358 / September 2014
358. Heinrich Koehler Auction
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Pages
1859, ½ Sgr. rotorange, allseits vollrandig, in wertstufengleicher Mischfrankatur mit Wappen 6 Pfg. orange, kleine Durchstichkerbe und teils Scherentrennung, sonst einwandfrei und beide Werte farbfrisch, mit über beide Werte aufgesetztem Ra3 "MAGDEBURG BAHNHOF 9 29" (1863) auk kpl. Faltbrief mit Vermerk "Anhängend Muster o Werth" nach Quedlinburg; eine attraktive und seltene Mischfrankatur, sign. Meier BPP
1861/65, 4 Pfg. grün mit gutem Durchstich (rechts Scherentrennung außerhalb) mit Bahnpost-L2 "MINDEN / 7 4 / BERLIN" auf vorgedruckter Versandtüte "MUSTER OHNE WERTH" der Kolonialwarenhandlung Coste & Lippert in Magdeburg mit nebengesetztem handschriftlichem Aufgabevermerk nach Berlin; vorderseitig Gewichtsangabe "2 2/3" sowie neben der Marke vermerkt "aus dem Briefkasten". Ab dem 1.1.1864 betrug das Porto für Warenproben innerhalb Preußens ohne Meilenbegrenzung je 2½ Lot 4 Pfennig, hier trotz des etwas höheren Gewichtes unbeanstandet befördert; ein attraktiver Vordruckbrief, Fotoattest Flemming BPP
4 Pfg. grün, 2 Einzelwerte 1 Sgr. rosa und Einzelwert 3 Sgr. ocker, alle farbfrisch und bis auf leichte Scherentrennung bei einer 1 Sgr. gut durchstochen, mit Ra3 "BRESLAU / STADT-POST-EXPED. No. 4 / 14 5 67" auf versiegelter Briefhülle "Einliegend Muster ohne Werth" nach Mailand. Aufgrund der Versiegelung als normaler Brief behandelt und portogerecht frankiert mit 2 Sgr. preußischem Porto sowie je 6 Kr. Schweizer Transit und italienischem Porto, entsprechend 3¼ Sgr.; der Brief in den Faltungen gestützt und oben kleiner Einriß, sonst gute und attraktive Erhaltung; ein recht seltener Auslandsbrief
6 Pfg. orange, 2 Sgr. ultramarinblau und waagerechtes Paar 3 Sgr. ockerbraun mit EKr. "BERLIN POST-EXP. 1 1.12. 63" auf Briefkuvert mit handschriftlichem Vermerk "Campione senza valore" nach Mailand im Königreich Italien; da verschlossen als Brief behandelt; das Porto setzt sich zusammen aus 3 Sgr. Vereinsporto und 5½ Sgr. Weiterfranko, davon 2 Sgr. Schweizer Transit und 2x 1 3/4 Sgr. (je 10 g) italienisches Porto; 2 Werte der Frankatur ganz kleine Knitter, sonst gute Erhaltung; eine seltene Auslandsfrankatur, sign. Brettl BPP
Wappen 1 Sgr. rosa und 3 Sgr. ocker mit klarem Ra2 "AACHEN 25 9" (1863) auf Briefhülle "Anhängend Muster ohne Werth" nach Schwanden im Kanton Glarus; Porto je 2 Lot 3 Sgr. Vereinsgebühr und 1 Sgr. Schweizer Anteil, Befund Flemming BPP
1 Sgr. rosa (2 Einzelwerte) und 3 Sgr. ocker mit sauberem Ra2 "BERLIN POST-EXP. 8 17 9" (1862) auf Briefhülle "Anhängend Muster ohne Werth" nach Amsterdam; das Porto betrug bis zu einem Gewicht von 30 g 3 Sgr. Vereins- und 2 Sgr. niederländisches Porto
1861, Wappenausgabe 1 Sgr. rosa und 3 Sgr. ocker, jeweils im waagerechten Paar mit DKr. "BRESLAU 19/1" (1864) auf Briefhülle "Anhäng. Muster ohne Werth" mit einem Gewicht von 1 7/10 Lot nach Groningen. Als Warenprobe nicht anerkannt und noch nach dem alten, bis 31.12.1863 gültigen Tarif mit 4 Sgr. pro Lot (statt seit 1.1.1864 3 Sgr.) frankiert, leichte Patina
2 Sgr. ultramarin und 3 Sgr. ocker mit DKr. "KÖNIGSBERG 11 5 63" auf Briefhülle "Anhängend Probe ohne Werth" mit einer Gewichtsangabe von 2 1/10 Lot nach Amsterdam. Nach dem Vertrag zwischen Preußen und den Niederlanden von 1863 durften Sendungen mit Warenproben keine Briefe oder sonstige handschriftliche Notizen enthalten, daher wie ein Brief der 3. Gewichtsstufe behandelt. Vom Empfänger wurden insgesamt "60" Cent nachträglich erhoben, diese teilten sich auf in 3x3 Sgr. preußisches Porto (abzüglich der verklebten 5 Sgr. = 4 Sgr.) sowie den niederländischen Portoanteil von 2 Sgr. je 15 g = 6 Sgr. Die 2 Sgr. am Unterrand durch Bugspur leicht getroffen; interessanter Brief
3 Sgr. ockerbraun als wertstufengleiche Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 3 Sgr. im Großformat mit 2mal sauber aufgesetztem Bahnpost-L3 "MINDEN / 2 5 / BERLIN" sowie nebengesetztem Stations-L1 "MAGDEBURG" nach Königsberg, handschriftlicher Vermerk "Anhängend Muster ohne Werth", schönes Stück
3 Sgr. graubraun mit DKr. "MAGDEBURG 14 3 66" auf Briefhülle mit handschriftlichem "Einliegend Muster ohne Werth" und Gewichtsangabe "1 9/10" nach Eilsen mit L2 "IM BRIEFKASTEN VORGEFUNDEN". Da der Brief verschlossen war, wie ein normaler Brief behandelt und mit 4 Sgr. nachtaxiert
1817/67 (ca.), über 70 Briefe und Ganzsachen, dabei viele ins Ausland, Misch- und Farbfrankaturen, taxierte Briefe etc.; postgeschichtlich hoch interessantes Material und in dieser Reichhaltigkeit ganz außergewöhnlich
1 Ngr. auf rosa mit 'Sachsenkringel' oben links, breit- bis überandig mit zweitem Versuchsstempel von Chemnitz und nebengesetztem DKr. vom 3.3. (1853) nach Oelsnitz mit handschriftlichem "Anhängend Muster ohne Werth", nachgesandt nach Hof in Bayern. Das Porto für Warenproben innerhalb Sachsens betrug für eine Strecke von 5-15 Meilen und einem Gewicht bis zu 2 Lot 1 Ngr., da zu diesem Zeitpunkt in Bayern keine Portoermäßigung für Mustersendungen bestand, wurde der Brief hier mit 3 Kr. Nachporto belegt; ein interessanter Brief aus dem Wechselverkehr
1856/63, 5 Ngr. karminrot auf glasigem Papier, 2 Einzelwerte, beide voll- bis breitrandig und farbfrisch mit jeweils sauber aufgesetzter Nr. "10" und nebengesetztem DKr. "ANNABERG 21 VIII 63" auf Briefhülle "Anhängend Proben ohne Wert" nach Haarlem. Die Postvereinsgebühr für Warenproben betrug je 2 Lot und über 20 Meilen 3 Ngr., hier 2 5/20 Lot = 6 Ngr., der holländische Portoanteil betrug nach dem Vertrag vom 1.4.1851 je 30 g 2 Ngr., hier entsprechend mit "4 Wfr." vermerkt; eine attraktive und sehr seltene Mehrfachfrankatur dieser Marke, Fotoattest Rismondo BPP
1810/67 (ca.), 30 Briefe und Ganzsachen sowie 2 Vorderseiten, dabei u.a. Ganzsachenausschnitte als Frankatur, Ganzsache mit Zufrankatur, unzureichend frankierte Auslandspost etc.; interessante Partie
1856, kpl. Faltbrief "Muster ohne Werth" mit EKr. "FLENSBURG 21 3 1856" nach Wohlen in der Schweiz, taxiert "4", "18/9" (gestrichen) und "12/3"
1861/67, 5 Briefe mit meist verschiedenen Frankaturen
1853, 3 Kr. auf hellgrautürkis im waagerechten 3er-Streifen, teils leicht berührt, mit dreimal sauber aufgesetzter Nr. "220" und nebengesetztem EKr. "FRANKFURT A.M. 10 JUL 1858" auf kpl. Faltbrief mit handschriftlichem "Anhängend Muster ohne Werth" nach Markterlbach in Bayern
1859/61, 2 Sgr. rosa in Mischfrankatur mit 1862/64, ½ Sgr. orange und 1 Sgr. karminrot, alle gut bis sehr gut geschnitten mit leicht aufgesetzter Nr. "14" und nebengesetztem EKr. "CASSEL 2/12" (1863) auf kpl. Faltbrief "Inliegend Muster ohne Werth" nach Nancy; da verschlossen wie ein Normalbrief behandelt und portogerecht frankiert, schöner Auslandsbrief
1859/61, 15 Kr. braunpurpur in Mischfrankatur mit 2 Stück 1866, 1 Kr. grün, beide einwandfrei durchstochen, als Zufrankatur auf kleinformatigem Ganzsachenumschlag 1 Kr. grün mit Nr. "215" und nebengesetztem EKr. "WIESBADEN 6/1" mit handschriftlichem "Muster ohne Werth" nach Berlin; da verschlossen als Brief der 2. Gewichtsstufe behandelt; recht seltene Darstellung des 18 Kreuzer-Portos
1865, 6 Kr. blau, 2 Einzelwerte mit Nr. "95" und nebengesetztem EKr. "BENSHEIM 25/9" (1866) auf Briefkuvert "Einliegend Farbmuster ohne Werth" nach Brüssel, Frankatur leichte Patina
1866, 1 Kr. grün mit markantem Druckausfall in der rechten oberen Ecke, einwandfrei durchstochen als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 2 Kr. gelb mit über Wertstempel und Marke sauber aufgesetztem Postablage-Ra2 "BODENHEIM / NACKENHEIM" als "Muster ohne Werth" nach Frankfurt. Das Porto für Warenproben innerhalb des taxischen Postbezirkes betrug bis 2 Lot und einer Entfernung von 3-15 Meilen 3 Kr., sign. Opitz und Haferkamp BPP
1822/66 (ca.), 43 Briefe und Ganzsachen, dabei einige ins Ausland gelaufen, diverse Frankaturen und Stempel
1851, 18 Kr. auf violettgrau, Type I, allseits gut gerandet mit DKr. "STUTTGART 12 DEC. 1857" auf Briefhülle mit handschriftlichem "Anhängend Proben ohne Werth" nach Grafslitz / Eger; die Marke rechts unten geringe Bearbeitungsspuren, die Briefhülle in den Faltungen teils leicht getrennt. Eine in dieser Form sehr seltene Einzelfrankatur für Warenproben im Postvereinsgebiet von 2-4 Lot, Fotoattest Thoma BPP
1861, 18 Kr. blau in Mischfrankatur mit 1862, 6 Kr. gelbgrün, beide farbfrisch mit erkennbarer Wappenprägung, jeweils mit zentrischem Kr. "STUTTGART 21 MAI 1864" auf Chargé-Briefhülle mit handschriftlichem "Anhängend Muster ohne Werth" nach Waldmünchen in der Oberpfalz; bei der Frankatur wurden leichte Zahnmängel behoben, sonst einwandfrei; ein attraktiver und in dieser Form sehr seltener Brief; Fotoattest Irtenkauf
1862, 9 Kr. lilarot, farbfrisch und gut gezähnt mit zentrischem DKr. "CANNSTATT 4 MAR. 1863" auf kpl. Faltbrief mit handschriftlichem "Anhängend Muster ohne Werth" nach Pest mit Durchgangsstempel von Wien; die Marke durch Randklebung links unten ganz unwesentlich bügig, sonst einwandfrei; eine in dieser Form seltene Einzelfrankatur, Fotoattest Thoma BPP
1865, 9 Kr. fahlbraun und 6 Kr. blau, beide farbfrisch und gut durchstochen mit Kr. von Schramberg auf Briefhülle "Anhängend Muster ohne Werth" nach Frankreich mit ausgewiesenem Weiterfranko von 12 Kr.; das Porto setzte sich zusammen aus 3 Kr. für eine Warenprobe bis 40 g und dem französischen Portoanteil von 2x6 Kr. je 9/20 Lot; Brieffaltungen außerhalb der Frankatur
1786/1874, 26 meist frankierte Briefe und Ganzsachen, dabei Auslandsbriefe, Einzelfrankatur Mi.-Nr. 21, Ganzsache mit Zufrankatur mit Bahnsegmentstempel "WINTERBACH" etc.; schöne Partie
1868, 1 Gr. karmin und 2 Gr. ultramarin in Mischfrankatur mit Preußen Innendienstmarke 10 Sgr. rosa, die 2 Gr. mit fehlender linker oberen Ecke aufgeklebt, sonst alle farbfrisch und in guter Erhaltung mit jeweils sauberem EKr. "HEILIGENHAFEN 27 2 69" auf kpl. Paketbegleitbrief (Viertelbogen) für ein Paket mit "Probe ohne Wert" über Dänemark nach Engelholm in Schweden mit rückseitigem Durchgangsstempel "KIOBENHAVN OPE". Der Brief ist portogerecht frankiert mit 4 Gr. deutschem Porto, 5 Gr. Seeporto (Mindestgebühr) und 4 Gr. schwedischem Porto. Ein schöner und seltener Auslands-Fahrpostbrief, Fotoattest Mehlmann BPP
1 Kr. grün, 3 Kr. karmin und 7 Kr. grauultramarin mit Thurn & Taxis-EKr. "OFFENBACH 12/10" auf Paketbegleitbrief mit handschriftlichem Vermerk "Muster ohne Werth" nach Neuwied, obwohl innerhalb der Gewichtsgrenze (11 Lot = 183,26 g) als Paket befördert, sehr schöne Dreifarben-Frankatur
1869, Innendienstmarke 10 Gr. mittelbraungrau, 2 Einzelwerte zusammen mit 2 Stück 2 Gr. ultramarin und Einzelwert 5 Gr. ocker auf Paketbegleitbrief-Vorderseite von "BARMEN RITTERSHAUSEN 16 4" nach Ascona in der Schweiz, handschriftlich 'Echantillons sans valeur"; portogerecht frankiert für ein Paket mit einem Gewicht von 8 Pfund und 10 Lot mit 15 Gr. deutschem Porto und 14 Gr. (= 1 Fr. 70 C.) Schweizer Anteil; die 5 Gr. durch Randklebung in der Zähnung ganz gering bestoßen, zwischen der Frankatur Briefbüge; ein seltener Beleg der Auslandsfahrpost, sign. Flemming BPP
1/3 Gr. gelblichgrün mit Ra3 "BRESLAU / STADT-POST-EXPED. No. 5 / 27 5 71" auf blauer vorgedruckter Mustertüte "Proben ohne Werth" nach Unna
1/3 Gr. gelblichgrün (2) mit Preußen-Ra3 "STADT-POST-EXPED. No. 5 / BRESLAU / 22 11 71" auf vorgedrucktem Adressträger "Muster ohne Werth" nach Waldenburg und retour gesandt, neu frankiert mit 1/3 Gr. im waagerechten Paar mit Preußen-Ra3 "WALDENBURG / IN SCHLESIEN / 25 11" nach Breslau, ein Wert der Hinfrankatur fehlerhaft, sonst sind die Marken in einwandfreier Erhaltung, seltenes 2/3 Gr.-Porto für Warenproben bis 80 g sowohl für den Hin- als auch für den Rückweg
1868/70, 10 Briefe und 5 Paketbegleitbriefe mit Vermerken als Mustersendung, aber da verschlossen, als Brief behandelt bzw. als normales Paket, dabei schöne Mehrfachfrankaturen und 2 Briefe in das Ausland
5 C. gelblichgrün und 10 C. braunocker mit EKr. "WEISSENBURG i. ELSASS 13 4 71" mit handschriflichem Vermerk "Pflanzenmuster ohne Werth" auf Brief nach Pest, da verschlossen, als Brief der 1. Gewichtsstufe im Wechselverkehr nach Österreich-Ungarn behandelt, sign. Blecher
1771/1898, Braunschweig bis Württemberg, Sammlung mit ca. 50 "Muster ohne Wert"-Sendungen mit Schwerpunkt bei Vorphila miti verschiedenen Taxen und Gewichtsstufen, Auslandspost, Paketbegleitbriefen, Auslagen-Briefen, kpl. Faltbrief 1771 mit einliegendem Stoffmuster, frankierte Post mit u.a. Dänische Post in Schleswig Holstein und drei Briefe Oldenburg sowie weiteren Besonderheiten, meist in guter Erhaltung
1/3 Gr. grün und ½ Gr. rötlichorange (2) mit Schleswig-Holstein-DKr. "EUTIN 20 7 72" auf amtlichem Postkartenformular als Adressanhänger mit handschriftlichem Vermerk "Seife, Muster ohne Werth" als Warenprobe der 4. Gewichtsstufe nach Rendsburg, Karte leichte Beförderungsspuren
