343 / März 2011
343. Heinrich Köhler Auction
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Pages
3 Neugroschen braun, 2 Einzelwerte mit Ra. "LEIPZIG DRESD. BAHNH. 29/VI*65" auf Briefhülle nach Riga mit Ankunftsstempel; 3 Neugroschen Weiterfranko ausgewiesen; 1 Wert minimale Knitterspur
SPANIEN: Wappen 3 Neugroschen braun, 2 Einzelwerte mit Nr. "17" auf Briefhülle von "GLAUCHAU 17 JUL . 66" nach Madrid mit Ankunftsstempel; ausgewiesenes Weiterfrankco von 4 Neugroschen; Frankatur ganz geringe Druckspur
ARGENTINIEN: Johann 10 Neugroschen milchblau, voll- bis breitrandig zusammen mit Wappen 2 Neugroschen blau im waagerechten Paar und 3 Pfennige grün, mit Bahnpost-DKr. "LEIPZIG-DRESDEN Z.XII 6/VI" auf Briefvorderseite nach Buenos Aires mit rotem Durchgangsstempel von London; außerhalb der Frankatur Brieffaltungen, die 10 Neugroschen unten kleiner unauffälliger Randspalt. Das Porto bis zum argentinischen Ausschiffungshafen betrug nach der Portosenkung von 1862 14¼ Neugroschen; da in Sachsen Franko-Marken zu ¼ Neugroschen nicht zur Verfügung standen, war für den "überschießenden" Betrag die Verwendung einer 3 Pfennig-Marke vorgeschrieben. Eine attraktive und seltene Südamerika-Frankatur
Provenienz: 67. Köhler-Auktion (1930)
AUSTRALIEN: Johann 10 Neugroschen blau, 5 Neugroschen ziegelrot und ½ Neugroschen auf grau zusammen mit 3 Stück Wappen 3 Pfennige grün als korrekte 13 4/10 Neugroschen-Frankatur auf 3seitig geöffnetem Briefkuvert von "DRESDEN NEUST. 20 XI 62" nach Yathang bei Denelequin, Neu Südwales. Der Brief wurde befördert via Triest und Alexandria mit der Overland Mail, rückseitig mit diversen Transitstempeln. Die Frankatur durch die Beförderung kleine Beanstandungen bzw. bereits teils leicht defekt aufgeklebt. Ein sehr attraktiver Brief und mit der Destination Australien von größter Seltenheit
CHILE: Johann 10 Neugroschen milchblau, 2 Einzelwerte, je einseitig leicht berührt, sonst meist breitrandig, zusammen mit je voll- bis breitrandiger 5 Neugroschen ziegelrot und 2 Neugroschen auf blau, mit Nr. "2" auf komplettem Brief der Firma Brockhaus von "LEIPZIG 23 III 59" über Preußen, Belgien, England und Panama nach Santiago de Chile mit ausgewiesenem Weiterfranko von 24 Neugroschen; das Inlandsporto von 15 Centavos wurde beim Empfänger eingezogen, entsprechender roter Kreisstempel. Der Brief ist gerichtet an Dr. Rudolph Amandus Philippi, einem bedeutenden deutschen Paläontologen, Botaniker und Zoologen, der 1851 nach Chile übersiedelte und hier u.a. den botanischen Garten von Santiago und das Naturhistorische Museum leitete. Ein phantastischer Südamerika-Brief in hervorragender Erhaltung, sign. Georg Bühler und Pfenninger
1860, vorgedruckte Mitteilung der königlich preußischen Postverwaltung über zutaxiertes Porto in Höhe von 26 Silbergroschen für einen Brief von Leipzig nach Santiago de Chile; vorderseitig klarer roter L3 "Verviers 17/4 III Coeln"
CHINA: Wappen 5 Neugroschen grau, senkrechter Oberrand-3er-Streifen und 2 Einzelwerte und 1 Neugroschen lebhaftlilarot mit DKr. "LEIPZIG 9 NOV. 67" auf Briefhülle über Triest und Alexandria mit der Overland Mail nach Suez und weiter über Hongkong nach Shanghai; in Alexandria für das britische Seeporto frankiert mit senkrechtem Paar 1 Schilling grün, übergehend gestempelt mit "B01". Eine 1 Neugroschen-Marke ist abgefallen, drei 5 Neugroschen durch Randklebung etwas fehlerhaft, die britische Frankatur war zur Kontrolle gelöst und ist mit Falz replaziert; trotz der erwähnten Fehler ein sehr seltener und attraktiver Brief nach Ostasien
Provenienz: Antonini (1983)
INDIEN: Johann 3 Neugroschen auf gelb, 2 Einzelwerte mit blauem DKr. "LEIPZIG 9 X 61" auf Briefhülle mit Leitvermerk "Via Triest + Alexandrien" nach Calcutta, mit 6 Neugroschen bezahlt bis Alexandria (3 Neugroschen Postvereinsporto + 3 Neugroschen Seepostporto Österreichischer Lloyd); durch die untere Marke leichte Bugspur, rückseitig ist die Hülle etwas fehlerhaft, hier nicht ganz vollständiger "STEAMLETTER"-Stempel von Calcutta vom 15.11.1861 mit handschriftlichem Eintrag des vom Empfänger zu zahlenden Portos von 8 Annas für die Strecke jenseits von Alexandria. Insgesamt ein attraktiver und sehr seltener Teilfranko-Brief
Provenienz: Walter Opitz (1967)
IRAK: Wappen 5 Neugroschen graublau mit Nr. "116" und nebengesetztem Ra. "FRAUENSTEIN 4 IX 67" auf Briefkuvert adressiert an "Herrn Ernst Oehlschlägel aus Sachsen... Ingenieur in Diensten der Hohen Pforte zu Bagdad" mit handschriftlichem Leitvermerk "franco via Triest" und ausgewiesenem Weiterfranko von 2 Neugroschen, rückseitig diverse Transitstempel, u.a. von Triest; die Marke oben durch Randklebung leicht bestoßen. Ein schöner und seltener Brief in den Vorderen Orient
KAP DER GUTEN HOFFNUNG: Johann 3 Neugroschen auf gelb, 4 Einzelwerte, einer rechts leicht berührt, sonst alle voll- bis breitrandig und farbfrisch mit Nr. "14" und nebengesetztem Aufgabestempel "BAUTZEN 29/XI 61" auf 3-seitig geöffnetem Briefkuvert über Aachen, Ostende und London nach Shiloh bei Whittlesea im westlichen Kapland mit rotem Ankunftsstempel von Kapstadt vom 15. Januar 1862. Der Brief war bezahlt bis zum Ausschiffungshafen, das Inlandsporto der Kap-Kolonie von 1 Pence wurde vom Empfänger eingezogen, entsprechender roter Taxstempel vorderseitig. Ein besonders schöner und frischer Brief mit der außerordentlich seltenen Destination Südafrika
Provenienz: Walter Opitz (1967)
NEU BRAUNSCHWEIG / CANADA: Wappen 5 Neugroschen graublau im senkrechten Paar, farbfrisch und gut gezähnt mit Ra. "DRESDEN 22 VII 65" auf kleinem Briefkuvert über London nach Fredericton, Neu Braunschweig mit rückseitigem Eingangsstempel vom 17. August. Briefe der altdeutschen Staaten nach Britisch Nordamerika sind ohnehin ausgesprochen selten; dieser Brief in die kleine Kolonie Neu Braunschweig ist zweifellos eine Seltenheit 1. Ranges
NIEDERLÄNDISCH-INDIEN: 10 Neugroschen blau, 2 Werte 3 Neugroschen auf gelb und Einzelwert ½ Neugroschen auf grau, die 10 Neugroschen und eine 3 Neugroschen im Rand einseitig leicht berührt, sonst alle voll- bis breitrandig und bis auf kleine transportbedingte Knitterspuren bzw. kleiner Aufklebeknitter in sehr guter Erhaltung mit DKr. "LEIPZIG BAHNH. 8 VII 63" auf Briefhülle der 1. deutschen, und 2. britischen bzw. niederländischen Gewichtsstufe über Triest und Alexandria mit der Overland Mail nach Batavia, Java. Ein sehr attraktiver und seltener Brief, Pendant zu Los 195 der 1. Knapp-Auktion, jetzt unter Verwendung des 10 Neugroschen-Wertes
VEREINIGTE STAATEN ÜBER BREMEN: 3 Neugroschen auf gelb, 2 Einzelwerte mit ½ Neugroschen auf grau mit Nr. "12" und nebengesetztem Aufgabestempel "FREIBERG 2/IV 60" auf kleinem Briefkuvert nach New York mit handschriftlichem Leitvermerk "Via Hamburg" und Hamburger Ankunftsstempel vom 4. April; da die "Harmonia" der Hapag in Hamburg ausgefallen war, wurde der Brief über Bremen umgeleitet mit vorderseitigem Schmetterlingsstempel "HAMBURG 8 APR 1860" und rückseitigem Durchgangsstempel des Bremer Stadtpostamtes vom nächsten Tag; im Umschlag rechts unauffälliger Einriß, übliche leichte Beförderungsspuren; ein interessanter und attraktiver Brief
5 Neugroschen ziegelrot, 1 Neugroschen auf mattgraurot und ½ Neugroschen auf grau, alle voll- bis breitrandig mit jeweils sauber aufgesetzter Nr. "157" auf Faltbrief mit Aufgabestempel "MÜHLTROF 18 MAY 57" nach Cincinnati; rückseitig kleiner Teil des Briefpapiers ergänzt; insgesamt ein sehr schöner und frischer Transatlantikbrief mit seltenem Stempel
10 Neugroschen milchblau, rechts leicht berührt, sonst voll- bis breitrandig mit meist breitrandiger 3 Neugroschen auf gelb, beide mit zentrisch klarer Nr. "94" und nebengesetztem Aufgabestempel " MARK NEUKIRCHEN 25 NOV. 56" auf komplettem Brief nach Reading in Pennsylvania. Der Brief wurde ab Bremerhaven befördert mit dem Dampfer 'Hermann'; auf hoher See, etwa 1000 Meilen westlich von Southampton erlitt das Schiff bei stürmischer See einen schweren Maschinenschaden und mußte nach Southampton zurückkehren. Die Post wurde umgeladen auf den Dampfer 'Fulton' der New York & Havre-Linie, der Southampton am 18. Dezember verließ und am 31. Dezember New York erreichte. Ein attraktiver und postgeschichtlich hochinteressanter Brief in sehr schöner Erhaltung
Wappen 5 Neugroschen braungrau, 2 Einzelwerte mit 3 Neugroschen orangebraun mit DKr. "CHEMNITZ 6 DEC. 67" auf Faltbrief mit Leitvermerk "via Bremen" nach New York, rückseitig mit großem Schlüsselstempel "Bremerhaven 7/12". Seit Dezember 1867 wurde die Briefpost in geschlossenen Paketen bis Bremerhaven befördert, der sonst obligatorische Ankunftsstempel des Stadtpostamtes fehlt daher (während der Sächsischen Posthoheit war diese Art der Behandlung also nur einen Monat möglich); eine 5 Neugroschen mit Fehlzahn, durch die Frankatur recht unauffälliger waagerechter Bug; ein sehr interessanter Transatlantik-Brief mit außerordentlicher Frankatur der 5 Neugroschen in der seltenen Farbe, Fotoattest Rismondo BPP
1865, unfrankierter Brief von "WERDAU 25/XI 65" nach Iowa mit rückseitigem Durchgangsstempel der Bremer Stadtpost. Das Porto betrug insgesamt 15 Cent bzw. 21 Cent Inflationsdollar, entsprechend vorderseitiger Vermerk in rot und sauber nebengesetzter EKr. "N.J.BREM.PKT. 15 OR U.S. NOTES 21"
ÜBER HAMBURG: Johann 5 Neugroschen karminrosa mit 1 Neugroschen auf rosa und ½ Neugroschen auf grau, mit jeweils sauber aufgesetztem DKr. "FREIBERG 27/II 61" auf kleinem Briefkuvert nach New York mit vorderseitig klarem roten "HAMBURG PAID FEBR. 28 1861"; 5 Neugroschen unten etwas angeschnitten und links kleiner Einriß im Rand, insgesamt ein attraktiver Brief
ÜBER PRUSSIAN CLOSED MAIL: Johann 3 Neugroschen auf gelb im teils leicht berührten 4er-Streifen mit 1 Neugroschen auf mattgraurot auf Briefhülle von "LEIPZIG 24 IX 60" nach New York; 3 Werte unauffällige Büge; eine ungewöhnliche 13 Neugroschen-Frankatur mit seltener Streifeneinheit
5 Neugroschen ziegelrot, 4 Einzelwerte zusammen mit 2 Neugroschen auf blau und ½ Neugroschen auf mattgrau auf doppelschwerer Briefhülle von "SCHNEEBERG 12/XII 60" nach Williamsburg bei New York und unzustellbar retour mit vorderseitigem Einzeiler "ADVERTISED" und rückseitigem roten Ra. "Am Bestimmungsorte nicht abgefordert". Der Brief war ursprünglich für die Beförderung mit der British Open Mail mit 27½ Neugroschen frankiert (eine 5 Neugroschen abgefallen), wurde jedoch ab Aachen als Prussian Closed Mail befördert, rückseitig entsprechender Weiterfranko-Vermerk über 22 Neugroschen; zwei 5 Neugroschen durch Randklebung leicht fehlerhaft; ein postgeschichtlich interessanter Brief
10 Neugroschen milchblau, unten links lupen- sonst voll- bis breitrandig zusammen mit leicht berührter 3 Neugroschen auf gelb auf Briefhülle von "CHEMNITZ 23 6" nach Philadelphia mit rotem Eingangsstempel "N. YORK AM. PKT. / 30 PAID"; schöner und frischer Brief
Provenienz: 110. Köhler-Auktion (1942)
10 Neugroschen dunkelblau, getrenntes ehemaliges Paar, die linke Marke rechts überrandig, dafür die rechte Marke hier entsprechend leicht angeschnitten, sonst beide voll- bis breitrandig zusammen mit 2 Stück 2 Neugroschen auf dunkelblau auf Briefkuvert von "DRESDEN 26 VI 62" nach Boston mit rotem Eingangsstempel "BOSTON BR. PKT. 56 PAID"; die linke 10 Neugroschen oben winzige Schürfung im Rand, sonst gute und attraktive Erhaltung. Ein seltener Doppelbrief mit hochwertiger Frankatur
Provenienz: 132. Grobe-Auktion (1965)
Wappen 5 Neugroschen graublau, 2 Einzelwerte mit 2 Neugroschen blau mit Ra. "LEIPZIG DRESD: BAHNH. 2 VI 64" auf Briefhülle nach New York mit violettem Transitstempel "AACHEN PAID 23 Cts." und rotem Eingangsstempel "N. YORK BR. PKT. PAID"
Wappen 5 Neugroschen grauviolett, 5 Einzelwerte mit ½ Neugroschen orange mit Nr. "210" auf recommandierter, gesiegelter Leinenbriefhülle mit Aufgabestempel "BUCHHOLZ B. ANNABERG 29 IV 66" nach New York. Der Brief war für die Beförderung mit der 'British Open Mail' als Doppelbrief korrekt frankiert mit 4½ Neugroschen neuem moderierten Postvereinsporto, 2 Neugroschen Reco-Gebühr und 19 Neugroschen Weiterfranko; in Aachen wurde der Brief jedoch abgefertigt als 'Prussian Closed Mail' obwohl dafür um ½ Neugroschen unterfrankiert; roter "AACHEN PAID...Cts." sowie Zackenkranz "Recomandirt", daneben Londoner Kronestempel "REGISTERED" sowie amerikanischer Eingangsstempel "NEW YORK AM. PKT OCT 14"; eine 5 Neugroschen etwas bestoßen, da über den Rand geklebt, sonst recht gute Erhaltung; ein interessanter und seltener eingeschriebener Brief der 2. Gewichtsstufe
1865, 2 Briefkuverts derselben Korrespondenz von Dresden im Oktober bzw. November 1865 nach New York, beide mit schwarzem Transitstempel "AACHEN 5 Cts.", der erste mit vorderseitigem Eingangsstempel "N.Y. Br. PKT. 30 OR U.S. NOTES 42", der zweite mit Stempel "N.Y. AM. PKT. 30 OR U.S. NOTES 43"
Ganzsachenausschnitt 10 Neugroschen grün, voll- bis breitrandig viereckig geschnitten mit Johann 3 Neugroschen auf gelb, beide mit Nr. "11" und nebengesetztem Aufgabestempel "ALTENBURG 12/III" (1861) als vollständige Frankatur auf größerem Teil eines Briefkuverts nach Philadelphia (rückseitig mit einer Rückklappe). 10 Neugroschen-Ganzsachenausschnitte sind außerordentlich selten, viereckig geschnitten nur ganz wenige Stücke bekannt, von den bei uns registrierten ist dieser der qualitativ beste, sign. Pfenninger mit Befund
ÜBER BRITISH OPEN MAIL: Wappen 5 Neugroschen graublau im waagerechten Paar und 2 Groschen blau mit Ra. "LEIPZIG DRESD. BAHNH. 15/V 65" auf Briefhülle über England mit rotem "LONDON PAID" nach New York. Obwohl der Brief für die Prussian Closed Mail korrekt frankiert war, über die British Open Mail befördert, daher nur bis zum Ausschiffungshafen frankiert und in New York mit 5 Cent für das amerikanische Inlandsporto belastet. Das Porto setzte sich zusammen aus 2¼ Neugroschen Vereinsporto, 2¾ Neugroschen englischem Seeporto und 6¾ Neugroschen Seeporto bis USA; der in Aachen aufgesetzte rote "P.D." war in diesem Falle unkorrekt angebracht worden, da der Beamte in Aachen die 12 Neugroschen-Frankatur als Prussian Closed Mail-Frankatur ansah. Ein interessanter Brief in sehr guter Erhaltung
ÜBER BREMEN: 1849, Briefkuvert von Syracuse über die Bremen Closed Mail via England, Bremen, Hannover, Preußen und Sachsen nach Würzburg, mit "24" Cent bezahlt bis Bremen; in New York zunächst fälschlicherweise gestempelt "PD. ALL" , gestrichen und durch "PAID PART" ersetzt; Bremer roter "AMERICA ÜBER BREMEN" mit zugesetztem "1 1/3"; in Würzburg wurden vom Empfänger insgesamt 24 Kreuzer eingezogen, davon 9 Kreuzer bayerisches Inlandsporto und 15 Kreuzer deutscher Transit; leichte Beförderungsspuren, ein interessanter Transatlantik-Brief, Fotoattest Van der Linden BPP
1852, "PAID PART" auf Briefkuvert von "NEWARK APR 16" nach Schwarzenberg im Erzgebirge mit etwas schwachem roten "AMERICA ÜBER BREMEN" sowie "PAID" und "20" als Kennzeichnung für die Bezahlung des amerikanischen Inlands- sowie des Seeportos. Die Beförderung erfolgte über die 'Bremen Closed Mail'; in Sachsen wurden vom Empfänger "3" Neugroschen Vereinsporto eingezogen
1852, "9/3 AMERICA ÜBER BREMEN" auf Faltbrief von New York nach Limbach mit schwarzem "20 NEW YORK JUN 26", befördert mit der 'Baltic' der Collins-Linie (Bremen Closed Mail); in Sachsen wurden "12" Neugroschen Gesamtporto berechnet, Fotoattest Van der Linden
1853, "4½ / 2 Sgr. / AMERICA ÜBER BREMEN", Langstempel in rot auf komplettem Brief von New Orleans nach Limbach mit ebenfalls vorderseitig abgeschlagenem roten "PAID 5" und schwarzem "N. YORK BREM. PK. 5". Mitte August 1853 war die Gesamtgebühr von 12 auf 6½ Silbergroschen gesenkt worden, bei diesem ersten bekannten Brief nach dem Ergänzungsvertrag wurden fälschlicherweise zunächst '9½' Silbergroschen Gesamtgebühr notiert, diese jedoch korrigiert und mit '6 5/10' vermerkt. Der Brief wurde auf der Jungfernfahrt der Fritze-Linie befördert, die insgesamt nur 8 Überfahrten in 2 Jahren durchführte. Ein interessanter und seltener Brief, Fotoattest Van der Linden BPP
1855, "4½ / 2 Sgr. / AMERICA ÜBER BREMEN" in rot auf Faltbrief von New York mit dem Dampfer 'Hermann' der Ocean-Line nach Limbach. Die Fahrt führte wegen schlechten Wetters nur bis Southampton und dann mit der 'English, French and Belgian New Mail Packet Company' über den Kanal nach Ostende und weiter nach Bremen. In Sachsen wurden insgesamt '6/15' Neugroschen vom Empfänger eingezogen; ein interessanter und seltener Brief
1855, "4/9 Sgr. / AMERICA ÜBER BREMEN" in rot auf Faltbrief der 2. Gewichtsstufe mit Aufgabestempel "18 N. YORK U.S. PKT FEB 24" nach Limbach. In Sachsen wurden vom Empfänger fälschlicherweise 26 statt 13 Neugroschen, also der Betrag für die 4. Gewichtsstufe eingezogen; interessanter Brief, Fotoattest Van der Linden BPP
1858, "4½/2 Sgr./ AMERICA ÜBER BREMEN", Langstempel in blau auf komplettem Brief von New York nach Limbach mit Ausgabestempel. Der Taxstempel in blauer Farbe wurde nur vom November 1858 bis Februar 1859 verwendet, während dieser Zeit erfolgten nur 3 Anlandungen aus New York; bisher sind nur 2 weitere Briefe mit dem Stempel in blauer Farbe bekannt, Fotoattest Van der Linden BPP
1860, "AMERICA über Bremen 6½", blauer Doppelkreisstempel klar auf Brief von New York nach Limbach mit vorderseitig notierter Gesamttaxe von "6 5/10" Neugroschen
1860, Briefkuvert aus Columbus, Ohio, frankiert mit 1857/61, 12 C. schwarz und 3 C. bräunlichkarmin in die Oberlausitz mit sauber nebengesetztem roten "N. YORK BREM. PAK. / 12 PAID" sowie blauem "AMERICA ÜBER BREMEN FRANCO" in großer Type
