365 / September 2017
365. Heinrich Koehler Auction
Pages
"Satrup... d. 14 Novembr 1862", innen datierter kleiner Faltbrief über Sterup nach Grumtoft mit vorderseitig EKr. "STERUP 15 11 1862", ein sehr frischer und tadelloser Brief
"v Satrup", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Faltbrief nach Schleswig, frankiert mit Schleswig-Holstein 1¼ S. grün mit sauber auf- und nebengesetztem DKr. "SCHLESWIG 23 6 65", innen etwas gestützt und etwas unfrisch, signiert Carl H. Lange
"Saxburg 23/4", handschriftlicher Aufgabevermerk auf Faltbrief aus dem Pastorat Burkal, postalisch bei dem Briefsammler von Saxburg aufgegeben nach Eggebeck, frankiert mit Herzogth.-Schleswig 4 S. karminrot mit Nr. "16" und rückseitigem Übergangsstempel "FLENSBURG 23 4 64", leichte senkrechte Falten im Umschlag geglättet, sonst ein sehr schöner Brief in tadelloser Erhaltung. Der einzig bekannte Beleg mit dieser handschriftlichen Ortsangabe und einer von 2 bekannten Belegen aller Briefsammelstellen frankiert mit 1864, 4 Schilling karminrot, Fotoattest Möller BPP (2007)
Provenienz: Sammlung Jacob Engel, Hadersleben
"Seelent", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Umschlag nach Hamburg, frankiert mit Preußen Wappen 1 Sgr. karmin mit sauber auf- und nebengesetztem DKr. "PREETZ 16 5 67", ganz gering fleckig. Eine große Seltenheit, Preußen-Frankaturen in Schleswig-Holstein, die 1867 zugelassen waren, ohne dass aber die Marken hier verkauft wurden, sind an sich schon selten, bei Briefsammelstellen unseres Wissens jedoch nur von Bargteheide und Seelent bekannt. Es ist von Seelent nur noch ein weiterer frankierter Beleg bekannt, allerdings mit holsteinischer Marke und über Lütjenburg geleitet, signiert Jakubek mit Fotoattest BPP (2001)
"Skovlund 13/4 59", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf kleiner Faltbriefhülle nach Flensburg, tadellos
Abgebildet und beschrieben im Forschungsbericht 153, I und II
Schenefeld, "L.P. No. 3", schwarzer Ra2 auf Faltbriefhülle nach Neumünster mit handschriftlichem Übergangsvermerk "Itzehoe 21/9", ganz leichte Bugspur durch den handschriftlichen Vermerk, sonst in guter Erhaltung
Ein interessanter Beleg, bei der die Briefbestellung, nicht aber das übergeordnete Postcomptoir (wegen Reparatur) über einen Stempel verfügte
Schenefeld, "L.P. No 3", schwarzer Ra2 auf doppelt schwerem Faltbrief nach Heide, frankiert mit waagerechtem Paar Dänemark 4 S. braun mit Nr. "159" und nebengesetztem Aufgabestempel "ITZEHOE 30 10 1856", das Paar unten gering tangiert, sonst in guter Erhaltung
"Schenefeld", handschriftlicher Aufgabevermerk in Rötel mit nebengesetztem Ra3 "L.P. No 3" auf schwerem Faltbrief nach Mehlbeck mit nebengesetztem DKr. "ITZEHOE 21 9 65", ein schöner und interessanter Brief in tadelloser Erhaltung
Wahrscheinlich wurde die Taxierung des Portos in Itzehoe vorgenommen und dort auch "Schenefeld" als Herkunfstvermerk angebracht.
Schenefeld, "L.P. No 3", Ra2 auf Herzogth.-Holstein 1¼ S. lebhaftbraunpurpur auf Umschlag nach Eckernförde, mit rückseitigem DKr. "ECKERNFÖRDE 12 65", minimale Patina, ein seltener Brief
Scherrebeck, "SKJBK", 3-Ringstempel auf Dänemark 4 S. braun auf Briefvorderseite nach Visby, tadellos, ein sehr schöner Abschlag dieses seltenen Stempels, Fotoattest Möller BPP (2008)
Scherrebeck, "SKJBK", 3-Ringstempel auf Herzogth.-Schleswig 1¼ S. grün und nochmals nebengesetzt auf Briefvorderseite nach Visby. Die Marke unten kleine Durchstichfehler, sonst in guter Erhaltung, ein sehr seltener Beleg
Scherrebeck, "SKJBK", 3-Ringstempel auf Herzogth.-Schleswig 1¼ S. grün, dieser nochmals rückseitig sehr sauber aufgesetzt, auf Faltbrief nach Mögeltondern, mit nebengesetztem DKr. "TONDERN 14 9 64", unter der Marke kleines handschriftliches 'x', mit dem der Briefsammler notierte, dass er die Gebühr bar erhalten hatte. Ein sehr schöner und der einzig uns bekannte Brief mit Inhalt und Stempel dieser Briefsammelstelle, auch von den anderen Briefsammelstellen der Route Tondern-Riebe ist uns kein weiterer kompletter Brief bekannt, signiert Jakubek sowie ausführliches Fotoattest Möller BPP (2000)
Scherrebeck, "SKJBK", 3-Ringstempel rückseitig auf Faltbrief nach Kopenhagen, frankiert mit Schleswig-Holstein 1¼ S. grün mit auf- und nebengesetztem DKr. "TONDERN 20 7 65", unter der Marke kleines handschriftliches Tintenkreuz erkennbar, mit dem der Briefsammler notierte, dass er die Gebühr erhalten hatte. Ein sehr seltener sowie datierbarer Brief in tadelloser Erhaltung, signiert Möller BPP mit Fotoattest (2007)
"L.P. Schönwalde", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Faltbrief nach Rendsburg, tadellos, ein schöner Brief
"L.P. SCHÖNWALDE", schwarzer Ra2 auf Faltbriefhülle nach Eutin, frankiert mit Dänemark 4 S. braun mit Nr. "160", tadellos
"L.P. SCHÖNWALDE", Ra2 auf- und nebengesetzt auf Herzogth.Holstein 4 S. lebhaftbraunocker auf Umschlag nach Varel, die Marke mit kleinen Einschränkung und der Umschlag mit kleineren Tesaspuren, trotzdem ein ansprechender sowie seltener Auslandsbrief dieser Briefsammelstelle, signiert Grobe und W. Engel BPP
"Schwabstedt 18/5 64", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Faltbrief nach Husum mit Ankunftsstempel "HUSUM 18/5 POSTHORN", unten links handschriftlicher Vermerk "Eilsache", gute Erhaltung und einer von nur 2 bekannten Belege dieser Briefsammelstelle mit interessantem Inhalt zum Ausbruch der Maulseuche beim Vieh
Abgebildet und beschrieben im Forschungsbericht 145.5
"Schwensby, den 21 Mar 1859", innen datierter Faltbrief nach Sörup, der Brief gänzlich ohne Marke oder Taxierung, möglicherweise hat der Briefsammler den Brief befördert und sich dafür unerlaubterweise privat bezahlen lassen, unseres Wissens nur 2 Belege dieser Briefsammelstelle bekannt
"Svensby", handschriftlicher Aufgabevermerk auf kleinem Faltbrief nach Ülsby (?) mit nebengesetztem EKr. "FLENSBURG 12/9 1860", einer von nur 2 bekannten Briefen dieser Briefsammelstelle und unseres Wissens der einzige mit Herkunftsvermerk, tadellos
"Seegard 4/7 66", handschriftlicher Aufgabevermerk auf kleiner Faltbriefhülle nach Flensburg, frankiert mit Herzogth.-Schleswig 1¼ S. rotlila mit DKr. "FLENSBURG 3 7 66", etwas altersfleckig, signiert Jakubek BPP
Abgebildet und beschrieben im Forschungsbericht 236, 11-12
Seegardskrug, "Seegard am 25 Juli 1866", innen datierter Faltbrief nach Flensburg, frankiert mit Herzogth.-Schleswig 1¼ S. rotlila mit auf- und nebengesetztem DKr. "FLENSBURG 26 7 66", Brief minimal fleckig und mit einem durch Falz geschlossenen Einriß, sonst in guter Erhaltung
"Seelent", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Umschlag nach Knipphagen, frankiert mit Wertziffer im Viereck 1¼ S. mit Nr. "122", die Marke minimal fleckig, einer von nur 2 bekannten frankierten Belegen dieser Briefsammelstelle. Dieser Brief wurde von Seelent direkt nach Lütjenburg und von dort weiterbefördert, der 2. bekannte Brief mit Preußen Nr. 16 frankiert hat der Briefsammler nach Preetz zur Weiterbeförderung geleitet, Befund Möller BPP (2007)
"Sieseby 6 Oct. 53", innen datierter Faltbrief nach Bienebek, einer von nur 2 bekannten Briefen dieser Briefsammelstation, unten etwas eingerissen und minimale Patina
"Sieseb", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Briefvorderseite nach Schleswig, frankiert mit Dänemark 4 S. braun mit Nr. "66" und nebengesetztem EKr. SCHLESWIG 18/7 1863", senkrechter Bug durch die Frankatur, der einzig bekannte frankierte Brief dieser Briefsammelstelle
Abgebildet und beschrieben im Forschungsbericht 144.16f
"v Siethwende", handschriftlicher Aufgabevermerk auf kleinem Faltbrief nach Itzehoe, frankiert mit Herzogth.-Holstein 1¼ S. bräunlichlila mit sauber auf- und nebengesetztem Ra3 "POST-SPED.BUR ELMSHORN-ITZEHOE 13/9 ZUG No II", die Marke kleinere Unzulänglichkeiten, sonst ein sehr ansprechender Brief in schöner Erhaltung
"Söbygaard 3 Marts 1860", innen datierter Faltbrief nach Gravensteen, frankiert mit Dänemark 4 S. braun mit Nr. "71" und nebengesetztem EKr. "SONDERBURG 4/3 1860", der Brief datiert knapp 4 Wochen vor der Eröffnung der Briefsammelstelle, Marke oben rechts minimal tangiert und gering altersfleckig
Abgebildet und beschrieben im Forschungsbericht 236.12
Sörup, ein Faltbrief bzw. 2 Faltbriefhüllen aus gleicher Korrespondenz, einmal innen datiert, einmal mit Aufgabestempel "STERUP 25 4 1861" und einmal rückseitigem Lacksiegel, tadellose Erhaltung
"Sollerup", handschriftlicher Aufgabevermerk in blauer Kreide vorderseitig auf Faltbrief nach Schleswig, frankiert mit Schleswig-Holstein 1¼ S. grün mit Ra2 "SCHLESW.POST-SPED.BUR.. ZUG No.II", ein schöner Brief, signiert Andersen
"Stockelsdorf 8/5 65", handschriftlicher Aufgabevermerk auf Briefvorderseite nach Kirchbarkau bei Kiel, frankiert mit der Ziffer im Viereck 1¼ S. mit 3-Ringstempel "L", die Marke etwas fleckig und die rechte untere Ecke ergänzt, signiert Dr. Pirl
Bei Stockelsdorf handelt es sich um eine schleswig-holsteinische, Schwartau unterlegte Briefsammlungsstelle, die aber mit dem Stadtpostamt Lübeck in Verbindung stand und möglicherweise auch von dort mitverwaltet wurde.
"Süderbrarup 15 Mai 1859", innen datierter Faltbrief nach Gelting, taxiert "4" in Rötel und "8" in blau, keine postalischen Vermerke vorhanden, so dass der Brief möglicherweise von privaten Boten beförder wurde, gute Erhaltung, ein interessanter Beleg
"v. Süderbrarup", handschriftlicher Aufgabevermerk vorderseitig auf Faltbrief nach Schleswig mit DKr. "SCHLESWIG 26 6 65", ein schöner Brief in tadelloser Erhaltung
Abgebildet und beschrieben im Forschungsbericht 144.18
Süder-Lygum, "Lögum", handschriftlicher Aufgabevermerk in Rötel auf Faltbrief nach Tondern, Insektenfraß vorderseitig etwas sichtbar, sonst in guter Erhaltung
Handschriftliche Herkunftsvermerke dieser Briefstelle sind erst ab 1862 bekannt. Es ist nicht klar, ob Taxierung und Ortsvermerk vom Briefsammler in Süder-Lygum erfolgten, falls der Brief dort eingeliefert wurde, oder, wahrscheinlicher vom Postcomptoir in Tondern
"Lögum 26/6", handschriftlicher Aufgabevermerk auf Faltbrief nach Leck, rückseigit schönes komplettes Siegel "ST. LYGUM KIRKE", tadellose Erhaltung
"Süderstapel den 14ten April 1854", innen datierter Faltbrief nach Rendsburg mit vorderseitigem Aufgabestempel "FRIEDRICHSTADT 19/4 1854", tadellos
Süderstapel, "v S. Stapel", handschriftlicher Aufgabevermerk rückseitig auf nicht ganz komplettem Paketbegleitbrief mit vorderseitig EKr. "SCHLESWIG 22/8 1864", mit Inhalt, gute Erhaltung
"Süderstapel den 22ten Juni 1865", innen datierter Faltbrief nach Husum mit vorderseitigem DKr. "RENDSBURG 22 6 65", tadellos