383. Auktion
14.–15. & 18.–23. März 2024 in Wiesbaden
1866, Briefhülle von Wien nach Rom. Kriegsbedingt war eine Beförderung über Österreich nicht möglich; rückseitig errechnete der Postbeamte das Porto über Frankreich (101 Kreuzer) bzw. über die Schweiz (70 Kreuzer) und notierte vorderseitig "Via Frankreich", nebengesetzt roter Transitstempel von Straßburg. Der Brief ist frankiert mit 1863/64, 2 Kr. gelb und 6 Stück 15 Kr. braun, weitere drei 3Kr. grün wurden ersetzt (Stempel hier nachgemalt). Trotz der Ergänzung ein sehr interessanter und äußerst seltener Brief.
GROSSBRITANNIEN: 1859, teilbezahltes Streifband der 3.Gewichtsstufe mit gedruckter Absenderangabe der 'ROYAL GEOGRAPHIC SOCIETY', an die Militär-Bibliothek in München, mit nebengesetztem "PP" im Kreis. Für die Auslandsstrecke in Rötel taxiert. Ein interessantes und seltenes Stück.
1850, mit 1 Shilling und 4 Pence vorausbezahlter kompletter Faltbrief der 'Linnean Society of London' an Professor Carl Ritter von Martius, Präsident der Königlich Bayerischen Botanischen Gesellschaft, mit vorderseitig im roten "Aus England per Aachen franco" nach Regensburg, nachgesandt nach München, für die Inlandsstrecke erneut vorausbezahlt mit "6" Kreuzern. Die Gesellschaft dankt für die Glückwünsche zur Wahl von Robert Brown zum Präsidenten der Society.
1850, 6 Kreuzer braun, allseits breitrandig, mit Ra2 "WIEN 2 APR" (1851) auf Briefhülle an Prinz Carl von Bayern in München. Das reguläre Postvereinsporto betrug 9 Kreuzer; innerhalb Österreichs durften laut Verordnung Briefe an Personen, die Portofreiheit genossen mit der halben Gebühr frankiert werden, dies galt jedoch nicht für Bayern. Der Brief wurde mit "6" Kreuzern nachtaxiert, allerdings genoss der Prinz persönlich Portofreiheit. Ein ganz ungewöhnlicher und interessanter Brief.
9 Kreuzer blau, 3 Einzelwerte, alle voll- bis meist breitrandig, mit übergehend sauber aufgesetztem blauen Firmenstempel und EKr. "WIEN 19/5" (1858) auf Briefhülle mit Vermerk "Muster ohne Werth anhängend" und einer Gewichtsangabe von "4 ¼" Loth, nach Kitzingen mit Leitvermerk "via Leipzig". Ein ganz ungewöhnliches und seltenes Stück.
