343 / März 2011
343. Heinrich Köhler Auction
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1864, "Feldpostbrief" mit dem sehr seltenen EKr. "M.B. St." (Militärbriefstempel) aus "RAWICZ 6 10 64", später portofreier Feldpostbrief aus dem Aufstand
1865, "Soldatenbrief, eigene Angelegenheit des Empfängers", portofreier Brief mit DKr. "EHRENFELD 14 3 65" an Gefreiten im Pionier-Bataillon 8 in Coblenz
Feldpostbrief, frankiert mit 1 Sgr., 3zeiliger Streckenstempel "EYDKUHNEN 24 12 II BROMBERG" und handschriftlicherm Übernahmevermerk "Dirschau" an einen Kanonier im Gardekorps Berlin, "Kaserne am Oranienburger Thor", Vermerk: "Soldatenbrief, Eigene Angelegenheit des Empfängers, Es wird gebeten, den Brief durch einen Briefträger an den Adressaten gelangen zu lassen, weshalb das Bestellgeld frankiert entrichtet wird" - ein hervorragender und seltener Soldatenbrief
1865 (ca.), "Feldpostbrief" an Premierleutnant im IV. Armeekorps, Ra2 "REICHENBACH I. SCHL. 2 6", nach Köpenick, postalische Angabe der Speditionspunkte "Breslau" und Weitersendevermerk
1864, Festung Graudenz, "Militaria"-Brief mit violettem Ra3 "GRAUDENZ FESTUNG 7 7 64", Siegelstempel vom "KÖNIGL. ARTILLERIE DEPOT ZU GRAUDENZ", Ra2 "GRAUDENZ 7 7" nach Bromberg - Prachtbrief
1864, Festung Graudenz, "Militaria"-Brief mit schwarzem Ra3 "GRAUDENZ FESTUNG 16 11 67", "Cito"-Vermerk, an Magistrat Graudenz
1864, "Feldpostbrief" mit Dienstsiegel der Ostseestation "KÖNIGLICHES MARINE DEPOT ZU KIEL", DKr. "K.PR. FELDPOST-RELAIS II.25 1" (Relais II, stationäre Feldposteinrichtung in Kiel), nach Sorau, Mobilmachung der Armee sowie der Marine am 8. Dezmber 1863 - während des Kriegsverlaufs kam es erstmalig zu Seegefechten mit der dänischen Marine
1864, "K. PR. FELD POST ARMEE-COMMANDO 13/4", DKr. des Feldpostamts beim Oberkommando der Bundesarmee, Dienstbrief mit Vermerk "Oberkommando" und rückseitigem Siegel "KÖNIGL. PREUSS. GENERAL-FELDMARSCHALL WRANGEL", zunächst Oberkommandierender der preußisch-österreichischen Truppen, aufgrund seines Alters von Generalstabschef Moltke abgelöst, seltener Brief des Oberkommandos aus dem Großen Hauptquartier
1864, "K. PR. FELDPOST ARMEE-COMMANDO 9/2", DKr. auf "Feldpostbrief" nach Bunzlau in Schlesien aus dem Lazarett in Flensburg, der über das Feld-Oberpostamt des Oberkommandos befördert wurde
1864, Paketbegleitbrief aus "PERLEBERG 29 2" an einen Premierleutnant im "preuß. Feldlager Schleswig" über "K. PR. FELDPOST-RELAIS No. 5" and "K. PR. FELDPOST-RELAIS No.II" in Kiel, linksseitiger roter Vermerk: "Paket lagert auf der Preuß. Feldpost in Kiel", Taxierung 10 (Sgr.) für das Paket (über 6 Pfund), eindrucksvoller und seltener Beleg
1864, Paketbegleitbrief mit Vermerk: "Lazarethgegenstände für ausgerückte Preußische Truppen" aus "ANGERMÜNDE 11 3 64" an die preußische Lazarettverwaltung in Kiel
1864, "Feldpostbrief, Eigene Angelegenheit des Empfängers", (Kennzeichnung entsprechend der Verfügung vom 14.3., Beleg vom ersten Tag) aus "EGELN 14 3" an einen Uffz. "im Preußischen Feldlager zu Schleswig"
1864, "K. Pr. FELDPOST VII. ARMEE CORPS 10 3", DKr. auf Faltbrief eines Hauptmanns aus Satrup vom 10. März nach Minden mit zeitnaher bildlichen Darstellung eines Gefechts vom 22. Februar um die Düppler Schanze gegen dänische Truppen, wenige Wochen später, am 18. April, siegten preußische Truppen unter hohen Verlusten in der Schlacht um die Düppler Schanze. Briefe mit patriotischen Bilddarstellungen zählen zu den seltensten zeitgeschichtlichen Belegen dieses Krieges
1864, "K. Pr. FELDPOST VII. ARMEE CORPS 21 3", DKr. auf Faltbrief von einem Leutnant mit Gefechtsdarstellung und der Bildunterschrift "Gefecht der preußischen Truppen vor Düppel ...", Korrektur durch den Absender: "bei Rackebüll 17. März 1864" der an diesem Gefecht bei Sonderburg teilnahm, seltener Brief
1864, "K. Pr. FELDPOST III. ARMEE CORPS 29 7", DKr. auf Feldpostbrief eines Gefreiten aus einem brandenburgischen Jäger-Bataillons nach Lychen (Uckermark)
1864, "K. Pr. FELDPOST III. ARMEE CORPS 7/5", DKr. auf Militärdienstbrief nach Lübeck
1864, "FELD-POST-EXP.D.RES. ART. III. 3 2 64", DKr. auf "Soldatenbrief, frei laut Order für mobile Truppen" nach Landsberg an der Warthe
1864, "FELD POST D. COMB. GARDE INF. DIV. 16 2", DKr. (der kombinierten Garde-Infanterie-Division) nach Schneidemühl
1864, "K. PR. FELDPOST-RELAIS II 28 4", DKr. auf Feldpostbrief eines Jägers aus dem Brandenburgischen Jäger-Bataillon No. 3 nach Lychen (Uckermark), Relais waren stationäre Feldpostanstalten
1864, "K. PR. FELDPOST-RELAIS No. 14. 4 9", DKr. auf Feldpostbrief nach Posen an "Fräulein Matthes, Neue Posthalterei"
1864, "K. PR. FELDPOST-RELAIS No. 19. 29/8", deutlicher DKr. auf Feldpostbrief mit Siegelstempel des "2. Niederschlesisches Infanterie-Regiments" nach Gibsdorf bei Lauban
1864, "K. PR. FELDPOST-RELAIS No.17 26/10", DKr. auf dem Dokument eines Feldpostbeamten in Horsens: "Die Commune wird ersucht einen verdeckten Federwagen für den Geheimen Postrath Herrn Albinus zu stellen, Horsens den 26 ten October 1864, Königl. Preuß Feld Post Relais 17" - sehr seltenes Dokument
1864, 2 Briefe mit seltenen Feldpost-Relais-Stempeln, 1. DKr. "K. PR. FELDPOST-RELAIS FLENSBURG 2/3" auf Feldpost-Dienstbrief der "Proviant-Colonne des 3. Armee-Corps für Schleswig", nach Cappeln und 2. Ra3 "K:PR:FELDPOST-RELAIS FLENSBURG 12 10" auf "Feldpostbrief! Militaria!" an das Lazarett in Rendsburg, seltener Prachtbrief
1865, "K.PR.FELDPOST-RELAIS ALTONA 23/6 65", Ra3 auf "Militaria"-Brief an die Landesregierung in Schleswig mit rückseitigem DKr.-Ankunftsstempel "K.PR. FELDPOST-RELAIS No.10", hervorragender Brief
1865, "ALTONA FELDPOST", Ra2 mit handschriftlich "21/6" auf Feldpostbrief nach Schleswig, Altona war das Eisenbahnspeditionsbüro für Schleswig - FELDPOST-Rarität, es ist nur ein weiterer Brief bekannt!
1865, "K. PR. FELDPOST-RELAIS No. 10 7/9", DKr. als Ankunftsstempel auf einem Dienstbrief aus "RENDSBURG 6 9 65" an das "Commando des Füsilier-Bataillons des ... Infanterie Regiments No. 59". Im Vertrag von Gastein (August 1865) übernahm Österreich die Verwaltung von Holstein, Preußen erhielt Lauenburg und verwaltete Schleswig
1866, "Soldatenbrief" - Paketbegleitbrief, 3 Sgr.-Ganzsache aus "TREMPEN 20/4" (Ostpreußen), moderiertes Porto an Soldaten im 2. Garde-Regiment in Berlin. Mit dem Bündnisvertrag vom 8. April 1866 zwischen Preußen und Italien begannen die Kriegsvorbereitungen - ab 5. Mai Mobilmachung der preußischen Armee und am 12. Mai der Feldpostorganisation, 7. Juni Besetzung des von Österreich verwalteten Holstein
Deutsch-Österreichischer Krieg 1866: Einberufungsbefehl, "Militaria", "per Express"-Brief des 3. Brandenburgischen Landwehr-Regiments aus "TREUBENBRIETZEN 8 5" an einen Leutnant in Frankfurt/Oder, Weiterleitungsvermerk in den Landzustellbereich: "nachzus. Sembten bei Guben", damit wurde ein Eilgebühr erhoben: "1 ¼ Meilen = 6 ¼ Sgr Bestellgeld", aus dem Inhalt: "Infolge ... vom 5. Mai befohlene Mobilmachung des 3. Armee-Corps erhalten Euer Hochwohlgeboren hiermit den Befehl, sich sofort ... nach Wrietzen zu begeben .. und beim Kommandeur zu melden ...", eindrucksvoller, sehr seltener Brief
1866, Telegramm des kommandierenden Generals aus Magdeburg vom 13. Mai mit Marschbefehl für das Landwehr-Bataillon Torgau über Bitterfeld und Düben "per Eisenbahn nach Erfurt"
1866, Schreiben eines Bataillon-Kommandeurs aus dem 24. Brandenburgischen Landwehr-Regiments aus Prenzlau vom 19. Mai an Landratsamt Niederbarnim, betr. Marschroute und Quartiere auf Marsch nach Spanadau
1866, Zensuraufkleber: "Von der Kgl. Preuss. Militär-Verwaltung geöffnet" auf einem Brief vom 16. Juni, dem Tag des Einmarschs der preußischen Elb-Armee in Sachsen, aufgegeben im preußischen Postamt "DESSAU 16.6" mit Barfrankatur in das sächsische Löbau. Die Briefpost der auf der Strecke Leipzig-Dresden befindlichen Züge wurde beschlagnahmt und zensiert, erstmalig fanden Zensuraufkleber Verwendung - Rarität, es existiert nur noch ein weiterer Zensurbrief!
1866, portofreier Feldpost-Wertbrief mit einliegenden Kassenanweisungen mit Ra3 "SENFTENBERG R. B. FRANKFURT A/O. 11 6 66" und Siegelstempel des Infanterie-Regiments No. 21 nach Bromberg, dekorativer Wertbrief
1866, "K. Pr. FELDPOST II. ARMEE CORPS 22 7", DKr. der 1. Armee auf Einschreiben mit Ra. "Recomandirt"-Stempel auf Dienstbrief "Recipisse wird zurückerbeten" nach Gollnow in Pommern, seltenes Militär-Einschreiben
1866, Vordruck-Feldpostumschlag mit Ra2 "BERLIN ANHALTER BAHNH. 17.7." an Hauptmann im 8. Armee-Korps, 16. Div. des Ostpreußischen Füsilier-Regiments Nr. 33, der Elb-Armee über den Speditionspunkt "Görlitz" nach Böhmen, der Verkauf der auf Privatinitiative hergestellten Feldpostbriefe wurde mit Circular Nr. 33 vom 14. Juni 1866 in den Postanstalten gestattet
1866, pirvater Vordruck-Feldpostumschlag als Ortsbrief mit Ra3 "BERLIN POST EXP. 9 POTSDAMER BAHNH. 1 8 66" an Militärangehörigen, die privaten Feldpostumschläge gehören heute zu gesuchten Dokumente aus diesem Krieg
1866, Vordruck-Feldpostumschlag in seltener Verwendung als Paketbegleitbrief aus "ELBERFELD 9 8 66" an Musketier im Thüringischen Inf.-Regiment Nr. 32 in der West- und Main-Armee nach Coblenz
