375th Auction
16-21 November in Wiesbaden
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1850, ½ Silbergroschen rotorange, 4 senkrechte Paare, ein Wert leicht angeschnitten, sonst alle voll- bis breitrandig, als Block geklebt mit 6mal sauber aufgesetztem vorphilatelistischen Doppelkreisstempel "WARSTEIN 8 3" auf Post-Insinuationsdokument nach Lippstadt. Das Dokument ist etwas umgefaltet, 2 waagerechte Büge in der Frankatur unauffällig geglättet, sonst einwandfrei. Eine attraktive und seltene große Mehrfachfrankatur
Provenienz: Emil Cappelaro (33. Loth-Auktion, 1978)
1 Silbergroschen schwarz auf rosa und 3 Silbergroschen schwarz auf gelb, beide farbfrisch und voll- bis breitrandig mit jeweils sauber aufgesetzter Nummer "842" und nebengesetztem vorphilatelistischem kleinen Einkreisstempel "LICHTENRADE 23 4" auf Insinuationsdokument nach Königswusterhausen. Das Formular nicht ganz komplett und aus optischen Gründen umgefaltet, sonst einwandfrei. Der Nummernstempel von Lichtenrade ist auf Ganzstück außerordentlich selten
1850, 2 Silbergroschen schwarz auf blau, voll- bis breitrandiges Oberrandstück mit phänomenalen 25 mm oberen Bogenrand mit Reihenzähler "9", sauber entwertet durch Nummer "103" BERLIN, tadellos (ganz oben rechts kleine Knitterung). Ein Ausnahmestück! Fotoattest Flemming BPP (1992)
2 Silbergroschen schwarz auf blau, voll- bis breitrandig mit zentrischer Nummer "1439" und nebengesetztem Ersttagsstempel "STETTIN 15 11" (1850) auf komplettem Faltbrief nach Berlin. Schöne ursprüngliche und einwandfreie Erhaltung. Ersttagsbriefe der 1. Ausgabe von Preußen sind sehr selten, von der 2 Silbergroschen haben wir nur 2 weitere registriert. Signiert Drahn und Kruschel
Provenienz: 'Romanow' (7. Kruschel-Auktion, 1975)
1850, 3 Silbergroschen schwarz auf mittelrötlichgelb im waagerechten 4er-Streifen, sehr tiefe Farbe, rechts leicht angeschnitten, sonst voll- bis breitrandig, sehr schön entwertet durch paarweise aufgesetztem Rahmenstempel "FALKENBERG 15/7". Die 2. Marke von rechts mit unauffälliger senkrechter Bugspur, sonst einwandfrei. Die Ortsstempelentwertungen sind auf dieser Marke sehr selten, die Heinrich Köhler-Kartei hat keinen weiteren 4er-Streifen dieser Marke mit Ortsstempelentwertung registriert. Signiert W. Engel BPP und Fotoattes Wasels BPP (2020)
Provenienz: 285 Heinrich Köhler-Auktion (1995)
4 Pfennige dunkelgrün im 3er-Block, rechts unten minimal berührt, sonst voll- bis breitrandig, rechts mit schmalem Bogenrand, mit jeweils sauber aufgesetzter Nummer "325" auf Briefhülle mit nebengesetztem Rahmenstempel "DIRSCHAU 2 10" nach Marienburg mit Ausgabestempel. Eine sehr attraktive und seltene Block-Frankatur. Signiert Kastaun BPP und Metzer
1856, Glatter Grund 1 Silbergroschen rosa, farbfrisch und breitrandig mit Doppelentwertung durch Landbriefträgerstempel "111" und Rahmenstempel "HALBERSTADT 12 9" auf kleinem Faltbrief mit Teil des Inhaltes nach Hohlstedt. Das Briefpapier etwas unfrisch, sonst einwandfrei. Belege mit Landpost-Briefträgerstempeln sind außerordentlich selten, als Entwertung eine große Stempelseltenheit. Signiert Kruschel und Metzer
Provenienz: Kurt Metzer (26. Kruschel-Auktion, 1987)
1 Silbergroschen rosa, voll- bis breitrandig mit klarer Nummer "1254" und nebengesetztem Rahmenstempel "ROHRBERG 2 1" (1859) auf komplettem Faltbrief nach Beetzendorf mit rückseitigem Landpost-Briefträgerstempel "95". Ein schöner Beleg mit seltenen Stempeln. Signiert Kastaun und W. Engel
3 Silbergroschen gelborange, voll- bis breitrandig mit ideal aufgesetztem Rahmenstempel "KATTOWITZ 5 7" auf Briefhülle nach Reichenstein. Die Marke links oben winzige Unterdruckspur, sonst tadellos. Ein besonders schöner Brief. Fotobefund Wasels BPP
1857, Glatter Grund 2 Silbergroschen blau senkrecht halbiert im Paar mit ganzer Marke, farbfrisch und voll- bis sehr breitrandig mit zweimal sauber aufgesetztem kleinen Doppelkreisstempel "STRALSUND 12 1" auf Briefvorderseite nach Berlin, verwendet als portogerechte 3 Silbergroschen-Frankatur. Die Marken ganz geringe Spuren des Unterdruckes, ansonsten in tadelloser, ursprünglicher und sehr frischer Erhaltung. Die hier angebotene Halbierung zählt zu den großen Preußen-Seltenheiten, von der Ausgabe 'Glatter Grund' ist keine weitere bekannt. Ein außerordentlich attraktives Stück. Fotoattest Wasels BPP (2020)
Provenienz: Sammlung Rothschild (Harmer's-Auktion 1937, hier angeboten als 'ex Ferrari'), John Boker jr. (1992)
1857, Glatter Grund 2 Silbergroschen hellblau im 4er-Block, sehr schön farbfrisch, rechts oben leicht berührt, sonst voll- bis meist breitrandig, links Vortrennschnitt außerhalb der Markenbilder, jeder Wert einzeln entwertet durch Doppelkreisstempel "SCHMOTTSEIFFEN 23 4" auf Briefkuvert an "Das Hochwürdigste Fürstbischöfliche General-Vikariat-Amt zu Breslau". Sehr schöne frische und ursprügliche Erhaltung. Dies ist der einzige existierende gebrauchte Block dieser Marke; sowohl Walter Kruschel in seiner Beschreibung für die 'Romanow'-Auktion als auch Volker Parthen in seiner Beschreibung für die Boker-Auktion bezeichneten ihn als "Das kostbarste Stück der Preußen-Philatelie". Signiert Drahn und Kruschel.
Provenienz: "Romanow" (7. Kruschel-Auktion, 1975), John Boker jr. (1992)
3 Silbergroschen orange mit klar aufgesetztem Rahmenstempel "ZEHLENDORF 16 10" auf prachtvoll geprägtem, in gold, blau und rot coloriertem Damenkuvert mit aufgeklebter gedruckter Blumenvignette an Ida von Bodelschwingh auf Schloß Heyde bei Unna in Westfalen. Die Marke ist farbfrisch, der obere Rand wurde kunstvoll ergänzt, sonst voll- bis breitrandig, das Kuvert an den Rändern teils gereinigt, die Adresse etwas nachgezogen und die Vignette kopfstehend wieder aufgeklebt. Ein ganz besonders attraktiver Brief mit prominenter Adresse; Walter Kruschel schrieb im Katalog der Metzer-Sammlung "..das schönste Stück der klassischen Berlin-Philatelie" . Signiert Kruschel und Metzer.
Provenienz: Privatsammlung Heinrich Köhler (abgebildet in 'Köhlers Philatelistisches Magazin' 1934)
Ado Blecher (119. Grobe-Auktion, 1960), Kurt Metzer (26. Kruschel-Auktion 1987)
1858, Gittergrund 4 Pfennige grün, allseits breitrandige rechte obere Bogenecke mit Reihenzählern "10" und "1", zentrisch entwertet durch kleinen Doppelkreisstempel "BERLIN 1/7", tadellos (minimale Spuren des Unterdruckes). Wir haben keine weitere Bogenecke dieser Marke registriert. Signiert Kastaun BPP und Fotoattest Wasels BPP (2020)
Provenienz: John Boker jr. (1991)
1859, ½ Silbergroschen rotorange im waagerechten Paar mit 'engem Abstand' mit glasklar aufgesetztem Rahmenstempel "NEUSTADT E./W. BAHNHOF 17 3" (1862) auf Briefhülle nach Berlin. Der obere Teil des linken Seitenrandes des Paares ist kunstvoll ergänzt, sonst voll- bis breitrandig und sehr schön farbfrisch. Der 'enge Abstand' der Nr. 13 ist auf Brief eine große Seltenheit. Ein attraktives Stück. Fotoattest Kastaun BPP (1987)
Provenienz: 194. Grobe-Auktion (1988)
