343 / März 2011
343. Heinrich Köhler Auction
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Pages
3 Pfg. ziegelrot, allseits voll- bis breitrandig und farbfrisch mit unten Teil der Trennungslinie im sächsischen System, entwertet mit DKr. "LEIPZIG 25. JUN. 51" auf Drucksache in insgesamt vorzüglicher Erhaltung, Fotoatteste Pfenninger und Pröschold BPP (Mi. 25.000,-)
3 Pfg. ziegelrot, Platte III, senkrechtes Paar der Typen 14 und 19, sehr schön farbfrisch und allseits voll- bis meist breitrandig, links mit Zwischenlinien, mit sauberem DKr. "LEIPZIG 16. NOV. 50" auf grüner Streifbandvorderseite nach Köln; das Paar war zur Kontrolle gelöst und ist mit Falz replaziert, es befindet sich in einwandfreier Erhaltung; ein schönes und attraktives Stück, sign. Bela Sekula, Pröschold und Köhler sowie Fotoattest RPS (1968) (Mi. 28.000,- +)
Provenienz: Lars Amundsen (1969)
1851, 3 Pfg. dunkelgrün, waagerechtes Paar, allseits vollrandig, ungebraucht, Pracht
1856, Johann 5 Ngr. ziegelrot im 4er-Block, teils mit Schmitz-Druck, voll- bis breitrandig, ungebraucht, am Oberrand gering oxidiert, sign. Brettl und Fotobefund Rismondo BPP
5 Ngr. ziegelrot, allseits breirandig zusammen mit voll- bis breitrandig 3 Ngr. auf gelb, mit Nr. "2" auf recommandierter Briefhülle von "LEIPZIG 9 MAI 57" nach Lauban, Kabinett
5 Ngr. karminrosa, allseits breitrandig mit Nr. "3" und nebengesetztem DKr. "CHEMNITZ 14 5" (1860) auf Reco-Briefhülle mit privatem blauen Schreibschrift-L1 "Recomandirt" und rotem preußischen Zackenkranzstempel nach Breslau mit rückseitig rotem Ra3 der Bahnpost Görlitz-Kohlfurt, Kabinett
5 Ngr. rosabraun, farbfrisch und allseits vollrandig, ungebraucht mit vollem Originalgummi, Kabinett, Befund Rismondo BPP ex Dr. Rueger
1863, Wappen 3 Pfg. grün und ½ Ngr. orange (etwas oxidiert) und 2 Ngr. ultramarin mit zartem RA2 "DRESDEN 4 IV 65" sowie nebengesetzten roten RA3 "STADTPOST/DRESDEN III/4 IV 65" und rotem Zackenkranzstempel "Recomandirt" auf kleinformatigem eingeschriebenem Ortsbriefchen, mittig gefaltet und etwas Patina,, seltene Dreifarbenfrankatur
3 Pfg. grün und ½ Ngr. orange (leicht oxidiert) als Zusatzfrankatur auf 1863/65, 2 Ngr. Ganzsachenumschlag mit Nummernstempel "15" und nebengesetztem EKr. "ZITTAU 24 MAI 1866" als eingeschriebener Ortsbrief, die Frankatur setzt sich aus ½ Ngr.-Ortsbriefporto plus 2 Ngr. Rekommandationsgebühr plus 3 Pfg. Zustellgebühr zusammen, sehr schöne und seltene Dreifarbenfrankatur in Kabinetterhaltung
½ Ngr. trüborange als wertstufengleiche Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag ½ Ngr. mit DKr. "LEIPZIG 16 MAI 67" nach Beierfeld bei Schwarzenberg, Pracht
2 Ngr. blau mit sehr seltener Entwertung durch kleinen EKr. "LEIPZIG 5/..", Pracht
5 Ngr. reingrau mit Dkr. "GLAUCHAU", üblich gezähnt, unsaubere Stelle, seltene Marke, Befund Rismondo BPP (Mi. 1400,-)
24.3.1848, vollständiger Brief, geschrieben am 1. Tag der Erhebung mit ausführlicher Beschreibung der militärischen Ereignisse des Tages, rückseitig handschriftlicher Nachtrag mit Vermerk "Abends 9 Uhr"; dabei die entsprechende Faltbriefhülle von Hornheim bei Kiel mit Aufgabestempel "KIELER BAHNHOF 25.3", nach Berlin und zurück, rückseitig diverse Transitstempel; in sehr guter Erhaltung und post- sowie zeitgeschichtlich hochinteressant!
28.3.1848, Faltbrief geschrieben am 4. Tag der Erhebung mit EKr. "KIEL 29...", gerichtet an Frau von Radowitz in Carlsruhe, mit ausführlichem Inhalt über die gegenwärtige Lage der "provisorischen Regierung", die politischen Verhältnisse in der Stadt, "Revolution und Tollheit", die "Reaction in Copenhagen" sowie u.a. das "Bombardement der Städte"; ein interessanter Brief in einwandfreier Erhaltung
Faltbrief geschrieben am 23.6.1848 von "KIEL 24.6.1849" über Hamburg nach Ratzeburg, mit Franco-Vermerk "5" für das Gesamtporto sowie "2" für die Teilstrecke Hamburg-Ratzeburg. Da das Herzogtum Lauenburg sich nicht an der "Schleswig-Holsteinischen Erhebung" vom März 1848 beteiligte, waren die beiden Postgebiete unter getrennter Verwaltung und der Postverkehr musste u.a. über Hamburg abgewickelt werden. Die in Ratzeburg in Rötel vermerkte Zustellgebühr wurde wieder gestrichen, wahrscheinlich hat der Empfänger den Brief selbst abgeholt bzw. abholen lassen; postgeschichtlich interessanter und ansprechender Brief
1.9.1849, Faltbrief von List auf Sylt nach Altona mit Aufgabestempel L1 "HOYER" und handschriftlichem Vermerk "fr. Tondern", dieser gestrichen und darunter "frei Hoyer" notiert. Der Brief erreichte am 5.9. Tondern und war gemäß handschriftlichem Vermerk einen Tag später in Altona. Er war damit einer der ersten Briefe, die nach der Öffnung der Landroute zwischen Schleswig und Holstein am 4.9. die Grenze passierten. Korrekt mit 5 Sch.Ct. für die Entfernung von über 20 Meilen taxiert und einer der wenigen bekannten Stücke aus der kurzen Zeit, bevor ab dem 1.10.1849 die geteilte Gebühr eingeführt und Briefe aus Schleswig nach Holstein franco Rendsburg versandt werden mussten. Innen teils leicht mit Tesafilm gestützt sonst in guter und frischer Erhaltung; ein außerordentlicher, postgeschichtlich sehr interessanter Brief
Faltbrief von Altona nach Bellevue auf Fehmarn, vorderseitig zweimal DKr. "BAHNHOF-ALTONA 30. bzw. 31.10.", vermutlich konnte der am 30.10. geschriebene und eingelieferte Brief nicht mehr befördert werden, so dass der Aufgabestempel am nächsten Morgen erneut abgeschlagen wurde. Mit 4 Sch.Ct. taxiert und über die Seeroute, vermutlich mit direkter Schiffsverbindung von Holstein nach Fehmarn, z.B. von Kiel nach Burg transportiert, gute Erhaltung
Faltbrief von "NEUSTADT 1.12." an die Irrenanstalt bei Schleswig, handschriftlicher Vermerk "frei" sowie "3" in blauer Farbe. Der Brief wurde noch nach dem 1. Posttax-Gesetz mit der Gebühr für die Strecke zwischen 10-15 Meilen behandelt, wohl einer der letzten dieser Briefe, da Briefe aus Holstein nach Schleswig ab dem 1.12.1849 "franco Rendsburg" versandt werden mussten, ein interessanter Brief in sehr guter Erhaltung
Faltbrief von "KIEL 4.9." nach Bellevue auf Fehmarn, in Kiel zensiert, mit ovalem Stempel "Siegel des Polizei Amts in Kiel", aufgrund der unterbrochenen Postverbindung zwischen Schleswig und Holstein wurde der Brief als "forwarded letter" über Lübeck, dort am 4.9. angekommen und von dem Agenten "JOH.S.MANN" in Empfang genommen, per Schiff am 6.9. nach Fehmarn gesandt; ein sehr interessanter und seltener Brief
Faltbrief von Altona nach Bellevue auf Fehmarn mit DKr. "K.D.O.P.A. HAMBURG 18 9" und handschriftlichem Vermerk "via Lübeck und Kopenhagen, mit 4 Sch.Ct. in Rötel taxiert, der Brief blieb ohne Zensur, da er direkt im neutralen Hamburg aufgegeben wurde, gute Erhaltung, sign. Carl H. Lange
"Franco Hamburg S.H.O.P.A." schwarzer L2 auf Faltbrief vom 12.1.1851 von Petersdorf/Fehmarn nach Oldesloe, vorderseitig schwarzer L1 "Aus Dänemark" sowie Vermerk "frei", dies wieder gestrichen und in Rötel "4" taxiert da eine Bezahlung für die gesamte Strecke während der Postunterbrechungen nicht möglich war. Uns ist nur ein weiterer Abschlag des "Franco Hamburg S.H.O.P.A" bekannt (dieser unverkäuflich, da in Vereinssammlung Hamburg), vorderseitig großflächig, innen unauffällig mit Tesafilm gestützt, ein hochinteressanter Beleg für die geteilte Gebühr auf der Seeroute mit Hamburg als Austauschort für die Sendungen
Kleiner Faltbrief von "KIEL 21.8. 7-8 A" nach Mölln, vorderseitig in Rötel "3" sowie "1/2" als Zustellgebühr taxiert, ein nicht häufiger Brief von Holstein nach Lauenburg, gute Erhaltung
Faltbriefhülle als Dienstsache von Wandsbeck nach Tönning mit EKr. "WANDSBECK 1.4.1852" sowie Transitstempel DKr. "HOLST. P.A. HAMBURG 1.4. 6-9A" sowie L1 "HUSUM" mit handschriftlicher Datumsangabe "3/4", rückseitig rotes Siegel "WANDSBECKER KOENIGLICHES INSPECTORAT" mit dänischer Krone, ein interessanter Brief aus der Zeit nach Übernahme der Verwaltung Holsteins durch Dänemark (18.2.1852) und vor der Übernahme des holsteinischen Postwesens durch die Generalpostdirektion in Kopenhagen am 15.4.1852, gute Erhaltung
Faltbrief von "RATZEBURG 18.3.1848" nach Hannover, vorderseitig roter handschriftlicher Vermerk "Artlbg." für den Grenzort Artlenburg sowie "frey Grenze" und "2", rückseitige Taxierung "12" (12 Pfg.=1 Ggr.) für die hannoversche Gebühr ab der Grenze, seltener Auslandsbrief in guter Erhaltung
Faltbrief von "ECKERNFÖRDE 31/10 1848" nach Gartow an die Freifrau von Müssling, geb. Gräfin Bernstorff, handschriftlicher Vermerk "über Hamburg", taxiert für die Strecke Eckernförde-Hamburg 4 Sch.Ct.=2 5/12 Ggr. (3 Sgr.), für die Strecke Hamburg-Gartow 2 6/12 Ggr., Gesamtgebühr in rot vermerkt "4 11/12" Ggr., ein interessanter Brief
Faltbrief geschrieben am 7.2.1849 mit Krone/Posthorn Stempel von "OLDESLOE" nach Wohldorff, der Brief ist von Rheinfeld bei Oldesloe in Holstein nach Wohldorff im hamburgischen Staatsgebiet gelaufen, Wohldorff wurde postalisch von Holstein betreut, ein interessanter Brief in guter Erhaltung
"PINNEBERG" als L1 mit handschriftlich nebengesetztem Datum auf Dienstsache nach Glückstadt, rückseitig Teilsiegel "PINNEBERGER HAUSVOGTEI", ein sehr seltener Stempel dessen Verwendung nur vom 1.-29.3.1849 bekannt ist, gute Erhaltung
13.9.1849, Faltbrief von Wandsbeck nach Heide, mit handschriftlichem Vermerk "frei" und "3" in blau taxiert, sehr gute Erhaltung
Faltbrief von "WARSZAWA 23 5" nach Oldesloe mit diversen Transitstempeln sowie rotem gebogenen "FRANCO", blauer handschriftlicher Vermerk "frei Hamburg", sowie "franco 33", ein interessanter Brief in guter Erhaltung
Faltbrief der 2. Gewichtsstufe von "S.T.P.A. BREMEN 3 6" nach Wilster, rückseitig Transitstempel "St.P.A. 4 Jun 49" sowie "S-H.O.P.A. HAMBURG 4.6. 6-8", in Rötel "6" taxiert für die Teilstrecke Bremen-Hamburg sowie in blau "10" für das Gesamtporto, dekorativer Brief in guter Erhaltung
Faltbriefhülle mit Aufgabestempel "GARDING 28.6.1849" nach Hamburg, handschriftlicher Vermerk "frei 4", laut Posttax-Gesetz vom 1.1.1849 für die Entfernung 15-20 Meilen. Hamburg war inländischen holsteinischen Poststellen insofern gleichgestellt. Dazu der komplette Inhalt mit einem ausführlichen Liebesbrief an "Fräulein Elise Althoff", leicht gebräunt und kleine Einrisse, ein interessanter, durchgezahlter Brief aus der 1. Kriegsperiode
Halligbrief von Oland am 12.7.1849 über Bredtstedt nach Husum versandt, handschriftlicher Aufgabevermerk "Bredstedt 16/7 49" sowie "D.S.", da als Dienstsache nicht anerkannt mit "1" in blau für die Entfernung bis 5 Meilen taxiert. Oland war seinerzeit von ca. 50 Menschen bewohnt und postalisch Bredtstedt unterstellt, ein seltener und interessanter Brief in einwandfreier Erhaltung
1½ Kreis-Stempel "ULZBURG 1849" mit handschriftlicher Monats- und Tagesangabe "31/10" auf Faltbriefhülle nach Segeberg, handschriftlich vermerkt "D.S.", als solche nicht anerkannt und deshalb mit "2" in blau taxiert, bis auf einen senkrechten Bug mittig in sehr guter und frischer Erhaltung; einzig uns bekannter Abschlag dieses Stempels - Unikat!
Faltbrief von "GLASGOW NOV 2 1849" via London, Ostende und Hamburg nach Rendsburg, vorder- und rückseitig diverse Transitstempel und Taxen, gute Erhaltung
Faltbrief von "HARTLEPOOL MY 16 1850" via Hamburg nach Bellevue auf Fehmarn, vorder- und rückseitig diverse Transitstempel und Taxen, gute Erhaltung, sign. Carl H. Lange
Faltbrief von "DRESDEN 8 JUN 50" via Hamburg nach Oldesloe, vorder- und rückseitig diverse Transitstempel und Taxen, interessanter Brief, abgesandt 22 Tage vor dem Beitritt zum Postverein; gute Erhaltung
