345 / September 2011
345. Heinrich Köhler Auction
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5 Neugroschen rostbraun im waagerechten Paar, allseits sehr breit- bis überrandig, jeder Wert zentrisch sauber entwertet durch Nr. "50" HOHENSTEIN, Luxus, zweifellos das schönste Paar dieser seltenen Farbe, sign. Kruschel und Fotoattest Rismondo BPP
Provenienz: Sammlung Tomasini (1982)
5 Neugroschen rostbraun, der einzigartige 4er-Block, allseits breitrandig und farbfrisch mit mehrfach abgeschlagenem Nummernstempel "3" DRESDEN-NEUSTADT; senkrechte Bugspur bzw. Aufklebeknitter geglättet sowie kleine aufgerauhte Stelle. Gebrauchte 4er-Blocks der 5 Neugroschen-Marke sind allergrößte Seltenheiten, wir haben nur einen weiteren (in der c-Farbe) registriert; dieser Block in der seltenen rostbraunen Farbe gehört zweifellos zu den großen Seltenheiten des Sammelgebietes; sign. Drahn
Provenienz: 'Romanow' (1976)
10 Neugroschen milchblau, allseits breit- bis überrandige rechte untere Bogenecke mit freistehendem Eckwinkel, entwertet durch Nummer "2" LEIPZIG; links unten ganz schwache schräge Eckbugspur, sonst tadellos, schönes Stück, sign. Grobe und Fotoattest Rismondo BPP
10 Neugroschen milchblau im waagerechten Paar, voll- bis meist breitrandig, sauber entwertet durch Nr. "1" DRESDEN, Kabinett, sign. HK
10 Neugroschen milchblau im 4er-Block, sehr schön farbfrisch und voll- bis breitrandig, jeder Wert einzeln sauber und zentrisch entwertet durch Nr. "65" HERRNHUT; links im Markenzwischenraum 2,5 mm Vortrennschnitt, oben links minimaler Farbabrieb, sonst in völlig einwandfreier Erhaltung; zweifellos das schönste der wenigen bekannten Blockstücke dieser Marke; Fotoattest Hunziker (1966) und Rismondo BPP
Provenienz: 72. Ebel-Auktion (1966)
10 Neugroschen blau auf glasigem Papier im waagerechten 4er-Streifen, allseits voll- bis breitrandig und farbfrisch, ungebraucht mit Originalgummi; eine schöne und sehr seltene Einheit, nach dem 5er-Streifen aus der Boker-Sammlung größte ungebrauchte Einheit dieser Marke, sign. Kruschel und Fotoattest Rismondo BPP
Provenienz: Maurice Burus (1964), Sammlung Tomasini (1982)
6 handgezeichnete Essays im Nennwert von 2 Neugroschen, dabei einmal im Großformat, sonst Markenformat, bis auf ein Stück alle auf Bildgröße geschnitten und auf Unterlage geklebt; einmaliges Ensemble
Probedrucke von Giesecke & Devrient 3 Pfennige - 2 Neugroschen und 5 Neugroschen in grau, je im senkrechten Paar, teils vom Unterrand, 2 Neugroschen zwischen den Werten leicht gefaltet, wie immer ungummiert, Pracht
3 Pfennig bis 5 Neugroschen komplett in Bogen zu 100 Werten, postfrisch (ganz wenige ungebraucht), Bogenränder teils etwas fehlerhaft und meist einmal senkrecht gefaltet, 5 Neugroschen einige Werte bügig
3 Pfennige grün im senkrechten Paar mit DKr. "NEUSCHÖNEFELD 15 AUG. 67" auf Streifband der 2. Gewichtsstufe nach Tarnowitz, gewendet und mit preußischer Frankatur Wappen 4 Pfennig grün im waagerechten Paar mit Ra2 "TARNOWITZ 16 8" zurück nach Neuschönefeld; aus optischen Gründen umgefaltet; eine interessante und seltene 'Grüne Frankatur'
3 Pfennige grün im waagerechten Paar mit klaren DKr. "HAYNICHEN 24/6 65" auf Streifband nach Marienbad in Österreich, über den Marken zusätzlich frankiert mit österreichischer Zeitungs-Stempelmarke 1 Kreuzer blau mit klarem DKr. "MARIENBAD 25/6"; das Streifband durch Öffnen vorderseitig eingerissen, jedoch außerhalb der Frankatur; eine sehr seltene und attraktive Frankatur
½ Neugroschen orange im waagerechten 6er-Streifen mit mehrfach sauber aufgesetztem Bahnpoststempel "ZWICKAU=SCHWARZENBERG 25.III Z VI"; der linke Wert oben einige kurze Zähne und der rechte Wert senkrechte Bugspur; größte bekannte gebrauchte Streifeneinheit dieser Marke, Fotoattest Rismondo BPP
½ Neugroschen orange mit klarer Nr. "145" auf vorder- und rückseitig aufwendig geprägtem Zierbrief von "GÖSSNITZ 20/IX 65" nach Altenburg; kleiner Siegelfleck, sonst sehr schöne Erhaltung
1/2 Neugroschen rötlichorange, 2 Ngr. blau und 3 Neugroschen gelbbraun mit Nr."48" auf Telegramm-Umschlag mit nebengesetztem Doppelkreisstempel "BISCHOFSWERDA 6 II" als Charge-Brief nach Hilgersdorf in Österreich (ca. 10 km von Bischofswerda entfernt) mit Transitstempeln von Schlukenau und Hainspach. Da der Empfangsort nicht in Sachsen lag, war der Brief um 1/2 Neugroschen unterfrankiert, entsprechend erhob die österreichische Post 1/2 Ngr. Ergänzungsporto sowie 1 Ngr. Zuschlagsporto, umgerechnet "8" Neukreuzer, die vom Empfänger eingezogen wurden. Bei der 3 Ngr.-Marke fehlt unten ein Zahn, der Falz der Rückklappe teils getrennt und hier gestützt. Ein in dieser Form außerordentlich seltenes Formular; signiert Grobe und Fotoattest Rismondo BPP.
Provenienz: 140. Grobe-Auktion (1968)
1 Neugroschen lebhaftlilarot im waagerechten 6er-Streifen, farbfrisch und gut gezähnt mit DKr. "CHEMNITZ 15 DEC. 66" auf Briefstück, dieses war durch die mittlere Zähnung leicht gefaltet; größte bekannte gebrauchte Streifeneinheit dieser Marke, Fotoattest Rismondo BPP
1 Neugroschen rosa im waagerechten 5er-Streifen mit Ra2 "CHEMNITZ 14 XII*67" auf Reco-Briefhülle nach Lauban mit nebengesetztem violettem Zackenkranzstempel; der Streifen in der Zähnung teils leicht gestaucht und 2 Werte durch Randklebung im Unterrand leicht und unauffällig fehlerhaft; eine seltene Streifen-Frankatur
1 Neugroschen karmin, 3 Einzelwerte zusammen mit 2 Neugroschen ultramarin und 3 Neugroschen braun mit jeweils sauber aufgesetztem DKr. "LEIPZIG 11/VII 64" auf Reco-Briefhülle der 2. Gewichtsstufe nach Leitmeritz in Österreich; das Kuvert rückseitig mit flächigem Reklame-Druck der Fa. C. Hesse, Kunst-Anstalt für Metachromatypie; die obere 1 Neugroschen zwei kurze Zähne, geringe Patina; eine in dieser Form seltene Dreifarben-Frankatur im Postverein
3 Neugroschen braunorange und 5 Neugroschen dunkelgrauviolett mit Ra. "DRESDEN 28 XII 66" auf eingeschriebenem Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe nach Fulda "in der preußischen Provinz Hessen" mit taxischem Ankunftsstempel; ein attraktiver Brief, Fotobefund Rismondo BPP
5 Neugroschen graublau im waagerechten 3er-Streifen, farbfrisch und gut gezähnt mit sauberem Ra3 "LEIPZIG DRESD:BAHNH. 1. III 65" auf Briefstück, eine seltene Einheit, sign. Kruschel
5 Neugroschen grauviolett im waagerechten 4er-Streifen, farbfrisch und gut gezähnt, sauber entwertet durch kleinen DKr. "LEIPZIG 13 XII 66"; eine außerordentlich seltene Einheit des Höchstwertes der Wappenausgabe, Kabinett, Fotoattest Rismondo BPP
5 Neugroschen violett mit 3 Neugroschen braun und 1 Neugroschen rosa mit DKr. "LEIPZIG 19 JAN. 67" auf Briefhülle der 3. Gewichtsstufe nach Wien mit Ankunftsstempel, durch die 3 Neugroschen unauffällige Bugspur; attraktive Dreifarben-Frankatur mit dem Höchstwert, sign. HK
'Post-Anweisung', grünes Formular frankiert mit Wappen 2 Neugroschen blau mit Nr. "105" und nebengesetztem Aufgabestempel "STREHLA 2/VII 66" über einen Betrag von 15 Thalern nach Zeisholz bei Königsbrück mit rückseitiger Auszahlungsquittung; der Umschlag außerhalb der Frankatur gefaltet. Frankierte Post-Anweisungen zählen zu den großen Seltenheiten der Sachsen-Philatelie, es sind kaum ein halbes Dutzend bekannt
Sächsischer Telegramm-Umschlag frankiert mit Thurn und Taxis 1859/61, ¼ Silbergroschen rötlichorange (2) und 2 Silbergroschen dunkelrosa sowie 1862/64, 3 Silbergroschen ockerbraun mit Nr. "291" und nebengesetztem EKr. "GERA 24 1 1864" an Caroline von Hessen-Homburg "Fürstin Regentin von Reuß" in Greiz mit rückseitig voll erhaltenem roten Lacksiegel "K.S. TELEGRAPHEN-BUREAU GERA"; die 2 Silbergroschen unauffällige Schürfung rechts und eine ¼ Silbergroschen zwei kleine Randrisse, sonst gute Erhaltung. Ein außerordentlich seltenes Stück und mit der interessanten Adresse von besonderem Reiz; sign. Starauschek
SAMMLUNG PROBEDRUCKE ETC.: 1851/63 (ca.), Partie Probedrucke, Marken bzw. Einheiten aus Revisionsbogen sowie von Abzügen der unbrauchbar gemachten Platten und Hirschfeldsche Essay-Nachdrucke, insgesamt etwa 170 Werte
54 FOTOS
SAMMLUNG MARKEN: 1850/67, ungebrauchte und gestempelte reichhaltige Sammlung, beginnend mit 12 Stück Nr. 1 (teils Randstücke) mit diversen Entwertungen, dabei u.a. der blaue EKr. von Altenburg; danach viele ungebrauchte und gebrauchte Einheiten, dabei gestempelte Viererblocks der Nr. 2II und 3; gestempelte 4er-Streifen der Nr. 11 und 13, Farb- und Mischfrankaturen auf Briefstücken, Gerichtsstempel von Eibenstock, etc.; sehr schönes und interessantes Objekt; diverse Atteste und Befunde Rismondo BPP
43 FOTOS
SAMMLUNG BRIEFE: 1851/67, rund 70 fast ausschließlich frankierte Briefe beginnend mit 2 "Restfrankaturen" der Nr. 1, daneben Mehrfach-, Bunt- und Mischfrankaturen, Nachsendefrankaturen, 'Muster ohne Werth', Einschreiben etc.; sehr interessante Partie, teils mit Beschreibungen aufgezogen
79 FOTOS
SAMMLUNG WECHSELVERKEHR: 1852/80, aufgezogene Sammlung von rund 80 Briefen (wenige Briefteile) von und nach Sachsen, dabei viele Reco-Briefe, 'Muster ohne Wert', Farb-und Mehrfachfrankaturen, unterfrankierte Briefe, 'Aus Sachsen', etc.
929 FOTOS
STEMPELSAMMLUNG: Sammlung von über 1200 meist frankierten Briefen sowie rund 350 losen Marke und Briefstücken, dabei viele Friedrich-August-Briefe mit Vollgitterstempeln, u.a. von " GRUENA b. CHEMNITZ" und "WILDENTHAL", viele bessere Nummernstempel wie"43" WESENSTEIN, "88" FROHBURG a. Wappen, "162" PANSCHWITZ, "168" SCHÖNBERG, "202" KRÖGIS, "206" JÄGERSGRÜN und "208" KLOSTERLAUSNITZ, daneben einige Auslandsbriefe, Reco-und Paketbegleitbriefe, Farb-und Mehrfachfrankaturen, etc.; ein außerordentlich reichhaltiges und hochinteressantes Objekt
"89" GROSS-SCHÖNAU sauber auf Preußen Wappenausgabe 6 Pfennig orange, etwas unregelmäßig durchstochen, eine recht seltene Fremdentwertung
"217" HAINSBERG-DEUBEN, 4 klare Abschläge auf Wappen ½ Neugroschen im waagerechten Paar und 2 Einzelstücke 1 Neugroschen auf Briefkuvert mit nebengesetztem Ra3 vom 14.7.1865 nach Berlin, bei einer 1 Neugroschen in der Zähnung Gummi teils etwas durchschlagend, sonst gute und attraktive Erhaltung
"AUSGABE X.. 13 II", DKr. auf waagerechtem Paar 3 Pfennige grün, links leicht berührt, sonst vollrandig auf Briefstück (aus optischen Gründen etwas hinterlegt), selten
"AUSGABE", EKr. bzw. DKr. auf 10 Werten Johann bzw. Wappen, dabei 5 Briefstücke
CHEMNITZ: 6-Punkt-Versuchsstempel, klar und zentrisch auf Friedrich August 1 Neugroschen, allseits sehr schön breitrandig, rechts oben unauffälliger Bug mit kleinem Randspalt; ein sehr schönes Stück dieser Stempel-Seltenheit, sign. Grobe mit Attest und Fotoattest Rismondo BPP
CHEMNITZ: 6-Punkt-Versuchsstempel, klar und sauber zentrisch abgeschlagen auf Preußen 1850, 2 Silbergroschen auf blau, als nachträgliche Entwertung auf ursprünglich unzureichend entwerteter Marke, rechts leicht angeschnitten, sonst voll- bis breitrandig. Der ohnehin außerordentlich seltene Stempel stellt als Fremdentwertung auf dieser Marke eine große Seltenheit sowohl der sächsischen als auch der preußischen Philatelie dar; altbekanntes Stück und Unikat; Attest Opitz und Fotoattest Rismondo BPP
Provenienz: Sammlung Baldus (1959)
"LEIPZIG", Ovalstempel vom 8. bzw. 11.10.1843 auf 2 Zierbriefen einer Familienkorrespondenz mit grünem bzw. goldenem gedrucktem Zierrand nach Königsberg, letzterer als Paketbegleitbrief mit vorderseitigem Packkammerstempel
"MARIENBERG i/ SACHSEN 7/9 73", Ablöse-R3 auf Großer Schild ½ Groschen orange und 5 Groschen ocker auf gelbem Telegramm-Kuvert mit nebengesetztem schwarzen Zackenkranzstempel "Recomandirt" nach Olbernhau mit Ausgabestempel; die 5 Groschen unauffällige Knitterspuren und dadurch 2 kleine Randspalte; ein attraktives und sehr seltenes frankiertes Formular
