379. Auktion

19.-24. September 2022 in Wiesbaden

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Seiten

Los-Nr.1204
Ausruf200 €
Zuschlag270 €

1532, kompletter Faltbrief mit papiergedecktem Siegel von Liegnitz an den Bürgermeister und Rat der Stadt Sprottau

Los-Nr.1208
Ausruf200 €
Zuschlag200 €

1560, Schreiben des Würzburger Hof-und Landgerichtscurators Niclaus Huber an den Reichsritter Eberhard von Stetten bezüglich einer ausstehenden Zahlung des Grafen Eberhard von Hohenlohe. Es wird gebeten dem Boten sechs Kreuzer zu zahlen (Transkription anbei).

Los-Nr.1211
Ausruf200 €
Zuschlag320 €

1577, David Kölderer von Burgstall, Bischof von Regensburg, eigenhändige Unterschrift auf komplettem Brief an den Rat der Stadt.

Los-Nr.1215
Ausruf200 €
Zuschlag460 €

1583, Sekretärsbrief im Namen des Herzogs Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast aus Eldena bei Greifswald mit dekorativer Ergebenheitsadresse an Kaiser Rudolf II. mit Präsentationsvermerk vom Reichskammergerichtstag in Speyer. 

Los-Nr.1218
Ausruf200 €
Zuschlagunverkauft

1592, kompletter Brief aus Neuenstein vom hohenlohischen Rat Zacharias Hyss an den Würzburgischen Oberamtmann zu Röttingen (Transkription anbei).

Los-Nr.1220
Ausruf200 €
Zuschlagunverkauft

1609, kompletter Faltbrief im Namen von Herzog Philipp II. von Pommern aus Stettin an Kaiser Rudolf II., dekorative 7zeilige Ergebenheitsadresse

Los-Nr.1223
Ausruf200 €
Zuschlag220 €

1623, Ferdinand II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, eigenhändige Unterschrift auf komplettem Brief vom Fürstentag in Regensburg an die Herzogin Margherita von Parma und Piacenza. Etwas unfrisch und einmal senkrecht gefaltet.

Los-Nr.1225
Ausruf300 €
Zuschlag580 €

1636, Ferdinand II. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, eigenhändige Unterschrift auf Faltbrief aus Regensburg mit dekorativer Adresse an die Verordneten der Landschaft des Erzherzogtums Österreich ob der Enns in Linz. Es geht um die vom Landtag bewilligte Zahlung von 20.000 Gulden an die Kaiserin Eleonore, von denen bis dato erst die Hälfte bezahlt wurde; der Kaiser fordert die unverzügliche Zahlung des ausstehenden Betrages.

Los-Nr.1233
Ausruf150 €
Zuschlag150 €

1681, kompletter Faltbrief von Nürnberg über die kaiserliche Reichspost und die Paarsche Post nach Wien, bezahlt bis Reetz mit handschriftlichem Vermerk "1/2 francha", weitere "3" Kreuzer vom Empfänger erhoben

Los-Nr.1246
Ausruf4.000 €
Zuschlag9.000 €

Andreas Hofer, der Tiroler Freiheitskämpfer (1767-1810) eigenhändiger Brief mit Unterschrift, geschrieben am 31.10.1809, am Vorabend seines letzten Gefechtes, der 4. Bergisel-Schlacht, die für die Tiroler verloren ging, an seinen Schwager, den Anwalt Josef Gufler in Sankt Leonhard im Passeiertal. Der Brief trägt rückseitig zwei Siegel mit dem Tiroler Adler und den Initialen "AH", vorderseitig handschriftlich "Vom Oberkommando Tirol" und "Durch Ordonanz, eiligst eiligst eiligst". Hofer schreibt in großer Verzweiflung "Es war Baron von Lichtenthurn mit der Nachricht des Friedens hier angekommen nach welchem Frieden unser liebes Vaterland wieder unter Bajern kommen sollte. Was würde das wohl abgeben-schrecklicher Gedanke-es ist daher nicht möglich, dies einzugehen-hin wären wir doch auf alle Fälle. Das Volk gibt es durchaus nicht nach, alles ist wütend zum Angriff-alles schreit lieber geschwind tot-als noch einmal unter Bajern kommen. Heute Nacht wird man also den Feind in Innsbruck überfallen. Machet daher Anstalt zu einer Andacht-denn nur durch augenscheinliche Hilfe des Himmels können wir gerettet werden. Schreckliche Lage-aber Gott war noch immer bei uns-er wird uns auch diesmal retten-wie er einst das Volk Israel gerettet hat. Ich hoffe es sicher, dass Gott uns nicht verlassen werde. Nur nicht verzagen." Ein bemerkenswertes Dokument der österreichischen Geschichte. Fotoattest Dr. Heschl (2018)

Los-Nr.5155
Ausruf200 €
Zuschlag340 €

1849, (April 27) kleiner Umschlag ab "CORK AP 27 1849" mit rotem "Crown"-Einschreibestempel nach Steinthor mit nebengesetzter Taxierung "1/3" (9p. Franco und 6p. Einschreibegebühr) und EKr. "LANDBOTE 4 5", die Gutschrift für Hannover mit "4" austaxiert, ein seltener und sehr attraktiver Brief

Los-Nr.5158
Ausruf250 €
Zuschlag1.700 €

1852, (16 Juni) 1P. rot sowie zwei waagerechte Paare 2P. blau, der Einzelwert gering tangiert, sonst gut gerandet, sauber mit Nummernstempel "890" auf Faltbriefhülle (Seitenklappen fehlend) nach Hannover, nebengesetzt und auf ein Paar übergehend roter L2 "ENGLAND ÜBER BREMEN", die Marken teils gering oxydiert, sonst in schöner und tadelloser Erhaltung, der früheste Auslandsbrief nach dem Königreich Hannover, vollständig mit Klebebriefmarken frankiert, Fotoattest Louis BPP (2017)

Los-Nr.6022
Ausruf10.000 €
Zuschlag18.000 €

BAVARIA - PHILIPPINES: 1864, small envelope from Lindau, endorsed "Pr. Overlandmail via Trieste" to Manila, franked with 1862 18 kreuzer vermilion, horizontal pair and single as well as horizontal pair 1 kreuzer yellow, all in fresh colour and with full to wide margins, cancelled by cogwheel "289" with adjacent semicircle "LINDAU 27/7". On front red single-circle of Alexandria, on reverse various transit marks including "15/52" of Trieste as well as arrival mark. The letter is correctly franked till Singapore with 9 kreuzer GPU fee and 47 kreuzer Weiterfranko, including 11 kreuzer ship mail fee to Alexandria and 36 kreuzer British postage beyond Alexandria; additional "2" Reales for the transport from Singapore to Manila were collected by the recipient.  A 1 kreuzer was pasted around the bottom edge of the letter (some paper fibres added here), hence the envelope folded over at the bottom for optical reasons and strengthened in some places on the inside; otherwise fine and fresh, especially for this destination. Covers from the German States to the Philippines are great rarities; no further letter has been recorded with the Bavarian square issue. Photo-certificates Brettl BPP (1984) and Stegmüller BPP (2017).

Provenance: Mail to the Far East 364. Heinrich Köhler-Auktion, 2017

Refernce: illustrated in Dr. Karl Zangerle 'Handbuch der Auslandstaxen der Süddeutschen Postgebiete'

1864, kleines Briefkuvert von Lindau mit handschriftlichem Leitvermerk "Pr. Overlandmail via Trieste" nach Manila, frankiert mit 1862,18 Kreuzer zinnoberrot, waagerechtes Paar und Einzelstück sowie waagerechtem Paar 1 Kreuzer gelb, alle farbfrisch und voll- bis breitrandig, entwertet durch gMR "289" mit nebengesetztem Halbkreis "LINDAU 27/7". Vorderseitig roter Einkreisstempel von Alexandria, rückseitig diverse Transitstempel einschließlich "15/52" von Triest sowie Ankunftsstempel. Der Brief ist bis Singapur portogerecht frankiert mit 9 Kreuzern Postvereinstaxe sowie 47 Kreuzern Weiterfranko, davon 11 Kreuzer Schiffspostgebühr bis Alexandrien sowie 36 Kreuzer englische Seetaxe; weitere "2" Reales für den Transport von Singapur nach Manila wurden vom Empfänger eingezogen.  Eine 1 Kreuzer war um den Unterrand des Briefes geklebt (hier einige Papierfasern ergänzt), daher das Kuvert aus optischen Gründen unten umgefaltet und innen an einigen Stellen gestützt. Briefe der Altdeutschen Staaten auf die Philippinen sind große Seltenheiten, es ist kein weiterer mit der bayerischen Quadratsausgabe registriert. Fotoatteste Brettl BPP (1984) und Stegmüller BPP (2017).

Los-Nr.6037
Ausruf3.000 €
Zuschlag4.200 €

NORTH GERMAN CONFEDERATION-CHINA: 1868, letter sheet (one flap missing) from "SONDERBURG 21 5 68" via Trieste and Alexandria to Shanghai, prepaid with 3 copies 1868, 5 groschen ocre and single ½ groschen orange; in Alexandria GB 1 shilling green applied, tied by "B01". On reverse transit marks of Trieste and Hongkong, on front "ALEXANDRIA JU 5 68". The correct postage to East Asia since 1.1.1868 was 13½ groschen, but all recorded letters coming from the OPD Kiel are franked with 15½ groschen which seems to have been a special rate for the former duchies of Schleswig-Holstein. Some usual small transportation marks, but all together a fine and rare entire. This is the latest recorded date of an additional franking at Alexandria. Certificate RPSL (1978)

Provenance: 224. Köhler auction (1978), Consul Karl-Hillard Geuther ( 320. Köhler auction 2004)

1868, Briefhülle (eine Seitenklappe fehlend) von "SONDERBURG 21 5 68" über Triest und Alexandria nach Shanghai, frankiert mit 3 Exemplaren 1868, 5 Groschen ocker und einzelner ½ Groschen orange; in Alexandria zusätzlich frankiert mit GB 1 Schilling grün, entwertet durch "B01". Rückseitig Transitstempel von Triest und Hongkong, auf der Vorderseite "ALEXANDRIA JU 5 68". Das korrekte Porto nach Ostasien war seit dem 1.1.1868 13½ Groschen, aber alle bekannten Briefe aus der OPD Kiel sind mit 15½ Groschen frankiert, wahrscheinlich ein Sondertarif für die ehemaligen Herzogtümer Schleswig-Holstein. Einige übliche kleine Transportspuren, aber insgesamt  ein schöner und seltener Brief mit dem letzten Verwendungsdatum der Zusatzfrankaturen von Alexandria.

Los-Nr.6094
Ausruf500 €
Zuschlag650 €

4.8.1870: Briefkuvert von Paris nach Straßburg (besetztes Gebiet), frankiert mit Napoleon Lauré 20 Centimes, entwertet durch Sternenstempel. Auf der Rückseite der seltene zweizeilige Langstempel mit Abart "In Slchettstad vorgefunden". Bei endgültiger Zustellung taxiert mit "30" Centimes.

Referenz: Abgebildet in F. Spalink 'Doppelporto und Doppelfrankierung' S. 100

4.8.1870 : Enveloppe de Paris à Strasbourg (zone occupée), affranchie avec Napoléon Lauré 20 centimes, oblitéré  étoile de Paris.. Au verso, le rare cachet avec variété "In Slchettstad vorgefunden". Taxée à la livraison finale "30" centimes.

Référence: illustré dans l'ouvrage F. Spalink "Doppelporto und Doppelfrankierung page 100"

 

 

Los-Nr.6095
Ausruf3.000 €
Zuschlag2.700 €

18.9.1870: Briefkuvert mit originalem Inhalt aus dem besetzten Paris mit 'Ballon  monté' in das besetzte Colmar, frankiert mit Napoleon Lauré 20 Centimes. Rückseitig schwarzer L1 "Schweiz via Baden", kleiner blauer "Auf militairischen Befehl geöffnet", Bahnpoststempel "PARIS A BESANCON 3 NOV.", Transitstempel von Neuchatel sowie deutscher Ankunftsstempel vom 22. Dezember. Ein schöner und in dieser Form wahrscheinlich einmaliger Brief von großer Seltenheit.

18.9.1870 : Enveloppe avec contenu de Paris occupé transportée par 'Ballon monté' à Colmar occupé, affranchie avec Napoléon Lauré 20 centimes. Au verso, cachet noir "Suisse via Baden",  "Ouvert sur ordre militaire" en bleu ainsi que cachet de la poste ferroviaire "PARIS A BESANCON 3 NOV.", cachet de transit de Neuchâtel ainsi que cachet d'arrivée allemand du 22 décembre. Une belle lettre d'une grande rareté, probablement unique sous cette forme.

Los-Nr.6096
Ausruf400 €
Zuschlag1.100 €

26.10.1870: kompletter Faltbrief aus Sedan, befördert über Agenten via Belgien, hier frankiert mit 1869/80,10 Centimes grün und 20 Centimes blau, entwertet durch Nummer "48" mit nebengesetztem Doppelkreisstempel "BOULLION 27 OCT. 70" nach Lille. Ein Wert kleiner Zahnmangel, sonst schöne Erhaltung.

26.10.1870 : Lettre complète de Sedan, acheminée par des agents via la Belgique, affranchie avec 1869/80,10 centimes vert et 20 centimes bleu, chaque valeur oblitérée losange de points "48" avec cachet à double cercle adjacent "BOULLION 27 OCT.70" pour Lille. Une valeur avec petits défauts de dentelure sinon très beau.

Los-Nr.6097
Ausruf600 €
Zuschlag800 €

17.11.1870: Nicht ganz kompletter Faltbrief, frankiert mit kopfstehendem Unterdruck 1 Centimes und 20 Centimes sowie normalem Unterdruck 4 Centimes, entwertet durch französischen Beutestempel "RIBEAUVILLE 17 NOV. 70", mit Leitvermerk "via Geneve" nach Lyon; ohne Nachtaxe befördert. Die Marken ursprünglich an bzw. etwas über den Rand geklebt und der Brief hier etwas umgefaltet und die Marken gering bestoßen; unauffällige Briefbüge außerhalb der Frankatur, sonst gute Erhaltung. Ein seltener Brief. Signiert Schott mit Attest (1972)

17.11.1870 : lettre  pas tout à fait complète affranchie avec 1 centime et 20 centimes avec burelage renversé ainsi que  4 centimes normal, chaque valeur oblitérée par le cachet  "RIBEAUVILLE 17 NOV. 70", avec mention d'acheminement "via Genève" vers Lyon ; transporté sans taxe de nuit. Les timbres étaient à l'origine collés un peu au-dessus de la marge et la lettre a été un peu repliée, les timbres sont légèrement abîmés ; légers plis en dehors de l'affranchissement sinon bon état. Une lettre rare. Signé Schott avec attestation (1972)

Los-Nr.6098
Ausruf3.000 €
Zuschlag5.200 €

21.11.1870: kompletter kleiner Faltbrief aus Paris, befördert mit dem Ballon 'La Ville d'Orleans', nach Colmar. Rückseitig Bahnpoststempel "PARIS A BESANCON 12 DEC.", Deutscher Transitstempel von Mühlhausen vom 22. Dezember sowie zweimal sauber aufgesetzter kleiner blauer "Auf militairischen Befehl geöffnet", einmal über kleinem Verschlusszettel. Bei Ankunft wurde der Brief mit "30" Centimes taxiert. Der Ballon 'La Ville d'Orleans' wurde durch Sturm abgetrieben und landete am 25. November in Norwegen; die Post wurde von hier zurück nach Frankreich befördert. Ein außerordentlich seltener und in dieser Form wohl einmaliger Brief. Attest Roumet (2004)

21.11.1870 : Petite lettre complète de Paris, transportée par le ballon 'La Ville d'Orléans', à Colmar. Au verso, cachet de la poste ferroviaire "PARIS A BESANCON 12 DEC.", cachet de transit allemand de Mulhouse du 22 décembre ainsi que deux petites mentions bleues proprement apposées "Ouvert sur ordre militaire", dont une au-dessus d'une petite étiquette de fermeture. A l'arrivée, la lettre a été taxée à "30" centimes. Le ballon 'La Ville d'Orléans' a été emporté par une tempête et a atterri le 25 novembre en Norvège ; le courrier a été réexpédié de là en France. Une lettre exceptionnellement rare et sans doute unique sous cette forme. Certificat Roumet (2004)

Los-Nr.6099
Ausruf400 €
Zuschlag360 €

20.12.1870: kompletter Faltbrief aus Sedan, befördert über Agenten via Belgien, hier frankiert mit 1869/80, 30 Centimes braunorange, entwertet durch Nummer "60" mit nebengesetztem Doppelkreisstempel "BRUXELLES 22 DEC.70" nach Nantes. Ein seltener Brief.

20.12.1870 : Lettre complète de Sedan, acheminée par des agents via la Belgique, affranchie avec 1869/80, 30 centimes brun-orange, oblitérée par losange de points "60" avec cachet à double cercle juxtaposé "BRUXELLES 22 DEC.70" pour Nantes. Une lettre rare.

Los-Nr.6100
Ausruf150 €
Zuschlag135 €

15.1.1871: Correspondenzkarte frankiert mit 10 Centimes von "BRUMAT 15 1 71" an den bekannten Botaniker Joseph Duval-Joue nach Montpellier. Trotz Unterfrankatur auf deutscher Seite unbeanstandet befördert, in Frankreich mit "2" decimes nachtaxiert.

15.1.1871 : Carte de correspondance affranchie à 10 centimes de "BRUMAT 15 1 71" adressée au célèbre botaniste Joseph Duval-Joue à Montpellier. Malgré un sous-affranchissement, transportée sans réclamation du côté allemand, post-taxée en France avec "2" decimes.

Los-Nr.6101
Ausruf2.000 €
Zuschlag1.900 €

4.1.1871: kleines Briefkuvert von Philippeville, Algerien, nach Straßburg mit Leitvermerk "par Voie Suisse", frankiert mit zwei Einzelwerten Napoleon gezähnt 5 Centimes und Bordeaux 20 Centimes, entwertet mit GC "505". Nebengesetzt Ra. "B.M." und Taxstempel"30" sowie rückseitig kleiner blauer "Auf militairischen Befehl geöffnet" sowie Transit- und Ankunftsstempel. Die Frankatur gering fehlerhaft; ein attraktiver und seltener Brief; es sind nur wenige Briefe aus den Kolonien mit Doppelfrankaturen bekannt. Signiert Roumet.

4.1.1871 : petite enveloppe de Philippeville, Algérie, pour Strasbourg avec mention d'acheminement "par Voie Suisse", affranchie avec deux valeurs 5 centimes Napoléon dentelés et une valeur Bordeaux 20 centimes, chaque timbre oblitéré par GC "505". Adjacent "B.M." encadré et cachet  taxe "30" ainsi qu'au verso petit cachet bleu "Ouvert sur ordre militaire" et les cachets de transit et d'arrivée. L'affranchissement est légèrement défectueux ; une lettre attractive et rare ; on ne connaît que peu de lettres des colonies avec double affranchissement. Signé Roumet.

Los-Nr.6102
Ausruf1.000 €
Zuschlag4.200 €

3.2.1871: kleines Briefkuvert frankiert mit kopfstehendem Unterdruck 4 Centimes und normalem Unterdruck 1 Centimes (2), 4 Centimes und 10 Centimes, mit Rahmenstempel "K: PR: Feldpost-Relais No. 65 3/2“ und nebengesetztem Bogenstempel "MIRECOURT" nach Paris. Wenige Zahnverkürzungen, sonst einwandfreie und schöne Erhaltung. Eine seltene Frankatur- und Stempel-Kombination.

3.2.1871 : petite enveloppe affranchie avec  4 centimes burelage renversé ainsi que 1 centime (2), 4 centimes et 10 centimes normaux, oblitérés "K : PR : Feldpost-Relais No. 65 3/2" et cachet à feuille "MIRECOURT" juxtaposé pour Paris. Quelques dents courtes sinon parfait et bel état. Une combinaison d'affranchissement et d'oblitération rare.

Los-Nr.6103
Ausruf150 €
Zuschlag135 €

9.2.1871: kleiner offener Faltbrief von Chartres nach Paris, frankiert mit 10 Centimes, entwertet mit Ra3 "K.PR.FELDPOST RELAIS No. 34 9/2"; um 10 Centimes unterfrankiert und taxiert mit "10" in Rötel und blauer französischer Taxziffer "2" decimes. Signiert Calves.

9.2.1871 : petite lettre de Chartres à Paris, affranchie à 10 centimes, oblitérée "K.PR.FELDPOST RELAIS No. 34 9/2" ; sous-affranchie de 10 centimes et taxée à "10" au crayon rouge ainsi que cachet taxe français "2" décimes en bleu. Signé Calves.

Los-Nr.6104
Ausruf600 €
Zuschlag540 €

12.2.1871: kleiner Faltbrief von Ecouen nach Lepaud, frankiert mit waagerechten Paar zehn Centimes, mit sauber auf- und nebengesetztem blauem L1 "ECOUEN", der nebengesetztem mit handschriftlichem Datum; schwarzer Tax-Stempel "2" Decimes. Die Marken in der Zähnung teils leicht bestoßen, sonst einwandfrei. Ein seltener Stempel. Attest Behr (1998)

12.2.1871 : petite lettre d'Ecouen à Lepaud, affranchie avec une paire horizontale de dix centimes, timbre oblitéré  "ECOUEN" en bleu, à côté le même avec date manuscrite ; cachet noir de la taxe "2" décimes. Les timbres ont des petits défauts au niveau de la dentelure. Un cachet rare. Attestation Behr (1998)

Los-Nr.6105
Ausruf200 €
Zuschlag200 €

22.2.1871: kleines Briefkuvert nach Nimes, frankiert mit 20 Centimes, entwertet durch Ra. 3 " K.PR.FELDPOST RELAIS No. 33 22/2", befördert über Belgien mit vorderseitigen Transitstempel "PRUSSE LILLE", Ankunftsstempel vom 4. März. Signiert Kruschel

22.2.1871 : petite enveloppe pour Nîmes, affranchie à 20 centimes oblitéré  " K.PR.FELDPOST RELAIS No. 33 22/2", acheminée via la Belgique avec cachet de transit au recto "PRUSSE LILLE", cachet d'arrivée du 4 mars. Signé Kruschel

 

Los-Nr.6106
Ausruf2.000 €
Zuschlag2.800 €

3.3.1871: Trauer-Drucksachenschleife der 1. deutschen und 2. französischen Gewichtsstufe nach Dieppe, frankiert mit waagerechtem Paar 2 Centimes und Napoleon lauré 2 Centimes, alle entwertet durch französischen Doppelkreisstempel "AMIENS 3 MARS 71". Die Marken über den Rand geklebt und dort gering fehlerhaft, die Schleife oben verklebt. Ein außerordentlich seltenes Stück; einzig registrierte voll frankierte Drucksache der Doppelfrankatur-Periode. Attest Roumet (2007).

Referenz: Abgebildet in F. Spalink 'Doppelporto und Doppelfrankierung' S.135

3.3.1871 : bande d'une lettre mortuaire du 1er échelon de poids allemand et du 2e échelon de poids français pour Dieppe, affranchie avec une paire horizontale de deux centimes et un Napoléon lauré 2 centimes, tous oblitérés par le cachet français à double cercle "AMIENS 3 MARS 71". Les timbres collés sur le bord légèrement défectueux, la bande est collée dans sa partie supérieure. Une pièce exceptionnellement rare ; seul imprimé enregistré entièrement affranchi de la période du double affranchissement. Certificat Roumet (2007).

Référence: illustré dans l'ouvrage F.Spalink "Doppelporto und Doppelfrankatur page 135"

Los-Nr.6107
Ausruf400 €
Zuschlagunverkauft

13.3.1871: kompletter kleiner Faltbrief von Lille mit Leitvermerk "par la Belgique" nach Metz, frankiert mit Bordeaux 30 Centimes (links berührt), nebengesetzt seltener blauer Taxstempel "30" (Spalink DTax9)

13.3.1871 : petite lettre complète de Lille avec mention d'acheminement "par la Belgique" vers Metz, affranchie par Bordeaux 30 centimes (touché à gauche), cachet taxe bleu rare "30" à côté (Spalink DTax9)

Los-Nr.6108
Ausruf600 €
Zuschlag540 €

18.3.1871: Briefhülle von Sedan nach Paris, frankiert mit waagerechtem Paar 10 Centimes und Napoleon lauré 20 Centimes, alle entwertet durch französischen GC "3352" mit nebengesetztem Aufgabe Stempel. Ein seltener Brief in sehr schöner Erhaltung. Signiert Roumet

18.3.1871 : Enveloppe de Sedan pour Paris, affranchie avec paire horizontale 10 centimes et Napoléon lauré 20 centimes, oblitérées par GC "3352" avec cachet de départ à côté. Une lettre rare en très bel état. Signé Roumet

Los-Nr.6109
Ausruf300 €
Zuschlagunverkauft

21.3./11.5.1871: zwei komplette Faltbriefe der 1. bzw. 2. Gewichtsstufe von Mühlhausen nach Lyon bzw. Rouen, privat nach Basel befördert (einmal mit rückseitigem Agenten-Stempel "LANDERER & MERKLE, BASEL") und hier aufgegeben, frankiert mit 1862/81, 60 Centimes bronze bzw. 30 Centimes blau.

21.3./11.5.1871 : deux lettres complètes du 1er resp. 2ème échelon de poids de Mulhouse à Rouen resp. Lyon, acheminées en privé à Bâle (une fois avec cachet d'agent au verso "LANDERER & MERKLE, BASEL") et de là envoyées avec un affranchissement Helvétie assise 30 centimes bleu resp. 60 centimes bronze.

Los-Nr.6110
Ausruf200 €
Zuschlag180 €

25.4.1871: kompletter Faltbrief von Etreux  nach Ars/Mosel, frankiert mit Ceres 20 Centimes blau und Bordeaux 10 Centimes, mit GC "1446" und teils auf die 10 Centimes übergehenden blauen Taxstempel "30" von Metz (Spalink DTax9). Sehr schöne Erhaltung.

25.4.1871 : lettre complète d'Etreux à Ars/Moselle, affranchie avec Céres 20 centimes bleu et Bordeaux 10 centimes, oblit. GC "1446" et cachet taxe bleu "30" de Metz passant en partie sur les 10 centimes (Spalink DTax9). Très belle conservation.

Los-Nr.6111
Ausruf150 €
Zuschlag190 €

18.5.1871: kompletter Faltbrief von Metz nach Chassagne-le-Haute, portogerecht frankiert mit 20 Centimes und Napoleon lauré 20 Centimes, entwertet durch Einkreisstempel bzw. PC "622", ungewöhnlicherweise zusätzlich abgeschlagener seltener Taxstempel "2" (decimes) (Spalink FTax15)

18.5.1871 : Lettre complète de Metz à Chassagne-le-Haute, affranchie avec 20 centimes et Napoléon lauré 20 centimes, oblitérée par cachet à un cercle resp. PC "622",  en plus la lettre avec un rare cachet de taxe "2" (décimes) inhabituel. (Spalink FTax15)

Los-Nr.6112
Ausruf400 €
Zuschlag620 €

26.7.1871: Briefkuvert von Schirmeck nach St. Laurent du Pont, frankiert mit zwei Stück 10 Centimes und waagerechten Paar 10 Centimes Napoleon lauré. Die französischen Marken am Oberrand leicht knittrig, sonst einwandfrei. Eine recht seltene und attraktive Frankatur.

26.7.1871 : Enveloppe de Schirmeck à St. Laurent du Pont, affranchie de deux 10 centimes et de la paire horizontale de 10 centimes Napoléon lauré. Les timbres français sont légèrement froissés sur le bord supérieur, sinon parfaits. Un affranchissement rare et attractif.

Los-Nr.6113
Ausruf1.000 €
Zuschlag3.200 €

31.7.1871: Briefhülle von Saarburg nach Nancy, frankiert mit waagerechtem Fünferstreifen 4 Centimes lilagrau, farbfrisch und überwiegend gut gezähnt, lediglich die linke Marke unten einige Zähne durch Scherentrennung verkürzt und links ein Fehlzahn; zusätzlich taxiert mit "2" Decimes. Zwei Werte leichte Aufklebefalten, sonst einwandfrei. Ein attraktiver und seltener Brief. Attest Roumet (2019).

31.7.1871 : Enveloppe de Sarrebourg à Nancy, affranchie d'une bande horizontale de cinq timbres de 4 centimes gris lilas, frais de couleur et majoritairement bien dentelés, seul le timbre de gauche en bas a quelques dents plus courtes dûe à la séparation aux ciseaux et à gauche une dent manquante ; taxé en plus avec "2" décimes. Deux valeurs avec petits plis , sinon parfaites. Une lettre attractive et rare. Attestation Roumet (2019).

Los-Nr.6114
Ausruf3.000 €
Zuschlag2.700 €

23.8.1871: kompletter kleiner Faltbrief der 2. Gewichtsstufe von Dole im Jura, frankiert mit Bordeaux 40 Centimes dunkelorange, sehr schön farbfrisch und voll- bis breitrandig, und waagerechtem Paar 20 Centimes, entwertet durch GC 1313" bzw. Einkreisstempel; sehr schöne Erhaltung. Kombinationsfrankaturen mit der 40 Centimes Bordeaux gehören zu den großen Seltenheiten des Sammelgebietes.

Provenienz: Henri Kastler (Drouot 1991)

23.8.1871 : petite lettre complète du 2e échelon de poids de Dole dans le Jura, affranchie avec Bordeaux 40 centimes orange foncé, fraîs et très bien margé, et paire horizontale de 20 centimes, oblitérée par "GC 1313" resp. cachet à un cercle ; très belle conservation. Les affranchissements combinés avec le 40 centimes Bordeaux font partie des grandes raretés de l' Alsace-Loraine.

 

Provenance: Henri Kastler (Drouot 1991)

Los-Nr.6115
Ausruf200 €
Zuschlag180 €

31.8.1871: Letzter Tag der 4. Periode. Briefhülle von Mühlhausen nach Dijon mit Ankunftsstempel vom 1. April, frankiert mit 20 Centimes und noch mit "2" Decimes taxiert, obwohl das französische Porto seit diesem Tag 25 Centimes betrug. Ein interessantes Stück.

31.8.1871 : Dernier jour de la 4ème période. Enveloppe de Mulhouse à Dijon avec cachet d'arrivée du 1er avril, affranchie à 20 centimes et taxée à "2" décimes, alors que le port français était de 25 centimes depuis ce jour. Une pièce intéressante.

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