388. Auktion
20. & 23.–28. März 2026 in Wiesbaden
1858, Faltbrief von Burgas nach Tzarigrad (Konstantinopel), mit sauber aufgesetztem Ovalstempel “AGENZIA DEL LLOYD AUSTRIACO / BURGAS” in blau-schwarz (Tchilinghirian fig. 935), ein schöner Brief mit seltener Entwertung, ex Hitzler
1863, taxierter Porto-Brief mit blauem “CONSTANTINOPEL 16-9” an den Vizeconsul der Niederland nach Andrinople, taxiert “9” Piaster (60 Soldi, 3er-Gewichtsstufe), gute Erhaltung, sowie ein zweiter Umschlag aus derselben Korrespondenz mit schwarzem “CONSTANTINOPEL7-3", taxiert “3” Piaster (20 Soldi), kleine Knitterspuren und leichte Transportspuren, sonst in guter Erhaltung. Ein seltenes Duo
1864, Portobrief mit “CONSTANTINOPEL 15 1” nach Genova, Königreich Italien, handschriftliche Taxierung 20/23, über Ancona mit “7” (Decimi) taxiert und mit rückseitigem Ankunftsstempel “GENOVA 2 FEB 64”. Ein attraktiver Brief in sehr guter Erhaltung
1867, Kaiser Franz Josef 15 So. braun, sauber mit “LLOYD AGENZIE CONSTANTINOPEL 5-12” sowie nebengesetztem ovalen “Via di Mare” (Van der Linden-Nr. 2924) auf Faltbrief nach Triest mit rückseitigem Ankunftsstempeln “TRIEST 11 12 74”; die Marke kurzer Zahn, der Brief wurde gereinigt und weist oben einen kleinen geschlossenen Riss, sonst in guter Erhaltung. Eine seltene Verwendung, signiert Sorani
Provenienz: Cihangir (121. Corinphila-Auktion, 2000)
1863, Österreich Doppeladler 10 Kreuzer blau, zwei Einzelstücke, je farbfrisch und gut gezähnt, sauber mit EKr. “BERUTTI 16/11” auf Faltbrief mit nebengesetztem Absenderstempel “RAAD HANI & CO BEYROUTH (SYRIE)” nach Constantinople mit Ankunftsstempel, die rechte Marke unmerklicher Bug, sonst in guter Erhaltung. Eine äußerst seltene Verwendung von Kreuzer-Marken in Beirut zur Bezahlung des Portos zwischen zwei Häfen in der Levante, sign. Sorani mit Fotoattest (1988)
1868, Umschlag frankiert mit Franz-Joseph 5 Kr. rot, grober Druck von “TRIEST 1/6/71” über Otacac, Karlovac und Bihac (Biheke, Bosnien und Herzegowina) nach Zavalje, in Bihac mit Türkei 1869, 2 Pia. orange und 10 pa. braun zufrankiert und mit klarem Dreiringstempel “BIHEKE” entwertet, rückseitig Transitstempel "OTOCAC 3/6" sowie Karlovac und Ringstempel ZAVALJE 4/6/71, Adresszusatz ‘Kroatische Militär Grenze’, die türkische Marke der groben Zähnung eng getrennt, ansonsten sehr seltene und attraktive Mischfrankatur. Fotoattest Dr. Ferchenbauer
Ganzsachenkarte 20 Pa. a. 5 Kr. mit alleiniger Entwertung durch Ra3 “PIROSCAFI POSTALI ITALIANI” bedarfsgebraucht nach Basel mit Ankuntsstempel. Unauffällige leichte Schürfung.
1862, Prepaid cover from Constantinople to Paris with CONSTANTINOPLE wreathed datestamp (11/6), straight line FRANCO and VIA KUSTENDGE-VIENNA handstamps all in blue (Tchilinghirian figs. 385+384+113). Crossed to denote prepayment with reverse showing Vienna cds. (18/6) and Berlin 18/6 arrival mark, fine.
1863, Folded envelope cancelled CONSTANTINOPLE 31/8 in blue (Tchilinghirian fig. 387) and FRANCO alongside, endorsed 'via Kustendje' (Constanza), sender cachet ‘Freres Simoff Constantinople’. The route of the cover is very interesting, from Constantinople by Lloyd ship to Kustendje, per Danube and black sea railway DBSR to Cernowoda and by DDSG to Roustschouk, file folds and tiny toned, otherwise fine. Nice postal history.
1863/64, Austrian Levante 15 s., tied by clear c.d.s. "GALATZ 22/2" (1866) to entire letter to Syros, franked upon arrival with 20 l. blue, tied by c.d.s. Fine and rare combination franking.
Provenance: 'Cihangir' (Corinphila, 2000)
1856, unpaid entire letter with full content from "TRIESTE 19/9" to Aleppo with front side clear blue "AGENZIA DEL LLOYD AUSTRIACO ALEPPO", charged "12" Kreuzer to be paid by the receipient, usual file fold, otherwise very fine and attractive
5 Ngr. ziegelrot und 2 Ngr. auf blau, zusammen mit 1851/63, 3 Pfennig grün, mit Nr. 2 und nebengesetztem Doppelkreisstempel "LEIPZIG 29/9 57" auf komplettem Faltbrief über Triest nach Smyrna. Das Porto in das Osmanische Reich setzt sich zusammen aus 3 Ngr. Vereinsporto und 12 österreichische Kreuzer (= 4 2/10 Ngr.) Weiterfranko. Die Frankatur nicht ganz einwandfrei und Brief mit etwas Patina. Eine sehr seltene Frankatur vor der österreichischen Währungsreform; in die Türkei hat PROFI keine weitere solche Frankatur registriert.
