386. Auktion
18.–27. September 2025 in Wiesbaden
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Seiten
9 Kr. auf lilarosa, voll- bis meist breitrandig, oben mit Teil der Nachbarmarke und rechts mit ca. 14,5 mm Bogenrand, leicht und sauber entwertet. Einwandfrei. Ein in dieser Qualität seltenes Stück. Signiert Unverfehrt und Kurzbefund Stegmüller BPP
1862, 1 Kr. grauschwarz, sehr schön farbfrisch und allseits vollständige Zähnung, sauber ungebraucht, kleine helle Stelle oben, sonst in tadelloser und attraktiver Erhaltung, eine in ungebrauchter Erhaltung erstaunlich seltene Marke, Fotoattest Stegmüller BPP (2013)
1862/63, weit gezähnt, 6 Kr. preußischblau, in Mischfrankatur mit 1868, 1 Kr. grün, beide tadellos, mit DKr. "BRUCHSAL 27 OCT."(1869) auf Faltbrief nach Menziken in der Schweiz. Eine attraktive und seltene Mischfrankatur. Fotoattest Stegmüller BPP (2024)
1862, Wappen eng gezähnt, 3 Kr. mit Nr. "43" und übergehendem Ra. "FREIBURG 2 Dez." auf dreiseitig geöffnetem Ganzsachenumschlag 6 Kr. ultramarin, nach Ascheberg bei Plön in Holstein. Der Brief ist für den Postverein bezahlt, für die dänische Strecke wurden vom Empfänger 4 Skilling eingezogen. Ganz gering fleckig, sonst sehr schöne Erhaltung. Eine seltene Frankatur und Destination.
1862, 3 Kr. rosa, in Mischfrankatur mit Württemberg 1865,3 Kr. rosa, beide farbfrisch und einwandfrei, mit einzeln aufgesetztem bayerischen oMR "598" und sauber nebengesetztem DKr. "WÜRZBURG 29 MAI 1866" auf komplettem Faltbrief nach Offenbach. Die Frankatur wurde in Würzburg zunächst anerkannt, erst bei der Ankunft wurde der Brief mit "9" Kreuzern Nachporto sowie dem Bestellgeld von "1" Kreuzer belastet. Ein völlig einzigartiges und faszinierendes Stück der Altdeutschland-Philatelie. Signiert Pfenninger und Seeger BPP, Fotoattest Stegmüller BPP (2025)
Provenienz: 216. Heinrich Köhler-Auktion (1975)
1862/64, 3 Kr. rosa im senkrechten Viererstreifen (dabei Plattenfehler IV) und 6 Kr. ultramarin im waagerechten Paar, alle farbfrisch und einwandfrei erhalten, mit DKr. "BADEN 8 MAI" auf Briefkuvert der 2.Gewichtsstufe nach Amstegg im Schweizer Kanton Uri. Das Kuvert etwas gereinigt und die obere Verschlussklappe fehlt, sonst einwandfrei. Ein dekorativer Brief mit einmaliger Frankaturkombination. Qualität-Prüfungsbefund Maria Brettl (1992), Fotoattest Stegmüller BPP (2025)
Provenienz: Professor Dr. Rolf Koch (Corinphila 1992)
1862, 30 Kr. dunkelgelblichorange, farbfrisch und allseits vollständige Zähnung, sauber mit EKr. “PFORZHEIM 21 OCT 8-10N” entwertet, leichter Aufklebeknitter, sonst tadellos, ein schönes und dekoratives Exemplar, sign. Köhler und Seeger BPP sowie Fotoattest Stegmüller BPP (2025)
1519, kompletter Botenbrief mit gedrucktem Inhalt bezüglich der Landsteuer und 4 papiergedeckten Siegeln, vom Rentmeisteramt München nach Wemding.
1552, kompletter Botenbrief mit gedrucktem Inhalt bezüglich des Landtages in Ingolstadt und der Steuererhebung durch den Verordneten Caspar Schrenckh, vom Rentmeisteramt München nach Wemding. Rückseitig 6 papiergedeckte Siegel.
1582, kompletter Faltbrief des Herzogs Ferdinand von Ober- und Niederbayern, mit eigenhändiger Unterschrift, an den Bürgermeister und Rat der Stadt München mit mehrzeiligem Präsentationsvermerk. Leichte Altersspuren.
1594, kompletter Faltbrief des Herzogs Wilhelm V., mit eigenhändiger Unterschrift, von München an den Bischof zu Augsburg. Gut erhaltenes papiergedeckte Siegel. Sehr schöne Erhaltung.
1602, kompletter Faltbrief des Herzogs Maximilian I., mit eigenhändiger Unterschrift, von München an den Bürgermeister und Rat der Stadt Andernach. Gut erhaltenes papiergedeckte Siegel, 2-zeiliger Präsentationsvermerk.
1627, 6-seitiger kompletter Faltbrief aus München (?), an die Freifrau Margarete von Würzburg geborene Ebleben, nach Miwitz. Ein seltener Privatbrief aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges.
1639, kompletter Faltbrief mit Beilage, aus München im Namen von Herzog Maximilian an den Bürgermeister und Rat der Stadt Wemding. Leichter Wasserschaden.
1640, kompletter Faltbrief aus München im Namen von Herzog Maximilian an den Bürgermeister und Rat der Stadt Wemding, bezüglich der Unterbringung und Verpflegung eines Fuß-Regiments während des Winterquartiers. Ein interessanter Beleg aus dem 30-jährigen Krieg.
1642, kompletter Faltbrief aus Poigern, während des dreißigjährigen Krieges an Herzog Maximilian in München, mit Präsentationsvermerk.
1648, Brief des Herzogs Maximilian I., mit eigenhändiger Unterschrift, von München an den Obristen Hans Jakob Kolb von Raindorf, nach "Thierhaupten oder wo er angetroff", mit dekorativem Cito- Vermerk. Militärischer Inhalt. Ein interessanter und sehr seltener Beleg aus dem letzten Feldzug des Dreißigjährigen Krieges.
1671, Brief des Kurfürsten Ferdinand Maria, mit eigenhändiger Unterschrift, von München an den Bischof von Augsburg
1743, "DE MUNIQUE", L1 auf komplettem Faltbrief des Grafen Friedrich zu Oettingen vom 9. Januar nach Weickersheim. Früheste bekannte Verwendung dieses seltenen Stempels.
1780, Brief des Kurfürsten Carl Theodor, mit eigenhändiger Unterschrift, von München an den Bürgermeister und Rat der Stadt Wemding
1792, Estafetten-Quittung im Ortsdruck von München, über 5 Gulden und 45 Kreuzer für eine Sendung nach Augsburg
1795, Brief des Kurfürsten Karl Theodor, mit eigenhändiger Unterschrift und schönem papiergedecktem Siegel sowie L1 "DE MUNIC" an den Herzog Ludwig Eugen von Württemberg nach Stuttgart und nachgesandt nach Ludwigsburg.
1798, "MÜNCHEN", der große L1 der Reichspost, glasklar abgeschlagen auf komplettem Faltbrief vom 3.November, vom Advokaten Obermayr an den Magistrat der Stadt Wemding. Laut Fotoattest Pietz BPP (1999) bis dato einzig registrierter Beleg mit diesem Stempel; aus den Sammlungen Kumpf-Mikuli und Dr. Birk
1800, kompletter Faltbrief mit vorgedrucktem Briefkopf des französischen Kriegskommissars, mit rotem L2 "4E DON ARM. DU RHIN", nach Windsheim
1800, kompletter Faltbrief mit vorgedrucktem Briefkopf der französischen Armee, mit rotem L2 "4E DON ARM. DU RHIN", nach Aschaffenburg
Nymphenburg: 1800, kompletter Faltbrief mit vorgedrucktem Briefkopf "ARMEE DU..", mit rotem L2 "4E ARM.DU RHIN", nach Colmar
1806, "No.26 GRANDÉ-ARMÉE", L2 sauber auf komplettem Feldpostbrief von München nach Paris.
1806, "No.26 GRANDÉ-ARMÉE", L2 sauber auf komplettem Feldpostbrief von München nach Orleans.
1806, Postschein "K. Pfalzbaierisches Oberpostamt", Ortsdruck von München, für eine Estafffetten-Sendung nach Ingolstadt.
1807, "R4 MUNICH", L1 auf großformatigem eingeschriebenen Express-Brief nach Schloss Eichtersheim bei Sinsheim. Vermerkte 1 Gulden 6 Kreuzer bayerische Rittgebühr sowie 2 Gulden 28 Kreuzer württembergische Gebühr.
1810, Quittung im Ortsdruck von München, des "Königlich=Bayerischen Kriegs=Expedition=Amts" über die Summe von 275 Gulden und 10 Kreuzer.
1832, Brief aus München mit eigenhändiger Unterschrift König Ludwigs I., mit zugehörigem Kuvert, an den Reichsrat Freiherrn von Würzburg. Gut erhaltenes Lacksiegel.
1844, Briefhülle mit L2 "MÜNCHEN 24 JUL. 1844" an den bekannten Astronomen Heinrich Christian Schumacher nach Altona, Dänemark und weiter gesandt an das Observatorium in Greenwich, mit vorder- und rückseitigen Taxen sowie Durchgangsstempel des Taxis'schen Postamtes von Hamburg
1844, Briefhülle der 2. Gewichtsstufe mit dekorativer Anschrift an den Großherzog Paul Friedrich von Oldenburg, mit L2 "MÜNCHEN 28 AUG. 1844" nach Oldenburg; rückseitig gut erhaltenes Lacksiegel König Ludwigs I.
"BAHNH.MÜNCHEN 23/10" (1848), Halbkreisstempel in rot, mit nebengesetztem roten "B.O.C.", auf komplettem, unfrankiertem Faltbrief nach Mailand, taxiert mit 18 Kreuzern. Ein sehr seltener Stempel.
1849, Maximilian II., eigenhändige Unterschrift "Max" auf Schreiben an den Reichsrat Freiherrn von Würzburg mit zugehörigem Umschlag, mit L2 von München nach Würzburg, mit gut erhaltenen schwarzen Lacksiegel.
