341 / September 2010
341. Heinrich Köhler Auction
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STEMPEL: "STOCKHOLMS...1869", schwedischer Landungsstempel, klare Abschläge auf jeweils 3 Werten 1 und 2 Gr., Pracht
"VENLO 27.8", Ra2 in blau klar auf 5 Gr. hellbraun (oben links eckrund), waagerechter Federzug von der Rückseite durchscheinend, sonst optisch schönes Stück mit dieser seltenen Entwertung, Fotobefund Flemming BPP
1908, 8. Fahrt, die sogenannte Mainzer Fahrt am 4. und 5.8., Fotokarte, geschrieben von Kapitän Georg Hacker an seine Frau. Das Luftschiff, das zur Bestätigung seiner Leistungsfähigkeit eine 24stündige Fahrt mit einer Wegelänge von mindestens 700 km zurücklegen sollte, musste wegen Ausfall eines Motors am 4.8. bei Kornsand gegenüber von Oppenheim um 5:24 Uhr auf dem Rhein landen und konnte seine Fahrt um 22:22 Uhr fortsetzen. Der Kartentext von Kapitän Hacker "Oppenheim 4.XIII.08 Landung zur Ballastaufnahme" verschweigt den wahren Grund der außerplanmäßigen Landung, sie wurde von Hacker einem Schaulistigen anvertraut und trägt den Aufgabestempel "WALLERSTAEDTEN 5.8.08". Nur wenige Abwurfbelege von der Mainzer Fahrt bekannt, bei dieser Karte handelt es sich um den einzig bekannten postalischen Beleg, der die Landung bei Kornsand/Oppenheim dokumentiert, damit große Seltenheit aus der Frühzeit der deutschen Aerophilatelie in hervorragender Erhaltung, ausführliches Fotoattest Leder AIEP
Fotokarte (leichte Bedarfsmängel), geschrieben vom Bordmonteur Laburda mit Zusatztext "der Finder dieser Karte wird gebeten, es in Briefkasten zu werfen"; die Karte wurde in Fortsetzung der Mainzer Fahrt zurück nach Friedrichshafen befördert, wobei nach Motorschäden eine Landung auf dem Cannstatter Wasen in der Nähe der Daimler-Werke versucht wurde. Wegen starken Windes wurde diese statt dessen um 7 Uhr 51 südöstlich von Echterdingen durchgeführt. Das provisorisch verankerte Luftschiff wurde um 15:00 Uhr von einer Gewitterböe losgerissen und konnte nach Gasablassen wieder gelandet werden, jedoch entzündete sich ausströmendes Gas und das Luftschiff ging in Flammen auf und wurde vollständig zerstört. Die Karte wurde vom Monteur Laburda vorher während der Überfahrt über Stuttgart abgeworfen, trägt einen "Gruß vom Finder" und ist entwertet "STUTTGART BAHNHOF 5. AUG. 08". Von der Rückfahrt der Mainzer Fahrt ist bislang nur eine Meldekarte von Graf Zeppelin bekannt, die vorliegende die erste bekannte Abwurfkarte einer privaten Korrespondenz, im Zusammenhang mit dem Unglück eines der wichtigsten Dokumente aus der Frühzeit der deutschen Aerophilatelie; ausführliches Fotoattest Leder AIEP
Metallpostkarte (kupferfarben), gefertigt aus den Resten des bei Echterdingen verunglückten Luftschiffes mit lilafarbenem offiziellen Umschlag, ungebraucht, kleine Mängel
dito, messingfarben, Kabinett
2 Vordruck-Huldigungskarten (eine mit Eckbug) anläßlich des Unglücks bei Echterdingen von Wien bzw. Brünn
1909, Ganzsachenkarte 5 Pfg., geschrieben vom damaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister Wilhelm Marx mit Text "An Bord des Z3 Sonntag den 19. Sept. ..." und zusätzlich "Bitte den geehrten Finder diese Karte in den Postkasten zu werfen" mit Aufgabestempel "MEHLEM 19.9.09" nach Olpe. Die erste Fahrt als neues Heeresluftschiff Z3 führte das LZ 6 am 19.9. von der ILA Frankfurt nach Düsseldorf, wo auf Betreiben des Absenders im selben Jahr mit dem Bau der Luftschiffhalle auf der Golzheimer Heide begonnen wurde; laut ausführlichem Fotoattest Leder AIEP gehört die Abwurfkarte "zu den wichtigsten Dokumenten der Pionierluftfahrt"
1909, Fotokarte des LZ 6 auf seiner 19. Fahrt am 22.9.09 über Tübingen (Rückfahrt von der ILA nach Manzell) mit aufgeklebter Zeppelin-Vignette und 2 darauf übergehenden Ovalstempeln „LUFTSCHIFF Z III SIGNALPOST«, adressiert (Marke entfernt) an Georg Hacker, Kommandant des LZ 5 mit interessantem Text
Barographenkurve zur 37. Fahrt am 7.10.09 (im Sieger für diesen Tag keine Fahrt gelistet) mit violettem Bordstempel "SIGNALPOST" und Signatur von Kapitän G. Hacker, rückseitig in Schreibmaschinenschrift Erläuterungen zur Fahrt, sehr selten
1911, Speisekarte mit dekorativer farbiger Abbildung des Luftschiffes und Bordstempel vom 11.4.11 (Fahrt Frankfurt-Düsseldorf), Gebrauchsspuren, Speisekarten der „Deutschland« sind sehr selten
Tagesbericht über die Fahrt vom 2.5.11 (Düsseldorf) mit Bemerkung "1. Passagierfahrt, zu der nur 2 Passagiere gemeldet hatten. Auftrieb ist so schlecht, dass wir nicht mehr wie 2 Gäste einladen konnten. Zum Teil liegt es an dem langen Liegen wegen der Reparatur und dem schlechten Wetter...", mit Unterschrift des Stationsleiters Eckener, seltenes Dokument
Blumentag Düsseldorf, Pappkarton (ca. 19,5x13,5 cm) mit Text "Am 7.5.1911 über Düsseldorf abgeworfene Tulpe" und mit Resten dieser Blume mit daran per Draht befestigtem Anhänger mit Druck "Gruß aus dem Luftschiff "Deutschland" Düsseldorf, den 7.5.11", abgeworfen von Frau Hacker, deren Mann Kapitän des Luftschiffes war, und ihrem Sohn. Beigefügt Karte von 1934, an den Sammler Otto Kühndelt in Osnabrück, in der Hacker Bezug auf das Ereignis nimmt, mit Unterschrift; große Zeppelin-Rarität, Fotoattest Leder BPP (Mi.-Nr. 8Ec)
2 verschiedene Katastrophen-Ansichtskarten vom Unglück in Düsseldorf, geschrieben dort den 16. bzw. 18.5.11 mit jeweils Aufgabestempel "ANNWEILER 14 JAN 14", eine Karte bayerische Frankatur entfernt
1911, farbige Karte "Fahrten mit Zeppelin-Schiffen" mit violettem Bordstempel vom 10.10. (Fahrt nach Oos) mit Aufgabestempel "BÜHL 12.10.11" nach Berlin, Kabinett
Karte "Fahrt der Reichstagsmitglieder über dem Bodensee" (links oben leichter Eckbug) mit violettem Bordstempel vom 12.5.12 mit Aufgabestempel "WIESBADEN 12.5.12" und handschriftlichem Findervermerk, Pracht
Delag-Karte „Im Gewittersturm« (Teil der Adresse radiert) mit violettem Bordstempel mit Stempelirrtum „30 MRZ. 1911« (statt 1912) (Oos-Rundfahrt) mit Aufgabestempel „IFFEZHEIM 30.3.12« nach Oos, selten (siehe Anmerkung Sieger S. 26)
1911, Barographenkurve der 40. Fahrt vom 19.8.11 sowie Maschinenbericht von der gleichen Fahrt mit Unterschrift des Fahringenieurs Dr. Lempertz
1912, Delag-Karte "Landung" mit Bordstempel vom 5.7.12 (Fahrt von Sylt nach Hamburg), geschrieben von Dr. Eduard Dralle an seinen Vater Georg, Gründer der bekannten Firma, Kabinett, Befund Edgar Mohrmann
Delag-Ganzsache "Schweizerfahrt" mit Bordstempel vom 13.7.12 mit Passagiervermerk "Von Friedrichshafen nach Fuhlsbüttel" mit Aufgabestempel "HAMBURG 13.7.12" nach Wyk auf Föhr, Kabinett
Delag-Karte "Im Gewittersturm" (leicht gewellt) mit Bordpoststempel vom 6.10.12 (Fahrt Frankfurt-Mainz-Frankfurt), geschrieben über Wiesbaden
Karte (oben kurzer Einriß geschlossen) mit Bordpoststempel vom 25.7.12 (Fahrt Frankfurt-Idar Oberstein) nach Idar, Pracht
Fotokarte mit Bord- und Bordpoststempel vom 21.4.13 (Frankfurt-Rundfahrt) nach Frankfurt, Pracht
Flugpost-Ganzsachenkarte 50 Pfg. mit Bordpoststempel vom 16.10.12 (Fahrt über Frankfurt) adressiert an den Frankfurter Verein für Luftschiffahrt, Kabinett
Ganzsachenkarte "Manzell" mit Bordpoststempel vom 24.10. (Fahrt Friedrichshafen-München-Friedrichshafen), geringfügig fleckig
Delag-Ganzsachenkarte "Fahrt der Reichstagsmitglieder" mit Bordpoststempel vom 6.11.12 (Fahrt Oos-Frankfurt) mit Text "Von Frankfurt nach Straßburg z. Zt. über Mannheim" nach Stuttgart, Kabinett
Ganzsachenkarte "Manzell" mit Bordpoststempel vom 29.11.13 (Ausbildungsfahrt Frankfurt), Kabinett
1912, Kopenhagenfahrt, Brief mit Dänemark-Frankatur, von der nur die als Porto ausreichende 10 Öre entwertet wurde nach Odense mit 2 violetten Bordstempeln sowie Ankunftsstempel, Kabinett
Brief mit Dänemark-Frankatur und 2 Abschlägen des Bordstempels von 19.9.12 nach Haslev/Dänemark mit Ankunftsstempel, Kabinett, Befund Mohrmann
Delag-Ganzsachenkarte "Im Gewittersturm" mit Bord- und Bordpoststempel vom 19.9.12 und Passagiervermerk "von Kjobenhaven nach Hamburg", Kabinett
Bordpoststempel in Type I: Delag-Karte "Landung" mit Bord- und Bordpoststempel vom 3.9.12 mit Passagiervermerk "von Hamburg nach Heiligendamm" nach Hamburg, Kabinett
Delag-Karte "Fahrt der Reichstagsmitglieder" mit Bord- und Bordpoststempel vom 3.9.12 (der Bordstempel bildseitig nochmals doppelt abgeschlagen) mit Passagiervermerk "von Hamburg nach Heiligendamm", adressiert nach Hamburg, Kabinett
Delag-Karte der Hansa mit Bordpost- sowie schwach abgeschlagenem Bordstempel vom 5.10.12 (Fahrt nach Lüneburg) nach Lüneburg, Pracht
Delag-Ganzsachenkarte "Landung" (links oben leichter Eckknitter) mit Bord- und Bordpoststempel vom 20.8.12 (Ostseefahrt) nach Hamburg
Bordpoststempel Type II: Karte mit 4 Abschlägen des Bordpoststempels vom 1.7.14 mit jeweils ausgeblockter Stelle hinter "1" nach Potsdam, Kabinett
1913, Delag-Karte der „Deutschland«, geschrieben von Kapitän Georg Hacker an seine Frau mit Fahrtvermerk „von Baden-Oos nach Wien Luftschiff z. Zt. über Wien« mit Österreich-Frankatur (etwas über Rand geklebt) und Aufgabestempel „WIEN 9.VI.13« nach Potsdam. Die Karte trägt vorderseitig einen farbigen Delag-Aufkleber und einen nicht zeitgenössischen Vermerk „Seltene Abwurfkarte (Ausland) ...« mit im linken Rand 2 Klebestreifenresten, bildseitig den Vermerk „Aspern, Fliegerschuppen 9.VI.13«. Von dieser Fahrt lag bisher keine Post vor, die vorliegende Karte ist die erste und vermutlich einzige bekannte, damit eines der wichtigsten Dokumente aus der Frühzeit der deutschen und österreichischen Aerophilatelie! Ausführliches Fotoattest Leder AIEP
