343 / März 2011
343. Heinrich Köhler Auction
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Pages
DIENSTMARKEN: 1916, Wappen 15 Pfg. im waagerechten 6er-Block aus der rechten oberen Bogenecke, dabei 4 Werte mit schräg versetztem Doppeldruck (bei 2 Werten nur teilweise und unbewertet), sign. Pfenninger (Mi. 800,-+)
1919, "Volksstaat" 20 Pfg. im waagerechten 3er-Streifen mit Oberrand (dort Falzrest), senkrechte Zähnung fast kpl. fehlend (Teil der Perforationslöcher sichtbar), postfrisch mit leichtem Gummibug, sonst Pracht
PORTOFREIHEITSMARKEN: 1920, 3-30 Pfg., postfrisch, Kabinett, sign. Pfenninger, ex Dr. Rueger
10-60 Pfg., postfrisch, Kabinett, sign. Helbig BPP, ex Dr. Rueger
PORTOMARKEN: 1870, Wz. enge Rauten: 1 Kr. schwarz, drei Werte, einer davon mit Plattenfehler "V von VOM verstümmelt", mit blauem EKr. "MÜNCHEN 11 JAN" auf Faltbrief an den Hoftheater Kassier, Marken etwas unfrisch, ein interessanter Brief
1888, 3 Pfg. gelbgrau und 10 Pfg. gelbgrau im senkrechten 3er-Streifen als Nachportogebühr auf unfrei aufgegebener Orts-R-Nachnahme mit EKr. "REGENSBURG 14 FEB 06" und nebengesetztem Portokontrollstempel "PORTO-CONTROLE REGENSBURG 2 Bhf.", das Porto setzt sich aus 3 Pfg. für den Ortsbrief plus 20 Pfg. Nachnahme plus 10 Pfg. Versicherungsgebühr zusammen, seltene Portorate
TELEGRAFENMARKEN: 1870, 50 Fr. grau, farbfrisch mit guter Zähnung, sauber ungebraucht, bis auf zwei kleine Stockflecken in einwandfreier Erhaltung, eine seltene Marke in überdurchschnittlicher Qualität, Fotoattest Schmitt BPP, ex Dr. Rueger
GANZSACHEN: 1910, Doppelkarte 10 Pfg., ungebraucht, Kabinett
STEMPEL: "BAHNHOF MÜNCHEN 18 May / Chargé", roter EKr. sauber und voll auf 6 Kr. blau, oben angeschnitten, sonst voll- bis überrandig, auf kleinem Briefstück
Neudruck des Urdruckes: 1/2 Sch. auf lebhaftbraunviolett im waagerechten 6er-Block, allseits voll- bis breitrandig, postfrisch, Kabinett, sign. Georg·Bühler
1861, Probedruck 1 1/2 Sch. auf dunkelgelb, allseits breitrandig, ungebraucht mit Originalgummi, Kabinett, sign. Decker
Probe-Urdruck 1½ Sch. auf gelbem, dickem Papier, 4er-Block vom unteren Bogenrand, allseits voll- bis breitrandig, ungebraucht, die beiden unteren Werte postfrisch, mehrfach sign., u.a. Köhler und W. Engel BPP sowie Bloch mit Attest
Moens'scher Korrekturabzug 1 1/2 SCHILLINGE im waagerechten Paar mit Normalmarke, ungebraucht, etwas fleckig, sign. Schlesinger und Georg Bühler
1861, Beiderstädtisches Wappen ½ Sch. auf blau, 2 Einzelwerte, beide voll- bis breitrandig, teils mit Zwischenlinien, mit sauberem Strichstempel auf Briefhülle der Lindenberg-Korrespondenz nach Hamburg mit sauberem Aufgabestempel "BERGEDORF 29 V"; der linke Wert ganz winziger Randspalt, sonst einwandfrei; ein attraktiver und seltener Brief, es sind nur rund 1 Dutzend Mehrfachfrankaturen dieser Marke auf Brief bekannt, sign. Dr. Werner, Schlesinger und Georg Bühler sowie Fotoattest W. Engel BPP Provenienz: 67. Köhler-Auktion (1930), 64. Corinphila-Auktion (1981)
½ Sch. auf blau, 2 Einzelstücke, zusammen mit 1 Sch. schwarz, 1 ½ Sch. auf gelb und 3 Sch. auf mattrosa, die 1 ½ Sch. links etwas angeschnitten, die 3 Sch. rechts unten winzig berührt, sonst alle voll- bis meist breitrandig und sehr schön farbfrisch, mit kreuzweise aufgesetztem Strichstempel auf kleinem Briefstück, in insgesamt sehr schöner und ursprünglicher Erhaltung. Farbfrankaturen von Bergedorf sind allesamt große Seltenheiten, es ist jedoch keine weitere andere Farbfrankatur mit mehr als 2 verschiedenen Werten bekannt. Altbekanntes Unikat und eine große Altdeutschland-Seltenheit, Fotoattest Friedl / Mueller (1944) sowie Fotoattest Dr. Mozek BPP Provenienz: Karl Knaur (1973), Arthur Salm (1992)
1 Sch. schwarz, allseits breitrandig mit sauberem Strichstempel auf kleinem Briefstück, Kabinett, sign. Schlesinger und Vicenz, Fotoattest Jakubek BPP und Befund Alcuri
1 Sch. schwarz, enorm breitrandig mit praktisch kpl. Schnittlinien an allen Seiten, mit sauberem Strichstempel und nebengesetztem klaren Aufgabestempel "BERGEDORF 25/3 II T" auf kleinem Briefkuvert nach Hamburg; eine besonders schöne Einzelfrankatur in tadelloser Erhaltung, sign. Pfenninger mit Fotoattest
4 Sch. auf mattbraunorange, allseits breitrandig mit Zwischenlinien oben und links, sehr schön farbfrisch, klar und sauber aufgesetzter Strichstempel, Kabinett, sign. H. Köhler und Kossak sowie Qualitäts-Prüfungsbefund Maria Brettl
4 Sch. auf braun, allseits breit- bis überrandig zusammen mit 3 Sch. dunkelultramarin auf mattrosa, links gering berührt, sonst ebenfalls voll- bis meist breitrandig, mit jeweils klar aufgesetztem Strichstempel und sauber nebengesetztem Aufgabestempel "BERGEDORF 16 6" auf Briefhülle nach Rotterdam mit Durchgangsstempel von Hamburg und Ankunftsstempel, vorderseitig sauber aufgesetzter Transitstempel "FRANCO". Der Name der Anschrift wurde leicht verändert, ohne daß dies störend wirkt, sonst tadellose und sehr frische, schöne Erhaltung. Farbfrankaturen von Bergedorf sind ausnahmslos selten, diese Frankatur der beiden Höchstwerte zählt zweifellos zu den großen Altdeutschland-Seltenheiten; bei der Versteigerung des sogenannten 'Rothschild-Schatzes' 1939 erzielte der Brief mit £ 180,- den zweithöchsten Zuschlag der gesamten Auktion. Sign. Thier und Friedel, Wien, Fotoattest Brettl/Schmitt Provenienz: Georg Koch, Gießen (Gilbert & Köhler 1908), Rothschild (Harmer's 1939)
1872, Moens'scher Probeabzug des Originalsteines mit allen 5 ausgegebenen Wertstufen sowie Essay des 4 Schilling-Wertes und Einzelzeichnung des Wappenkranzes, auf weißem Karton; nur ganz wenige Stücke bekannt; Fotoattest Jakubek BPP
HERZOGTH. SCHLESWIG 1¼ Sch. violett mit sauber aufgesetztem Ortsstempel "BERGEDORF 3/9" auf Briefkuvert nach Barmstedt mit Durchgangsstempel des Hamburger Stadtpostamtes und Ankunftsstempel; ein schöner und seltener Brief; wir haben kein weiteres Ganzstück dieser Marke mit Ortsstempelentwertung registriert; sign. Köhler Provenienz: John R. Boker (1988)
1853, ¼ Ggr. auf braun im waagerechten 3er-Streifen, allseits breit- bis überrandig mit klarer Nr. "47" WOLFENBÜTTEL, Kabinett, sign. Köhler und Brettl (Mi. 1.500,--)
1 Sgr. auf braungelb, 3 Werte in Nuancen, alle breit- bis teils überrandig mit Nummernstempel bzw. blauem Ra2 von Gandersheim, sign. W. Engel BPP bzw. HK
1 Sgr. auf braungelb und 1861/64, 1 Sgr. auf gelb, beide breit- bis überrandig und farbfrisch je auf Briefstück, Kabinett, die Nr. 11 sign. H. Krause
3 Sgr. auf mattrosa, voll- bis breitrandig mit Nr. "40" auf doppelt verwendeter Briefhülle von "STADTOLDENDORF 26 7" nach Einbeck, Pracht, Kopie Befund Brettl BPP
3 Sgr. auf lebhaftrosa, zwei Stück, je farbfrisch und voll- bis sehr breitrandig geschnitten mit Nummer "8" und nebengesetztem DKr. "BRAUNSCHWEIG 12 AUG. 1862" auf Kuvert nach Zwickau, rückseitig leichte Öffnungsmängel, ansonsten ein schöner Brief der doppelten Gewichtsstufe, Fotoattest Lange BPP
1857, 4/4 Gr. auf graubraun, ungebrauchter 28er-Block, 4 Marken mit Falz, sonst postfrisch, kleine Mängel (u.a. Faltspuren), dennoch dekorative und seltene Einheit
¼ Ggr.(entsprechend 3 Braunschweigischen Pfennigen) als Einzelfrankatur mit Nummernstempel "28" und nebengsetztem blauen DKr. "KÖNIGSLUTTER 16 OCT 1867" auf Orts-Paketbegleitbrief, hier wurde nur das Bestellgeld für einen Ortsbrief frankiert und Gebühren für das Paket bar bezahlt, in dieser Form einzig bekannter Beleg, Fotoattest Lange BPP
1861/63, Wappen geschnitten: ½ Gr. auf grün, 1 Sgr. auf lebhaftgelb und 3 Sgr. rosa, die kpl. Ausgabe ungebraucht, alle voll- bis meist breitrandig, die ½ Gr. mit Originalgummi, Pracht
½ Gr. auf grün, dünnes Papier, breit- bis überrandig, sauber entwertet durch Nr. "8", winzige Schürfung, sonst einwandfrei, sign. H. Krause (Mi. 500,-)
1 Sgr. auf graugelb, bogenförmig durchstochen, allseits vollständiger Durchstich, sauber ungebraucht, Kabinett, eine seltene Marke, Fotoattest Lange BPP ex Dr. Rueger
1864, durchstochen: 1 Sgr. gelbocker, bogenförmig durchstochen mit blauer Nr. "38" und nebengesetztem Ra2 "SCHÖPPENSTEDT 30 4" (1867) auf kleiner Faltbriefhülle nach Helmstedt, Pracht, sign. Pfenninger und HK
1 Sgr. gelb, sehr farbfrisch mit einwandfreiem Durchstich, sauber ungebraucht, Kabinett, Fotoattest Lange BPP ex Dr. Rueger
2 Sgr. auf dunkelblau, farbfrisch mit allseits gutem Durchstich, ungebraucht, Kabinett, sign. Grobe und Fotoattest Lange BPP ex Dr. Rueger
3 Sgr. lilarot gestempelt "HELMSTEDT 5 Mai 1865" auf Briefstück, Pracht
1865, 1 Gr. rosa, farbfrisch und gut durchstochen mit ideal zentrisch abgeschlagenem Nummernstempel "36" SALDER (dünne Striche), Luxus, sign. H. Krause
