350 / September 2012
350. Heinrich Koehler Auction
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Pages
1867, 2 Sch. und 6 Sch. je im 4er-Block aus der Bogenecke, postfrisch, 2 Sch. sign. Borek
½ Sch. hellolivgrün/karmin im 4er-Block vom rechten Bogenrand, postfrisch mit Falzspur im Rand, seltene Einheit, Kabinett, sign. Dr. Wittmann
½ Sch. lebhaftbläulichgrün/karmin im 4er-Block aus der linken oberen Bogenecke, postfrisch mit Falzspuren im Rand
½ Sch. lebhaftbläulichgrün/karmin auf Leinenpapier im Oberrand-4er-Block, postfrisch, Kabinett, sign. Kosack
1 Sch. dunkelrötlichkarmin/mittelgelbgrün, Unterrandstück, postfrisch mit Falzspur im Rand, sign. Borek (Mi. 550,-)
1873, ¼ Sch. lilarosa/graugrün im Unterrand-4er-Block, postfrisch mit Falzspur im Rand (Mi. 480,-)
¼ Sch. lilarosa/graugrün im 4er-Block vom unteren Bogenrand, ungebraucht, die unteren Werte postfrisch, dazu 4er-Block der nicht ausgegebenen ¼ Sch., ungebraucht, private Signaturen
3/4 Sch. im 4er-Block aus der linken oberen Bogenecke, ungebraucht, 2 Werte postfrisch, Pracht, sign. Lemberger
5 Pfg. lebhaftlilakarmin/grün, senkrechter 8er-Block gestempelt "HELIGOLAND JU 8 1890" auf Briefstück, eine Marke minimal eckrund, sonst tadellos, sign. Lemberger BPP
1 Sch., nicht mehr ausgegebene Auflage, 4er-Block vom linken Bogenrand, postfrisch, Pracht, sign. HK
Lot no.4582
°
For lots marked with a circle (°) next to the lot number an additional 7% VAT on the hammer price will be charged. This charge does not apply to dealers outside Germany and within the European Union with a turnover tax identification number.
Condition
Catalogue no.1
Opening600 €
Sold for950 €
1859/62, Wappenausgabe mit Wz. ½ Sch. dunkelviolettgrau, sehr schön farbfrisch und voll- bis meist breitrandig, sauber entwertet durch DKr., Kabinett, sign. Decker und Pfenninger sowie Fotoattest M. Brettl AIEP (Mi. 2.500,-)
2 Sch. braunrot mit Inschrift "ZWEIEINHALB", ohne Gummi, Sperati-Fälschung, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
Lot no.4584
°
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Condition
Catalogue no.4
Opening300 €
Sold for380 €
2½ Sch. magenta, farbfrisch und allseits breitrandig mit klar aufgesetztem Strichstempel auf kleinem Briefstück, Kabinett, sign. W. Engel BPP und Fotoattest M. Brettl AIEP (Mi. 1.000,-)
Lot no.4585
°
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Condition
Catalogue no.6
Opening300 €
Sold for360 €
1862, Wappenausgabe ohne Wz. ½ Sch. lila, sehr schön farbfrisch und voll- bis meist breitrandig mit leicht aufgesetztem Strichstempel, 2 leichte waagerechte und unauffällige Knitterungen, sonst tadellos, sign. Grobe und Fotoattest M. Brettl AIEP
NEUDRUCKE: Steindruck-Ausgabe ½-4 Sch., Prägedruck-Ausgabe ½-4 Sch. und Ergänzungswert 1¼ Sch., alle möglichen Werte kpl. in vollständigen Originalbogen, die Steindrucke zu 25 Werten, die Prägedrucke zu 50 Werten, ganz wenige Werte ungebraucht, sonst postfrisch; es dürfte sich hierbei um den einzig noch existierenden von den ehemals 10 hergestellten Bogensätzen handeln; jeder Bogen im Rand handschriftlich sign. Grobe
5 S. blau, sauber gestempelt, Sperati-Fälschung, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
1864, durchstochene Ausgabe 4/4 S. graurot im senkrechten Paar, rechts oben etwas Scherenschnitt, sonst einwandfrei durchstochen und farbfrisch mit DKr. "ROSTOCK 19 10" auf rückseitig nicht kompletter Briefhülle nach Schwaan mit auf die Frankatur übergehendem Bearbeitungsvermerk; eine ansprechende und äußerst seltene Frankatur, Fotoattest Berger BPP (Mi. 20.000,-)
2 Sch. dunkelmagenta mit Plattenfehler "Ecke links unten abgeschrägt", farbfrisch und gut durchstochen, mit L2 "MALCHOW 12 5" auf Briefhülle nach Schwerin; schwache ausgepresste Bugspur, dennoch ein attraktiver und seltener Brief, Kurzbefund Berger BPP
"GÜSTROW", nachverwendeter Stations-Ra. auf D.R. Ganzsachenkarte 5 Pfg., entwertet mit Bahnpost-L3 "STETTIN / 29.1.III / HAMBURG " nach Lüneburg
1864, Wappen im Rechteck ¼ Sgr. rotorange im äußerst farbfrischem, senkrechten Paar in Mischfrankatur mit Wappen im Oval 3 Sgr. braunocker mit zwei ideal abgeschlagenem EKr. „NEUSTRELITZ
14.11.(1866)« als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 1 Sgr. rosa, als portogerechte 4½ Sgr.- Frankatur an die bekannte Adresse Theodore Rondel, Paris. Die Zufrankatur ist höchst dekorativ mit Bogenrändern anderer Altdeutscher Staaten unterklebt. Das Franko setzt sich zusammen aus 2 Sgr. für die Beförderung bis zur D.Ö.P.V.-Grenze plus 2½ Sgr. französisches Weiterfranko, welches unten links in blau vermerkt ist.
Dank der Kombination aus hervorragender Qualität und größter Seltenheit handelt es sich um den sensationellsten Brief von Mecklenburg-Strelitz und einen der bedeutendsten Briefe der Altdeutschen Staaten überhaupt. Diese Einschätzung basiert auf folgenden Merkmalen des Briefes:
In der Weltphilatelie nach der 1847, Mauritius Post Office One Penny rot (5 Briefe bekannt) vermutlich die seltenste ‚Nr.1«- Briefmarke eines Landes auf Brief!
Die ¼ Sgr. ist vermutlich die seltenste gebrauchte Briefmarke Altdeutschlands.
Nur 6 ausreichend mit Briefmarken frankierte Auslandsbriefe von Mecklenburg-Strelitz sind bekannt.
Nur 6 bislang bekannte unbeanstandete Briefe mit der ¼ Sgr. machen diese Marke zu einer der seltensten altdeutschen Briefmarken auf Brief.
Die einzige Bunt-Frankatur mit Briefmarken von Mecklenburg-Strelitz als Zusatz auf
einer Ganzsache.
Die einzige bekannte Drei-Farben-Frankatur von Mecklenburg-Strelitz.
Das aktuelle Fotoattest von Florian Berger BPP bestätigt die einwandfreie Erhaltung der Marken
sowie der Ganzsache und führt außerdem aus: «...eine herausragende Seltenheit...«, „....nur wenige Auslandsbriefe bekannt, von denen dieser....der schönste und bedeutendste ist«.
Zur Bedeutung des Adressaten ‚Theodore Rondel«, der Gründe für die Verwendung der dekorativen Bogenränder um die Markenfrankatur und eine Einordnung des ‚Rondel«-Briefes in die Top-Raritäten der Altdeutschland-Philatelie siehe ausführliche Dokumentation auf den vorhergehenden Seiten sowie das nachfolgende Los!
Provenienz: Sammlung Gaston Nehrlich
1865, farblos durchstochen: 2 Sgr. blau im senkrechten Unterrandpaar, rechts mit Bogenrändern unterlegt, mit Nummernstempeln "301" als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag ½ Sgr. orange mit nebengesetztem EKr. "BREMEN Th. & ZX. 16 11 1N-6N" als 4½ Sgr.-Frankatur via Forbach an Monsieur Rondel in Paris. Marken und Ganzsache sind einwandfrei erhalten. Der Umschlag trägt rückseitig das vollständig erhaltene Absender-Papiersiegel des Stadt-Post-Amtes Bremen, welches aufgrund des Brief-Beförderungsmonopoles der Taxis-Post nach Frankreich die Sendung an Monsieur Rondel nicht speditieren durfte. Der Brief wurde nur zwei Tage nach dem Mecklenburg-Strelitz Brief (siehe vorheriges Los) abgesendet. Es kann stark vermutet werden, dass Theodore Rondel eine Bestellung von Bremer Briefmarken für seine Sammlung bei der Bremer Stadt-Post aufgegeben hatte und den Briefumschlag mit der Frankatur und den unterlegten Bogenrändern für die Rücksendung bereits mit der Bestellung vorbereitet hatte. Auch hier vermutlich mit der Überlegung, dass die Briefmarken nach einer eventuellen Ablösung keine Stempelreste auf dem Umschlag zurücklassen würden. Zum Glück für die Philatelie hat Theodore Rondel die Briefmarken dann doch nicht abgelöst.
sign. Rappaporte und Fotoattest Sem BPP
QUERVERWEIS BREMEN
1864, 2. Wappenausgabe 3 Sgr. braunocker im 4er-Block aus der rechten unteren Bogenecke, postfrisch mit Falzspur im Seitenrand, Kabinett
Lot no.4594
°
For lots marked with a circle (°) next to the lot number an additional 7% VAT on the hammer price will be charged. This charge does not apply to dealers outside Germany and within the European Union with a turnover tax identification number.
Condition
Catalogue no.6
Opening400 €
Sold for480 €
3 Sgr. schwärzlichbraunocker, farbfrisch und tadellos durchstochen mit sauberem Teilabschlag des Halbkreisstempels von Neubrandenburg, sehr schönes Stück, Kabinett, sign. Pfenninger, Fotoatteste Friedl Expert Committee (1976), W. Engel BPP und Berger BPP (Mi. 1.600,-)
1/3 Sgr. auf grün im waagerechten 3er-Streifen, allseits breitrandig und sehr schön farbfrisch mit Ra2 "CLOPPENBURG 4 2" auf Briefhülle nach Vechta; der Name in der Adresse ausgeschnitten und mit Papier hinterlegt, jedoch recht unauffällig; eine außerordentlich seltene Frankatur in sehr schöner Erhaltung, sign. Bolaffi und Carl H. Lange sowie Fotoattest Brettl BPP
1852, ⅓ Sgr. auf grün, sauber ungebraucht, Sperati-Fälschung, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
1/15 Th. auf rosa, Type I, voll- bis meist breitrandig und sehr schön farbfrisch mit blauem L1 "FRANCO" und nebengesetztem Ra2 "OLDENBURG 13/12" auf kleiner Briefhülle ohne Seitenklappen nach Pyrmont, Kabinett
1/3 Gr. auf grün, Sperati-Fälschungen in Type A und B, je sauber gestempelt, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
1 Gr. auf blau, allseits sehr breit- bis überrandig, oben mit 6 mm Bogenrand, sehr schön entwertet durch sauber aufgesetztem blauem L1 "BERNE", rückseitig minimal aufgerauht, ein Ausnahmestück, sign. Brettl BPP
1 Gr. auf blau, 2 Einzelwerte, beide breit- bis überrandig mit leicht aufgesetztem Ra2 von Elsfleth auf Briefstück, Luxus, sign. Jakubek
1 Gr. auf blau im waagerechten 3er-Streifen, allseits sehr schön breitrandig, mit 2mal sauber aufgesetztem Ra2 von Oldenburg auf Briefstück; ein seltener Streifen in sehr schöner Erhaltung, sign. Kruschel (Mi. 800,-)
2 Gr. auf mattrötlichkarmin, allseits besonders breitrandig und farbfrisch, mit 2mal leicht aufgesetztem Ra2 "CLOPPENBURG 28/6" auf etwas umgefalteter Briefhülle nach Barßel; ein schöner Brief der 2. Gewichtsstufe in tadelloser Erhaltung, sign. Köhler und Pfenninger mit Befund sowie Fotoattest Brettl BPP
2 Gr. auf mattrötlichkarmin, sauber gestempel, Sperati-Fälschung, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
3 Gr. auf gelb, oben voll- sonst breit- bis überrandig und sehr schön farbfrisch mit blauem EKr. von Oldenburg auf Briefstück, Kabinett, sign. W. Engel BPP und H. Krause
3 Gr. auf gelb, allseits außergewöhnlich breitrandig und in frischer leuchtender Farbe, mit leicht aufgesetztem Ra2 "CLOPPENBURG 5/10" auf kpl. Faltbrief nach 'Seehausen über Bremen' mit rückseitigem Ankunftsstempel, nachgesandt nach Seehausen in der Altmark und scheinbar und nochmals nachgesandt mit rückseitig 2 verschiedenen preußischen Distributionsstempeln; ein schöner Brief in hervorragender Erhaltung, Kabinett, sign. H. Krause
3 Gr. auf lebhaftgraugelb, ohne Gummi, Sperati-Fälschung, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
1861, ¼ Gr. orange, ungebraucht bzw. sauber mit Ra2 "LOHNE 27/6" gestempelt, als Sperati-Fälschungen in Type A und B, gute Erhaltung, mit Bleistiftsignatur
