345 / September 2011
345. Heinrich Köhler Auction
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10 Neugroschen blau, 3 Einzelwerte zusammen mit Wappen 3 Neugroschen braun mit DKr. "LEIPZIG 24 FEB. 64" auf Faltbrief der 2. deutschen und niederländischen und 4. englischen Gewichtsstufe "Per Landmail via Triest" mit vorderseitigem roten Transitstempel von Alexandria sowie rückseitigen Transitstempeln von Triest und Singapur (in rot) nach Batavia, Java; der Brief war - wie alle Briefe dieser Korrespondenz - frankiert bis Singapur, die Gebühr für die folgende Beförderung mit holländischen Schiffen nach Java wurde vom Empfänger eingezogen, in diesem Fall der doppelte Portosatz von "50" Cents; die 10 Neugroschen-Werte leicht berührt bzw. einer gering angeschnitten, jedoch in außerordentlich frischer und ursprünglicher Erhaltung; wahrscheinlich der herausragendste Brief dieser spektakulären Korrespondenz
Provenienz: 88. Mohrmann-Auktion (Düsseldorf, 1956)
Wappen 3 Pfennige grün im waagerechten Paar, 2 Neugroschen blau und 3 Einzelwerte 3 Neugroschen braun mit Nr. "11" und nebengesetztem klarem Aufgabestempel "ALTENBURG 16 FEB. 67" auf Briefkuvert an "Herrn Albert Steudemann Apotheker / Simpansche Apotheke zu Soerabaya Java, Ostindien", befördert über Marseille mit rückseitigem Transitstempel sowie rotem Ankunftsstempel von Soerabaya vom 9. April. Das Porto für einen Brief bis 7,5 g setzte sich zusammen aus 3 Neugroschen Vereinsporto sowie 8 6/10 Neugroschen außervereinsländischem Teil, der sich aufteilte in 6 Kreuzer französischer Transit und 24 Kreuzer Seeporto bis zum Landungshafen; in der Innenklappe des Kuverts befindet sich ein diesbezüglicher Text: "Lieber Albert! Dein Vater kam zu mir, um das Gewicht dieses Briefes genau zu wissen; da das Gewicht 4½ Quent (= 7,5015 g) beträgt, bedauert er, Dir keine Visitenkarten mitschicken zu können, Dich herzlich grüßend verbleibe ich Dein Vetter Ernst Nitzsche Pharmazeut"; Frankatur teils kleine Transportmängel; ein äußerst attraktiver Brief mit sehr seltener Destination
PERU: Johann 10 Neugroschen blau im waagerechten Paar mit 5 Neugroschen ziegelrot und 2 Neugroschen auf blau mit Nr. "15" auf Briefvorderseite von "ZITTAU BAHNH. 27 V 61" über Preußen und Belgien nach London mit vorderseitigem "LONDON PAID" und weiter befördert über Panama mit vorderseitigem Transitstempel nach Lima; das Porto für diese Beförderung über die British-Open-Mail setzt sich zusammen aus 3 Neugroschen Vereinsporto, 4 Neugroschen preußischer und belgischer Transit bis England sowie 20 Neugroschen englisches Seeporto bis Peru; die Vorderseite ist etwas fehlerhaft, durch die linke 10 Neugroschen verläuft eine schwache senkrechte Bugspur; ein postgeschichtlich interessantes Belegstück für diese seltene Route, die 6½ Neugroschen teurer war als die Beförderung über die Prussian-Closed-Mail
URUGUAY: Johann 5 Neugroschen ziegelrot im senkrechten Paar mit senkrechtem Paar 3 Neugroschen auf gelb und waagerechtem Paar ½ Neugroschen auf grau, meist voll- bis breitrandig mit jeweils klar aufgesetzter Nr. „15« auf Faltbrief mit nebengesetztem DKr. „ZITTAU BAHNH. 20 VI 61« über Frankreich nach Montevideo; da der Brief über 7,5 g wog fiel er in die 2. französische Gewichtsstufe, entsprechend teilte sich das Porto auf in 3 Neugroschen Vereinsporto sowie 2mal 7 Neugroschen Seeporto incl. französischem Transit, das Weiterfranko ist entsprechend vermerkt. Brief und Frankatur befinden sich in ursprünglicher Erhaltung, die obere 3 Neugroschen ist durch eine unauffällige waagerechte Bugspur getroffen, das 5 Ngr.-Paar hatte schon vor dem Aufkleben eine senkrechte (Druck-) Falte und 2 verklebte Einrisse. Fa. Waentig & Co war ein in Zittau ansässiger Textilgroßhändler. Briefe aus den altdeutschen Staaten in dieses kleine südamerikanische Land, das zu dieser Zeit nicht mehr Einwohner hatte als das heutige Wiesbaden sind ausnahmslos große Seltenheiten; zweifellos handelt es sich hier um einen der schönsten und seltensten Überseebriefe Sachsens
Johann 10 Neugroschen milchblau im waagerechten Paar, allseits voll- bis meist breitrandig aus der rechten unteren Bogenecke mit Trennungslinie unten, zusammen mit 5 Neugroschen ziegelrot und 1 Neugroschen auf rosa mit Nr. "52" auf Faltbriefhülle der 2. Gewichtsstufe von "LIMBACH 17/4 60" nach New York; leichte senkrechte Faltung durch die 5 Neugroschen, sonst sehr schöne frische Erhaltung; ein seltener Brief mit sehr schönem Paar des Höchstwertes
Wappen 3 Neugroschen braun mit DKr. "LEIPZIG 29 Jun 64" auf eingeschriebenem Laufzettel für die Recherche über den Verbleib einer eingeschriebenen Briefsendung nach New York an das Bahnpostamt No. X nach Köln mit rückseitigem Eingangsstempel; außerhalb der Frankatur gefaltet gewesen; ein nicht häufiges Formular
Wappen 5 Neugroschen graublau, 2 Einzelwerte mit 2 Neugroschen blau, mit Nr. "12" auf Briefkuvert mit gedruckter Adresse von "FREIBERG 1/IX 64" nach Virginia City im 'Nevada Territory', welches kurze Zeit später als 36. Bundesstaat den USA beitrat; der Brief wurde befördert über Aachen mit violettem "AACHEN PAID 23 Cts." und England nach Boston mit vorderseitigem "BOSTON BR. PKT. 28 PAID" und weiter über die amerikanisch Overland- bzw. Wells Fargo-Route mit dem Schiff über den Mississippi und dann mit Postwagen über Land und durch die Wüste; übliche zu erwartende leichte Beförderungsspuren. Ein seltener Brief in den Westen des amerikanischen Kontinents vor Bau der Eisenbahn
ÜBER HAMBURG: Johann 5 Neugroschen ziegelrot, 1 Neugroschen auf rosa und ½ Neugroschen auf grau mit Nr. "12" auf kleinem Briefkuvert von "FREIBERG 22 IV 63" nach Boston mit rückseitigem roten "HAMBURG P.D." sowie vorderseitigem "N. YORK HAMB. PKT. PAID"; die Frankatur teils gering berührt, 1 Neugroschen kleiner Randriß
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AUSLANDSFRANKATUREN: 70 frankierte und unfrankierte Briefe bzw. einige Briefvorderseiten nach Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Polen, Rußland, Schweden, Spanien und Ägypten (1 Vorderseite), dabei u.a. diverse 5 Neugroschen-Frankaturen, Farbfrankaturen, Transitstempel etc.; ein sehr interessantes Los
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TRANSATLANTIK-BRIEFE: 1853/67, ausstellungsmäßig aufgezogene Sammlung von 12 unfrankierten Briefen sowie 15 frankierten Briefen bzw. Vorderseiten, dabei eine Vorderseite nach Argentinien, sonst in die USA gelaufen, dabei verschiedene Beförderungswege und Verrechnungsstempel, 5 Belege mit verschiedenen Verrechnungsstempeln der 'Depreciated Currency' sowie diverse teils bessere Frankaturen, dabei allein acht 10 Neugroschen-Werte, dabei waagerechtes Paar
1924, nicht verausgabter Wert 30 Rp. im ungezähnten 4er-Block vom Oberrand, wie immer ungummiert, Attest Rupp (Mi. 800,-)
1930, Flugpost 15 Rp.-1 Fr. kpl. mit Ersttagsstempel "SCHAAN 12.VIII.30" auf R-Flug-FDC in die USA, Pracht (Mi. 1.000,-)
1931, Zeppelin 1 Fr. und 2 Fr. auf Zeppelin-Karte bzw. -Brief
1850, Handpapier: 1 Kr. gelb, voll- bis meist breitrandig mit klarem EKr. "LINZ 27. SEP." (1853) auf kpl. Drucksache nach Mondsee
Lot no.1005
°
For lots marked with a circle (°) next to the lot number an additional 7% VAT on the hammer price will be charged. This charge does not apply to dealers outside Germany and within the European Union with a turnover tax identification number.
Condition
Catalogue no.5Xc
Opening250 €
Sold for260 €
9 Kr. dunkelblau, Type III, allseits breitrandig mit seltenem Fahnenstempel "KLOSTERNEUBURG 17 JUL.", Pracht, Fotobefund Rismondo BPP
Maschinenpaper: 1 Kr. hellockergelb, Type Ib, farbfrisch und allseits gut gerandet, sauber ungebraucht, Kabinett, sign. Matl VÖB mit Fotoattest
1 Kr. gelb, waagerechter 3er-Streifen, an 3 Seiten breit- bis überrandig, unten schmalrandig und rechte Marke leicht berührt, mit 2 EKr. "TEMESVAR 6/7"
1 Kr. gelb und 6 Kr. braun im waagerechten 3er-Streifen, rechts 5 mm Rand, auf Briefvorderseite von "POLA 11/3" nach New York mit handschriftlichem Leitvermerk "Via di Brema", verschiedene Taxvermerke und roter EKr. "NEW YORK U.S. PKT PAID MAY", trotz kleiner Mängel ansprechendes Stück
2 Kr. schwarz, Type IIIb, farbfrisch und allseits gut gerandet, ungebraucht, Kabinett, sign. Diena und Fotoattest Matl
Lot no.1010
°
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Condition
0Catalogue no.156
Opening170 €
Sold forUnsold
1908, Regierungsjubiläum 10 Kr., postfrisch, Pracht, private Signatur, Fotoattest Soecknick VÖB (Mi. 600,-)
1917, 20 H. und 5 H. mit Stempel "AUSSIG 1.2.17" als portogerechte Frankatur auf Tauchbootbrief in die USA mit handschriftlichem Vermerk "Eingestellt zurück" und blauem Zensur L1 "M" am 10.2. retour mit zusätzlichem österr. Zensurstempel, selten
80 H. im senkrechten Paar mit 20 H. und 30 H. blaugrün mit handschriftlicher Entwertung auf kpl. Aufgabe-Formular für ein Feldpost-Telegramm aus Mikolajew mit handschriftlichem Vermerk "priv. Geb. bezahlt" und 3 verschiedenen Briefstempeln, Formular mehrfach gefaltet und oben mit Aktenlochung sowie etwas fleckig
Wappen 2 Kr. und 50 H. im waagerechten Paar auf Tauchbootbrief (äußerer Umschlag) von "BADEN b. WIEN 16.1." nach Bremen in guter Erhaltung, seltene Verwendung
Lot no.1014
°
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Condition
0Catalogue no.255b
Opening120 €
Sold for120 €
1919, Wappen 3 H. schwarzgrau, postfrisch, Pracht, Kurzbefund Soecknick BPP (Mi. 420,-)
1933, Wipa 50 Gr. auf gewöhnlichem Papier mit Sonderstempel "SEZESSION" auf R-Karte mit Zufrankatur, leichte Knitter
50 Gr. auf Faserpapier, sauber mit Sonderstempel auf Briefstück, Kabinett
WIPA-Block, postfrisch, mit üblichen Klebestellen (Mi. 3.700,-)
dito, geringfügig untermaßig, postfrisch mit üblichen Klebestellen, Fotoattest Soecknick BPP (Mi. 3.700,-)
1936, Dollfuß 10 Sch., ungebraucht mit winziger Falzspur
10 Sch., sauber mit Sonderstempel auf Briefstück, Kabinett
1945, Grazer Aufdruck: 1-80 Pfg. und 1-3 M. in Type I sowie 5 M. in Type II, postfrisch, sign. Weihs
1946, Unverausgabte Blitz und Maske 5 und 12 Gr., postfrisch, bei 12 Gr. ein Zahn verkürzt (Mi. 2.600,-)
Ganzsachenausschnitte: 1933, WIPA-Ganzsachenausschnitte 12 Gr. (2) und 30 Gr. mit Zufrankatur auf 2 Briefen nach Belgrad, je Kurzbefund Soecknick BPP
1855, "K.K. FELDPOSTAMT No. I / 28.3." auf markenlosem Militärbrief mit vollem Inhalt von Bukarest mit Transitstempeln von Wien und Ankunftsstempel
"K.K. ÖST. F.P. KRAJOVA 4/10" auf 6 (2) und 9 Kr. (2) als 4er-Block geklebt auf Briefstück, 2 Marken starke Mängel, in dieser Form selten
"K.K. FELDPOSTAMT No. I / 26.6." auf 9 Kr. auf Brief nach Wien mit Ankunftsstempel, Marke Liliputschnitt und Eckfehler, dennoch seltener Beleg
