388. Auktion
20. & 23.–28. März 2026 in Wiesbaden
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Seiten
1863, ½ Ngr. lebhaftrötlichorange und zwei Einzelmarken 3 Ngr. dunkelgelbbraun je mit Rahmenstempel “DRESDEN I 20.XII.65” auf kpl. Faltbrief mit Leitvermerk “per Steamer via Hamburg” und ausgewiesenem Weiterfranko “4½” (Sgr.) via Hamburg und New York mit u.a. rotem EKr. “HAMBURG PACKET PAID 3 DEC 23” nach Wabasha, Minnesota. Die ½ Ngr.-Marke ist fehlerhaft und der Faltbrief hat kleine Randfehler bzw. Alterungsspuren
“LEIPZIG No. 1 28.12.67” (Spalink 21-1) kompletter und klarer Abschlag auf breitrandigem Ganzsachen-Ausschnitt Wappe 1 Ngr., in einwandfreier Erhaltung. Eine dekorative und seltene Verwendung mit dem frühesten bekannten Datum aus der Sachsen-Zeit, Fotobefund Rismondo BPP (2008)
1686, 'Kur-Fürstlich Sächsische Erneuerte Ordinanz. ANNO 1686', 8 S., gedruckt durch Melchior Bergens, Dresden, leicht gefaltet
Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen, seit 1697 auch König von Polen und Großfürst von Litauen, eigenhändige Unterschrift "Augustus Rex" auf 2seitigem Bestätigungsschreiben für den Oberpostmeister Johann Jakob Kees zu Leipzig, als 'Commercien-Rath', datiert ‘Bresce (Brzeźce) 10te Xbris 1698’. üblich gefaltet, schönes Papier gedecktes Siegel. Ein seltener früher und postgeschichtlich interessanter Autograph aus dem 2. Jahr als König von Polen.
Anton I, König von Sachsen (genannt der Gütige), eigenhändige Unterschrift zusammen mit der Unterschrift seines mit Regenten und späteren Königs Friedrich August auf 2-seitigem 'Erbbrief über Adelsdorf' vom 11. Juni 1831. In dieser Kombination ein außerordentlich seltener Autograph.
1850, 3 Pfg. rot, Platte III, Type 10, farbfrisch und allseits breitrandig, vom rechten Bogenrand stammend. Links und unten vollständige, oben kleiner Teil der Schnittlinie sichtbar, sauber mit klarem DKr. “LEIPZIG 15.DEC.50” entwertet und in tadelloser Erhaltung. Das bayerische Liniensystem ist erkennbar. Ein besonders schönes Exemplar, sign. Engel sowie Befund Jakubek (1990) und Fotoattest Rismondo BPP (2007)
1850, 3 Pfg. lebhaftrot, Platte III, Position 12, farbfrisch und allseits sehr breitrandig mit sichtbaren Trennlinien an allen Seiten (rechts und unten in voller Länge), das bayrische Liniensystem ist nachweisbar, sauber mit DKr. “LEIPZIG 31.JAN.51” auf Briefstück. Ein herausragendes Exemplar in tadelloser Erhaltung, sign. Eggersglüß und Brettl sowie Fotoattest Vaatz BPP (2025)
3 Pfg. braunrot, Platte III, Type 13, farbfrisch und allseits breitrandig, links vollständige und dreiseitig teilweise sichtbaren Schnittlinien (bayrisches Liniensystem erkennbar), mit sauber und klar aufgesetztem EKr. “ZITTAU 19.MAI.”, in tadelloser Erhaltung. Ein außergewöhnliches Ausnahmestück dieser seltenen Farbe, Fotoattest Rismondo BPP
1850, 3 Pfg. bräunlichrot, Platte III, Type 9, sehr schöne frische braune Nuance, unten noch voll-, sonst breitrandig, oben mit Teilen der Schnittlinie, bayerisches Liniensystem nachweisbar, sauber und zentrisch mit DKr. “LEIPZIG 8-8½ 17. APR. 51” auf Briefstück. Ein schönes Exemplar dieser selteneren Farbe in sehr guter Erhaltung, signiert Bühler und Richter sowie Fotoatteste Rismondo BPP (2005) und Vaatz BPP (2021)
1851, 3 Pfg. gelblichgrün im waagerechten Paar, allseits knapp- bis überrandig je mit Nummer “1” (Hofpostamt Dresden). Das farbfrische Paar hat unten in der Mitte einen kleinen Vortrennschnitt, der das Markenbild nicht trifft, ansonsten in tadelloser Erhaltung. Ein sehr schönes Paar mit dieser seltenen Farbe, Fotoatteste Pröschold BPP und Vaatz BPP (2018)
½ Ngr. auf mattgrau und 2 Ngr. auf hellblau, letztere ganz kurz minimal berührt, sonst voll- bis breitrandig, mit jeweils auf- und nebengesetztem alten Taxis-EKr. "SCHMÖLLN 16/2" auf rückseitig nicht ganz kompletter recomandierter Briefhülle nach Altenburg. Ein attraktiver Brief mit seltener Entwertung.
1 Ngr. auf mattgraurot, breitrandig und farbfrisch, mit Vollgitterstempel und nebengesetztem DKr. "LEIPZIG 11 NOV. " (1852) auf Insinuationsdokument nach Lauchstädt in Preußen. Es sind nur wenige Insinuations-Dokumente mit der Friedrich August- Ausgabe registriert.
Meinholdscher Probedruck im Stichtiefdruck, 3 Ngr. blau im vollständigen Bogen von 100 Werten mit allseits breiten Bogenrändern, ungummiert, einmal waagerecht gefaltet, sonst in guter Erhaltung. Ein einmaliges Stück aus den Archivunterlagen; einzig erhalten gebliebener Bogen einer Sächsischen Farbprobe. (Mi. für Einzelwerte bereits 30.000,-)
Provenienz: 45. Ebel-Auktion (1954)
3 Ngr. auf gelb, links oben etwas eckrund, sonst voll- bis breitrandig und farbfrisch, mit Nr. "2" und nebengesetztem Schreibschrift-L1 "Leipzig" sowie DKr. "LEIPZIG 14 VI 58" auf komplettem Laufzettel nach Görlitz, Preußen, mit vorderseitigen Ankunftsstempel. Durch die Marke verläuft eine schwache und völlig unauffällige Druckspur. Es sind nur wenige Laufzettel von Sachsen bekannt; PROFI hat keinen weiteren mit der Johann-Ausgabe registriert.
½ Ngr. orange, farbfrisch und gut gezähnt, mit klar aufgesetztem Nr "131" und nebengesetztem Ra3 "FREIBERG IN SACHSEN 17 XI 63" auf Retour-Recepisse nach Wolkenstein. Ein seltenes frankiertes Formular in sehr schöner Erhaltung.
1863, Wappen ½ Ngr. gelborange, farbfrisch und allseits gut gezähnt mit fast zentrisch aufgesetztem DKr. “LENGENFELD 1…XI.67”, in einwandfreier Erhaltung. Ein außergewöhnlich schönes Exemplar mit dieser seltenen Farbe, doppelt sign. HK und Pröschold BPP sowie Fotoattest Vaatz BPP (2016)
1 Ngr. rosa, 2 Einzelwerte mit DKr. Leipzig 30 DEC 64 auf dekorativem 'Telegramm' der "Priviligirten Telegraphen-Station des Herzens", nach Greiz, mit Ankunftsstempel. Die rechte Marke durch Randklebung etwas gestoßen. Ein attraktiver und ungewöhnlicher Zierbrief.
3 Ngr. braun und 2 Einzelwerte 1 Ngr. lebhaftlilarot, mit sauber aufgesetzter Nr. "68" als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 1 Ngr., mit sauber nebengesetztem Ra2 "KÖNIGSBRÜCK 25 III 66" als eingeschriebener Express-Brief nach Leipzig. Eine 1 Ngr. Über den Rand der Ganzsache geklebt und hier in der Zähnung leicht bestoßen, sonst sehr schöne und frische Erhaltung.
1866, grüner Postanweisungs-Umschlag mit sauber aufgesetztem DKr. "WERMSDORF 11/XII 66" über einen Betrag von 10 Talern und 5 Ngr. nach Naumburg, mit rückseitigem Ausgabestempel. Es sind nur wenige gebrauchte derartige Umschläge registriert.
3 Ngr.-Essay-Umschläge der Fa. Bartsch & Dankert in Leipzig in den Farben rotviolett, blaugrau, hellgrün und gelb, die kpl. Serie ungebraucht in sehr schöner Erhaltung. Äußerst selten; PROFI hat nur zwei weitere komplette Sätze dieser Essais registriert.
1859, Johann, Farbproben der preußischen Staatsdruckerei, Umschlag 1 Ngr. In den später für die verschiedenen Wertstufen verausgabten Farben rosa, blau, gelb, violett und grün, ungebraucht in sehr schöner und frischer Erhaltung. Diese Proben sind außerordentlich selten, es sind nur zwei weitere vollständige Sätze bekannt.
Umschlag 1 Ngr. mit nebengesetztem DKr. "PULSNITZ 13/III 65" und handschriftlichem Vermerk "20 Thaler eingezahlt zur Postexpedition Pulsnitz", nach Leipzig, mit vorderseitigen roten "Ausgezahlt O.P.A. Casse". Ein seltener Postanweisung-Vorläufer.
"205" sauber nachverwendet auf NDP 1868, ½ Gr. orange auf Briefhülle mit sauber nebengesetztem DKr. "HUMMELSHAIN 2 DEC. 68"
"218" klar auf Umschlag Johann 1 Ngr. rosa, mit sauber nebengesetztem DKr. "LAUSA 4/VIII 62" nach Plagwitz. Das Kuvert rauh geöffnet, dadurch oben 2 kleine Einrisse und kleines Teil rückseitig fehlend. Ein insgesamt attraktives Belegstück des seltenen Stempels.
"218" auf Umschlag Wappen 1 Ngr. rosa, mit sauber nebengesetztem DKr. "HERMSDORF b. DRESDEN 16 FEB. 67" nach Mittweida. Geringe Beförderungspuren.
"DAHLEN 27/XII 62", der Ra2 der Briefsammlung, sauber auf- und nebengesetzt auf Johann ½ Ngr., voll- bis breitrandig, auf komplettem Faltbrief in das benachbarte Bucha. Eine äußerst seltene Entwertung; PROFI hat keinen weiteren Beleg registriert.
"REUDNITZ 5/X 59", der Ra2 der Briefsammlung, sauber rückseitig abgeschlagen auf Briefkuvert mit Johann 5 Ngr. ziegelrot, voll-bis breitrandig, mit Nr. "2" und nebengesetztem DKr. "LEIPZIG 5 X 59" nach London, mit vorderseitigen Ankunftsstempel. Es sind nur etwa ein Dutzend Belege dieser nur 2 Jahre existierenden Briefsammlung registriert; auf Auslandsbrief ganz außergewöhnlich.
"RITTERSGRÜN 11 OCT. 65", DKr. klar und gerade auf- und nebengesetzt auf ½ ngr. auf kleiner Briefvorderseite. Marke unauffällige senkrechte Bugspur.
1855, Probedruck der Druckerei Meinhold und Söhne, ½ Ngr., Einzelabzug in schwarz, im Design der vorangeganen Friedrich August-Ausgabe, im Blockformat auf weißem Japanpapier, ungummiert. PROFI hat in dieser Form kein weiteres Stück registriert.
1855, breitrandiger Einzelabzug der Stahlstichvorlage in neuer Zeichnung, ohne Wertziffern, auf Kartonpapier aufgezogen. Nur ein weiteres Stück registriert.
1 Ngr.-Probedrucke nach Vorlage von Schweizer Strubel-Marken in den Farben gelbbraun und gelb, 2 Einzelwerte beschriftet "A/7.7." bzw. "B/7.7." sowie 2 farblich entsprechende waagerechte 5er-Streifen, beschriftet "Farbprobe nach dem Schweizer Muster". Ein einmaliges Ensemble aus den Unterlagen des Finanzministeriums.
Vorlagestücke der Druckerei Meinhold für das Markenpapier, 6 verschiedenen Farben (dabei die später verausgabten), alle gummiert und durchstochen, mit aufgedruckten Zierrahmen, in waagerechten Paaren auf Karton aufgezogen (alle oben fest haftend). Ein Paar getrennt, sonst sehr gute und frische Erhaltung. Ein einmaliges Stück aus den Archivunterlagen des sächsischen Finanzministeriums.
Meinholdsche Farbproben vom Januar 1856: 1 Ngr., 7 Stück in verschiedenen Farben/Nuancen, dabei die später verausgabten. Ungummiert, ein Wert mit Neugummi (schlägt etwas durch). In dieser Komplettheit außerordentlich selten.
Probedruck ½ Ngr. auf dünnem grauen Pergamentpapier, kleine Beschädigung im Medion (wahrscheinlich durch ausgefallenen Fremdkörper)
Probedruck der verstählten Druckplatte: 1 Ngr. auf braunem Papier, senkrechtes Paar, teils berührt, mit Originalgummi. In dieser Form Unikat.
Probedruck der verstählten Druckplatte: 1 Ngr. auf weißem Papier, waagerechter Viererstreifen, voll- bis breitrandig, ungummiert. In dieser Form Unikat.
