Lot no. 4591
350 / September 2012
Condition
6Catalogue no.1a, 6, U1A
Opening200.000 €
Sold for200.000 €
1864, Wappen im Rechteck ¼ Sgr. rotorange im äußerst farbfrischem, senkrechten Paar in Mischfrankatur mit Wappen im Oval 3 Sgr. braunocker mit zwei ideal abgeschlagenem EKr. „NEUSTRELITZ
14.11.(1866)« als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 1 Sgr. rosa, als portogerechte 4½ Sgr.- Frankatur an die bekannte Adresse Theodore Rondel, Paris. Die Zufrankatur ist höchst dekorativ mit Bogenrändern anderer Altdeutscher Staaten unterklebt. Das Franko setzt sich zusammen aus 2 Sgr. für die Beförderung bis zur D.Ö.P.V.-Grenze plus 2½ Sgr. französisches Weiterfranko, welches unten links in blau vermerkt ist.
Dank der Kombination aus hervorragender Qualität und größter Seltenheit handelt es sich um den sensationellsten Brief von Mecklenburg-Strelitz und einen der bedeutendsten Briefe der Altdeutschen Staaten überhaupt. Diese Einschätzung basiert auf folgenden Merkmalen des Briefes:
In der Weltphilatelie nach der 1847, Mauritius Post Office One Penny rot (5 Briefe bekannt) vermutlich die seltenste ‚Nr.1«- Briefmarke eines Landes auf Brief!
Die ¼ Sgr. ist vermutlich die seltenste gebrauchte Briefmarke Altdeutschlands.
Nur 6 ausreichend mit Briefmarken frankierte Auslandsbriefe von Mecklenburg-Strelitz sind bekannt.
Nur 6 bislang bekannte unbeanstandete Briefe mit der ¼ Sgr. machen diese Marke zu einer der seltensten altdeutschen Briefmarken auf Brief.
Die einzige Bunt-Frankatur mit Briefmarken von Mecklenburg-Strelitz als Zusatz auf
einer Ganzsache.
Die einzige bekannte Drei-Farben-Frankatur von Mecklenburg-Strelitz.
Das aktuelle Fotoattest von Florian Berger BPP bestätigt die einwandfreie Erhaltung der Marken
sowie der Ganzsache und führt außerdem aus: «...eine herausragende Seltenheit...«, „....nur wenige Auslandsbriefe bekannt, von denen dieser....der schönste und bedeutendste ist«.
Zur Bedeutung des Adressaten ‚Theodore Rondel«, der Gründe für die Verwendung der dekorativen Bogenränder um die Markenfrankatur und eine Einordnung des ‚Rondel«-Briefes in die Top-Raritäten der Altdeutschland-Philatelie siehe ausführliche Dokumentation auf den vorhergehenden Seiten sowie das nachfolgende Los!
Provenienz: Sammlung Gaston Nehrlich
