350 / September 2012
350. Heinrich Koehler Auction
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Pages
weit gezähnt: 6 Kr. grauultramarin in Mischfrankatur mit 1868, 1 Kr. grün und 3 Kr. karmin mit jeweils sauber aufgesetztem EKr. "PFORZHEIM 24 MRZ" (1871), zusätzlich nebengesetzt, auf Briefhülle nach Neapel; attraktive und nicht häufige Mischfrankatur für den Leitweg über die Schweiz, sign. Raybaudi und Fotoattest Stegmüller BPP
6 Kr. preußischblau, 2 Einzelwerte zusammen mit 3 Kr. karmin, alle farbfrisch und sehr gut gezähnt, die beiden 6 Kr. mit sauberer Nummer "85", die 3 Kr. mit klarem DKr. "LUDWIGSHAFEN 14 AUG." (1866) auf kpl. Faltbrief nach Genua, portogerecht frankiert nach dem Tarif von 1862 mit 3 Kr. Postvereinstaxe, 6 Kr. Schweizer Transit und 6 Kr. für Italien; eine schöne und seltene Farbfrankatur mit attraktiver Duplex-Entwertung, Fotoattest Stegmüller BPP
Provenienz: Herbert Bloch (1985)
9 Kr. fahlbraun in Mischfrankatur mit 1868, 1 Kr. grün mit jeweils sauber auf- sowie nebengesetztem DKr. "FURTWANGEN 29 NOV." (1869) auf rekommandierter Briefhülle nach Freiburg mit nebengesetztem rotem L1 "Chargé"
9 Kr. dunkelbraun und 1868, 1 Kr. grün, beide farbfrisch und gut gezähnt, mit jeweils sauber aufgesetztem DKr. "TRIBERG 19 NOV." auf Faltbrief in die Provinz Como, Italien; eine schöne und seltene Farbfrankatur mit dem späten Italien-Porto, Fotoattest Englert BPP
18 Kr. grün, farbfrisch und tadellos gezähnt mit DKr. "ZELL a. H. 5 FEB" (1866) auf kpl. Faltbrief nach Bologna mit 12 Kr. ausgewiesenem Weiterfranko (6 Kr. Schweizer Transit + 6 Kr. italienisches Porto); das Briefpapier in einigen Faltstellen gebrochen, eine dekorative und seltene Einzelfrankatur, sign. Bloch und Fotoattest Stegmüller BPP
18 Kr. grün, farbfrisch und gut gezähnt mit ideal aufgesetztem DKr. "HEIDELBERG 3 AUG." (1868) auf Briefkuvert über Belgien nach England mit 2 3/4 Sgr. ausgewiesenem Weiterfranko; eine leichte Knitterspur oben geglättet und kleine Öffnungsmängel oben im Kuvert geklebt, sonst tadellose Erhaltung; eine attraktive und nicht häufige Einzelfrankatur, Fotoattest Stegmüller BPP
18 Kr. grün und senkrechtes Paar 1 Kr. schwarz, alle farbfrisch und einwandfrei gezähnt in tadelloser Erhaltung, mit DKr. "BADEN G.B. 3.7." (1865) auf Briefkuvert nach St. Petersburg mit rückseitigen Bahnpost- und Ankunftsstempeln; nach dem Tarif von 1863 betrug das Porto 9 Kreuzer plus 11 Kreuzer Weiterfranko. Ein attraktiver und sehr seltener Auslandsbrief, wir haben keinen weiteren Brief mit der 18 Kr. nach Rußland registriert, Fotoattest Stegmüller BPP
18 Kr. grün mit 1 Kr. schwarz und 3 Kr. rosa, farbfrisch und gut gezähnt, die 1 Kr. ursprünglich um den Briefrand geklebt und hier entsprechender Bug, mit jeweils sauber aufgesetztem blauem DKr. "BADENWEILER 11 SEP" (1867) auf Briefkuvert über Bremen nach Boston mit 16 Kr. ausgewiesenem Weiterfranko, einige Zahnspitzen ganz leichte Patina; ein sehr attraktiver und seltener Brief, Fotoattest Stegmüller BPP "Bisher ist mir kein weiteres Ganzstück mit dieser Dreifarbenfrankatur und farbiger Abstempelung bekannt", sign. Kruschel
Provenienz: Herbert Bloch (1985)
18 Kr. grün und 3 Kr. rosa, beide in leuchtend frischer Farbe und tadellos gezähnt mit jeweils sauber aufgesetzter Nummer "8" und nebengesetztem DKr. "BADEN G.B. 14 10" (1866) auf gesiegeltem Chargé-Umschlag nach Paris, außerhalb der Frankatur leicht gefaltet; das Porto in der 1. deutschen und 2. französischen Gewichtsstufe setzt sich zusammen aus 8 Kr. Vereinstaxe und 18 Kr. Weiterfranko (12 Kr. Porto + 6 Kr. Chargé), die badische Chargé-Gebühr wurde bar verrechnet; ein schöner Brief mit seltenem 21 Kr.-Porto, sign. Englert BPP und Hunziker, Fotoattest Stegmüller BPP
Provenienz: Anderegg (1966)
30 Kr. dunkelorange, 2 Einzelwerte zusammen mit 3 Kr. rosa mit jeweils sauber aufgesetztem DKr. "TRIBERG 27 FEB." (1869) auf Chargé-Briefhülle der 3. deutschen und 7. französischen Gewichtsstufe nach Paris mit vorderseitigem Übergangsstempel "BADE STRASB. AMB.D" und rückseitigem Ankunftsstempel von Paris; rückseitig fehlt die obere Klappe, eine 30 Kr. durch Randklebung in der Zähnung leicht bestoßen und kleine Druckspur durch die Abstempelung, der andere Wert mit winzigem Eckzahnspalt, sonst tadellose, farbfrische und ursprüngliche Erhaltung. Das Porto setzt sich zusammen aus 3x9 Kr. badischem Porto + 6 Kr. badischer Chargé-Gebühr sowie 7x6 Kr. französischem Anteil und 6 Kr. französischer Chargé-Gebühr; ein attraktiver und sehr seltener Brief mit einer der höchsten bekannten badischen Frankatur innerhalb Europas, Fotoattest Englert BPP
30 Kr. dunkelgelblichorange und 6 Kr. hellgrauultramarin, beide farbfrisch und tadellos gezähnt, mit jeweils sauber aufgesetztem DKr. "FURTWANGEN 13 FEB." (1869) auf Chargé-Briefumschlag der 2. deutschen und 3. französischen Gewichtsstufe nach Paris und nebengesetztem L1 "Chargé" und ebenfalls rotem Transitstempel; bis auf kleine Öffnungsmängel im Briefumschlag unten in tadelloser Erhaltung; ein seltener und attraktiver Auslandsbrief, sign. Unverferth und Fotoattest Stegmüller BPP
1868, KR.:1 Kr. grün, 3 Kr. karminrosa und 7 Kr. blau, senkrechtes Paar und Einzelstück, mit jeweils sauber aufgesetztem DKr. "TRIBERG 07 OKT." auf Briefkuvert mit nebengesetztem Postablagestempel "TRIBERG / SCHÖNWALT" über Hamburg und New York nach Vera Cruz, Mexiko, ganz minimale Beförderungsspuren und gering fleckig; eine sehr seltene 25 Kr.-Übersee-Frankatur mit der kompletten letzten Ausgabe, Fotoattest Englert BPP
Provenienz: 22. Kruschel-Auktion (1985)
1 Kr. grün, 2 Einzelwerte zusammen mit 7 Kr. blau, alle farbfrisch und gut gezähnt mit glasklar aufgesetztem EKr. "GENGENBACH 27 JUL." (1869) auf Faltbrief nach Reims mit Ankunftsstempel; ein sehr frischer und attraktiver Brief, sign. Englert BPP
PORTOMARKEN: 1862, dünneres Papier: 1 Kr. auf gelb im senkrechten Paar auf Briefstück, Pracht, sign. Pfenninger (Mi. 1.000,-)
12 Kr. auf gelb, waagerecht halbiert, obere Hälfte, farbfrisch und bis auf fehlenden Eckzahn links gut gezähnt, mit sauberer Nr. "121" auf kpl. Nachnahmebrief von "SÄCKINGEN 6 SEP." (1864) nach Rickenbach; ein insgesamt schönes Stück dieser seltenen Frankatur; sign. Roumet sowie Calves mit Fotoattest und Fotoattest Brettl BPP (Mi. 25.000,-)
GANZSACHEN: 1863, Umschlag 3 Kr. rosa mit geprägtem Absender "Conrad Herold / Mannheim" mit DKr. "MANNHEIM 20 DEZ" nach Frankfurt
STEMPEL: "11" BIBERACH sauber auf 3 Kr. auf grün, kurz berührt sonst voll- bis breitrandig auf kpl. Faltbrief mit nebengesetztem L1 "BIBERACH" nach Hasslach; mit dieser Stempelkombination nur ca. 10 Briefe bekannt
"169" WERBACH, sauber abgeschlagen auf 3 Kr. auf grün in gutem Schnitt, meist breitrandig, auf Briefvorderseite mit sauber nebengesetztem L2 "WERBACH 28. APR." nach Wertheim; ein recht seltener Stempel
"126" SCHAPPACH in schwarz sauber auf 3 Kr. auf grün, allseits voll- bis überrandig auf Briefvorderseite mit nebengesetztem blauem DKr. "SCHAPPACH 23 AUG" und ebenfalls blauem L1 "Chargé" nach Gremmelsbach am Triberg mit handschriftlichem Vermerk "frei gegen Schein"; es sind nur ganz wenige Ganzstücke von Schappach bekannt, in dieser Kombination Unikat, Fotoattest Englert BPP
"172" WEITERDINGEN, sehr sauber auf 3 Kr. auf blau in gutem, ausgabetypischem Schnitt, teils überrandig, mit sauber nebengesetztem schwarzem DKr. "WEITERDINGEN 17 APR" (1859) auf vollständigem kleinem Faltbrief nach Kreuzlingen in der Schweiz mit Durchgangsstempel von Konstanz und Ankunftsstempel. Nummernstempel-Briefe von Weiterdingen sind außerordentlich selten, auf Auslandsbrief im Grenzrayon ein ganz außergewöhnliches Stück, Fotoattest Englert BPP
"176" BRONNBACH", leicht und sauber abgeschlagen auf 6 Kr. auf gelb auf kleinem Briefkuvert mit nebengesetztem DKr. "BRONNBACH 9 SEP." nach Rothof in Unterfranken; ein sehr seltener Brief in ursprünglicher Erhaltung, es sind nur ganz wenige Ganzstücke mit geschnittenen Marken von der erst 1856 eröffneten Poststation bekannt, sign. Unverfehrt und Fotoattest Stegmüller BPP
1741, "DE DEUX PONTS", zarter L1 (Feuser-Nr. 4082-1) auf kpl. Faltbrief mit 9-zeiliger Ergebenheitsadresse von Christian IV "Pfalzgraf bei Rhein" an seinen Vetter Kurfürst Carl Philipp nach Mannheim
1746, "de Neustatt" handschriftlich auf kpl. Faltbrief nach Worms, dazu 1793, "V:NEUSTADT", zarter L1 auf Faltbrief nach Mannheim sowie 1810, "100 / NEUSTADT", klarer grüner L2 auf Faltbrief nach Mainz, 3 aktenfrische Briefe
1769, "DE DEUX PONTS", zarter L1 (Feuser-Nr. 4082-1) und L1 "HAUTE ALLEMAGNE" auf kpl. Faltbrief von Kusel nach Belfort
1777, "LANDAU", klarer L1 (Feuser-Nr. 1888-5) klar auf kpl. Faltbrief nach Paris
1778, "DE SPIRE", zarter L1 auf kpl. Faltbrief mit 7-zeiliger Ergebenheitsadresse und kpl. Papiersiegel nach Worms, dazu 1840, "SPEYER 6/11", roter Halbkreisstempel auf kleinem kpl. Faltbrief nach Straßburg mit rotem Taxstempel "5" und L1 "CBR2"
1787, "DE DEUX PONTS", scharfer Blindabschlag (Feuser-Nr. 4082-3) auf gesiegeltem Umschlag mit kpl. Briefinhalt und gut erhaltenem Lacksiegel nach Landshut, dazu 1813, "100 / Deux ponts", klarer Schreibschrift-L2 (Feuser-Nr. 4082-9) auf kpl. Faltbrief nach Genf
1798, "DEUX PONTS", klarer L2 auf kpl. Faltbrief nach Paris, Pracht
1798, "DE DEUXPONTS.", sehr klarer roter L1 (Feuser-Nr. 4082-4) auf kpl. Faltbrief nach Mainz, aktenfrische Erhaltung und besonders schönes Exemplar dieses seltenen Stempels
1805, "P.100.P. / NEUSTADT", klarer Departement-L2 (Feuser-Nr. 2459-4) auf kpl. Faltbrief nach Koblenz, aktenfrische Erhaltung
1813, "100 / HOMBOURG", klarer roter L2 (Feuser-Nr. 1546-3) auf Faltbrief nach Sierck
1815, "NEUSTADT", grüner L1 (aptierter Feuser-Nr. 2459-5) klar auf kpl. Faltbrief nach Kreuznach
1849, 1 Kr. schwarz, Platte 1, mit Plattenfehler bei "F" von "FRANCO", allseits breitrandig, beidseitig mit Teilen der Zwischenlinien, mit OPA-Stempel "AUGSBURG 4 NOV" (vermutlich vom vierten Tag der Ausgabe), eine geringe waagerechte Druckspur stammt vom Streifband und ist nicht als Mangel zu betrachten, Fotoattest Brettl BPP
Platte 2: 1 Kr. grauschwarz, allseits ungewöhnlich breitrandig mit allen 4 Schnittlinien, zentrisch und klar entwertet durch gMR "239" NEU-ULM, Luxus, sign. Pfenninger und Fotoattest Sem BPP
1 Kr. schwarz, ohne Gummi im waagerechten Kehrdruckpaar, Sperati-Fälschung Type C, rechte Marke oben mit Einriss, sonst gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
1 Kr. schwarz, sauber gestempelt, Sperati-Fälschung Type A, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
