355 / Oktober 2013
355. Heinrich Koehler Auction
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Pages
"OFFICIER BRIEF LUXEMBURG", Ovalstempel in schwarz auf Briefkuvert frankiert mit Luxemburg 1859, 37½ C. grün mit DKr. "LUXEMBOURG 22 OCT. 66" nach Berlin; kleine vorderseitige Fehlstelle im Umschlag oben hinterlegt
"PRIVAT POST UNTERNEHMEN VON TRIER nach LUXEMBURG J. Recking.", Ovalstempel in blau alleine auf Auslagen-Paketbegleitbrief mit nebengesetztem DKr. "TRIER VORM. 22/12" mit handschriftlichem Vermerk "Porto ist vom Empfänger zu zahlen" nach Abentheuerhütte mit rückseitig schön erhaltenem Lacksiegel "ARTILLERIE DIRECTION D. BUNDESFESTUNG LUXEMBURG"; an die Spedition wurden 3 Sgr. vergütet, vom Empfänger insgesamt 5 Sgr. für das Paket von 8 Pfund Gewicht und 5-6 Meilen Entfernung eingezogen; ein seltener und attraktiver Brief
"PRVAT-POST-EXPEDITION WIRTGEN / LUXEMBURG 5 FEB 1859", sauberer Abschlag rückseitig auf Paketbegleitbrief von "MAINZ 1 2 1859" nach Luxemburg; Briefecke ergänzt; Belege nur mit dem Wirtgen-Stempel sind außerordentlich selten, Fotoattest Van Der Linden BPP
"Conz", handschriftlich auf Briefhülle mit rückseitigem Siegelstempel der Bundesfestung mit Bahnpost "TRIER / BINGERBRÜCK" nach Abentheuerhütte
Provenienz: Brühl Abb. 42
"AUS LUXEMBURG PORTO VON CONZ 20 10 63", Ra3 sauber auf Briefhülle mit Siegelstempel der Bundesfestung über Trier nach Abentheuerhütte
1850, 1 Sgr. auf rosa im waagerechten 3er-Streifen, schmalrandig bis berührt mit klarer Nr. "103" und nebengesetztem Ra3 "BERLIN STADTPOST-EXP:VIII 13/12" auf Briefhülle mit Teil des Inhaltes an die "Königl. Hochlöbl. Kombinierte Festungs-Artillerie Abteilung Luxemburg" mit rückseitigem Durchgangsstempel von Trier
Ganzsachenumschlag 2 Gr. blau mit DKr. "CREUZNACH 17 3" an einen Offizier der Bundesfestung, leicht fleckig
1861 (ca.), Brief von "MERZIG 6 4" frankiert mit Wappen 1 Sgr. rosa mit (bedeutungslosem) Vermerk "Off. Brief frei" an einen Hauptmann und Batteriechef in Luxemburg mit rückseitigem Ankunftsstempel der Luxemburger Post, selten
1865 (ca.), "Portofreie Justizsache" von "STOLP 5 11" an einen Hauptmann in der Bundesfestung Luxemburg, nachgesandt nach Mainz und schließlich retour mit diversen Transitstempeln, dabei Übernahmestempel von Trier vom 8. und 10.11; ein interessanter und seltener Brief der 5. Periode
Belagerung und Besetzung: 1814, Estafetten-Brief des Chefs des Generalstabs Graf Mensdorff aus dem Hauptquartier Oppenheim an den preußischen General-Leutnant Herzog von Sachsen-Coburg-Saalfeld in Frankfurt mit rückseitigem Beförderungsvermerk "Ist durch sichere reitende Boten von Oppenheim nach Groß Gerau von dort weiter durch Reitende schleunigst zu befördern ..."; Teil der 3. Briefseite durch Öffnung etwas beschädigt; ein seltener und interessanter Brief der Mainzer Belagerung
1814, kpl. Brief vom 24. Mai, kurz nach Einzug der alliierten Truppen, von Mainz nach Sonneberg mit handschriftlichem Vermerk "Militair betr.", ohne Poststempel, mit Gebührenvermerk "20 x" und innenseitigem Vermerk "21 Kr. Portoauslage". Im Brief wird um die Übersendung von Geld gebeten "weil ich es jetzt so sehr notwendig brauche, wir mußten in Mainz Hunger leiden..."; ein interessanter Brief kurz nach Abzug der Franzosen
"K.B.FELDPOSTAMT", L1 sauber auf Briefhülle aus Gießen, datiert "8 August 1818" über die bayerische Feldpost nach Mainz mit Eingangsvermerk vom 28. September; da der Empfänger kein Militär war sondern in hessischen Diensten stand mußten nachträglich 6 Kr. Porto entrichtet werden; wahrscheinlich späteste bekannte Verwendung dieses Stempels, ein seltener Brief, sign. Köhler und Hartmann
Preussisches Kontingent: 1817 (ca.), "MAINZ", L1 auf Briefhülle mit rückseitigem handschriftlichem Vermerk "K.P.FELDPOST 23 Mz." an die königlich bayerische General-Lazarett-Inspektion zu München
1827, kpl. Brief mit Fingerhutstempel "BERLIN 13 12" an den Vize-Gouverneur der Bundesfestung Generalleutnant von Carlowitz mit handschriftlichem Vermerk "Off. Familien Brief"; der Brief war auf preußischem Gebiet portofrei, für die Beförderung zwischen Bacherach und Mainz mit "3" Kreuzern taxiert
1848, kpl. "Soldatenbrief" mit Fingerhutstempel "MAINZ 27 8 1848" nach Breslau, wahrscheinlich wegen fehlender Angabe der Einheit taxiert von Taxis mit 14 Kreuzer Inlands- und 20 Kreuzer fremden Porto, nebengesetzt L1 "PORTO V. ERFURT"; interessanter Inhalt: Der Absender hat um seine Entlassung gebeten, die nichtswürdige Behandlung der Vorgesetzten wäre nicht mehr auszuhalten, seine Schwester möge ihm 30-35 Taler schicken, damit er nach Amerika auswandern könne, Fotoattest Van Der Linden BPP
"MIL. BRIEF=ST. MAINZ", EKr. sauber auf 'Militaria'-Briefhülle mit DKr. "MAINZ 20 OCT. 1850" nach Linnich mit rückseitiger Absenderangabe "Abs. Baumann 1 Comp. 40 Infter: Regt. in Mainz"; der Mainzer Militärbriefstempel ist nur in ganz wenigen Exemplaren bekannt
Österreichisches Kontingent: 1822, "K.K. OEST. MILT. POST / Mainz ... FEB. 1822", roter Achteck-Stempel auf kpl. Dienstbrief nach Österreich, waagerechte Brieffaltung durch den Stempel; es sind kaum mehr als ein halbes Dutzend Briefe mit diesem Stempel bekannt
1846, kpl. Chargé-Brief "gegen Retour-Recepisse" mit EKr. "MAINZ 25/12 1846" mit innenliegendem Stoffmuster von der 'Offiziers-Uniformierungs-Kommission des K.K. 35ten Linien-Infanterie-Regiments Graf Khevenhüller" nach Klagenfurt. Da es sich hier um einen Dienstbrief in Privatangelegenheiten handelte (die Offiziere mußten für ihre Uniformen selbst aufkommen), kamen hier die Portobestimmungen für die Bundesfestung nicht zur Anwendung, entsprechend waren 20 Kreuzer (12 Kreuzer taxischer und 8 Kreuzer österreichischer Anteil) in bar bezahlt worden, kleiner Papierfehler, in dieser Form seltener Brief
1855, portofreier Militär-Dienstbrief 'in deutscher Bundesangelegenheit' von Budweis an das K.K. Kronprinz Albert von Sachsen 11. Infanterie Regiment in Mainz mit sauberem "M.B." (Militär Brief), leichte Brieffaltungen
Bayerisches Kontingent: Telegramm-Umschlag der königlich bayerischen Telegraphen-Station in Mainz mit rückseitigem papiergedecktem Siegel an den Vize-Gouverneur, Feldmarschall von Paumgartten; sehr selten, nur wenige Stücke bekannt
1866, portofreies Feldpostbriefkuvert mit zugehörigem Inhalt aus Landshut vom 17.8. vom Quartiermeister des königlich bayerischen Ulanen-Regiments an einen Hauptmann des königlich bayerischen Genie-Regiments in Mainz. Am 19. Juli war über die Stadt und Festung Mainz der Belagerungszustand verhängt worden, am 28. August wurde die Festung den siegreichen Preußen übergeben. Ein sehr seltener Brief, in dieser Form nur 5 Wochen möglich
1849 (?), portofreier 'Militär-Brief' mit DKr. "FELD-POST D.8 ARMEECORPS" nach Salzwedel, Briefinhalt: neue Adressangabe "3te Comp. 24 Inf. Reg. zu Rastatt"
1850, portofreier Kriegsgefangenenbrief eines in Rastatt inhaftierten mit DKr. "RASTATTT 24 FEB" nach Mannheim, zensiert mit rückseitigem "Passiert" mit Handzeichen sowie blauem Truppenstempel, sehr selten
Baden Ganzsachenumschlag 3 Kr. mit nebengesetztem DKr. "RASTATT 30 JUL." und Uhrradstempel "7" mit handschriftlichem Vermerk "per Feldpost" nach Efringen, Amt Lörrach; mit Verordnung vom 7. Juni 1851 galt für die badische Militärpost eine bedingte Portofreiheit, bis zu einem Gewicht von 1 Lot galt uneingeschränkt das Porto von 3 Kr., etwas fleckig und Einriß rechts
Preußen Ganzsachenumschlag 3 Sgr. braun mit Bahnpost-Ra3 "HALLE / EISENACH" und handschriftlichem Aufgabevermerk "Naumburg" an einen preußischen Leutnant in der Festung
1799, Quittung über 4 Gulden 15 Kreuzer Abschlag zur Kostenbeteiligung am Ulmer-Festungsbau vom Kriegs-Prästations-Kassen-Buchhalter in Stuttgart
1815 (ca.), Briefhülle "Vom K.K. Ulmer Festungs-Commando" mit gut erhaltenem roten Lacksiegel nach Laubheim
1820, Militärbrief vom Quartiermeisteramt des 8. Infanterie Regiments in Ulm nach Plochingen und mit Antwort neu adressiert zurück
1856, kpl. Brief mit 1851, 3 Kr. gelb mit EKr. HERRENBERG 6/1 56" an einen Oberstleutnant des 1. Reiter-Regiments in Ulm; unauffälliger Briefbug durch die Marke
1866, portofreier Militärbrief mit Absenderstempel "K.W. 2. REITER REGIMENT PRINZ FRIEDERICH v. WÜRTTEMBERG" und DKr. "ULM 9 JUN 1866" nach Ehingen
1866, Ganzsachenumschlag 3 Kr. mit EKr. "STUTTGART 9 AUG. 1866" an einen Fähnrich beim Ingenieur-Corps in der Pionier-Kaserne zu Ulm
August, Herzog und Kurfürst von Sachsen (1526-1586), eigenhändige Unterschrift "Augustus" auf Brief von Dresden 1581
August, Kurfürst von Sachsen (1526-1586), eigenhändige Unterschrift "Augustus Kurfürst" auf Brief an den Rat der Stadt Dresden mit papiergedecktem Siegel
Friedrich Wilhelm I (1582-1602), Herzog von Sachsen-Weimar, eigenhändige Unterschrift auf 2-seitigem Brief von Weimar
1851, spätere Auflagen: 3 Pfg. dunkelgrün im 9er-Block, sehr schön farbfrisch und an den Außenseiten vollrandig geschnitten, lediglich leichte Schnittmängel wo die 10. Marke des Schalterbogens ausgeschnitten wurde, sauber entwertet durch Nummernstempel "2" von Leipzig; rückseitig wenige kleine Stellen kaum sichtbar ausgebessert, sonst völlig tadellos; größte bekannte gestempelte Einheit dieser Marke und als solche Unikat; eine bedeutende Altdeutschland-Rarität, sign. Drahn und Grobe sowie Fotoattest Drahn mit zusätzlichem Befund Grobe und Fotoattest Rismondo BPP
Provenienz: 127. Mohrmann-Auktion (1968)
1852, 2 Ngr. auf dunkelblau, voll- bis überrandig mit Gitterstempel und nebengesetztem EKr. "DRESDEN-BODENBACH 29/8" sowie Aufgabe-Ra2 "DRESDEN/B. BAHNH." auf kpl. Faltbrief nach Prag, Kabinett
