355 / Oktober 2013
355. Heinrich Koehler Auction
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Pages
1829, portofreier Militär-Dienstbrief des könglich 2ten Jäger Bataillons nach Kirchheimbolanden mit rotem L1 "LANDAU"
1832, Militär-Dienstbrief des späteren Festungskommandanten von Baligand (6. Infanterie-Regiment Herzog Wilhelm in Bayern) mit rotem L1 "LANDAU" nach Kirchheimbolanden
1835, Millitär-Dienstbrief des Infanterie Regiments Fürst Wrede mit rotem EKr. "LANDAU 12/4" nach Neustadt, dekorativer Briefkopf
1844, Militär-Dienstbrief des 'Königlichen Artillerie Commandos der Festung Landau" mit rotem EKr. nach Speyer
1814, Brief aus Virton vom 11. Mai, 2 Tage vor Abzug der französischen Truppen aus der Bundesfestung mit handschriftlichem Vermerk 'Service très presse', vom Friedensrichter an den Bürgermeister von Ruette beinhaltend die Anweisung des General-Gouverneurs von Mittel-Rhein bezüglich des Erwerbs kommunaler Güter: "... Beachten Sie, daß das Wort "burgermestre" jetzt durch das Wort "maire" ersetzt wird ..."
1814, Preußischer Feldpostbrief vom 8. Juni aus Lüttich mit handschriftlichem Vermerk "Militaria pr. estafette" an den preußischen General-Gouverneur Gruner in Trier/Main betreffend das Einrücken des 6. Armee-Korps der Verbündeten in den Raum Luxemburg und Fragen der Verpflegung
Preußischer Militärdienstbrief "Per Ordonnanz" vom 3. Juli aus Arlon an den Gouverneur des Départements 98 in Luxemburg, Freiherr von Schmitz-Grollenburg mit der Mitteilung, dass ein Detachement der luxemburgischen Festungsgarnison die Post von Arlon besetzt hat, teilweise erhaltenes Lacksiegel rückseitig; seltener und geschichtlich hochinteressanter Brief
1814, vollständiger Militärbrief mit rückseitigem Siegel "PREUS:BRIGADE KRIEGSKOMMISSARIAT" datiert "Rollinger Grund 26. Juni 1814" an den Gouverneur des Départements Freiherr von Schmitz-Grollenburg nach Luxemburg Stadt; kleiner Teil der Textseite (jedoch ohne Textteil) fehlend. Es handelt sich hier um den frühesten bekannten preußischen Militärbrief aus Luxemburg; ein Stück von postgeschichtlicher Bedeutung
1814, "KURHESSISCHER COMMANDANT ZU LUXEMBOURG", klarer Siegelstempel rückseitig auf komplettem Brief datiert "Luxemburg am 29ten Juni 1814" an den Generalgouverneur von Schmitz-Grollenburg, kleiner Teil der Rückseite ergänzt. Ein sehr seltener Beleg der kleinen kurhessischen Garnison, die bereits am 8. Juli 1814 Luxemburg verließ
1815, Militärdienstbrief aus Luxemburg vom 22. Februar vom Kommandeur der preußischen Kavallerie-Brigade, Henckel von Donnersmarck, an den Gouverneur von Luxemburg Freiherr von Schmitz-Grollenburg "... der commandierende General hat mich beauftragt, bei der zu erwartenden milden Witterung die gewöhnlichen Frühjahrsübungen mit meinen untergebenen Truppen vorzunehmen und in größeren Abteilungen auf die Soldaten zu wirken.", ein seltener Brief aus der frühen Zeit der preußischen Besatzung
1815, Militärdienstbrief vom 7. Juli vom interimistischen Kommandanten der Festung, Major von Lebbin, an den königlichen Direktoralrat Willmar in Luxemburg, mit rückseitigem sauberem Siegelstempel "KÖNIGL. PR. KOMMANDATUR DER FESTUNG"; seltener Brief der preußischen Garnison während der 1. Periode des holländischen Gouvernements
Militärdienstbrief vom 24. Juli mit rückseitigem Absenderstempel "Koenigl. preuss. Kommandatur der Festung Luxemburg" an das "Königliche Direktorat hierselbst" mit Unterschrift "v. Lebin, Major und interimistischer Kommandant". Mitteilung, dass er keine Truppen aus der Festung zur Bekämpfung von herumstreunendem Gesindel abgeben kann und verweist auf demnächst ankommende Truppen, vorerst will er 50 Gewehre aus dem Magazin an die Bevölkerung abgeben lassen; hochinteressanter und seltener Brief
1815, kompletter Militärbrief mit Vordruck "Festung Luxemburg den 4ten August 1815 ... der Kriegs-Kommissaire des Platzes Luxemburg ..." mit handschriftlicher Ortsänderung in "Tellencourt", an den königlich niederländischen Direktoralrat Willmar in Luxemburg, eine ausstehende Salzlieferung für die Garnison anmahnend; innenseitig Portovermerk "10 sous P.P.", gut erhaltenes Lacksiegel; ein seltenes Dokument
1815, Estafetten-Gebührenquittung der königlich preußischen Feldpost-Estafettenexpedition, datiert "Luxemburg den 28ten April 1815"; seitlich Aktenschnitte und in der waagerechten Faltung teils getrennt, Randfehler; sehr seltenes Dokument
1816 (ca.), "Luxemburg", handschriftlicher Aufgabevermerk auf Briefhülle an das Militär-Gouvernement zu Magdeburg, nachgesandt nach Halberstadt; rückseitig teilweise erhaltenes Lacksiegel des brandenburgischen Infanterie-Regiments, außerordentlich selten
1816, "Luxemburg" handschriftlich in rot auf kpl. Dienstbrief des Chefs der 2. Kompagnie von Schönholz nach Loewenberg in Schlesien, rückseitig Portovermerk "3" (Sgr.) für die Beförderung auf preußischem Staatsgebiet, die versehentlich notiert wurde; laut Prof. Brühl und Dr. Goebel sind nur 3 Briefe aus der ersten Postperiode bekannt
1816, vollständiger Brief mit Vordruck "Festung-Luxemburg" vom 29. Juni vom Kommandanten der Bundesfestung Du Moullin an den Zivil-Gouvernur Willmar in Luxemburg; rückseitig sehr gut erhaltenes Siegel "KÖNIGL. PR:KOMMANDATUR DER FESTUNG LUXEMBOURG". Ältester bekannter Brief der Bundesfestung und als solcher Unikat
1817, Militär-Dienstbrief des Kommandanten der Bundesfestung Du Moullin an den königlich niederländischen Zivil-Gouverneur mit rückseitigem Siegelstempel "KÖNIGL. KOMMANDATUR DER FESTUNG LUXEMBOURG", selten, aus der 1. Portoperiode sind nur Militär-Dienstbriefe bekannt
1825 (ca.), undatierte Briefhülle "H.D.S." mit L1 "LUXEMBOURG" an den Generalgouverneur des Nieder- und Mittelrheins zu Aachen, rückseitig teilweise erhaltenes Lacksiegel; es sind kein halbes dutzend Briefe aus dieser Periode bekannt
1830, Privatbrief des Soldaten Carl Bans mit rotbraunem EKr. der niederländischen Post "LUXEMBURG 25 JUNI" nach Burscheid bei Solingen, mit der niederländischen Post zum preußischen Grenzpostamt Trier befördert, wo die Übernahme erfolgte, entsprechend rückseitiger Nierenstempel "TRIER 26/6"; derartige Privatbriefe sind außerordentlich selten
1831 (ca.), Militär-Briefhülle mit rückseitigem klaren Siegelstempel "KÖNIGL. PREUSS: MILIT. GOUVERNEUR DER BUNDESFESTUNG LUXEMBURG" mit Nierenstempel "TRIER 25 4" nach Hamm
1835 (ca.), Briefhülle mit rotem Aufgabevermerk "Luxemburg" und handschriflichem Absendervermerk "Geschäftsbrief eines K. Pr. Beamten der Bundesfestung Luxemburg", vorderseitig sauberer Fingerhutstempel "TRIER 19 11", ein seltener Privatbrief aus der 3. Periode
1835 (ca.), Briefhülle mit klarem roten Niederlande-EKr. "LUXEMBURG 22 DEC." und nebengesetztem Ra. "Franco tout" nach Trier, selten
1840 (ca.), Militär-Dienstbriefhülle mit rückseitigem Lacksiegel der Bundesfestung an den königlich niederländischen Regierungsrat Gelle in Luxemburg
1843, kpl. Militärbrief aus Pillau mit handschriftlichem Vermerk "Portofreier Offizier-Familien-Brief zur Bundesfestung Luxemburg gehörig" an den Bataillons-Kommandeur Wiebe in Luxemburg mit rückseitigem Durchgangsstempel "TRIER 7 7", sehr selten
1847, kompletter Brief mit handschriftlichem Vermerk "Offizier-Fam. Brief aus der Bundesfestung Luxemburg ..." nach Köln mit rückseitigem Nierenstempel "TRIER 6 11"
1849, portofreier Offiziersbrief mit handschriftlichem Vermerk "frei als Offz. Brief der Reichsfestung Luxemburg ..." ohne Abgangsstempel, rückseitig mit Transitstempel von Trier und Ausgabestempel, nach Mönchengladbach; einzig bekannter Offiziersbrief der "Reichsfestung", ex Sammlung Prof. Brühl
1853, Brief eines preußischen Militärangehörigen der Bundesfestung mit rotem DKr. "LUXEMBOURG 10 JANV. 53" nach Mönchengladbach mit Ausgabestempel; nach Aufhebung der Portofreiheit wurden unfrankierte Briefe mit einem Zuschlag von 1 Sgr. belegt, entsprechend vorderseitig "4" Sgr. taxiert
1860 (ca.), Militär-Dienstbriefhülle mit rückseitigem Siegelstempel "ARTILLERIE DIREKTION D. BUNDESFESTUNG LUXMEBURG" und vorderseitigem Durchgangs-Ra2 "TRIER 2 7" nach Birkenfeld mit "1" Sgr. taxiertem Porto ab Trier
1866, Preußen-Ganzsachenumschlag 2 Sgr. mit zugeklebter Luxemburg 1859, 37½ Centimes grün mit auf- und nebengesetztem DKr. "LUXEMBOURG 15 JUIN 66" nach Würzburg mit Durchgangsstempel der Bahnpost "MAINZ-ASCHAFFENBURG" und Ankunftsstempel; rückseitiges Lacksiegel sowie Spuren von 4 weiteren Siegeln; vermutlich wollte der Absender den Brief als Chargé-Brief versenden, welches nur bei der luxemburgischen Post möglich war, die wiederum die 2 Sgr. als Chargé-Gebühr nicht anerkannte; ein interessantes und in dieser Form einmaliges Stück, Fotoattest Demuth BPP und Van Der Linden BPP
1845 (ca.), "MIL: BRIEF:ST. LUXEM=BURG.", EKr. sehr sauber auf gesiegeltem Wertbrief mit handschriftlichem Vermerk "Militärbrief - inliegend 5 Thaler in Kassenanweisungen" sowie "v. Luxemburg" an einen Advokaten in Koblenz mit vorderseitigem Nierenstempel "TRIER 30/1"; in dieser Form ein außerordentlich seltener und attraktiver Brief, Fotoattest Van der Linden
"MIL.=BRIEF=ST.LUXEM=BURG", EKr. in schwarz sauber auf Briefhülle mit handschriftlichem Vermerk "Soldatenbrief" nach Wiedenbrück bei Minden; da es sich nicht um einen Offiziersbrief handelte, ist die Portobefreiung nochmals rückseitig bestätigt, Durchgangsstempel von Trier, in dieser Form sehr selten
Provenienz: Brühl Abb. 37
"MIL:BRIEF=ST.LUXEM=BURG", in schwarz auf Wertbrief mit 19 Sgr. mit handschriftlichem Vermerk "Soldatenbrief der Bundesfestung Luxemburg" nach Arfeld im Wittgensteiner Land mit nebengesetztem Ra2 "TRIER 15 3" sowie blauem Ovalstempel "PRIVAT POST UNTERNEHMUNG VON TRIER nach LUXEMBURG / J. Recking", diverse Taxen; ein sehr seltener Brief mit vielleicht einmaliger Stempelkombination, Fotoattest Van Der Linden BPP
Provenienz: Brühl Abb. 44
"MIL:BRIEF. ST:LUXEM:BURG", EKr. in blau auf "Feldpostbrief" mit DKr. "LUXEMBOURG 19 JUIL. 66" nach Neuwied mit Ausgabestempel. Der Brief zeigt keine Taxe, da durch die Mobilmachung zum preußisch-österreichischen Krieg portofrei. Es ist nur ein weiterer Feldpostbrief der Festung aus dem 1866er Krieg bekannt, in dieser Form mit dem außerordentlich seltenen blauen Militärbriefstempel Unikat
"MIL: BRIEF=ST=LUXEM=BURG.", klarer Abschlag auf Ganzsachenumschlag 2 Silbergroschen blau mit DKr. "TRIER 30 7" auf dem Wertstempel und nebengesetzt, nach Templin bei Potsdam; die obere Rückklappe fehlt; einzig bekannte Ganzsache mit dem Militärbriefstempel und somit einer der seltensten Briefe der Bundesfestung
"OFFICIER BRIEF LUXEMBURG", kleiner Ovalstempel auf Ganzsachenumschlag 3 Sgr. mit nebengesetztem DKr. "TRIER 24 2" nach Elberfeld mit Ausgabestempel, leichter Siegelfleck; ein seltener Brief aus der 1. Periode (bis 1863)
