345 / September 2011
345. Heinrich Köhler Auction
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Seiten
22 FOTOS
DIVERSE EUROPÄISCHE LÄNDER: 1853/70 (ca.), 22 frankierte und unfrankierte Briefe, dabei Dreifarben-Frankatur Dänemark, "K.B. aus SCHWEDEN", Niederlande 3 Stück Nr. 2 auf Brief etc.
GROSBRITANNIEN: 1854/66, 2 unfrankierte und 9 unfrankierte Briefe, dabei 2 Einschreiben, Paar Nr. 12 auf Brief, Nr. 7 mit Zufrankatur auf Brief etc.
BRASILIEN: 1854/61, Coloridos 430 Réis gelb im senkrechten Paar vom linken Bogenrand, voll- bis breitrandig mit sauberem Punktstempel auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe von Rio de Janeiro über Frankreich und Aachen nach Leipzig mit rückseitigem Ausgabestempel; eine schöne und sehr seltene Mehrfachfrankatur
1850, Verticais 90 Réis im senkrechten Paar und 10 Réis im waagerechten 6er-Block mit DKr. "PORTO ALEGRE" rückseitig auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe 1853, über Rio de Janeiro, England und Aachen nach Kahla mit nebengesetztem roten "SEEBRIEF PER ENGLAND UND AACHEN" sowie diversen Transitstempeln; der Brief war für die gesamte Strecke bezahlt, jedoch nur mit dem Inlandsporto frankiert, das in bar bezahlte Restporto setzt sich zusammen aus 52 Neugroschen Seeporto Rio-England, 6 Neugroschen englischem Transit, 2 Neugroschen belgischem Transit und 6 Neugroschen Vereinsgebühr, insgesamt 66 Neugroschen bzw. (wie notiert) 65 3/4 Silbergroschen (irrtümlich korrigiert in 63 3/4); der Block der 10 Réis beim Öffnen des Kuverts zerrissen, dennoch eine attraktive und seltene Übersee-Frankatur
DÄNISCH WESTINDIEN: 1865, kompletter Portobrief von "ST. THOMAS A JU 29 65" über London nach Eybau mit Transit- und Ausgabestempeln; das Porto betrug seit der Erhöhung vom 1.1.1865 1 Sh. für das Seepostporto bis England, 3 P. britischer und belgischer Transit (insgesamt 13 Silbergroschen) sowie 3 Neugroschen Vereinsgebühr; "16" Neugroschen wurden vom Empfänger eingezogen
GUATEMALA: 1867, kompletter Brief von "GUATEMALA CORREOS 16 NOV. 1867" (schwacher blauer DKr.) nach Limbach mit vorderseitigem "PANAMA TRANSIT" sowie rotem Ra. "FRANCO"; der Brief war im Inland mit 2 Reales bezahlt, das britische Seeporto, britischer und preußischer Transit sowie das Vereinsporto in Höhe von insgesamt 26 Neugroschen wurden vom Empfänger eingezogen
JAMAICA: 1860/70, 1. Ausgabe 1 P. blau, 3 Einzelwerte zusammen mit Paar 2 P. rosa, 3 P. grün und 2 Einzelstücke 1 Sh. braun mit Nummernstempel "A56" auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe von "KINGSTON OC 10 66" über London und Aachen nach Herrnhut; eine 1 P. leicht eckrund und eine 2 P. senkrechter Aufklebeknitter, sonst gute und frische Erhaltung; eine außerordentlich seltene Farbfrankatur und sicherlich einer der besten Briefe Jamaicas (SG 1-3, 6)
PERU: 1855, kompletter Brief mit blauem Ovalstempel "FRANCA TACNA" mit Leitvermerk "via Panama & England" nach Limbach; der Brief war bis zum Ausschiffungshafen in Peru bezahlt, vom Empfänger waren 20 Neugroschen Seeporto bis England, 4 Neugroschen englischer und belgischer Transit sowie 3 Neugroschen Vereinsporto (= 27 Neugroschen) zu bezahlen
USA: 1852, "AMERICA ÜBER BREMEN 9½/3", roter L3 mit nebengesetztem Ra. "NOT PAID" auf Faltbrief von "NEW-YORK MAR 31" nach Limbach; vom Empfänger wurden insgesamt "12 5/10" Neugroschen eingezogen; eine außerordentlich seltene Stempelkombination, Fotoattest Van der Linden BPP
1852, Brief der 2. Gewichtsstufe von New York mit handschriftlichem Vermerk "sofort zu bestellen" nach Plauen und nachgesandt mit klar aufgesetztem EKr. "PLAUEN 3 OCT. 52" nach Leipzig mit nebengesetztem Ra2 "2 Neug Expres"; der Brief war mit 42 Cent bis England bezahlt, hinzukam das englische Seeporto von 6 Neugroschen, 2 Neugroschen belgischer Transit sowie 6 Neugroschen Vereinsporto und 3 Pfennig Zustellgebühr in Plauen, also gesamt 143 Pfennig, welche rückseitig notiert sind und vom Empfänger eingezogen wurden; vom Empfänger in Leipzig wurden schließlich 2 Neugroschen für die Weiterbeförderung und 2 Neugroschen Express-Gebühr eingezogen. Ein interessanter und ungewöhnlicher Brief
1862, kompletter Portobrief von "NEW ORLEANS NOV 29 1862" über Southampton, Calais, Paris und Aachen nach Limbach mit klarem Verrechnungsstempel "F./38" sowie rückseitig rotem "AUS FRANKREICH PER AACHEN"; vom Empfänger wurden "10" Neugroschen erhoben; Fotoattest Van der Linden BPP
31 FOTOS
TRANSATLANTISCHE POST: 1851/77 (ca.), 31 unfrankierte und frankierte Briefe, meist aus den USA, jedoch auch einige aus Mexiko, Chile, Kuba, Brasilien und Argentinien; dabei einige schöne Frankaturen, diverse Transitstempel und Leitwege, Forwarded-Belege etc., fast alle ausstellungsmäßig aufgezogen und detailliert beschrieben, eine bemerkenswerte Sammlung
10 Neugroschen dunkelblau, allseits breit- bis überrandig, oben mit kleinem Teil der Nebenmarke (links unten winziger Randspalt außerhalb des Markenbildes), mit leicht aufgesetzter Nr. "1" auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe von "DRESDEN 17 III 62" nach Brüssel mit ausgewiesenem Weiterfranko von 4 Neugroschen (= 40 Centimes); ein sehr seltener Brief und zweifelsfrei eine der schönsten Einzelfrankaturen der 10 Neugroschen; sign. Georg Bühler mit Fotoattest (1979)
DÄNEMARK: Wappen 2 Neugroschen blau und 3 Neugroschen braun mit DKr. "LEIPZIG 26 AUG. 64" auf Briefhülle nach Kopenhagen; aufgrund des 2. Schleswig-Holsteinischen Krieges und die dadurch bedingte Unterbrechung des Postverkehrs über Hamburg erfolgte die Beförderung über Berlin und Lübeck, entsprechende rückseitige Transit- und Ankunftsstempel, ganz gering fleckig
FRANKREICH: Johann 10 Neugroschen blau im unregelmäßigen 6er-Block zusammen mit 2 Neugroschen auf dunkelblau, alle voll- bis meist breitrandig und sehr schön farbfrisch, sauber entwertet mit Nr. "82" auf großformatiger eingeschriebener Briefhülle der 8. Gewichtsstufe (zweifellos Gerichtsakten enthaltend) mit sauber nebengesetztem EKr. "SCHWARZENBERG 2 3 60" an "Monsieur Perras Advocate, Lyon" mit handschriftlichem Vermerk "Mit Retour Recepisse" und Leitvermerk "via Baden"; aufgrund seiner Größe war der Brief in früheren Zeiten umgefaltet, daher außerhalb der Frankatur 2 senkrechte Briefbüge. Zweifellos eine der spektakulärsten Frankaturen Sachsens; es sind nur drei 6er-Blocks dieser Marke bekannt, von diesen ist dieser zweifellos der schönste und darüber hinaus der einzige in einwandfreier Erhaltung; auf Brief die größte bekannte Einheit dieser Marke und Unikat
Provenienz: 77. Shanahan-Auktion (Dublin, 1958), Anderegg (1966; Zuschlag DM 60.000,-)
Johann 5 Neugroschen dunkelrostbraun, allseits breit- bis überrandig mit Teilen von 3 Nachbarmarken mit voll- bis breitrandiger 2 Neugroschen auf blau, mit Nr. "2" auf kleinem Damenbrief von "LEIPZIG 31 XII 57" über Aachen und Belgien nach Manchester mit vorderseitigem roten "LONDON PAID"; ein außergewöhnlich schöner Brief mit der seltenen Farbe, sign. Pfenninger und Fotoattest Pröschold BPP
GROSSBRITANNIEN: Wappen 5 Neugroschen graublau, 2 Einzelwerte zusammen mit 2 Neugroschen blau mit Ra3 "LEIPZIG DRESD:BAHNH. 2 III * 65" auf recommandierter Briefhülle der 2. Gewichtsstufe nach London mit vier verschiedenen Reco-Stempeln, dabei Kronestempel "PRUSSIA REGISTERED", sehr schöne Erhaltung
IRLAND: Wappen 5 Neugroschen graublau mit DKr. "LEIPZIG 17 AUG. 66" auf Briefkuvert über London nach Belfast mit Ankunftsstempel, leichte Zahnverkürzungen
NIEDERLANDE: Johann 5 Neugroschen ziegelrot in schöner frischer Farbe und allseits breit- bis überrandig mit Nr. "2" auf Briefhülle von "LEIPZIG 30 IX 58" nach Amsterdam; Brieffaltung die Marke nicht tangierend; ein sehr schöner Brief, sign. Kruschel
NIEDERLANDE: Johann 5 Neugroschen ziegelrot, 2 Einzelwerte zusammen mit 2 Neugroschen auf blau, die 5 Neugroschen oben teils minimal in der Randlinie berührt, sonst alle voll- bis breitrandig mit Nr. "2" auf recommandierter Briefhülle der 2. Gewichtsstufe von "LEIPZIG 23 III 59" nach Amsterdam; der niederländische Portoanteil von "20" Cents (= "4" Neugroschen) ist vorderseitig ausgewiesen; ein in dieser Form sehr seltener Auslandsbrief in schöner Erhaltung
Johann 10 Neugroschen blau, voll- bis breitrandig, rechts unten winziger Eckbug außerhalb des Markenbildes, mit Nr. "46" auf Briefhülle der 2. Gewichtsstufe von "PLAUEN 15/XI 60" nach Amsterdam; eine seltene und attraktive Einzelfrankatur dieser Marke
NIEDERLANDE: Johann 10 Neugroschen hellblau, 2 Einzelwerte 2 Neugroschen auf blau und 1 Neugroschen auf rosa, teils leicht berührt, jedoch meist voll- bis breitrandig, mit Nr. "53" auf Briefhülle der 3. Gewichtsstufe von "MEERANE 1 XII 57" nach Den Haag. Der abfertigende Postbeamte taxierte den Brief zum Schaden des Absenders um ein 1 Neugroschen zu hoch: Der Portosatz für die 3. Gewichtsstufe betrug nämlich 9 Neugroschen Vereinsporto plus 30 Cents (= 5 Neugroschen) internes niederländisches Porto, der Postbeamte verdreifachte jedoch einfach den normalen Portosatz von 5 Neugroschen pro Loth und wies auch das Weiterfranko entsprechend mit 6 statt 5 Neugroschen aus; in den Niederlanden wurden zunächst fälschlicherweise "20" Cent Inlandsporto ausgewiesen, diese jedoch anscheinend sofort in "30" korrigiert. Durch die 1 Neugroschen verläuft ein unauffälliger waagerechter Bug, diese auch zwei kleine Randrisse, etwas Patina; ein interessanter Brief mit ungewöhnlicher Frankatur
NORWEGEN: Johann 3 Neugroschen auf gelb im waagerechten 3er-Streifen, voll- bis überrandig und in leuchtend frischer Farbe zusammen mit ½ Neugroschen auf grau sowie Wappen 3 Pfennige grün, mit Nr. "2" auf komplettem Faltbrief von "LEIPZIG 17 XI 57" nach Bergen; die Beförderung von Briefen nach Norwegen erfolgte ab November aufgrund der dann eingestellten direkten Dampfschiffverbindung über Dänemark und Schweden; das Porto setzte sich zusammen aus 3 Neugroschen Vereinsporto, 2 Neugroschen dänischem Transit, 2½ Neugroschen schwedischem Transit sowie 2¼ Neugroschen norwegischem Porto. Ein attraktiver und außerordentlich seltener Brief
Johann 5 Neugroschen ziegelrot, 3 Einzelwerte, davon 2 Stück voll- bis breitrandig mit 2 Neugroschen auf blau und 3 Neugroschen auf gelb mit Nr. "2" auf eingeschriebenem Faltbrief der 2. Gewichtsstufe von "LEIPZIG 23/XII 57" nach Warschau; eine seltene portogerechte 20 Neugroschen-Farbfrankatur mit 6+2 Neugroschen Vereinsporto sowie 2mal 6 Neugroschen polnischen Porto, da für die Recommandation das Briefporto verdoppelt wurde
Johann 10 Neugroschen dunkelblau, voll- bis breitrandig, lediglich oben durch Randklebung kleine Kerbe in der äußeren Randlinie, zusammen mit 1 Neugroschen auf rosa mit Nr. "2" auf recommandierter Briefhülle der Lesser-Korrespondenz von "LEIPZIG 2/VII 60" nach Warschau; durch die 1 Neugroschen leichter Briefbug
Provenienz: 140. Köhler-Auktion (1953)
Johann 10 Neugroschen blau, allseits breit- bis überrandig, oben mit Teil der Nachbarmarke, in Mischfrankatur mit Wappen 1 Neugroschen karminrosa, mit sauberem DKr. "LEIPZIG 10/X 64" auf eingeschriebener Briefhülle nach Warschau mit rückseitigem Durchgangsstempel von Berlin Anhalterbahnhof sowie rotem Eingangsstempel; ein phantastisch frischer Brief mit seltener Mischfrankatur
Provenienz: Gaston Nehrlich (65. Köhler- Auktion 1930)
5 Neugroschen graublau und 1 Neugroschen karmin mit DKr. "CHEMNITZ 1/II 65" auf Faltbrief nach Pilica bei Kattowitz mit rückseitigem Bahnpoststempel "GÖRLITZ/KOHLFURT"
Wappen 5 Neugroschen graublau, 2 Einzelwerte mit 1 Neugroschen karmin mit Ra2 "LEIPZIG 14 VIII 65" auf recommandierter Briefhülle nach Warschau, Frankatur leicht gummifleckig
Johann 1 Neugroschen auf rosa, 2 Neugroschen auf blau und 3 Neugroschen auf gelb, alle voll- bis breitrandig und sehr schön farbfrisch, im Streifen geklebt mit sauberer Nr. "210" auf rückseitig nicht ganz kompletter Briefhülle von "BUCHHOLZ B. ANNABERG 11/4 61" nach Moskau mit rückseitigen Bahnpost- und Ankunftsstempeln; eine seltene und ausgesprochen attraktive Tricolore
Johann 10 Neugroschen dunkelblau und 1 Neugroschen auf rosa mit DKr. "DRESDEN 31/I 63" auf Reco-Kuvert nach Stotopol bei Novo Mirgorod im Gouvernement Cherson mit Transitstempeln von Nowosielitza und Nowomirdorod; beide Werte leicht berührt, jedoch bei der 10 Neugroschen aufgrund der darüber klebenden 1 Neugroschen unsichtbar. Das Porto setzt sich zusammen aus 3 Neugroschen Vereinsporto, 2 Neugroschen Reco-Gebühr sowie 3 Neugroschen russisches internes Porto plus 3 Neugroschen russische Recommandationsgebühr (Verdoppelung des gewöhnlichen Briefportos); ein sehr schöner Brief, Fotoattest Brettl/Schmitt
Wappen 5 Neugroschen graublau im waagerechten Paar mit 2 Neugroschen blau, mit jeweils sauber aufgesetzter Nr. "36" auf Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe von "EIBENSTOCK 20/I 66" nach Zaragoza, portogerecht frankiert nach der Verordnung von 1864 mit 2mal 2 Neugroschen Vereinsporto sowie 2mal 4 Neugroschen französischer Transit und spanisches Inlandsporto; ein schöner und seltener Auslandsbrief
CHINA: Johann 10 Neugroschen blau, 5 Neugroschen ziegelrot, 1 Neugroschen auf rosa und ½ Neugroschen grau zusammen mit Wappen 3 Pfennige grün, alle farbfrisch und meist gut gerandet, die beiden Höchstwerte voll- bis meist breitrandig, mit Nr. "2" auf dreiseitig geöffnetem Briefkuvert von "LEIPZIG ... VIII 56" mit Leitvermerk "Via Trieste" nach Canton mit vorderseitigem Transitstempel von Alexandria sowie rückseitigen Transitstempeln von Prag und Hongkong. Das Porto setzte sich zusammen aus 3 Neugroschen Vereinsporto sowie ausgewiesenen 13 7/10 Neugroschen Weiterfranko, davon 9 österreichische Kreuzer Seeporto bis Alexandria sowie 30 österreichische Kreuzer britisches Seeporto, welches vorderseitig als 1 Schilling in rot als bezahlt notiert wurde. Ein spektakulärer und außerordentlich früher Brief mit sehr seltener 5-Farben-Frankatur nach China; sehr schöne Erhaltung; sign. Alberto Diena
CHINA: Wappen 5 Neugroschen graublau im ursprünglichen 3er-Streifen mit ½ Neugroschen orange und 1 Neugroschen karmin mit Ra3 "LEIPZIG DRESD:BAHNH. 9/IX * 66" auf komplettem Faltbrief mit handschriftlichem Leitvermerk "via Trieste pr. Overland Mail" nach Shanghai mit rückseitigem Durchgangsstempel von Triest, Taxstempel "15/52" in kursiver Type, Durchgangsstempel von Hongkong und Ankunftsstempel des britischen Postamtes in blau; in Alexandria wurde für den britischen Seeportoanteil eine 1 Schilling grün zugeklebt, sauber entwertet durch Ovalstempel "B01" von Alexandria mit nebengesetztem Datumsstempel vom 17.9.; der Brief leicht gefaltet, einmal durch die Zähnung des Streifen verlaufend, 2 Werte durch Randklebung in der Zähnung etwas bestoßen; ein außerordentlich attraktiver und sehr seltener Brief, sign. Sorani
Provenienz: Sammlung Antonini (1983)
INDIEN: Johann 5 Neugroschen ziegelrot, 3 Einzelwerte mit ½ Neugroschen auf grau und 3 Einzelwerten 3 Pfennige grün, jeweils mit sauberem DKr. "DRESDEN NEUST. 20 XII 62" auf kleinem, dreiseitig geöffnetem Briefkuvert an einen Major der britischen Highlander in Peschawar an der Grenze zu Afghanistan und nachgesandt nach Sialkot. Der Brief wurde befördert über Triest und Alexandria, hier für das britische Seepostporto frankiert mit 1 Schilling grün, entwertet mit "B01", weiter mit der Overland-Mail nach Suez und mit englischem Schiff nach Indien; diverse Transit- und Verrechnungsstempel, eine 5 Neugroschen durch Randklebung etwas stärker fehlerhaft, doch insgesamt sehr schöne und für den langen Weg erstaunlich gute Erhaltung
Das Highlander-Regiments wurde in Peschawar von Juli bis November 1862 von einer Cholera-Epidemie heimgesucht, bei der 60 Soldaten, 4 Offiziere, 13 Frauen, 12 Kinder und der Kommandeur Colonel McDonald starben. Daraufhin übernahm der Empfänger dieses Briefes, Major Burroughs übergangsweise das Kommando bis zum Eintreffen von Colonel Sisted. Am 30. Dezember 1862 wurde die Einheit der Highlander nach Sialkot verlegt.
KAP DER GUTEN HOFFNUNG: Wappen 5 Neugroschen graublau und 2 Neugroschen blau, je 2 Einzelwerte zusammen mit 3 Pfennig grün mit Nr. "81" auf Briefkuvert von "SCHANDAU 1 II 65" über Preußen, Belgien und England mit vorderseitigem rotem "LONDON PAID FE 3 65" an eine Missionsstation bei Queenstown mit rückseitigem klarem roten Ankunftsstempel; das Porto betrug seit 1.4.1863 14¼ Groschen bis zum Anlandehafen, das Inlandsporto von "1d" wurde vom Empfänger eingezogen; die obere Rückklappe fehlt, sonst für einen Brief nach Schwarzafrika in sehr schöner und frischer Erhaltung, sign. Pröschold BPP mit Fotoattest
Provenienz: 238. Köhler-Auktion (1983)
NIEDERLÄNDISCH INDIEN: Johann 10 Neugroschen blau mit ½ Neugroschen auf grau und 2 Einzelwerten 3 Neugroschen auf gelb, die 10 Neugroschen und ½ Neugroschen etwas berührt, sonst alle Werte voll- bis teils überrandig mit Nr. "2" auf Faltbrief der 1. Postvereins- und 2. britischen Portostufe, also unter 1 Loth und über ½ Unze Gewicht, von "LEIPZIG 23 MAI 63" über Triest und Alexandria mit vorderseitigem roten Durchgangsstempel, per Overland-Mail via Suez nach Batavia, Java. Hier taxiert für die Strecke ab Singapur mit dem einfachen niederländischen Portosatz von "25" Cents; rückseitig Transitstempel von Triest sowie Taxstempel "15" und "15/52"; ein sehr schöner und attraktiver Brief in ursprünglich frischer Erhaltung
