343 / März 2011
343. Heinrich Köhler Auction
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1850, "FELD-POST D.1. ARMEE-CORPS 5 2", DKr., mit seltenem Portofreiheitsvermerk "Kön. Mil. Kirchen S.", Militär-Kirchen-Sache (wahrscheinlich Brief eines Militärpfarrers)
1848, "KÖNIGL. PREUSS FELDPOST.", DKr. auf "Militaria"-Brief des 2. Bat. im 20. Inf.-Regiment vom 19. Juni, betr. Zahlung an Soldaten im Lazarett, an die Lazarett-Kommission in Neumünster über Bahnpost Rendsburg, Krieg zwischen den Hztm. Schleswig und Holstein im Bündnis mit dem Deutschen Bund gegen Dänemark - tadelloser Abschlag dieses seltenen Feldpoststempels aus dem Einführungsjahr
1848, "KÖNIGL. PREUSS. FELDPOST.", DKr. auf "Militairbrief" des 2. Kürassier-Regiments "Königin" (Pommersches Kavallerie-Regiment) vom 23. Juni nach Stettin, die Post der Truppen wurde über das preußische Postamt Hamburg spediert
1848, "PREUSSISCHE FELDPOST.", DKr. auf "Militaria"-Brief nach Berlin, ohne "KÖNIGL.", eine andere Form eines seltenen Feldpoststempels aus dem Einführungsjahr
1849, "KÖNIGL. PREUSS. FELDPOST", DKr. auf Dienstbrief nach Diepholz in Hannover, über das hannoversche Postamt in Hamburg mit rotem handschriftlichem Vermerk "K. Pr. Feld Post", seltener Beleg
1849, "FELD-POST D.REICHS-ARMEE 1/7", DKr., sehr seltener Stempel der Reichsarmee der deutschen Bundestruppen auf einem Brief des Oberbefehlshabers, dem preußischen Generalleutnants von Prittwitz, aus dem Hauptquartier in Aarhus nach Kieding bei Apenrade, seltenes und hervorragendes Zeitdokument
1849, "FELD-POST D.7. ARMEE CORPS 19/7", DKr. auf "Soldatenbrief, Frei laut Order" mit "S.B. I.B. XVII L R" (1. Bat., 17. Landwehr-Regiment) nach Wesel, seltener Feldpoststempel der Bundestruppen
1849, Feldpostbrief eines Feldwebels mit Soldatenbriefstempel des 15. Inf.-Regiments und Absenderangabe vom 20. September aus Hamburg, über das preußische Postamt "HAMBURG 20/9" nach Berlin, seltener Feldpostbrief der preußischen Truppen aus der Hansestadt
1849, Militärdienstbrief mit "S.B. 4.B." (Soldatenbrief, 4. Bataillon), aufgegeben in "GLÜCKSTADT 8/11" nach Meldorf
1850, "KÖN.PR.FELD-POST 3/4", DKr. auf "Militairbrief" eines Unteroffiziers mit "S.B. FÜS.B.VII" (Füsilier-Bataillon) und Vermerk "frei laut Ordre vom 25/6. 48." nach Graudenz, klarer, seltener Feldpoststempel
1851, "Soldatenbrief" aus "TORGELOW 15 5" an den Garde Reserve Jäger Albrecht in Roddan/Wilsnack, Absendervermerk: "frei laut Order für ausgerückte Truppen" über "WILSNACK 17 5" nach Potsdam weitergeleitet, rückseitig entsprechender Bahnkursstempel, die Garde-Jäger waren in Schleswig-Holstein eingesetzt, inzwischen zurückgekehrt und es bestand keine Portofreiheit mehr, Taxierung 2 Sgr., sehr seltener und aufschlussreicher Brief
1854, "KÖNIGL. PREUSS. FELDPOST", DKr. auf einer "Militaria"-Sache des "KÖNIGL. PR. 3tes HUSAREN REGIMENT" (Siegelstempel), Ortsbrief an den Direktor des Potsdamer Militär-Waisenhauses - der Feldpoststempel wurde nur im Jahre 1848 in Schleswig-Holstein verwendet - hier eine Verwendung 1854 durch das Husaren-Regiment in Potsdam - großartige Seltenheit der preußischen Feldpost!
1850, 2 Briefe einer Korrespondenz des Unteroffiziers Strauch aus dem 7. Infanterie-Regiment auf dem Marsch aus Schleswig-Holstein nach Hessen mit den DKr. "KÖN.PR.FELD-POST", 1. Brief: vom 5. Sept. mit dem rückseitigen Vermerk: "gegenwärtig zu Wittenburg in Mecklenburg", 2. Brief: vom 18. November mit rückseitigem Vermerk: "Strauch, Unteroff. der 10. Comp., 7. Jäger Regiment der Königl. Preuß. mobilen Armee, zur Zeit in Hessen." - eine äußerst seltene Dokumentation
Der Kurhessische Verfassungsstreit :1850, "KÖN.PR.FELD-POST 19 11", DKr. aus dem Hauptquartier in Dorndorf (nördlich von Wetzlar) an einen Major im 7. Inf.-Regiment in Wesel. Die kurhessische Armee forderte die Durchsetzung der Verfassung und verweigerte dem Kurfürsten den Gehorsam, so dass Bundestruppen aus Preußen und Bayern eingesetzt wurden
1850, Feldpostbrief, Mobilmachung des 32. Landwehr-Regiments aus Magdeburg, Absendervermerke: "Ausgerückte Landwehr, Uoff. Schulze, 1. Bat., portofrei laut Order", Gemeindesiegel von Groetz (bei Zörbig, nördl. Halle) zur Bestätigung der Portofreiheit, über "ZÖRBIG 4 12" nach Naumburg - Truppe auf dem Weg nach Hessen
1850, Feldpostbrief mit Vermerk: "per Express vom Absender 2½ Sgr. bereits gezahlt", aufgegeben in "HERZBERG 6/12" nach Berlin, private Express-Feldpostbriefe sind sehr selten!
1850, "KÖN.PR.FELD-POST 8 12", DKr., an Generalleutnant, Graf von der Gröben, Kommandeur des 7. Armeekorps und Adjudant des Königs, mit Vermerk: "per Ordonanz" nach Vacha (Thür. an der Grenze zu Hessen) - das Armeekorps auf dem Marsch nach Hessen
1850, "KÖN. PR. FELD POST EXPEDITION DER INFANTR. No.17 DES 5.TEN ARMEE CORPS 15/12", EKr. auf Feldpostbrief eines Hauptmanns nach Freustadt in Schlesien, bei dem Einsatz der Truppen in Hessen wurden erstmalig die Feldpost-Expeditionen mit Stempeln ausgestattet, 2. Feldpostbrief des Hauptmanns auf dem Rückmarsch nach der Demobilisierung, aufgegeben in "GUBEN 7/1" (1851) - eindrucksvolles Briefpaar
1850, "K. Pr. FELDPOST VIII. ARMEE CORPS 14/12", DKr. auf "Feldpost"- Paketbegleitbrief (3 Pfund, 4 Loth) über "WETZLAR 14 12" nach "CÖPENICK 19 DEC" (b. Berlin), entsprechend den Bestimmungen mit 2 Sgr. freigemacht, private Paketbegleitbriefe sind nicht häufig
1850, "K. Pr. FELDPOST II. ARMEE CORPS 25 12", DKr. als Ankunftsstempel in Stettin an den Standort des 2. Armeekorps, mit "Cito"-Vermerk, aufgegeben in "BERLIN 25 12", seltene Verwendung des Feldpoststempels
1851, "K. Pr.FELDPOST III. ARMEE CORPS 20/2", DKr. auf "Feldpostbrief lt. Order frei" aus Perleberg nach Stettin mit rückseitigen Bahnkursstempeln, Brief aus der Demobilisierungszeit, aber noch Portofreiheit
1853, portofreier Militär-Paketbegleitbrief mit DKr. "BERLIN 8/10" an Major im Stab der 8. Division in Erfurt - ab 1853 waren nur noch Dienstpakete zugelassen
1856, "Soldatenbrief" "BALDENBURG 23 12" (Pommern) mit Behördensiegel an Militärwaisenhaus in Potsdam, 2 Sgr.-Vermerk und Militärdiensbrief mit Ra3 "BERLIN STADT POST EXP..I 4/12" nach Leipzig
1859, "Soldatenbrief" mit waagerechtem Paar 1 Sgr., mit Nummernstempel "1344", Ra2 "SCHNEIDEMÜHL 19 7", S.B.-Stempel des 4. Ulanenregiments, nach Glatz in Schlesien, entpsrechend der Portomoderation mit 2 Sgr. frankiert
1859, "Soldatenbrief, in eigener Angelegenheit des Empfängers", Paketbegleitbrief, 3 Sgr. Ganzsache mit Ra2 "INSTERBURG 17 12" und Paketzettel an Uffz. in Brandenburgischer Artillerie-Brigade in Torgau, seltener Paketbegleitbrief mit Portomoderation
1860, "Soldatenbrief" mit 2 Sgr., Ra2 "JAUER 24 5" und Gerichtssiegelstempel an einen Musketier im 7. Inf.-Regiment in Posen, dekorative, seltene Portomoderation
Italienischer Krieg 1859: "Feldpostbrief" mit S.B.-Stempel eines Landwehr-Regiments mit EKr. "GLOGAU 8 8" nach Neu Dessau (Neumark), im Rahmen des Deutschen Bundes sah Preußen eine militärische Hilfe für Österreich in dem Krieg mit Frankreich vor - im Juni Mobilmachung für 1 Korps ab 5. Juli wurde Portofreiheit verfügt, außerordentlich selten, bisher nur einige wenige Briefe bekannt
Preußische Marine, 1857, Marine-Brief von Bord der Segelfregatte "Thetis" an den preußischen Konsul in Helsingör (Dänemark) mit Inhalt: "Telegraphische Depesche an Admiralität zu Berlin, "Thetis" vor Horten, heute Abend durch Droogden (südlicher Eingang zu Öresund) bugsiert, Wind SSO, den 8. September 1857, Adjudant" - Mitteilung vom Schiffskommando an den Konsul in Helsingör (letzter Ankerort), telegraphische Übermittlung an Marineministerium in Berlin bei Antritt einer längeren Auslandsreise, Marine-Post ist generell selten
1862, Auslandsreise der Segelfregatte "Thetis", Brief mit Mitteilung an das Königliche Preußische Konsulat in Helsingör, zu telegraphischen Weiterleitung an das Marineministerium in Berlin: "Telegraphische Depesche, An das Königliche Oberkommando der Marine zu Berlin: S.M.S. "Thetis" hat den 30ten October 1862 Mittags vor 12 Uhr vor Helsingör geankert, Capitain zur See", ein hervorragender Beleg zur preußischen Marine
1860, "Marine S"(ache) mit Siegelstempel "KÖNIG.PR.INTENDANTUR DER MARINESTATION DER OSTSEE" (Standor Danzig), mit DKr. "DANZIG 24 8" nach Duisburg, der Kriegsschiffhafen der Ostseestation wurde später nach Kiel verlegt
1861, König Wilhelm I. (1861-1888), Trauerschreiben Prinz Wilhelms aus Schloß Sanssouci vom 2. Januar zum Ableben seines Bruders, dem König Friedrich Wilhelm IV. an Oberstleutnant Ostwald, der Prinz teilt mit: "Mein inniggeliebter Bruder ... heute aus dieser Zeitlichkeit abberufen worden ... Indem ich den angeerbten Thron Meiner Väter besteige befehle ich, dass meine Thronbesteigung sämtlichen Truppen und Militärbeamten bekannt gemacht wird und dass mir dieselben sofort den Eid der Treue leisten...", seltener Autograph
Polnischer Aufstand 1863: Kabinetts-Sache, Brief mit Ra2 "BERLIN. CAB. EXPED. 8 9" an Major im westpreußischen Ulanen-Regiment in Lissa, nachgesandt nach Chilitsch, Bismarck bot Russland militärische Unterstützung gegen die Erhebung in Russisch-Polen an, Mobilisierung preußischer Truppen
1863, 2 Feldpostbriefe, 1. "Feldpostbrief nebst einer Schachtel...", Paketbegleitbrief mit DKr. "WEISSENFELS 17 9 63" mit 7 Sgr.-Taxierung und Feldpostbrief aus "DANZIG 30 11 63", beide an Auditeur der 3. Division in Gnesen
1863, "Feldpostbrief" mit Ra2 "NEISSE 26 11" und Soldatenbriefstempel, Portofreiheit bestand bis zum 24. November 1864
1863, Truppenstempel auf Feldpostbrief mit DKr. "JNOWRACLAW 9 12 63" nach Bromberg - Feldpostbriefe aus dem Polnischen Aufstand sind selten
1863, Geldbrief über 464 Taler, 11 Sgr., 6 Pfg. vom Kommando der Niederschlesischen Artillerie-Brigade No. 5 mit DKr. "POSEN 11 12 63" nach Berlin, sehr seltener Wertbrief, der Banknoten enthielt, die von verschiedenen Banken in Preußen ab 1858 eingeführt wurden
