343 / März 2011
343. Heinrich Köhler Auction
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Seiten
Faltbrief von "RATZEBURG 25 3 1850" über Lauenburg nach Hannover, links unten vermerkt "frey Grenze" und in rot "Artbg" für das hannoversche Grenzpostamt Artlenburg, dazu Faltbrief von "RATZEBURG 28 1 1854" nach Hannover, mit blauem EKr. "LANDBOTE 30 1", links Vermerk "frei Gränze", in Rötel taxiert "2" sowie 2x "2 1/2" für die Landzustellgebühr Hannover, zwei interessante und einwandfrei erhaltene Briefe
Faltbriefhülle von "HARTLEPOOL MY 17 1852" über London und Altona nach Carlshütte, taxiert "13", sign. Carl H. Lange
FIRE R.B.S. gelblichbraun im waagerechten 3er-Streifen, allseits vollrandig mit Nummernstempel "6" und EKr. "APENRADE 21.9.1854" auf Brief nach Rostock, in Rötel taxiert "2 3/4", davon 2 SGr. für Dänemark und 3/4 SGr. für Mecklenburg-Schwerin, diese Sonderregelung zwischen Dänemark und Mecklenburg-Schwerin galt nur für frankierte dänische Briefe, ein schöner und sehr interessanter früher frankierter Auslandsbrief, sign. Möller BPP mit Fotoattest
Postvorschußbrief von Ploen nach Bockenem mit handschriftlichem Aufgabevermerk "Ploen 3/2", sowie "Postvorschuß 1 Th. 22 s R.M.", darunter "27 3/4 Sgr." (wertgleich in preußischen SGr.) und "4" (SGr.). Postvorschuß insgesamt also "31 3/4" wie handschriftlich mit schwarzer Tinte vermerkt, "37" in Rötel taxiert. Taxierungen in violetter Tinte "1 Th. 9 Sgr. 10 SPf", rückseitiges Siegel "SIGIL OPIDI PLOENENSIS", ein seltener Brief mit Taxierungen in 4 Währungen
Faltbrief von "CHRISTIANSFELDT 17 5 1856" nach Pressburg, in Tinte taxiert "9/13", irrtümlich wurde statt des Herkunftsstempels "Aus Dänemark" der schwedische Herkunftsstempel abgeschlagen, zufällig ist ein weiterer Brief vom gleichen Tag mit diesem Irrtum bekannt, ein interessanter Brief
4 S. orangebraun im waagerechten 3er-Streifen mit Nummernstempel "6" auf Brief mit nebengesetztem EKr. "AABENRAA 16 8 1856" nach Boizenburg, in Rötel "3/4" für den mecklenburgischen Anteil taxiert, ein schöner Brief in einwandfreier Erhaltung, sign. Carl H. Lange und Fotoattest Möller
Faltbrief von Altona nach Rheims mit aptiertem DKr. "ALTONA 23 8 56" sowie seltenem Transitstempel "DÄNEMARK R. 1", gute Erhaltung
Faltbrief von "SCHWARZENBECK 8 3 1858" nach Ober-Marschhacht, rückseitig blauer Transitstempel "ARTLENBURG 8 3", dieser Brief wurde nicht wie üblich über Hamburg, sondern von Lauenburg nach Artlenburg über die Elbe befördert, leichte Alterungsflecken, ein nicht häufiger Brief für diesen Beförderungsweg zwischen Dänemark und Hannover, sign. Carl H. Lange
4 S. orangebraun mit Nummernstempel "168" auf Faltbrief mit nebengesetztem DKr. "BAHNHOF ALTONA Z1 25 4" nach Lockwisch, violetter Leitvermerk "via Lübeck" und diverse Taxierungen, links "1 1/2" in Rötel, sowie in blau "2 1/2" für das Gesamtporto, Marke Schnittmängel und Brief kleine Flecken, dennoch ein postgeschichtlich interessanter Teilfranko-Brief in den mecklenburg-schweriner Postvereinsbezirk.
8 S. grün im waagerechten Paar allseits gut gerandet mit Nummernstempel "10" und nebengesetztem EKr. "BURG 26 9 1859" auf Faltbrief nach Calmar, rechte Marke rechts außen unauffälliger Bug geglättet, ein schöner Brief, sign. Debo BPP und Fotoattest Nielsen
16 S. gräulichviolett, zwei Einzelwerte je knapp- bis vollrandig mit Nummernstempel "124" auf Faltbriefhülle mit nebengesetztem EKr. "NEUMÜNSTER 7 11 1859" nach Magdeburg, links oben "9" als dänischer Anteil taxiert, links unten wurde der Brief etwas ergänzt, eine seltene 32 Sk.RM Frankatur in guter Erhaltung, Fotoattest Nielsen
4 S. braun im senkrechten 5er-Streifen und Einzelwert 1854 2 S. blau, allseits voll- bis breitrandig, mit Nummernstempel "121" auf Faltbrief mit nebengesetztem blauen EKr. "KIEL 27/7 1860" nach Hamm. Der Postbedienstete hat den mit 20Sk. um 2 Sk. unterfrankiert eingereichten Brief unrichtig mit "11/9" (=20Sk.) taxiert, "ungenuegend frankirt Kegelmann" notiert und dann 2 Sk nachfrankiert. Damit war der Brief richtig taxiert und frankiert. Wohl im Transit in Hamburg wurde die Taxierung gestrichen, der preussische Anteil mit "3" SGr. notiert und in blauer Schrift "fr" vermerkt. Durch die obere Marke senkrechter Bug und kleiner Vortrennschnitt zwischen der 2. und 3. Marke, eine attraktive und seltene Darstellung einer 22 Sk.-Frankatur und zudem postgeschichtlich hochinteressant, Fotoattest Möller BPP
Farblos geprägter Zierbrief von "AHRENSBÖCK 7 12 1860" nach Schönberg, einige Stockflecken, sonst in guter Erhaltung
4 S. braun in Mischfrankatur mit Preußen 1858 3 Sgr. gelborange, beide Marken farbfrisch und allseits gut gerandet, mit Nummernstempel "168" bzw. DKr. "HAMBURG 21 7" auf Umschlag nach Dresden, vorder- und rückseitig diverse Transit- sowie der Ankunftsstempel, ein seltener und schöner Brief mit minimalen Alterungsspuren, Fotoattest Möller BPP
Provenienz: John Boker jr.
Umschlag von "KIEL 22 3 1862" über Hamburg mit rotem EKr. "HAMBURG PAID MÄRZ 23 1862" nach London mit vorderseitigem Transit- und Ankunftsstempel, gute Erhaltung
Umschlag von Holstein mit Aufgabestempel "Elmsh.-Itzeh.Ebn.Post Bur. 14 5 1862" nach Avülly bei Genf, in blau taxiert "4/9/6" sowie in Rötel "65", schöner Brief in guter Erhaltung, sign. Carl H. Lange
1861 Ganzsachenumschlag 1 Gr. rosa mit Aufgabestempel "BLANKENESE 2/7" nach Bad Rehburg mit blauem Transitstempel "AUS DAENEMARK.", rückseitig blauer Ankunftsstempel "REHBURG 3 7", die fehlenden 2 Sgr. für die Strecke Hamburg-Rehburg oben links zweimal in blau bzw. Rötel taxiert, ein schöner und seltener Teilfranko-Brief mit ausländischen Postwertzeichen
Provenienz: John Boker jr.
16 S. gräulichviolett, allseits gut gerandet mit Nummernstempel "122" und nebengesetztem blauen EKr. "LÜTJENBURG 7 7 1862" als Teilfranko auf Umschlag nach Berlin, vorderseitig Herkunftsstempel "Aus Dänemark" und rückseitig diverse Transitstempel, neben der Marke Taxierung "13/9" sowie Namenszeichen des Postbediensteten und "16/6s" (16s frankiert und 6s bar-franco) sowie in Rötel "3" als Portoanteil für Preußen, eine ungewöhnliche Darstellung der 22 Sk.RM. Gebühr und unseres Wissens Unikat, ausführliches Fotoattest Möller BPP
Umschlag von Holstein mit Aufgabestempel "Elmsh.-Itzeh.Ebn.Post Bur. 21 7 1862" über Vevay nach Oron, in blau taxiert "4/9/6", schöner Brief in guter Erhaltung, sign. Carl H. Lange
Faltbrief von "NEUSTADT 24 7 1862" nach Neu-Buckow, mit Vermerk "frei" sowie taxiert "4/4" und in Rötel "1", rückseitig diverse Transitstempel, gute Erhaltung
4 S. braun im waagerechten 4er-Streifen, die beiden rechten Marken oben berührt, sonst voll- bis breitrandig mit Nummernstempel "16" und nebengesetztem EKr. "FLENSBURG 22/8 1862" auf Umschlag nach Kadesjö mit Transitstempel "MALMÖ 25 8 1862", frankierte Auslandsbriefe aus den Herzogtümern nach Schweden sind selten, gute Erhaltung
2 S. blau, 16 S. gräulichviolett und 1858 4 S. braun, mit Nummernstempel "169" und nebengesetztem blauen EKr. "KIEL BAHNHOF 20 12" auf Umschlag an einen Militärdienstleistenden in Mainz, Marken teils mit leichten Schnittmängeln und Umschlag mit einigen kleinen Altersfleckchen, eine seltene und interessante Darstellung der 22 Sk.RM Gebühr, Fotoattest Nielsen
Eingeschriebener Umschlag von "FLENSBORG 11/4" nach Plauen mit rotem Herkunftsstempel "Aus Dänemark" sowie Ra1 "FRANCO" und "Recomandirt.", handschriftlicher Vermerk "franco 13/17", interessanter und sehr dekorativer Brief in guter Erhaltung
16 S. gräulichviolett, zwei Einzelwerte je allseits breitrandig mit Nummernstempel "16" und nebengesetztem EKr. "FLENSBORG (29 5)" auf Faltbrief via Ostend nach Birmingham, links unten Taxierung "21/9" sowie in Rötel "5", Gesamtgebühren 30 Sk.RM., frankiert wurden 32 Sk.RM. Meistens konnten nur 4 Sk. oder ein vielfaches davon korrekt frankiert werden, denn nur die größeren Postämter hatten ab dem 1.1.1861 2 Sk. Marken für die Frankierung von Ortsbriefen, die rechte Marke rechts leicht bräunlich, frankierte Briefe aus den Herzogtümern nach England aus der "dänischen Zeit" sind selten
2 S. blau, 8 S. grün und 16 S. gräulichviolett sowie 1863 4 S. rötlichbraun mit aptiertem Nummernstempel "170" und nebengesetztem Aufgabestempel "HOLST.EISENB.POST SP. BUREAU Z2 14.11" auf Faltbriefhülle nach Amsterdam, links unten in Rötel taxiert "5" sowie Ra1 "FRANCO", eine sehr seltene und äußerst attraktive 4-Farben-Frankatur nach den Niederlanden, sign. Möller BPP mit Fotoattest (AIEP)
1863, 4 S. rötlichbraun im waagerechten Paar mit Nummernstempel "113" und nebengesetztem EKr. "ALTONA 18 11" auf Faltbriefhülle nach Grabow, ein schöner Brief in guter Erhaltung
Schleswig-Holstein 1864 1¼ S. eng gewellter Grund geklebt über Dänemark 1863 4 S. rötlichbraun mit Nummernstempel "113" und nebengesetztem EKr. "ALTONA 26.3. (1864) 5-6N" auf Umschlag nach Wandsbeck. In Holstein/Lauenburg waren dänische Marken seit dem 1.3.1864 nicht mehr gültig, in Schleswig dagegen erst an dem 1.4.1864. Der Absender hat den Brief mit der dänischen Marken beim Postamt in Altona eingeliefert und dort wurde dann die neue Marke über die jetzt nicht mehr gültige geklebt. Die obere Marke oben mit Schnittmängeln, ein faszinierender Brief der eindrucksvoll das Ende der dänischen und den Beginn der deutschen Postverwaltung belegt, Fotoattest Jakubek und Möller BPP
4 S. rötlichorange mit Nummernstempel "2" auf Faltbrief mit nebengesetztem, aptierten Stempel "HAMBURG 24/2 8-9A" nach Schleswig. Die beiden (inzwischen ehemaligen) dänischen Marken waren nur noch zwischen dem 23. und 29.2.1864 gültig, ein sehr seltener Brief der 2. Abteilung des Stadtpostamtes in guter Erhaltung, dazu ein Brief mit noch nicht aptiertem Stempel vom 6.2
1¼ S. grauultramarin mit klarem DKr. "HANERAU 28 4 65" auf Umschlag nach Plön, Marke mit Schnittmängeln, Ortsstempelentwertungen auf dieser Marke sind sehr selten, ein schöner Brief
1864, 1¼ S. olivgrün, zwei Einzelwerte in seltener wertstufengleicher Mischfrankatur mit 1865 1¼ S, olivgrün mit DKr. "RENDSBURG 29 5 65" auf Faltbriefhülle nach Glückstadt, außerdem ist dies die früheste bekannte Verwendung der Michelnummer 9. Laut ausführlichem Fotoattest Möller "...Die Marken wurden bereits im April/Mai 1865 auf Vorrat gedruckt, damit Ersatz vorhanden war, wenn die ab Ende Dezember in allen drei Herzogtümern gültige Michel-Nr. 4 verbraucht war. In Rendsburg mit seinem hohen Postaufkommen war dieses offenbar am 29.5 vormittags der Fall. Der Postkunde benötigte drei Marken a 1¼ S. und erhielt die letzten beiden Exemplaren der Michel.-Nr. 4 und das erste Exemplare der Michel.-Nr. 9..." Ein Unikat von höchstem postgeschichtlichem Interesse in einwandfreier Erhaltung
1864, 1¼ S. eng gewellter Grund im waagerechten Paar, knapp bis vollrandig geschnitten mit Nummernstempel "146" und rotem nebengesetzten Aufgabestempel "WANDSBECK 5/3 1864" auf Doppelbriefvorderseite nach Flensburg, frühe Verwendung, gute Erhaltung
1¼ S. grauultramarin auf weit gewelltem Grund, farbfrisch und allseits voll- bis breitrandig mit Nummer "168", einwandfrei, Fotoattest Engel BPP
1¼ S. mittelgrauultramarin, allseits voll- bis breitrandig mit aptiertem Nummernstempel "170" und nebengesetztem EKr. "HOLST.E.B.P Sp.B. 3.ZUG 26.5" auf Faltbrief nach Glückstadt, leicht umgefaltet sonst in einwandfreier Erhaltung, Fotoattest Möller BPP
4 S. karminrot mit Nummernstempel "10" und nebengesetztem DKr. "BURG 1 7 64" auf Faltbrief nach Pinneberg, Marke mit kleiner Schürfung rechts, dennoch ein schöner Brief, sign. Carl H. Lange
1¼ S. olivgrün mit Federzugentwertung auf Briefvorderseite nach Visby-Mölle, es sind eine Reihe ähnlicher Briefvorderseiten nach Visby-Mölle bekannt, vermutlich stammen diese aus Briefsammlungsstellen entlang der Bahnlinie Ribe-Tondern, gute Erhaltung
1 1/4 S. mittelblau/weißrosa diagonal halbiert mit Nr. "168" und beigesetztem EKr. "HOLST.E.B.P.Sp.B. 22.10 Zug." auf Faltbrief von Ottensen nach Hamburg, gute Erhaltung, sign. und Fotoattest Bühler
