388. Auktion
20. & 23.–28. März 2026 in Wiesbaden
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1913, “Bahnpost, Usambara (Deutsch-Ostafrika)”, Post-Einlieferungsschein im Reichsgebiet verwendet mit L1 “LÜBECK” für einen R-Brief an das Generalkommando der XI. Armee nach Altona. Das Formular rückseitig mit Papierresten und mit zwei Nadellöchern oben, ansonsten in guter Erhaltung. Eine seltene Verwendung
1887/1920, drei Fotoalben der Kaufmann-Familie Paul Devers aus DOA mit etlichen Original-Fotos und vielen Kopien, dabei u.a. einige großformatige Original-Fotos aus Zanzibar ab 1887 und einige Ansichtskarten. Dazu zwei weitere Fotoalben mit Kopien von Fotos des Fotografen Dobbertin
1893, “DSP OST-AFRIKANISCHE HAUPTLINIE *C 3.4.93” (D. Kanzler) klar auf Ganzsachenkarte Krone/Adler 10 Pfg. mit Datierung “Zanzibar, d. 3.April 1893” und viel Text mit e. U. Paul Devers und zusätzlich kleiner Text mit e. U. Walter Lauen. Adressiert an seinen zukünftigen Schwiegervater Dr. Brückner in Ludwigslust mit vorderseitigem Ankunftsstempel, Aufgabestempel “ZANZIBAR AP.393” und frz. Seepost-Stempel “LA REUNION Á MARSEILLE LV No.3”, in einwandfreier Erhaltung
Notiz: Paul Devers nahm in Zanzibar seine neue Tätigkeit bei W. Richter & Co. auf. Hier seine erste Postkarte gleich nach seiner Ankunft in Zanzibar.
1899, 5 Pesa auf 10 Pfg. mit Stempel “KILWA 29.7.99” auf Vordruckbrief “E. Müller & Devers, Zanzibar & Dar-es-Salaam” mit handschriftlichem Vermerk “Privat” and Paul Devers in Daressalam mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit senkrechter Faltung, ansonsten in einwandfreier Erhaltung, sign. Dr. Steuer BPP
1904/06, Copierbuch mit ca. 1000 Seiten, am Anfang handschriftlich, später auch hektografiert, gebunden, in guter Erhaltung
1915, “AMANI DOA 27.12.15” klar auf Reichsdienstsachen-Faltbrief mit Rechnung vom “Biolgisch Landwirtschaftlichem Institut Amani” an Herrn Devers in Morogoro mit Ankunftsstempel. Der Faltbrief mit Aktenlochung links, ansonsten in einwandfreier Erhaltung
1916, Not-Telegramm, hektographiert auf Rückseite eines Wertzeichen-Lieferscheins aus Daressalam vom 24.2. mit L1 “Morogoro” und Text "Bwana ist heute nach Kidete gefahrten Jensen. Herr Jensen war der dänische Verwalter der Paul Devers Farm in Daressalam. Das Formular mit üblichen Faltspuren und einer Aktenlochung oben bzw. links ein Einriss mit Tesafilm verklebt, ansonsten in guter Erhaltung
1916, “MITTELLANDBAHN (DOA) ZUG….b 21.4.16” etwas undeutlich auf Kaiseryacht 4 H. mit Wasserzeichen auf privater Fotokarte “Familie vor Villa” mit Datierung “Tabora, d. 18.4.16” und Grußtext von Grete Müller an Hertha Devers in Kidete, in guter Erhaltung, sign. Jäschke-L. BPP
1917, Vordruck “Messages, Signals and Field Telegraphs” von Daressalam nach Morogoro mit Stempel “ARMY SIGNALS MOR 18.XI.17'” und Text “Von Stuemer not here. Devers regarded as missing”. Dazu Briefinhalt von Carlos Schroeder aus dem Lager Sidi-Bishr vom 27.7.1919 mit Zensur-Stempel “PASSED BY CENSOR No. 8982” und langem Text an Hertha Devers mit Hinweis auf persönlichen Sachen und Geld von Paul Dervers, die dieser auf der Planzung Bingo zurückgelassen hatte
Notiz: Major Wullibla von Stuemer überquerte mit seiner Abteilung am 16.4.1917 den Grenzfluss Rovuma nach Portugiesisch Ostafrika, kehrte aber am 26.8.1917 zurück nach DOA. Er geriet Ende 1917 bei Njambindinga in britische Kriegsgefangenschaft. Paul Dervers fiel am 29.1.1917 am nördlichen Ufer des Rufiyi in der Nähe von Utete bei Bingo.
1898, Karte 3 P. auf 10 Pfg. “Gruss aus Bagamoyo” mit Stempel “KIlOSSA”, 5 P. auf 10 Pfg. “Gruss aus Dar-es-Salam” mit Stempel “MOHORRO” und 5 P. auf 10 Pfg. “Gruss aus Kilwa” mit Stempel “KILWA”, alle nach Berlin adressiert mit Ankunftsstempel, leichte Randspuren
1916, Privat-Ganzsachenumschlag Morogoro mit violettem Dienstsiegel und violettem L2 “Frankiert mit 7½ H”, gebraucht mit Bahnpoststempel “MITTELLANDBAHN (DOA) a 4.4.16” (ohne Zugnummer) nach Daressalam mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit kleinen Randspuren, ansonsten in guter Erhaltung
1916, Privat-Umschlag Daressalam mit schwarzem Dienstsiegel und blauem L2 “Frankiert mti 7½ H.” gebraucht mit Stempel “DARESSALAM (DOA) c 27.7.16” als Ortsbrief. Der Umschlag mit kleinen Randfehlern, ansonsten in guter Erhaltung
“(KIS)AKI …5.95” klarer Teilabschlag auf Ausgabe 1893/96 5 P. auf 10 Pfg. lebhaftlilarot auf Briefstück, in tadelloser Erhaltung. Eine sehr seltene Entwertung, sign. Stock und Fotoattest Dr. Provinsky BPP (2020)
“KISSENJI (DOA) 13.8.13” sehr klar auf Kaiseryacht 4 H. mit Wasserzeichen auf Briefstück, in tadelloser Erhaltung. Ein sehr schönes Briefstück mit nicht häufigem Stempel, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2013)
“MASINDE 6.8.95” klar auf Ganzsachenkarte 5 P. auf 10 Pfg. mit Text via Tanga nach München mit vorderseitigem Ankunftsstempel. Ein Teil der Adresse ist radiert, ansonsten in guter Erhaltung. Ein sehr seltener Stempel auf Bedarfskarte, sign. Drahn und doppelt signiert Bothe BPP sowie Fotoattest R. Steuer BPP (2017)
“MASINDE 15.3.96” klar und praktisch kpl. auf Ausgabe 1893/96 3 P. auf 5 Pfg. auf Briefstück, in tadelloser Erhaltung, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2013)
"MOSCHI *** 15.12.00" mehrfach klar auf Ausgabe 1896 25 Pesa auf 50 Pfennig, 3 Pesa auf 5 Pfennig (3x) und 2 Pesa auf 3 Pfennig (2x) auf überfrankiertem R-Brief mit handschriftlichem Einschreibe-Vermerk "Moschi Einschreibeben No (30)" in Rot via Tanga mit Transit-R-Zettel "Vom Ausland über Bhnpst. Nr. 19" nach Lauingen. Der Umschlag ist oben etwas verkürzt, sonst in guter Gesamterhaltung, eine sehr seltene Kombination mit provisorischem R-Vermerk aus DOA und Transit-R-Zettel, signiert Mansfeld (Einfeldt Nr. 2 + A.II.a.1)
“USUMBURA DOA 22.1.08” sehr klar auf Posteinlieferungsschein für einen R-Brief nach Charlottenburg. Das Formular mit waagerechter Faltung und Eckbug rechts oben, ansonsten in guter Erhaltung
“UTETE (DOA) 29.1.14” klar auf Kaiseryacht 7½ H. mit Wasserzeichen auf Brieftück, in tadelloser Erhaltung, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2013)
“MAKUGUNI USAMBARABAHN 3.8.08" und “NGOMENI USAMBARABAHN 3.5.06” jeweils klar auf Kaiseryacht 7½ H. ohne bzw. mit Wasserzeichen auf zwei Briefstücken, in einwandfreier Erhaltung. Jeweils mit Fotobefunden R. Steuer BPP (2016)
3 Pfg. gelblichgrün, farbfrisch mit klarem Stempel “LAMU OSTAFRIKA 3/2 91” auf kleinem Briefstück, durch Randklebung leichte Zahnfehler und teils etwas abgeblendete Farbe, sonst in einwandfreier Erhaltung. Ein schönes Exemplar dieser äußerst seltenen Marke; ProFi hat nur eine Hand voll Exemplare registriert. Fotoattest Jäschke-L. BPP (2026)
5 Pfennig violettpurpur mit zentrischem Stempel "LAMU 2/9 90" auf Briefstück, ganz leichter Aufklebeknitter, signiert Köhler
5 Pfennig violettpurpur mit zentrischem Stempel "LAMU 25/4 90" auf Briefstück
5 Pfg. violettpurpur, 3 Einzelwerte, davon einer mit Plattenfehler 'Querstrich im Kreuz der Krone tiefer stehend', mit jeweils klar aufgesetztem "LAMU 13/6 89" auf Briefstück. Die Marke mit dem Plattenfehler ein verkürzter Zahn, sonst einwandfrei. Ein in dieser Form einmaliges Bedarfsstück. Signiert Grobe und v.Willmann, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2026)
Provenienz: 117. Grobe-Auktion (1960)
10 Pfennig dunkelrosarot mit zentrischem Stempel "LAMU 2/9 90" auf Briefstück. Signiert v. Willmann.
10 Pfennig dunkelrosarot mit zentrischem Stempel "LAMU 6/2 90" auf Briefstück.
10 Pfg. dunkelrosarot, 4 Einzelwerte, davon einer in verbreitetem Format, mit jeweils klar aufgesetztem "LAMU 5/12 89" auf Leinenbriefstück. Die 2 äußeren Werte kleine Randfehler, sonst einwandfrei. Ein in dieser Form einmaliges Bedarfsstück. Signiert Grobe und v.Willmann, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2026)
Provenienz: 117. Grobe-Auktion (1960)
20 Pfennig ultramarin mit zentrischem Stempel "LAMU 25/4 90" auf Briefstück.
20 Pfennig ultramarin mit zentrischem Stempel "LAMU 6/2 90" auf Briefstück.
20 Pfg. dunkelultramarin, 2 Einzelwerte, einzeln entwertet "LAMU 25/8 90" auf Brief der 2.Gewichtsstufe an die Witu-Gesellschaft in Berlin. Die linke Marke unauffällige Eckfehler, sonst schöne und frische Erhaltung.
20 Pfg. dunkelultramarin, 2 Einzelwerte mit einzeln sauber auf- und nebengesetztem "LAMU 7/1 91" auf größerformatigem Briefkuvert, in Suaheli beschriftet, an den Generalkonsul Dr. Gustav Michahelles nach Sansibar und mit rückseitigen Vermerken des dortigen Konsulates nachgesandt zu Händen des Auswärtigen Amtes in Berlin und von dort nach Hamburg, mit jeweiligem Ankunftsstempel. Die Marken in einwandfreier Erhaltung, der Umschlag mit einigen Beförderungsspuren. Nach unseren Unterlagen der einzig registrierte Lamu-Brief nach Sansibar und sowohl postgeschichtlich als auch geschichtlich ein hochinteressantes und einmaliges Stück. Fotoattest Jäschke-L. BPP (2026)
Notiz: Die Suaheli-Anschrift lautet: "Durch die Güte des Erhabenen. An die hohe deutsche Regierung in der Stadt Zanzibar. An den hochwohlgeborenen, den Liebsten der Freunde, der mit Verstand redet, dem geehrtesten Statthalter, den mächtigen Gouverneur Generalkonsul Michahelles."
Referenz: abgebildet im Schrey-Handbuch, S.61
50 Pfg. oliv im waagerechten Paar und 20 Pfg. dunkelultramarin im senkrechten Paar, mit einzeln sauber aufgesetztem "LAMU 26/10 89" auf dreiseitig geöffnetem Leinen-R-Brief an den Staatsminister von Hofmann in Berlin, mit Ausgabestempel. Einige kurze Zähne und die 50 Pfg.-Werte vorderseitig unauffällig geschürft; übliche leichte Transportspuren. Eine äußerst seltene Frankatur; ProFi hat nur 10 Ganzstücke mit der 50 Pfg. von Lamu registriert.
50 Pfg. oliv, 10 Pfg. dunkelrosarot und 20 Pfg. dunkelultramarin, alle farbfrisch und einzeln entwertet "LAMU 9/12 90" auf Leinen-R-Brief an den Oberregierungsrat Bormann in Oldenburg, mit Ankunftsstempel. Die 10 Pfg. Einige verkürzte Zähne, das Kuvert außerhalb der Frankatur gefaltet und übliche leichte Beförderungspuren, sonst sehr schöne Erhaltung. Eine außerordentlich seltene Frankatur; ProFi hat mit dieser Frankatur-Kombination keinen weiteren Brief von Lamu registriert.
Krone/Adler 3 Pfg. und 2 Stück 5 Pfg. mit Letzttagsstempel "LAMU 6/1 91" auf Briefstück. 3Pfg. mit waagerechtem Bug aufgeklebt, die 5 Pfg. Zahnfehler, signiert Grobe und Willmann
20 Pfg. dunkelultramarin mit zentrisch klarem Stempel "LAMU 2/3 91" auf Rückschein für ein Einschreiben nach Bagamoyo mit Eingangsstempel vom 7. März. Das Formular außerhalb der Frankatur gefaltet (in der waagerechten Faltung gering angetrennt), sonst gute Erhaltung. Ein einmaliges Stück und eine der großen Seltenheiten der DOA-Vorläufer; ProFi hat keinen weiteren frankierten Rückschein der Deutschen Kolonien registriert.
"LAMU 3/2 91" klar abgeschlagen rückseitig auf Einlieferungsschein vom gleichen Tag für ein Einschreiben nach Weissenburg, gefaltet
