388. Auktion
20. & 23.–28. März 2026 in Wiesbaden
Kesselring, Albert, eigenhändige Korrespondenz von insgesamt 11 Karten und 28 Briefen zwischen September 1947 und März 1952 an seine Frau, die Briefe teils mit Versandumschlag, 5 Briefe auf Kriegsgefangenen-Formularen. Dazu etwa 20 Antwort-Briefe seiner Frau sowie einige Dokumente (u.a. Bestätigung der arischen Abstammung). Ein hochinteressantes Konvolut.
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt mit Stempel “MUENCHEN 2 B.P. 29.NOV.23” als tarifgerechte Einzelfrankatur auf Eilboten-Karte mit L1 “Aus dem Briefkasten an den Direktor des Stadttheaters Dr. Kronacher in Leipzig mit vorderseitigem Ankunftsstempel. Rückseitig mit interessantem Text mit der Bitte um Verschiebung der Uraufführung des Drama ”Baal" mit eigenhändiger Unterschrift “Bert (Bertolt) Brecht”. Die Karte mit senkrechtem Bug rechts neben der Karte, die Marke ist in einwandfreier Erhaltung. Eine der ganz seltenen Einzelfrankaturen der 50 Mrd. M. aus November 1923 und in Verbindung mit dem interessanten Text und der Unterschrift von Bertolt Brecht ein zeit- und literaturgeschichtliches Dokument, Fotoattest Winkler BPP (2006)
Notiz: Trotz der Bitte von Bertolt Brecht um Verschiebung war die Uraufführung des Dramas “Baal” am 8.12.1923 unter der Regie von Alwin Kronacher im Alten Theater in Leipzig. Die Uraufführung löste einen großen Skandal aus, wegen Tumulten im Publikum wurde das Stück sofort abgesetzt.
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt im waagerechten Paar mit Stempel “HAMBURG 28.11.23” als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf R-Brief bis 20 g via “FRANKFURT B.P.A.19 Auslandsstelle a 29.11.23” nach Zürich mit Ankunftsstempel. Der Umschlag und die Marken leicht unfrisch, die linke Marke mit winzigem Eckzahnfehler, ansonsten in guter Erhaltung. Trotz der kleinen Einschränkungen eine außergewöhnlich seltene Mehrfachfrankatur dieser Marke aus November 1923, die bisher in nur ganz wenigen Exemplaren bekannt ist, Bleistiftsignatur
Korbdeckel 50 Mrd. M. gezähnt, vier senkrechte Paare und zwei Einzelmarken sowie senkrechtes Paar 20 Mrd. M. gezähnt, 5 Mrd. M. gezähnt, 2 Mrd. M. durchstochen und 1 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “EISENACH 26.11.23” als tarifgerechte Frankatur vorder- und rückseitig auf Wertbrief der 2. Gewichtsstufe mit Wertangabe “100 Billionen Mark” nach Nürnberg. Auf der Vorderseite hat der Rotstift das Papier zum Teil durchbrochen und wenige Marken haben kleine Eckzahn bzw. Eckfehler, ansonsten in guter Gesamterhaltung. Ein interessanter Wertbrief mit 10 Werten der 50 Mrd. M. gezähnt vom Ersttag der Portoperiode, Fotoattest Oechsner BPP (2011)
Korbdeckel 50 Mrd. M. im waagerechten Paar und Einzelmarke sowie senkrechter Dreierstreifen 5 Mrd. auf 10 Mio. Mark gezähnt und 5 Mrd. M. durchstochen je mti Stempel “ENGER 30.11.23” als tarifgerechte Frankatur vorder- und rückseitig auf Paketkarte für ein 7 kg schweres Paket nach Berlin. Die Marken leicht unfrisch bzw. zum Teil gelöst, ansonsten in einwandfreier Erhaltung. Eine interessante und seltene Verwendung vom letzten Tag der Portoperiode, sign. Infla Berlin und Peschl sowie Fotoattest Oechsner BPP (2000)
Korbdeckel 50 Mrd. M. durchstochen mit Stempel “BERLIN 30.11.12” auf überfrankiertem R-Ortsbrief über 100 g mit Ankunftsstempel. Der Umschlag links mit senkrechten Faltungen, die Marke mit gutem Durchstich ist in einwandfreier Erhaltung. Trotz der Überfrankatur in Höhe von 10 Milliarden Mark eine äußerst seltene Verwendung dieser Marke im November 1923, drei Monogramme als Signaturen
Korbdeckel 50 Mrd. M. durchstochen, senkrechtes Paar 20 Mrd. M. gezähnt und Einzelmarke 10 Mrd. M. gezähnt je mit Stempel “CHARLOTTENBURG 30.11.23” als tarifgerechte Frankatur auf R-Brief bis 20 g nach Stockholm. Der Umschlag mit Beförderungsspuren und die Marken zum Teil leicht verfärbt, die 50 Mrd. M.-Marke mit gutem Durchstich und kleiner Eckzahnkerbe, ansonsten in guter Erhaltung. Eine seltene November-Verwendung der 50 Mrd. M. durchstochen, Fotoattest Tworek BPP (2020)
5 Mrd. auf 4 Mio. M. im Viererblock in Mischfrankatur mit Rentenpfennig 3-50 Pfg. jeweils mit Stempel “LEIPZIG 13 14.12.23” als tarifgerechte Frankatur auf R-Brief bis 60 g mit undeutlichem Versuchs-R-Stempel vom 14.12.23 und zusätzlichem R-Zettel “Leipzig 13” (war bei Auslandssendungen vorgeschrieben) nach New York mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit Beförderungsspuren im Rand und rechts mit Einriss, ansonsten in guter Erhaltung. Eine außergewöhnlich seltene Mischfrankatur aus Dezember 1923 mit fünf verschiedenen Werten bis 50 Pfg. der Rentenpfennig-Ausgabe, in dieser Form vermutlich einmaliger Brief, sign. Infla Berlin und Peschl
5 Mrd. auf 10 Mio. M. durchstochen im Viererblock mit Stempel “NEDLITZ 28.11.24” (Fehleinstellung, richtig 1923) als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf Brief bis 20 g nach Köthen. Der Umschlag mit Beförderungsspuren und Öffnungsfehler rückseitig, die rechte untere Marke mit Durchstichfehler rechts, ansonsten in guter Erhaltung. Mehrfachfrankaturen dieser Marke sind selten, in Verbindung mit dem Viererblock sind nur ganz wenige Briefe bekannt, Fotoattest Tworek BPP (2004)
10 Mrd. auf 20 Mio. M. durchstochen mit Stempel “KONSTANZ 25.11.23” als tarifgerechte Einzelfrankatur auf Postkarte nach Delmenhorst. Die Marke mit gutem Durchstich ist wie die Karte in einwandfreier Erhaltung, sign. Infla Berlin und Peschl
10 Mrd. auf 20 Mio. M. durchstochen im senkrechten 8er-Block je mit Stempel “STUTTGART 21.11.23” als tarifgerechter Mehrfachfrankatur auf Firmen-Vordruckbrief nach Basel. Die linke untere Marke schon fehlerhaft vor dem Aufkleben, ansonsten ist der Durchstich bei allen Marken gut und wie der Umschlag in einwandfreier Erhaltung. Mehrfachfrankaturen dieser Marken sind nicht häufig, in Verbindung mit größeren Einheiten sehr selten
10 Mrd. auf 50 Mio. M. durchstochen mit Plattendruck-Oberrand “A” mit Aufdruck OPD Erfurt und drei Einzelmarken 10 Mrd. auf 50 Mio. durchstochen je mit Stempel “JENA 29.11.23” als tarifgerechte Mehrfachfrankatur auf R-Brief nach Coburg mit Ankunftsstempel. Die Marken zum Teil mit Durchstichfehlern, die Marke mit Oberrand ist in einwandfreier Erhaltung, sign. Infla Berlin und Bechtold BPP
1800, Karl Friedrich, Markgraf von Baden, später Kurfürst und erster Großherzog von Baden, eigenhändige Unterschrift auf Urkunde mit Trockensiegel
Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen, seit 1697 auch König von Polen und Großfürst von Litauen, eigenhändige Unterschrift "Augustus Rex" auf 2seitigem Bestätigungsschreiben für den Oberpostmeister Johann Jakob Kees zu Leipzig, als 'Commercien-Rath', datiert ‘Bresce (Brzeźce) 10te Xbris 1698’. üblich gefaltet, schönes Papier gedecktes Siegel. Ein seltener früher und postgeschichtlich interessanter Autograph aus dem 2. Jahr als König von Polen.
Anton I, König von Sachsen (genannt der Gütige), eigenhändige Unterschrift zusammen mit der Unterschrift seines mit Regenten und späteren Königs Friedrich August auf 2-seitigem 'Erbbrief über Adelsdorf' vom 11. Juni 1831. In dieser Kombination ein außerordentlich seltener Autograph.
