Deutsches Reich Hitler 4 Pfennig und Luxemburg Freimarke 30 C. je mit Stempel “LUXEMBURG 1 10.9.44” sowie waagerechtes Paar Freimarke 10 C. mit T-Stempel auf Brief mit luxemburgischem Zensurstempel “CONTROLÉ PAR EXAMINATEUR 6.DEZ.1944 No.” und Verschlußstreifen nach Differdingen mit Ankunftsstempel vom 26.3.45, gute Erhaltung. Nicht häufiger Überroller-Brief vom letzten Tag der Besetzung, am 10.9.1944 wurde Luxemburg befreit
