384. Auction
19–20 & 23–28 September 2024 in Wiesbaden
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- The Gustav Strunk Collections (part III): The Principalities of Lippe, Germany, Europe – collections and single lots (17) Apply The Gustav Strunk Collections (part III): The Principalities of Lippe, Germany, Europe – collections and single lots filter
- Germany, Europe and Overseas – The Dr Jürgen Wiedemann Collection (14) Apply Germany, Europe and Overseas – The Dr Jürgen Wiedemann Collection filter
- Airmail and Zeppelin Mail – inclusive the collection of the Sieger family (part II) (44) Apply Airmail and Zeppelin Mail – inclusive the collection of the Sieger family (part II) filter
- Heligoland – The Hans-Jürgen Borowski Collection (17) Apply Heligoland – The Hans-Jürgen Borowski Collection filter
- German Reichspost – Shield Issues – The Michael Rehme Collection (part III) (391) Apply German Reichspost – Shield Issues – The Michael Rehme Collection (part III) filter
- German Reichspost – Shield Issues 1872–75 – The Dr. Dietmar Kipping Collection (67) Apply German Reichspost – Shield Issues 1872–75 – The Dr. Dietmar Kipping Collection filter
- German Empire – The issues 'Pfennige' and 'Pfennig' – The "Baghira" Collection (139) Apply German Empire – The issues 'Pfennige' and 'Pfennig' – The "Baghira" Collection filter
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Pages
1874, R-Vordruckbrief “Allerh. Handschreiben Ihrer Majestät der Königin-Witwe von Sachsen” als R-Express-Brief als portofreie Königliche Angelegenheit von “DRESDEN POST-EXPEDITION No. 1. 4.12.74” an das Postamt München mit Ankunftsstempel und vorderseitig unten mit Zeitangaben über die Übergabe des Anschreibens sowie nachfolgender Rücksendung des Umschlages nach Dresden mit Ausgabestempel. Der Umschlag mit senkrechter Faltung und Patina, aber in dieser Form recht selten
Ca. 1874/75, Kuvert mit breitem rotem Rand und der Bezeichnung „Bahnhofsbrief“, die Bahnhofsbrief-Umschläge waren vom Absender bzw. Adressaten auf eigene Kosten herzustellen, Proben waren durch Vermittlung der Oberpostdirektionen zu beziehen. Im Druck nahezu identisch mit den frühesten gebrauchten Exemplaren aus der Pfennige-Zeit, ein seltenes ungebrauchtes Exemplar in einwandfreier Erhaltung, signiert Hauenstein
Notiz: Die Sendungsform „Bahnhofsbrief“ wurde erst laut General-Verfügung No 132 des General-Postamts vom 27.5.1874 eingeführt, die Gewichtsgrenze lag wie bei gewöhnlichen Briefen bei 250 g, es bestand Frankaturzwang. Gebrauchte Exemplare sind mit Brustschilde-Frankatur nicht registriert.
1875, Doppelt verwendete Falthülle als Telegraphensache und als eingeschriebene Postsache: Erste Verwendung mit klarem Ra3 „STETTIN STADT-POST-EXP. No 1.A. 6.2.75“ auf hektographierter Faltbriefhülle an die „Kaiserliche Telegraphen-Station zu Bernau“ als portofreie Telegraphensache. Dann zweite Verwendung mit klarem Ra3 „BERNAU R.B. POTSDAM 9.2.75“ auf der gewendeten Falthülle als eingeschriebene portofreie Postsache mit erstem R-Zettel „Eingeschrieben No.“nach Berlin mit Ankunftsstempel. Die Briefhülle durch die Doppelverwendung mit Faltbügen, sonst in guter Erhaltung, in dieser Form mit zwei verschiedenen Varianten der Portofreiheit ein Unikat
Incoming Mail: 1890, Freimarken Königin Victoria 10 Pfennig und waagerechtes Paar 5 Pfennig je mit Stempel “HELIGOLAND 10.8.1890 als tarifgerechte Frankatur auf Briefkuvert nach Frankfurt mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung. Ein dekorativer Brief vom Letzttag der Gültigkeit aller Helgoland-Marken, signiert A. Diena, A.Bolaffi, Giulio Bolaffi und Köhler
Notiz: Im deutsch/britischen ”Vertrag über die Kolonien und Helgoland" vom 1.7.1890 (in Kraft getreten am 10.8.1890) trat England die Insel Helgoland an Deutschland ab, nachdem es im Tausch dagegen die Schutzherrschaft über Wituland in Ostafrika sowie das Ngamy-Gebiet in Südwestafrika erhielt. Weiter verpflichtete sich Deutschland, die (vorgesehene) englische Schutzherrschaft über das bis dato selbstständige Sultanat Sansibar (mit den Inseln Sansibar und Pemba) anzuerkennen. Durch Gesetz vom 15.12.1890 wurde Helgoland dem Deutschen Reich, durch ein preußisches Gesetz vom 18.2.1891 an Preußen angegliedert.
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit kleinen Wertziffern im Format A, sauber mit DKr. “ARNSBERG 1.1.72” nach Berlin mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit kleinem Eckfehler, ansonsten in einwandfreier Erhaltung. Sehr seltene Ganzsache vom ERSTTAG, Fotoattest Sommer BPP (1988)
Provenienz: 21. Joachim Erhardt-Auktion (1989) Fritz Kirchner (336. Heinrich Köhler-Auktion, 2009)
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit kleinen Wertziffern im Format A mit tarifgerechter Zufrankatur 1 Groschen karmin und 2 Groschen blau je mit DKr. “GROSS-ROSEN 22.8.72” als Brief der 2. Gewichtsstufe bis 250 g nach Basel mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit leichten Beförderungsspuren im Rand, die beiden farbfrischen Marken sind in einwandfreier Erhaltung. Dekorative und nicht häufige Frankatur-Kombination mit Destination Schweiz
Brief von Hoffmann von Fallersleben: Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit kleinen Wertziffern im Großformat mit DKr. “HOXTER 5.3.7” mit rückseitiger, farbiger Verschlusssiegel “FÜRSTLICHE BIBLIOTHEK CORVEY” an den Verleger Theodor Eberling in Hamburg mit Ankunftstempel in guter Gesamterhaltung.
Notiz: August Heinrich Hoffmann von Fallersleben verfasste am 26.August 1841 auf Helgoland “Das Lied der Deutschen”, dessen dritte Strophe heute die Nationalhymne Deutschland ist. Wegen seines Eintretens für ein einheitliche Deutschland und seiner liberalen Haltung wurde Hoffmann 1842 von der preußischen Regierung Pensionslos seiner Professur enthoben. Ein Jahr später entzog man ihm die preußische Staatsbürgerschaft und verwies ihn des Landes. ab 1860 war er Bibliothekar der fürstlichen Bibliothek von Corvey. Zum Beginn des Deutsch-Französischen Krieges ließ der Verleger Ebeling in Hamburg Hoffmanns “Deutschland über alles” drucken
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit kleinen Wertziffern im Großformat mit EKr. “LEIPZIG P.A. No. 2 N2 10.4.75” nach Berlin mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit Beförderungsspuren, ansonsten in guter Gesamterhaltung. Eine sehr späte Aufbrauchsverwendung als 10 Pfennig-Umschlag im ersten Halbjahr 1875
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit kleinen Wertziffern im Großformat mit klarem EKr. “BERLIN POST-EXPED. 13 10.1.72” nach Greifswald mit Ausgabestempel. Der Umschlag mit senkrechter Faltung, sonst in einwandfreier Erhaltung. Interessante Verwendung mit dem bisher frühesten registriertem Verwendungsdatum dieser Ganzsache, Fotoattest Brugger BPP (2012)
Roter F(ranco)-Stempel von Hannover als ideale und einzige registrierte Entwertung auf Brustschilden: Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern im Format A mit rotem Franco-Stempel “HANNOVER F. N3 27.12.72” als glasklare zentrische Entwertung des Wertstempels als Paketbegleitbrief mit Röteltaxe “2(1)” (Groschen) nach Northeim mit vorderseitigem Packkammer-Stempel, ein zweiter klarer roter F-Stempel beigesetzt zur Bestätigung der Barzahlung der verbleibenden 2 Groschen Paketporto. Seltene Teilbarfrankatur zum Minimalsatz von 3 Groschen für ein 8 Pfund schweres Paket über 5 bis 10 Meilen (2. Progressionssatz) im Tarif bis zum 31.12.1873. Ein in dieser Verwendungsform einmaliger Umschlag und bis auf verklebte rückseitige Öffnungsfehler in einwandfreier Erhaltung mit äußerst attraktiver roter Entwertung, Brustschild-Seltenheit, Register der roten Entwertungen Nr. 50
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern im Format A mit Mecklenburg-Schwerin L2-Stempel "BOLTENHAGEN 8.9. nach Reinfeld mit Ausgabestempel und gebührenfreie Nachsendung. Der Umschlag mit leichten Beförderungsspuren und Patina, ansonsten in guter Gesamterhaltung. Recht seltene Entwertung von dieser temporären Postanstalt während der Badesaison
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern im Großformat mit klarem EKr. “BAHNHOF GLÜCKSTADT Z3 17.5.1873” nach Kiel mit Ausgabestempel in einwandfreier Erhaltung. Der alte Schleswig-Holstein-Stempel in dänischer Stempeltype ist auf Belegen zur Brustschildzeit sehr selten, Fotoattest Brugger BPP (1996)
Brustschild-Ersttags-Drucksache mit Ganzsachenausschnitt: Ganzsachenausschnitt ⅓ Groschen, farbfrisch und allseits mit weißem Rand, aus Ganzsachen-Streifband Ausgabe 1872 mit kleinem Adler stammend mit DKr. “BRESLAU 1.1.72” auf Faltdrucksache mit Inhalt (datiert 31.Dezember 1872) nach Myslowitz mit Ausgabestempel. Die Faltdrucksache mit Falt- und Beförderungsspuren, der Ganzsachenausschnitt war gelöst und hat geringfügige Behandlungsspuren, nicht repariert. Eine außergewöhnliche Verwendung vom ERSTTAG und bisher einzig registrierter Beleg mit einem Ganzsachenausschnitt, eine große Brustschild-Seltenheit, Fotoattest Sommer BPP (1998)
Provenienz: 297. Heinrich Köhler-Auktion (1998) 347. Heinrich Köhler-Auktion (2012)
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit tarifgerechter Zufrankatur 2 Groschen grauulultramarin je mit klarem DKr. “AACHEN 10.3.73” nach Mitau, Russland mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit senkrechter Faltung, die farbfrische Marke ist in einwandfreier Erhaltung. Eine dekorative Kombination aus der bekannten “De Bernardy”-Korrespondenz nach dem heutigen Lettland
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern im Format A mit wertstufengleicher Zufrankatur Ganzsachenausschnitt 1 Groschen mit kleinen Wertziffern mit übergehendem EKr. “GOETTINGEN 22.12.(73)” nach Clarens, Schweiz mit Ankunftsstempel. Der Ganzsachenausschnitt entlang der Randlinien geschnitten und der Umschlag mit leichten Altersspuren, ansonsten in guter Gesamterhaltung. Eine dekorative und in dieser Kombination seltene Verwendung, Fotoatteste Hennies BPP (1980) und Brugger BPP (1999)
Provenienz: 60. H. Mohrmann-Auktion (1980) 33. Joachim Erhardt-Auktion (1995)
Ganzsachenumschlag 1 Groschen mit großen Wertziffern im Format A mit wertstufengleicher Zufrankatur 1 Groschen karmin mit Rahmenstempel “KÖNIGSBERG i./PR. STADT-POST 1 5.2.73” nach Bern mit Ankunftsstempel. Der Umschlag mit Patina, die farbfrische Marke ist in einwandfreier Erhaltung, Fotobefund Sommer BPP (2001)
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit kleinen Wertziffern im Format A mit DKr. “REHBURG 5.5.(74)” an "Dem Königlichen Corvetten-Capitain Herrn Stenzel" (S.M.S. Albatros) an seine Hoteladresse in Kiel mit Ausgabestempel. Die S.M.S. Albatros kehrte am 30.4.1874 von Ihrer Mission als Stationär in der Karibik bzw. an der Ostküste Südamerikas nach Kiel zurück. Der Umschlag mit Beförderungsspuren im Rand, sonst in guter Gesamterhaltung. Nicht häufiger Marine-Schiffspost-Brief an die Marinestation in Kiel aus der bekannten Stenzel-Korrespondenz, Fotoattest Brugger BPP (2001)
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit kleinen Wertziffern im Format A mit Zufrankatur 2 Groschen grauulultramarin je mit NDP-EKr. “GROSS-ROSENBURG 1.10.1875” (II/1871 eröffnet) als R-Brief mit frühem zweitem R-Zettel “Gr. ROSENBURG Eingeschrieben No.7.” nach Magdeburg mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung. Dekorativer R-Brief mit später Verwendung in 2. Halbjahr 1875
Provenienz: Martin-Wolfgang Sommer (112. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2011)
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit kleinen Wertziffern im Großformat mit wertstufengleicher Zufrankatur Ausgabe 1875 10 Pfennige karmin je mit DKr. “NORDENBURG 8.3.75” nach Königsberg mit Ausgabestempel. Die Ganzsache und die Marke mit waagerechter Druckspur und Patina, ansonsten in guter Gesamterhaltung
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit großen Wertziffern im Format A mit klarem Hufeisenstempel “KÖNIGSBERG i. PR. P.A.OSTBHF. 26.JAN.75” (Spalink 20-2) als ungenügend frankierter Brief mit handschriftlichem Vermerk “Kastbf” nach Davos mit Ankunftsstempel. Das Porto für unzureichend frankierte Briefe bis zum 30.6.1875 betrug 50 Rappen. Davon wurde ein Groschen (= 10 Pfennig) mit 12 Rappen (Blaustiftvermerk “12”) abgerundet mit 10 Rappen angerechnet und 40 Rappen Nachporto belastet (Rötelvermerk “40”). Dazu Blaustiftvermerk “30” (Rappen), für den an die deutsche Reichspostverwaltung zu vergütender Portoanteil. Eine interessante Aufbrauchsverwendung mit Nachporto und Destination Schweiz
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit großen Wertziffern im Format A mit sehr klarem Hufeisenstempel “KÖNIGSBERG i. PR. P.A.OSTBHF. 9.JAN.75” (Spalink 20-2) nach Berlin mit Ausgabestempel in einwandfreier Erhaltung, sehr schöne Aufbrauchsverwendung im 10 Pfennig-Tarif
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit großen Wertziffern im Format A mit Zufrankatur Ausgabe 1875 20 Pfennige blau je mit klarem EKr. “BRESLAU ** PA. 1 9.10.75” als R-Brief bis 15 g mit frühem zweitem R-Zettel “Breslau 1 Eingeschrieben No. 282” an den Lotterieeinnehmer Michael Deutschmann nach Oels mit Ausgabestempel in einwandfreier Erhaltung. Sehr dekorative, farbfrische Währungs-Mischfrankatur und in dieser Kombination selten
Notiz: Der Lotterieeinnehmer Michael Deutschmann war der Ururgroßvater des Historikers, Publizisten und Schriftstellers Golo Mann und Urgroßvater von Katja Pringsheim, Ehefrau des Literatur-Nobelpreisträgers Thomas Mann
Ganzsachenumschlag 1 Groschen ohne Überdruck mit großen Wertziffern im Format B mit zwei Einzelmarken 1 Groschen karmin als tarifgerechte Zufrankatur je mit EKr. “BERLIN W P.A.9 ** 29.1.75” auf R-Brief im Ortsverkehr bis 250 g mit frühem R-Zettel “Eingeschrieben No.” und rückseitigem Ankunftsstempel. Der Umschlag mit Falt- und Beförderungsspuren und eine Marke mit teils kurzen Zähnen, ansonsten in guter Gesamterhaltung. Im neuen Tarif ab dem 1.1.1875 betrug das Porto für Ortsbriefe in Berlin bis 250 g 10 Pfennig und die R-Gebühr 20 Pfennig, in Kombination mit Brustschildmarken sind R-Ortsbriefe im neuen Sondertarif sehr selten
Provenienz: 285. Heinrich Köhler-Auktion (1995) Peter Hansen (6. Dr. Derichs Berlin-Auktion, 2011)
Ganzsachenumschlag 3 Kreuzer ohne Überdruck im Format A mit Württemberg-Stempel “K. WÜRTT. BAHN-POST 14.VIII…Z72” und rotem Aufgabevermerk “Eyach” nach Calw mit handschriftlichem Blaustiftvermerk “ungültig” und Tax-Vermerk “7” (Kreuzer). Die 3 Kreuzer wurden als Porto nicht anerkannt, da das württembergische Eyach keine Eisenbahn-Grenzstation zu Hohenzollern als Teil des Deutschen Reichspostgebiets war. Der Brief wurde somit als unzureichend frankierter Brief mit 7 Kreuzer belastet. Interessante Fremdverwendung mit Nachporto
Ganzsachen-Streifband ⅓ Groschen mit klarem Hufeisenstempel “KÖNIGSBERG PR.P.A. 17.JULI.74” (Spalink 20-1) nach Berlin, rückseitig mit kleiner Fehlstelle, sonst in guter Gesamterhaltung
Ganzsachen-Streifband ⅓ Groschen mit klarem Hufeisenstempel “HAMBURG I.A. 16.DECBR.73” (Spalink 17-4) an die Firma D. H. Wätjen & Co. in Bremen in guter Gesamterhaltung
Notiz: Christian Heinrich Wätjen übernahm 1858 die Reederei D.H. Wätjen & Co. von seinem Vater. Die Reederei verfügte damals über 18 Segelschiffe mit insgesamt 14.200 BRT. Der Baumwolltransport und in der Petroleumfahrt kamen als lukrative Geschäftsbereiche hinzu. Ein Segelschiff beförderte, abhängig von seiner Größe, zwischen 4.000 und 6.000 Barrel. Unter Christian Heinrich Wätjen wurde die Reederei zur weltweit größten privaten Segelschiffsreederei und seine Schiffe waren auf allen Weltmeeren unterwegs.
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit klarem Rahmenstempel “Aus Schweden per Stralsund” und rückseitig viel Text mit Datierung “Malmö 7.Aug.74” nach Wittichenau in guter Gesamterhaltung (leichte Altersspuren). Der Stempel wurde für an Bord des Dampfers “Oscar” auf der Linie von Malmö nach Stralsund benutzt. Aus der Brustschildzeit sind bisher nur ganz wenige Karten bekannt, eine Stempelseltenheit, Fotoattest Krug BPP (2017)
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit klarem Hannover-EKr. “SCHAPEN 7.1.(73)” nach Gravenhorst in einwandfreier Erhaltung, seltene, frühe Verwendung vom 7. Tag
Ganzsachenkarte ½ Groschen zweimal recht klaren Rahmenstempel “Aus… PER DAMPFSCHIfF 29.1.(74)”, dabei einmal mit handschriftlichem Aufgabe-Vermerk “Wollin” in Blau, adressiert nach Stettin in einwandfreier Erhaltung. Interessante Karte mit Schiffsbeförderung im Stettiner Haff und dekorative Verwendung mit diesem nicht häufigen Anlandestempel aus Stettin
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit klarem blauen Preußen-DKr. “WILTINGEN 5.8.74” im Wechselverkehr nach Diekirch, Luxemburg mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung, seltene, blaue Entwertung Provenienz: Dr. Gerald Mus (365. Heinrich Köhler-Auktion, 2017)
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit klarem Mecklenburg Schwerin-L1 “MALCHOW” als 5 Pfennig-Aufbrauchsverwendung mit rückseitiger Datierung vom 17.1.1875 nach Schwerin in guter Gesamterhaltung, sehr späte Nachverwendung mit diesem auf Brustschilden sehr seltenen Stempel
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit klarem Oldenburg-DKr. “LASTRUP 6.7.(74)” nach Oldenburg in einwandfreier Erhaltung, recht seltene Nachverwendung
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit Rahmenstempel “ZWICKAU I. SACHSEN P.E.No.1 1.1.75” nach Nürnberg mit Ankunftsstempel in guter Gesamterhaltung. Nicht häufige Aufbrauchsverwendung als 5 Pfennig-Karte mit Stempel vom Währungsersttag
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit nachträglicher Zufrankatur kleiner Schild rötlichorange je mit Rahmenstempel “OCHTRUP 19.9.(74)” als tarifgerechte wertstufengleiche Mischfrankatur im Grenzrayon nach Oldenzaal mit vorderseitigem Ankunftsstempel. Das Porto für Postkarten betrug wie für Briefe bis 15 g im Grenzrayon 1 Groschen. Der Vorname des Textilfabrikanten H(ermannus) P(hilippus) Geldermann wurde korrigiert, die Karte ist wie die farbfrische Marke in einwandfreier Erhaltung. Eine außergewöhnliche Frankatur-Kombination zwischen kleiner und großer Schild, bisher sind nur ganz wenige Karten im Grenzrayon mit Destination Niederlande bekannt, eine Brustschild-Seltenheit, Fotoattest Krug BPP (2012)
Provenienz: 60. HBA-Auktion (2012)
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit tarifgerechter Zufrankatur ½ Groschen orange und 1 Groschen karmin je mit Rahmenstempel “CPELN STADT-POST-EXPED. No. 2 7.3.73” als 2 Groschen-Porto mit rotem Handstempel “P.D.” nach Lüttich in einwandfreier Erhaltung. In der Periode bis zum 30.6.1875 betrug das Porto für Postkarten wie Briefe bis 15 g nach Belgien 2 Groschen. Eine dekorative und nicht häufige Auslandspostkarte mit Destination Belgien
Provenienz: Friedhelm Hohnstädt (74. Auktion Württembergisches Auktionshaus, 2000) Peter Hansen (6. Dr. Derichs Berlin-Auktion, 2011)
Ganzsachenkarte ½ Groschen mit Zufrankatur großer Schild ½ Groschen orange und waagerechtes Paar 1 Groschen karmin je mit EKr. “STOLP I. POM. 15.10.73” als Eilboten-Karte nach Berlin mit Ankunftsstempel in einwandfreier Erhaltung, sehr dekorative Karte mit Zufrankatur
