375th Auction
16-21 November in Wiesbaden
1852, Ausgabe auf farbigem Papier ¼ Silbergroschen auf braunorange, enorme linke untere Bogenecke, rechts unten minimal in der Randlinie tangiert, sonst vollrandig, links mit ca. 6 und unten mit ca. 10 mm Bogenrand, mit sauber aufgesetztem kleinen Doppelkreisstempel "EISENACH 25/3" auf Briefstück. Die Marke ist zur Kontrolle gelöst und mit Falz replatziert. Ein phantastisch schönes Stück der Nr. 1. Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: John Boker jr. (1985)
3 Silbergroschen auf maisgelb im senkrechten 8er-Block, sehr schön farbfrisch und meist voll- bis überrandig, lediglich unten etwas angeschnitten, die linke untere Marke mit unauffälliger Papierverstärkung am Rand, sonst einwandfrei. Größte bekannte Einheit dieser Marke und einer der größten Einheiten der 1. Ausgabe überhaupt. Fotoattest Sem BPP (2020)
2 Silbergroschen auf graurot im waagerechte Paar, farbfrisch und allseits breit- bis überrandig, unten und an den Seiten mit Teilen von allen 6 Nachbarmarken, mit sauberer Nummer "326" OERLINGHAUSEN auf Briefstück. Ein Ausnahmestück. Signiert H. Bloch und Fotoattest Sem BPP (2020)
1 Silbergroschen auf dunkelblau und 2 Silbergroschen auf graurot, beide farbfrisch und in gutem Taxis-Schnitt, die 2 Silbergroschen bis auf kleine berührte Stelle voll- bis breitrandig, mit sauber auf- und nebengesetztem Halbkreisstempel "BREMEN F.TH.u.TAX. O.P.A 24 SEP. 1852" auf Briefhülle nach Würzburg; unauffällige Brieffaltungen außerhalb der Frankatur, ein sehr attraktives Stück
1859/61, Ausgabe auf weißem Papier 2 Silbergroschen karminrot im waagerechten Paar, links voll- bis breit-, sonst allseits überrandig geschnitten mit Teilen von 7 Nachbarmarken, mit Einkreisstempel "CASSEL-FRANKFURT A.M. BAHNPOST 15/6" (1863) auf blauer Briefhülle mit Teil des Inhaltes mit nebengesetztem Stationsstempel "CASSEL" nach Aarau in der Schweiz mit ausgewiesenem Weiterfranko von "3" Kreuzern. Die Faltung des dünnen Briefpapieres an einer Stelle etwas angetrennt, sonst sehr frische und einwandfreie Erhaltung. Ein ganz außergewöhnliches Stück. Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: "Fürstenberg" (14. Kruschel-Auktion, 1981), John Boker jr. (1985)
5 Silbergroschen braunpurpur, 3 Einzelstücke, meist voll- bis breitrandig, die rechte Außenmarke links leicht angeschnitten bzw. berührt, mit Einkreisstempel "CASSEL-FRANKFURT A.M. BAHNPOST 27/5" und nebengesetztem Stationsstempel "CASSEL" auf Briefvorderseite eines Briefes der 3. Gewichtsstufe mit Teilen von 2 Seitenklappen nach Zürich im 1. Schweizer Rayon, entsprechend "9" Kreuzer Weiterfranko korrekt ausgewiesen. Der Brief ist demnach um 3 Silbergroschen überfrankiert. Die Frankatur ist farbfrisch, die beiden links klebenden Werte unauffälliger Bug bzw. Knitter. Ein ungewöhnliches Stück. Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: Maurice Burrus (1964), 'Romanow' (9. Kruschel-Auktion, 1976), John Boker jr. (1985)
1862/64, ¼ Silbergroschen schwarz im waagerechten 3er-Streifen aus der rechten unteren Bogenecke, voll- bis überrandig, rechts mit ca. 13 und unten mit ca. 3,5/4,5 mm Bogenrand, mit leicht aufgesetzter Nummer "324" und nebengesetztem Einkreisstempel "LANGENHOLZHAUSEN 27/10" auf Briefhülle nach Barntrup mit Durchgangsstempel von Lemgo. Die linke Marke des Streifens mit diagonalem Aufklebeknitter, die rechte minimale Knitterspur und im Bogenrand gering fleckig, die seitlichen Klappen der Hülle fehlen. Eine in dieser Form ganz außergewöhnliche Streifenfrankatur für einen einfachen Postbezirksbrief mit vorausbezahltem Bestellgeld. Signiert Kruschel und Droese sowie Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: 'Romanow' (9. Kruschel-Auktion, 1976), John Boker jr. (1985)
1865, Farblos durchstochen 3 Kreuzer karmin mit zentrisch und klar aufgesetzter Nummer "198" und klar nebengesetztem Einkreisstempel "LONDORF 31/1" (1866) auf kleinem Faltbrief mit großem Teil des Inhaltes nach Wiesbaden und von hier nachgesandt mit nebengesetztem Einkreisstempel "WIESBADEN 2 2" nach Hattersheim; leichte Brieffaltungen außerhalb der Frankatur
9 Kreuzer ockerbraun im waagerechten 3er-Streifen der Typenfolge II-I-II, farbfrisch und tadellos durchstochen mit Nummer "220" FRANKFURT auf größerem Ausschnitt eines Ganzsachenumschlags 9 Kreuzer braun. Ein dekoratives Stück. Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: Walter Traber (Eigentümerzeichen)
1865, Farblos durchstochen 1/3 Silbergroschen dunkelgelblichgrün im waagerechten 6er-Streifen, farbfrisch und allseits mit vollem Durchstich, mit viermal sauber aufgesetzter Nummer "301" und nebengesetztem Einkreisstempel "BREMEN TH.&TX. 29/1" (1867) auf Briefkuvert nach Varenholz bei Rinteln mit Transit- und Ankunftsstempeln. Die rechte Marke des Streifens unten gering eckrund, der Umschlag kleine Beförderungs- bzw. Öffnungsmängel, sonst tadellose und ursprüngliche Erhaltung. Zweifellos einer der spektakulärsten Briefe dieser Ausgabe mit der größten bekannten gebrauchten Einheit der 1/3 Silbergroschen. Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: John Boker jr. (1988)
1862/64, 3 Silbergroschen ockerbraun, allseits breit- bis überrandig mit blauem Rahmenstempel "BREMEN Bahnhof" des hannöver'schen Postamtes auf blauer Briefhülle nach Kassel, ordnungsgemäß dem taxischen Postamt übergeben, die Marke zusätzlich entwertet durch saubere Nummer "301" und mit nebengesetztem Einkreisstempel "BREMEN TH.&TX. 6 4" (1864) weiter befördert. Ein attraktiver und recht seltener Postwechselbrief. Fotoattest Sem BPP (2020)
Provenienz: Walter Traber (Eigentümerzeichen)
1865, Farblos durchstochen 2 Silbergroschen blau im senkrechten Unterrandpaar mit ca. 9 mm Bogenrand als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag ½ Silbergroschen orange, Marken und Wertstempel entwertet durch Nummer "301", mit nebengesetztem Einkreisstempel "BREMEN TH.&TX. 16/11" (1866) nach Paris mit vorderseitigem Transitstempel. Unter den Marken klebt ein rechts durchstochener Bogenrand mit violetten Reihenzählern "8"-"10", rückseitig blaugrünes Klebesiegel des Bremer Stadtpostamtes. Eine in dieser Form seltene und ungewöhnliche tarifgerechte 4½ Silbergroschen-Frankatur aus der bekannten Rondel-Korrespondenz. Signiert Rappaporte und Fotoattest Sem BPP (2008)
1/3 Sgr. auf hellbraunocker, 3 Einzelwerte in gutem Taxisschnitt mit Nr. "333" und nebengesetztem EKr. "STADTHAGEN 8/2 1859" auf Faltbrief nach Wunstorf, ganz leichte Patina, sonst einwanfrei
½ Gr. auf olivgrau, zwei voll- bis breitrandige Unterrandstücke je mit Nummer „82“ auf kpl. Faltbrief der 2. Gewichtsstufe von „WILDECKEN2 29.5.1862“ mit Taxvermerk, einwandfrei, Kurzbefund Sem BPP (2020)
1852, ½ Sgr. auf olivgrau, allseits vollrandig mit Nr. "320" und nebengesetztem EKr. "BÜCKEBURG 1 5 1857" auf kpl. Faltbrief nach Minden in Preußen zum reduzierten Postvereinsporto, Pracht
3 Sgr. auf maisgelb, voll- bis überrandig mit Teilen von 2 Nachbarmarken (oben Teil der Nachbarmarke um den Rand geklebt) mit Nr. "320" und nebengesetztem EKr. "BÜCKEBURG 30 7 1859" auf Chargé-Brief nach Dessau, Pracht
1 Kr. schwarz auf graugrün im senkrechten 6er-Block, fünf Werte postfrisch, die rechte untere Marke mit Erstfalz, zwei Werte links berührt und ein Wert mit kleinem Spalt, sonst farbfrische und einwandfreie Einheit, selten, Fotoattest Sem BPP (2013)
2 Sgr. karminrot, voll- bis breitrandig als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 1861, 1 Sgr. rosa im Kleinformat mit jeweils sauber aufgesetzter Nr. "320" mit nebengesetztem EKr. "BÜCKEBURG 4/8 1863" nach Meran in Tirol. Eine attraktive Kombination mit ungewöhnlicher Destination. Sign. Walter Traber
1859/61, 3 Silbergroschen braunrot im waagerechten 3er-Streifen, recht angeschnitten, oben und unten überrandig mit Teilen von 3 Nachbarmarken und links verschlußartig um den Brief herum geklebt, mit Nr. "300" und nebengesetztem EKr. "HAMBURG TH. & T. 25 8 1863" auf kpl. Faltbrief an den Kapitän eines Hamburger Schiffes über Frankreich nach Hongkong mit Transit- und Ankunftsstempeln; 2 nebengesetzte "PP" gestrichen und durch Ra. "PD" ersetzt; die linke Marke des Streifens bei Öffnung des Briefes zerrissen, der rückseitige Teil größtenteils fehlend; ein attraktiver Brief mit seltener Destination
1852/66, ungebrauchter und gestempelter Bestand mit u.a. Mi.-Nr. 18 (8), 19 (3), 24 (16), 25 (6), 27 (8), 35 (4), 36 (4), 49 (4), 50 (5) etc., dabei Randstücke, Einheiten etc., unterschiedliche Erhaltung (Mi. ca. 52.000,-)
1852/66, kleine gestempelte Sammlung im Präsentationsfolder der deutschen Post, dazu etwas weiteres Material
1739/1830 (ca.), DILLENBURG, kleine Heimatsammlung mit 18 Briefen und 3 Postscheine, dabei Ra. "HERRSCHAFLICH", handschriftliche Aufgabevermerke, abgeänderter Postschein der kaiserlichen Reichspost, französischer Militärbrief 1815 nach Paris etc., interessantes Objekt
