345 / September 2011
345. Heinrich Köhler Auction
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1 Kr. grauschwarz, Platte 1, Plattenposition B31 -B32, ungebrauchtes waagerechtes Paar mit 17 mm Bogenrand links (!), farbfrisch, Kabinett, Fotoattest Sem BPP (2000). Die linke Marke des Paares zeigt die charakteristische schwache rechte Rahmenlinie sowie eine eindeutige kleine Einkerbung in der linken oberen Rahmenecke der Plattenposition B31 (= aus dem rechten oberen Druckbogenviertel). Auch die Schnittlinien bestätigen diese Plattenposition. Jedoch dürfte sich dann an der linken Seite kein Bogenrand sondern ein 10mm breiter Zwischensteg befinden. Diese sensationelle Beobachtung würde die Forschungsergebnisse von Georg Bühler bestätigen, der bereits einen Platztausch der beiden unteren 45er-Viertel bei zwei ungebrauchten Bogenteilen/Blockstücken feststellen konnte. Bühler kommentierte in seinen Forschungsunterlagen zu einem Viertelbogen: „....linker unterer Viertelbogen mit vollem Bogenrand (links), aber mit den Typen der Gruppe D (!). Es ist das Gegenstück zu dem 15er-Block und beweist ebenfalls den Platztausch der Druckblöcke. Angeboten als Los 6100 der 70. Ebel Auktion im März 1965«. (Bemerkung: diese 45er-D-Gruppe ist inzwischen in kleinere Blockstücke aufgeteilt). (Mi. 2.800,-)
1 Kr. schwarz, Platte 1, waagerechtes ungebrauchtes Paar von den Plattenpositionen A23-A24, dabei linke Marke A23 mit markantem Plattenfehler "Linke untere Ecke abgeschrägt", laut Attest Schmitt BPP (2009) minimale Farbabschürfungen in den oberen Einfassungslinien und rückseitiger dunkler Fingerabdruck, sonst tadellos. (Mi. 3.100,-)
1 Kr. grauschwarz, Platte 1, Positionen B24-B25-B29-B30, ungebrauchter 4er-Block mit 12 mm Bogenrand, rechte untere Marke postfrisch, farbfrisch, Kabinett, Fotoattest Schmitt BPP (2009) sowie signiert A. Bolaffi und A. Diena.
1 Kr. schwarz, Platte 1, Plattenposition A38 mit auffälligem Plattenfehler "Bruch über N von BAYERN" , allseits breitrandig geschnitten mit teilweisen Zwischenlinien an drei Seiten, gestempelt mit klarem und zentrisch aufgesetztem Stempel "REGENSBURG 2. NOV. 1849" vom zweiten Tag der Ausgabe sowie ergänzendem Federstrich, senkrechte Bugspur, sonst tadellose Erhaltung, Fotoattest Brettl BPP (2009). Interessantes Stück mit auffälligem Plattenfehler und der Nachweis, dass der markante Plattenfehler nicht erst bei späteren Auflagen, sondern schon bei der Erstauflage im November 1849 vorhanden war! (Mi. ohne Preis)
1 Kr. schwarz, Platte 1, Plattenposition C4 mit auffälligem Plattenfehler "E von EIN oben ausgefüllt" mit gMR "212" MITTERTEICH gestempelt, allseits breitrandig geschnitten, oben mit dicker Zwischenlinie, farbfrisches Kabinettstück, Fotoattest Brettl BPP (2009) (Mi. 4.000,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1, breitrandig mit Einkreisstempel "...BERG 27 Mai 1850" und zusätzlichem Federkreuz (reduziert), minimal lichte Stelle im Papier, doppelt sign. Brettl BPP (Mi. 2.500,-)
1 Kr. schwarz, Platte 1, Plattenposition C44 mit Plattenfehler "KR von KREUZER verbunden und N von BAYERN nach oben verlängert", mit gMR "243" gestempelt, repariert und links Nachmalungen. Signiert Sem BPP (Mi. 3.000,-)
1 Kr. grauschwarz, Platte 1, Druck aus der Makulatur, ungebraucht ohne Gummi, Foto-Kurzbefund (2006) und sign. Brettl BPP
1 Kr. schwarz, Platte 1, in schöner tiefer Farbe und voll- bis meist breitrandig mit glasklarem gMR "317" und sauber nebengesetztem Segmentstempel "SCHWEINFURT 20/9" (1850) auf kpl. Drucksache nach Pegnitz; ein besonders schönes Stück, Kabinett, Fotoattest Brettl BPP
1 Kr. schwarz, Platte 1, allseits sehr breitrandig mit Zwischenlinien an allen Seiten mit gMR "243" und nebengesetztem DKr. "NÜRNBERG 10 FEB. 1851" auf Drucksache nach Kitzingen, Pracht, Fotoattest Brettl BPP
1 Kr. schwarz, Platte 1, allseits schön breitrandig mit vollen Zwischenlinien an drei Seiten, gestempelt mit gMR "315" auf Drucksache (ohne Namensschleife) der Firma Chr. Gottlieb Bauer aus Schwarzenbach a.S. (3. Oktober 1850) nach Regensburg, Pracht, sign. Pfenninger und Fotoattest Brettl BPP (1985) (Mi. 6.500,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1, unten mit zwei dicken waagerechten (doppelten) Trennungslinien aus der Bogenmitte, sog. "kleiner Zwischensteg", ideal klar gestempelt mit gMR "190" LUDWIGSHAFEN, allseits schön breitrandig mit Zwischenlinien an drei Seiten, das Fotoattest Brettl BPP (2009) bestätigt: "...drei helle Stellen und winziger Randspalt oben. Der Zwischensteg ist fast vollständig, mit üblicher Faltspur zwischen den Linien". Die Marke zeigt praktisch keine Feldmerkmale oder Plattenfehler dennoch kann der vorliegende "kleine Zwischenstegansatz" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der Plattenposition A44 stammend identifiziert werden. (Mi. 5.000,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1, Plattenposition B45, unten mit zwei dicken waagerechten Trennungslinien aus der Bogenmitte, sog. "kleiner Zwischensteg", ideal klar gestempelt mit gMR "14" ASCHAFFENBURG gestempelt, allseits schön breitrandig, zwei waagerechte Büge unten und kleine helle Stelle in der Mitte, sonst farbfrisch und in schöner Präsentation, das Fotoattest Stegmüller BPP (2009) bestätigt: "Eine bemerkenswert dekorative und seltene Marke". Die Bogenposition B45 kann durch den kleinen Plattenfehler "Rücken der ‚1« im rechten oberen Eckquadrat gebrochen" bestätigt werden. (Mi. 7.500,-)
1 Kr. schwarz, Platte 1, sehr dunkle Nuance im senkrechten "kleinen Brücken"-3er-Streifen (im Zwischenraum der zweiten und dritten Marke zwischen den zwei dicken Bogenviertel-Trennlinien in der Bogenmitte mit einem Federmesser getrennt) mit etwas schwer aufgesetztem MR "63" und Halbkreis-Nebenstempel "EBERSBERG 14. 4." (1852) auf vollständigem Faltbrief (Inhalt datierend 13. April 1852 und vom Empfänger nach Erhalt am 16. April 1852 vorderseitig neben den Marken mit umfangreichen Archiv-Vermerken ergänzt) nach Wertheim. Obwohl die Marken nur sehr wenige und sehr kleine Feldmerkmale zeigen sind die Feldpositionen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit identifizierbar: Die beiden oberen Marken können den Plattenpositionen A37+A42, die untere Marke der Plattenposition C2 zugeordnet werden. Auch die charakteristischen senkrechten und waagerechten Trennlinien sprechen für diese Positionierung. Der vollständige Faltbrief ist in aktenfrischer Erhaltung, die Marken sind in tadelloser Qualität. Kleine Brücken der 1 Kreuzer schwarz sind allergrößte Seltenheiten! Fototattest Brettl BPP für ein Paar mit Einzelstück "zwischen den zwei dicken Zwischenlinien...getrennt".
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1X, mit deutlichen Plattenfehler "RE von KREUZER verformt", allseits sehr breitrandig, ungebraucht in frischer Farbe, Kabinett, Fotoattest Brettl BPP (2007). Die Plattenposition des auffälligen Plattenfehlers auf der Platte 1X ist bislang nicht bekannt. In den Forschungsunterlagen von Georg Bühler ist der Plattenfehler dokumentiert, sensationeller Weise jedoch auf einem Probedruck der 1 Kreuzer mit Seidenfaden (Probedrucke mit Seidenfaden von Platte 1X stammend konnten erstmals zweifelsfrei mit dem Stück aus der Sammlung Fritz Kirchner, 338. Heinrich Köhler-Auktion, September 2009, Los 1, belegt werden). (Mi. 3.500,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1X, mit prominenten Plattenfehler "weißer Fleck unten am F von FRANCO", Plattenposition auf Platte 1X bislang unbekannt, der Plattenfehler ist in der Festschrift "Schwarzer Einser" bei Helbig/Vogel auf Seite 23 beschrieben und abgebildet, allseits sehr breitrandig, klar gestempelt mit MR "107" GEORGENSGMÜND, ein herrliches Kabinettstück in besonderer Farbfrische. Die Marke stammt ursprünglich von einem Faltbrief aus August 1850 bei dem Teile der Frankatur abgefallen waren (Faltbrief ohne Marken liegt der Marke bei). Fotoattest Schmitt BPP (1978) für den Brief mit drei Stück Schwarzer Kreuzer und Hinweis "Frankatur unvollständig" sowie Stegmüller BPP (2009) für die Einzelmarke. (Mi. 5.000,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1X, Plattenposition C43 mit auffälligem Plattenfehler "waagerechter Bruch im rechten unteren Eckquadrat von der Randlinie bis in die 1" mit Halbkreisstempel "SCHW(EINFURT). /7", breitrandig, minimale Sandkornpore und ganz leichte schräge Knitterung, sonst in farbfrischer und einwandfreier Erhaltung, Fotoattest Brettl BPP (2004). Der Plattenfehler "Bruch im rechten unteren Eckquadrat" auf Platte 1X ist in der Studie von Georg Bühler zweifach bei ungebrauchten 1 Kreuzer schwarz auf einem waagerechten 5er-Streifen und einem 4er-Block belegt (Abbildungen siehe Vorwort zu dieser Versteigerung). (Mi. 4.000,-)
1 Kr. schwarz, Platte 1X, Plattenposition C38 mit auffälligem Plattenfehler "Buchstaben AN von FRANCO verbunden und N von FRANCO mit weißem Fleck", breitrandig, gestempelt und in sehr frischer Erhaltung, Pracht, doppelt signiert Pfenninger. Der auffällige Plattenfehler kann auf Platte 1X ebenfalls lokalisiert werden und befindet sich genau über dem Plattenfehler "Bruch im rechten unteren Eckquadrat" Position C43 und ist in einem weiteren 4er-Block dokumentiert (Abbildung siehe Vorwort zu dieser Versteigerung). Die Dokumentation mit einem gestempelten Stück ist für die Forschung von erheblicher Bedeutung. (Mi. 3.000,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 1X, genaue Plattenposition im Druckbogen unbekannt, jedoch sicher aus der rechten unteren Bogenecke stammend, breit- bis überrandiger Schnitt, unten und rechts mit vollen Zwischenlinien, oben mit teilweiser Zwischenlinie mit Halbkreisstempel "KITZINGEN 30.4.VII" (1850) auf Drucksache nach Bogen bei Straubing, das Fotoattest Brettl BPP bestätigt "...frische Farbe und in feiner, tadelloser Erhaltung". In den Forschungsunterlagen von Georg Bühler ist ein weiteres (ungebrauchtes) Exemplar dieser Bogenposition von Platte 1X bekannt, jedoch mit Teilen der zweiten dicken Trennlinien (kleiner Brückenansatz), so dass theoretisch nur die Druckbogen-Positionen A45 oder B45 möglich wären. Die Original-Bemerkung von Georg Bühler zu dieser Feldposition: "...hat keine Merkmale der A45 (aus den bekannten Viertelbogen), müsste aber A45 sein, weil C45 (nach Helbig & Vogel B45) markante Merkmale hat, die auch bei Platte II zu sehen sind." (Mi. 10.000,-)
1 Kr. grauschwarz, Platte 2, mit markantem Plattenfehler "Kratzer durch die Rahmenlinie und AN von FRANCO", voll bis breitrandig geschnitten und sehr sauber mit MR "243" NÜRNBERG gestempelt auf Briefstück (zur Kontrolle gelöst und mit Falz befestigt), Kabinett, Fotoattest Sem BPP (2010). Sehr seltener Plattenfehler, dessen genaue Plattenposition auf Platte 2 bislang nicht bekannt ist, in der Jubiläumsbroschüre von Helbig/Vogel auf Seite 27 bei einem weiteren Stück abgebildet. (Mi. 5.000,-)
1 Kr. tiefschwarz, Platte 2, ohne erkennbare Feldmerkmale, breitrandiges frisch erhaltenes Exemplar mit MR "39" BURGHAUSEN, Fotoattest Pfenninger (1964) (Mi. 5.000,-)
1 Kr. schwarz, Platte 2, Plattenposition A12 mit markantem Plattenfehler "weißer Punkt am Rücken des E von KREUZER" sowie Rahmenbruch unter Y von "BAYERN" , breitrandig mit gMR "...1..." gestempelt und farbfrisch erhalten, Kabinett, Fotoattest Brettl BPP (2007). Die beiden Plattenfehler auf der Position A12 sind auf Marken von Platte 1 wie auch auf Marken 2 bekannt. Ein hochinteressantes Stück für den Nachweis des Einsatzes des gleichen Druckstöckels in Platte 1 und Platte 2 bzw. den Nachweis für eine geänderte Drucktechnik (sog. Zurichtung) der Platte 1 mit dem Ergebnis wesentlich feinerer Druckergebnisse (historisch als Platte 2 bezeichnet). (Mi. 3.200,-)
1 Kr. schwarz, Platte 2, allseits breitrandig, links und rechts mit vollen Schnittlinien, leicht repariert (kleine Hinterlegungen), sign. u.a. Brettl BPP sowie Fotobefund Sem BPP (2011)
1 Kr. schwarz, Platte 2 im sehr klaren Druck, allseits voll- bis breitrandig, rechts und unten mit Zwischenlinien, sehr sauber gestempelt mit gMR "73" auf Drucksache (Vertreter-Anzeige der Fa. G.A.Funk & Sohn; Enskirchen bei Nürnberg; die linke untere Ecke der Drucksache war zu Siegelzwecken umgeschlagen und ist jetzt an dieser Stelle ergänzt) mit schön aufgesetztem Fingerhutstempel "EMSKIRCHEN 24. 8" nach Gräfenberg. Fotoattest Brettl BPP (1976) (Mi. 7.000,-)
6 Kr. braunorange, allseits überrandige rechte untere Bogenecke mit vollständigen Schnittlinien und schmalen Bogenrändern, sauber entwertet durch gMR "260" PASSAU, ein Ausnahmestück, Kabinett, Fotobefund Sem BPP
6 Kr. braunorange, allseits breit- bis überrandig mit allen 4 Zwischenlinien, sauber entwertet durch Segmentstempel von Passau, Kabinett, sign. Schmitt BPP
6 Kr. braunorange, allseits gleichmäßig breitrandig mit sauberem L2 von München, Kabinett, sign. Schmitt BPP
6 Kr. braunorange, voll- bis meist breitrandig mit sauberem DKr. "AUGSBURG 7 JUL. 1850", Kabinett, sign. Schmitt BPP
6 Kr. braunorange, allseits breit- bis überrandig mit Teil der unteren Nebenmarke, zentrisch glasklar aufgesetzter gMR "58" DONAUWÖRTH, Luxus, sign. Brettl BPP
6 Kr. braunorange, allseits breitrandig mit Teilen der Zwischenlinien an allen Seiten mit ideal aufgesetztem gMR "260" PASSAU, Luxus, Kurzbefund M. Brettl BPP
6 Kr. braunorange, voll- bis breitrandig mit zentrisch klarem gMR "241" auf kleiner Briefhülle mit nebengesetztem Segmentstempel "NOERTLINGEN" nach Possenheim, Kabinett, sign. Brettl BPP
6 Kr. lebhaftrötlichbraun, voll- bis meist breitrandig mit zentrischem gMR "196" und nebengesetztem Aufgabestempel "MARKTBREIT 28 10" nach Rottenburg mit Ankunftsstempel; in der Hülle gering unfrisch, sign. Hartmann und Müller-Mark
6 Kr. braunorange, allseits breitrandig mit sauberem Segmentstempel "BAMBERG" auf kleiner Briefvorderseite mit einer Rückklappe (hier Ankunftsstempel) nach Tirschenreuth, Kabinett, sign. Schmitt BPP
1850/62, 3 Kr. blau, Platte 2, voll- bis breitrandig mit gMR "119" und nebengesetztem Fingerhutstempel "HAAG 24 4" auf Bischofsbrief mit handschriftlicher Adresse an Erzbischof Karl August in München, Pracht
1 Kr. rosa im waagerechten 3er-Streifen, allseits breitrandig mit gMR "555", Kabinett, sign. Brettl BPP
1 Kr. rosa im senkrechten 3er-Streifen vom rechten Bogenrand, allseits sehr breitrandig mit Teilen aller Zwischenlinien, mit gMR auf Briefstück, Kabinett, sign. Schmitt BPP
