375th Auction
16-21 November in Wiesbaden
1850, Inlandsmarke 1 Gutegroschen schwarz auf blaugrau, voll- bis breitrandig und farbfrisch mit sauber aufgesetztem Langstempel "EYSTRUP" sowie zusätzlichem Federkreuz auf Briefstück mit handschriftlichem Datum "30/12", Kabinett, signiert HK
1 Gutegroschen schwarz auf blaugrau, farbfrisch und voll- bis breitrandig mit sauber aufgesetztem Rahmenstempel der Briefsammlung "GILDEHAUS" auf Briefhülle mit nebengesetztem Langstempel "BENTHEIM" mit handschriftlichem Datum "4/5" nach Aurich mit Ankunftsstempel vom nächsten Tag. Einer der seltensten Stempel von Hannover, wir haben nur 2 weitere Briefe registriert. Fotoattest Jäschke-L. BPP (2020)
Provenienz: John Boker jr. (1999)
1 Gutegroschen schwarz auf graugrün, 4 ursprünglich zusammengehörende Einzelwerte, entwertet mit 3 klaren Abschlägen des blauen Petschaftstempels von Elze auf kleines Briefstück mit Rahmenstempel "ELZE 22 MAI" montiert. Ein hochattraktives und außerordentlich seltenes Ensemble; mit diesem seltenen Stempel sind nur noch ein 3er-Streifen und 2 Briefe mit Einzelfrankaturen bekannt. Ein Wert kleiner Randspalt, sonst einwandfrei. Fotoattest Berger BPP (2018)
Provenienz: John Boker jr. (1997)
1853, Kompletter Faltbrief mit blauem Aufgabestempel "LEER 12/10", bar bezahlt mit 17¼ Groschen (vorder- und rückseitig vermerkt) über Triest, Alexandria (schwacher Durchgangsstempel vorderseitig) und die 'Overland Mail' nach Pondok Gedeh auf der Insel Jawa. Der britische Portoanteil von Alexandria bis Singapur mit "1/6" vorderseitig notiert; das Porto jenseits von Singapur musste vom Empfänger bezahlt werden, links oben roter Rahmenstempel "LANDMAIL PORT" mit handschriftlich eingetragenem Porto von "140" Cents. Ein seltener früher Brief nach Ostasien, signiert Kruschel
1854, Brief aus derselben Korrespondenz, jetzt nur bis zur deutschen Grenze bezahlt und frankiert mit 1851/55, 1/30 Thaler auf lachsfarben mit klarem blauen Doppelkreisstempel "LEER 15/6" (1854) über Holland im geschlossenen Briefpaket über die 'Overland Mail' und Singapur. In Niederländisch Indien zunächst mit "100" Cents belastet, der rote Rahmenstempel "LANDMAIL / PORT" angebracht und schließlich "120" Cents einschließlich dem Inlandsporto bis Pondok Gedeh eingezogen. Ein sehr seltener Brief. Signiert Kruschel
1851/55, 1/30 Thaler schwarz auf himbeerrot und 2 Einzelwerte 1/15 Thaler schwarz auf blau, alle farbfrisch und voll- bis breitrandig, eine 1/15 Thaler mit schmalem Oberrand, hier Reihenzähler "5", mit blauem Doppelkreisstempel "HANNOVER 12/3" und auf einen Wert übergehenden roten Zackenkranzstempel "Recomandirt" auf Briefstück, bis auf leichte Knitterspuren bzw. Aufklebefalten bei der 1/30 Thaler tadellos. Eine seltene Frankaturkombination, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2020)
1/15 Thaler schwarz auf blau in Mischfrankatur mit 1855, 1/10 Thaler eng genetzt, beide farbfrisch und voll- bis breitrandig, die 1/10 Thaler mit blauem Doppelkreisstempel "GÖDENS 17/4", die 1/15 Thaler mit zweimal sauber aufgesetztem roten Langstempel "RECOMMANDIRT" auf Chargé-Briefhülle nach Breslau, beide Stempel zusätzlich nebengesetzt, der Reco-Stempel dreimal. Ein außerordentlich attraktiver und mit dieser Stempelkombination wohl einmaliger Brief. Signiert Drahn und Kruschel sowie Fotoattest Jäschke-L. BPP (2020)
Provenienz: 107. Edgar Mohrmann-Auktion (1961)
1851, Postvereinsausgabe 1/10 Thaler schwarz auf gelb, farbfrisch und voll- bis breitrandig mit Vorausentwertung durch Federzug und übergehend abgeschlagenem blauen Rahmenstempel "HANNOVER 10 MAY" auf kleinem Damenkuvert mit vorder- und rückseitig gedruckter roter Zierborde nach Stralsund. Ein schönes Stück in einwandfreier Erhaltung. Fotobefund Berger BPP (1994)
1856/57, 1/30 Thaler schwarz, lebhaftrötlichkarmin genetzt, diagonale Halbierung, allseits überrandig mit Teilen von 3 Nachbarmarken, zusammen mit 2 Einzelwerten 1/10 Thaler schwarz, orangegelb genetzt, davon eine im 'Zwergschnitt', die andere voll- bis überrandig mit Teil der rechten Nachbarmarke, mit blauem Doppelkreisstempel "HANNOVER 27/10" als portogerechte 6½ Silbergroschen-Frankatur auf Briefhülle über Bremen nach Baltimore mit vorderseitig notiertem Weiterfranko "4½". Die Briefhülle mit leichten Alters- und Beförderungsspuren, in den Faltungen teils getrennt und gestützt, sonst einwandfrei. Ein in dieser Form sehr seltener Transatlantik-Brief, wir haben keine weitere Halbierung der Mi.-Nr. 10 in die USA registriert. Signiert Drahn und Kruschel, Fotoattest Jäschke-L. BPP (2020)
Provenienz: Julius Steindler (Robson Lowe, 1971), 'Romanow' (6. Kruschel-Auktion, 1975), John Boker jr. (1997)
1859, 3 Pfennige rosa im 4er-Block, farbfrisch und allseits breitrandig, unten mit ca. 3 mm Bogenrand, sehr schön entwertet durch zentrischen Fingerhutstempel "STADE 21/3". Ein außerordentlich attraktives Stück in einwandfreier Erhaltung. Mehrfach signiert und Fotoattest Jäschke-L. BPP (2020)
Provenienz: 35. Larisch-Auktion (1951), John Boker jr. (1998)
1859, Kopfausgabe 2 Groschen blau und 3 Groschen gelborange, beide farbfrisch und voll- bis breitrandig, die 3 Groschen überrandig mit Teilen von 2 Nachbarmarken und unterem Bogenrand, mit sauber auf- und nebengesetztem blauen Doppelkreisstempel "CELLE 16/7" (1861) auf Telegramm-Kuvert nach Soltau. Die Frankatur befindet sich in guter Erhaltung, die 3 Groschen lediglich kleine Knitterspur außerhalb des Markenbildes, das Kuvert mit kleinen Blessuren, insbesondere verklebte Einrisse oben und unten. Ein seltenes Formular; wir haben nur 8 weitere Telegramme mit der Kopfausgabe registriert, davon mindestens 2 mit entfernter bzw. teils geschwärzter Adresse. Signiert Köhler und Kurt Maier sowie Kruschel und Dr. Pieper mit Fotoattest (1982)
Provenienz: Gaston Nehrlich (62. Heinrich Köhler-Auktion, 1928), John Boker jr. (1997)
